Dietrich Schulze-Marmeling - Neuer

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Wie wurde Manuel Neuer zum weltbekannten Torwart-Idol? Wer hat ihn ausgebildet, wer sind seine Vorbilder? Welche Persönlichkeit ist hinter der ebenso freundlichen wie coolen Fassade zu entdecken? Dietrich Schulze-Marmeling, einer der besten deutschen Fußballautoren, ergründet das Phänomen Neuer. Er hat mit Weggefährten, Jugendtrainern 'auf Schalke' und Torhüter-Kollegen gesprochen, er beleuchtet Neuers schwierigen Wechsel zu Bayern München ebenso wie seine spektakulären Auftritte bei der WM 2014. Spätestens sie haben der Welt demonstriert, wie der Junge aus Gelsenkirchen-Buer das Torwartspiel neu definiert.

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картинка 4Der fragile Charakter von Karrieren und der Anteil, den „stille Helden“ daran haben. Neuers Karriere hätte auch anders verlaufen können. Als er 13 war, wollte man ihn bei Schalke 04 aussortieren, weil er zu klein war. Hätte es damals nicht Menschen gegeben, die den Keeper Manuel Neuer nicht als Momentaufnahme einfroren, sondern perspektivisch dachten, hätte es den Welttorhüter Manuel Neuer möglicherweise nie gegeben. Die Guardiolas, Klopps und Co. stehen tagtäglich im Rampenlicht. Aber diejenigen, die Fußballer überhaupt erst zu Fußballern machen, sieht man häufig nicht, sie sind nahezu unbekannt. Das Buch handelt deshalb auch von den unbesungenen und stillen Helden des deutschen Fußballs, den Norbert Elgerts, Lothar Matuschaks und all den anderen, die man auf jeder Ebene des Nachwuchsfußballs findet. Aufrichtige und lebenserfahrene Typen, denen man stundenlang zuhören kann, wenn sie über das Spiel reden. Weil sie nicht nur fachlich kompetent, sondern auch überragende Pädagogen sind. Und bescheiden noch dazu. So wurde mir in fast jedem zweiten Satz mitgeteilt, dass „für alles, was Manuel erreicht hat, er selber verantwortlich ist“ (Lothar Matuschak).

Bei folgenden Personen, die in irgendeiner Weise zu diesem Buch beigetragen haben, möchte ich mich bedanken: Eddy Achterberg, Bernd Beyer, Jörg Butt, Norbert Elgert, Siegbert „Siggi“ Hüneborn, Christoph Osigus, Hartmut Hering, Lothar Matuschak, Christina und Michael Matthoff, Olivier Kruschinski, Jaap Visser, Fans von Schalke 04 und des FC Bayern. Hierzu gehören auch die Bayern-Ultras von der „Schickeria“, deren Probleme mit Manuel Neuer ich nie so richtig verstehen und akzeptieren konnte (ohne dass meine Anerkennung für ihren Kampf gegen Rassismus, Antisemitismus und Homophobie im Fußball darunter gelitten hätte).

Eher halbherzig habe ich auch den direkten Kontakt zu Manuel Neuer gesucht, wenngleich es mir nicht zwingend notwendig erschien, um dieses Buch schreiben zu können. Ich hätte kaum andere Fragen gestellt, als dies die Journalisten der Tagespresse bereits seit Jahren tun. Und die Antworten wären ebenfalls kaum andere gewesen. Und schon gar nicht wollte ich den Eindruck einer Pseudo-Autorisierung erwecken.

Manuel Neuers Management hatte dem Verlag in einem sehr frühen Stadium geschrieben, dass der Zeitpunkt für ein Buch über den Torwart noch nicht gekommen sei – was den Keeper irgendwie ehrt. Aber mir ging es nicht darum, seine Lebensgeschichte zu erzählen. Mir ging es um sein Torwartspiel: woher dieses Spiel stammt, wie Manuel Neuer zu diesem Spiel kommt und es weiter entwickelt hat, wie dieses Spiel seitens der Öffentlichkeit betrachtet wird, welche Erfolge es verbuchen kann.

Dietrich Schulze-Marmeling

August 2015

KAPITEL 1

Ein Hauch von Abenteuer

Nahezu jeder Weltmeister hat auf dem Weg zum Titel mindestens ein Spiel, das arge Zweifel an seiner Siegerqualität weckt. Manchmal droht dann sogar das vorzeitige Scheitern. Dass ein Weltmeister in jeder Begegnung eines WM-Turniers überzeugt und souverän siegt, das gibt es kaum.

Bei der WM 2014 in Brasilien sind es Deutschlands 128 Minuten und 21 Sekunden gegen Algerien, in der alle Träume zu zerplatzen drohen. Wäre da nicht Keeper Manuel Neuer gewesen. Der Torhüter glänzt am 30. Juni 2014 in Porto Alegre nicht durch tollkühne Paraden. Neuer ist in diesem Spiel nicht der Keeper mit den tausend Händen. Er berührt den Ball vor allem mit dem Fuß und spielt neben dem Torwart auch noch einen überragend antizipierenden Libero.

Nie zuvor in der 84-jährigen Geschichte des WM-Turniