Paul Rosenhayn - Die ferne Frau

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Im fernen China wird die Mongoleibahn gebaut. Einar Gunberg konnte sich beim Bau nicht gegen den großen französischen Bauunternehmer Lucien Laporte durchsetzen, der ein billigeres Angebot unterbreitet hat. Doch jetzt wütet unter den Arbeitern die in der Mongolei eigentlich gar nicht vorkommende Schlafkrankheit, und so könnte Gunberg vielleicht doch noch zum Zug kommen. Hat er gar seine Finger bei finsteren Machenschaften im Spiel? Mit Gunbergs Tochter Ebba ist der junge Gerichtsassessor Ove Jens Boye verlobt. Da beginnt die berühmte Opernsängerin Helene Wassiliew einen ganz besonderen Eindruck auf ihn zu machen. Er trifft sie auf einer Abendgesellschaft und muss mit Erschrecken feststellen, wie sie verhaftet wird. Am nächsten Tag begegnet er ihr vor Gericht wieder: Sie steht unter Verdacht, für die sowjetischen Kommunisten zu arbeiten, denn bei ihr fand sich ein Brief mit einem Invasionsplan der bolschewistischen Armee, den sie zweifellos an Mittelspersonen zu übergeben hatte. Sie beteuert ihre Unschuld und fleht um Entlassung, sonst müssten Tausende Menschen sterben … Ove Jens Boye beschließt, sich für die schöne Frau einzusetzen, deren Zauber er schon halb erlegen ist. Schließlich begibt er sich an ihrer Seite auf eine gefährliche Reise nach Asien. Doch was wird jetzt aus Ebba Gunberg? – Paul Rosenhayns Roman ist eine Mischung aus Abenteuer-, Liebes- und Kriminalroman und vor allem eins: unglaublich spannend!-

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Ein offenes Auto bog aus der Fredericiagade in die Straße ein.

„Ove!“ rief eine helle Stimme.

Es waren der junge Willumsen, der Sohn des Großreeders, und der Baron Kirkegaard.

Das Auto stoppte. Kirkegaard stieß den Schlag auf. „Eine Frage: bist du im Frack?“

„Im Smoking“, antwortete Ove lachend.

„Hm —.“ Kirkegaard sah sich ratsuchend zu Willumsen um. Der nickte.

„Komm mit.“

„Wohin?“

„Ins d’Angleterre. Geschlossene Gesellschaft. Aber sehr lustig. Theater.“

Ove blickte zögernd die Straße hinunter — aber schon stieg Willumsen aus und drängte ihn mit sanfter Gewalt auf den Vordersitz.

Das Auto zog an.

„Warst du nicht heut abend in der ‚Bohème‘?“

Ove nickte.

„Was ist eigentlich mit diesem Lystrup?“ fragte Kirkegaard kopfschüttelnd. „Überall, wo deine Braut ist, sieht man den Herrn Untersuchungsrichter Lystrup mit Sicherheit auftauchen. Warum läßt du dir das gefallen?“

„Er ist sein Vorgesetzter“, lachte Willumsen.

„Gib acht — er wird dich bei ihr ausstechen.“

„Der?“ wiederholte Willumsen. „Der möchte sich nur beizeiten als Dritter für den Familientisch anmelden. Das macht er immer so bei seinen Assessoren.“

„Merkwürdig“, dachte Ove. „Diese Frivolitäten hätten mich vor zwei Monaten zur Raserei gebracht. Heute höre ich sie an und muß beinahe mitlachen.“

Das Auto überquerte den Kongens Nytorv und hielt vor dem Hotel.

„Zu wem gehen wir eigentlich?“ erkundigte sich Ove auf dem Wege zum Fahrstuhl. „Schliellich muß man doch wissen, bei wem man zu Gaste ist.“

Willumsen wies auf den Blumenstand. „Geben Sie uns Lillebil-Nelken, Fräulein. Für dreißig Kronen.“

Die Drei fuhren in den ersten Stock hinauf.

„Zu wem wir gehen?“ wiederholte der Baron zerstreut. „Ja so, das weißt du ja noch gar nicht. Also, du warst doch heute abend in der ‚Bohèm‘.“

„Er hat natürlich nur Augen für seine Ebba gehabt“, lachte Willumsen.

Ein Boy nahm die Garderobe ab und stieß die Tür eines Saales auf, aus dem Stimmengewirr und Lachen kam.

„Also wir führen dich hier… aber da ist sie sie schon“, unterbrach sich Willumsen und drängte Ove vorstellend ins Zimmer. Vor ihm stand Helene Wassiliew.

„Dies ist Assessor Boye“, sagte Kirkegaard auf Französisch.

Helene Wassiliew reichte Ove die Hand und sagte lächelnd:

„Sie können ruhig Dänisch mit mir sprechen; meine Mutter war eine Jütländerin.“

Ove küßte Helenes Hand und sagte ein paar Worte, deren Banalität ihn selbst in Verwunderung setzte. Er war sonst von jener gesellschaftlichen Sicherheit, die das Merkmal kultivierter Skepsis ist: das Zusammentreffen von Menschen, die sich im Grunde nichts zu sagen hatten, heischte gewisse Formen. Hier, er gestand es sich: hier, zum ersten Male in seinem Leben, verließ ihn diese Sicherheit. Er fühlte plötzlich, daß er, fast ohne es zu wissen, diese ganze Zeit über an Helene Wassiliew gedacht hatte.

Sie stand immer noch vor ihm, und ein Lächeln stieg in ihren Augen auf. In diesen dunklen, tiefen, leuchtenden Augen — in denen ein Ausdruck lag, den er nicht verstand. Sie sah jünger aus als auf der Bühne. Jünger und schöner, dachte er bei sich.

„Sie waren im Theater?“ fragte sie, im Tonfall der Mimi von vorhin.

„Ich saß unmittelbar an der Bühne.“

Sie neigte lächelnd den Kopf. „Ich glaube, ich habe Sie gesehen.“

Etwas schoß ihm zum Herzen. Etwas Heißes und Erregendes.

„Wirklich?“ fragte er leise.

„Sie sind im dritten Akt gegangen?“

Er nickte schuldbewußt. „Meine… Fräulein Gamberg, die mit uns in der Loge saß, fühlte sich nicht wohl.“

„Nehmen Sie ein Glas Sekt?“

Sie winkte dem Kellner, der eben mit dem Tablett vorüberging, und nahm zwei gefüllte Gläser.

Von drüben grüßte jemand herüber. Ove winkte zurück; er wußte im Augenblick nicht, wer der Grüßende war, aber irgend etwas in seinem Hiersein verursachte ihm eine unerklärliche Beklommenheit.

Helene Wassiliew mochte in der Mitte der Zwanzig sein, vielleicht auch älter. Obwohl sie von brünettem Typ war, wirkte sie doch fast nordisch; das tiefe Dunkel ihrer Augen unterstrich seltsam die Helligkeit ihrer Erscheinung. Während sie sich zur Seite neigte, um mit der Frau des Attachés ein paar Worte zu wechseln, sah er ihr weiches Profil, dem das kurze dunkle Haar etwas Fremdartiges gab.

Ein paar Herren kamen aus dem Nebenzimmer; eine Kollegin entführte Helene; sie protestierte lachend gegen die tönenden Lobeshymnen; dann verschwand ihre grazile Gestalt im Gewühl.

Ove ging hinüber zum Rauchtischchen, um sich eine Zigarette zu nehmen; da war der Fremde von vorhin wieder, und nun erkannte Ove in ihm einen Funktionär der politischen Polizei.

„Nun…?“ fragte jener lächelnd und präsentierte ihm ein brennendes Zündholz.

Zu seinem Erstaunen spürte Ove wieder jenes Unbehagen in sich aufsteigen.

Der andere sah mit einem halben Blick zu Helene hinüber, die mit dem jungen Baron Kirkegaard ein paar Takte tanzte.

„Ich glaube, es gibt heute abend noch eine Überraschung.“ Seine Stimme hatte einen so seltsam drohenden Klang, daß Ove überrascht den Kopf wandte.

„Achtung!“ Der Direktor klopfte an sein Glas. „Auf Wunsch des Fräulein Wassiliew wird Herr Molander eine Suite spielen.“

Das Summen verstummte; Helene selbst schlug das Notenblatt auf; Molander, der dänische Partner Helenes, begann zu spielen.

Fast mit Bestürzung erkannte Ove die Suite von Jean Baptiste Lully. Sein Lieblingsstück. Seine Suite…

Drüben saß Helene, gedankenvoll vor sich niederblickend. Er ging leise um das Rund des Zimmers zum Flügel. Sie hob die Augen:

„Meine Lieblingsmusik.“

Die Suite von Lully — ihr Lieblingsstück! Diese Suite, die in ihm klang in Tagen und Nächten… diese Suite, die man im Hause Gamberg abgelehnt hatte…

Er fühlte, wie ihr Blick auf ihm ruhte. Die Tür zum Nebenzimmer war offen; er ging hinüber; dort standen bequeme Ledersessel. Durch das schweigende Halbdunkel, das ihn umgab, rieselte die leise Melodie wie tropfendes Wasser. Dort drüben stand Helene; deutlich sah er die schlanke Linie ihrer Gestalt. Die Töne spannen ihn ein; geheimnisvoll und lockend verschmolzen die Dinge ineinander; er glaubte Stimmen zu hören, die seinen Namen flüsterten, Schritte klangen, Rauschen wie von Seide streifte sein Ohr. Er hielt die Augen geschlossen und trank den Duft dieser verheißungsvollen Nacht.

Die Musik hatte geendet; er schreckte auf, Stimmen schwirrten durcheinander, jemand lachte; es war Helene. Dann sprach eine Stimme, die er nicht kannte, von Dingen, die ihn nicht interessierten; er verstand die Worte: „In der Mongolei ist die Schlafkrankheit ausgebrochen…“

Helene Wassiliew trat in den Lichtkreis, und er hörte sie fragen:

„In der Mongolei…? Wissen Sie Näheres?“

„In Kalgan: unter den chinesischen Arbeitern, die die Bahn bauen sollen.“

„Wie ist das möglich, Herr Doktor: in der Mongolei… Schlafkrankheit?“

Merkwürdig: deutlich hörte Ove zitternde Erregung in ihrer Stimme.

„Wir stehen vor einem Rätsel“, antwortete der andere. Wahrscheinlich ein Arzt, dachte Ove.

„Es sieht fast aus, als ob der Erreger der Schlafkrankheit eingeschleppt worden wäre.“

„Ist es möglich, daß… ein… eine Absicht…?“

Eine kleine Pause entstand. Dann antwortete der andere:

„Ja. Es ist möglich.“

Fremde Stimmen mischten sich ein, lachend und protestierend; man umringte Helene, augenscheinlich um sie einem Gespräch zu entziehen, das niemanden interessierte.

Wieder setzte leise Musik ein — ein Nokturno von Tschaikowsky. Seltsam, alles in Helenes Bannkreis war Geist von seinem Geist — sie dachte mit seinen Gedanken — aus gleichen Tiefen kamen ihre Empfindungen…

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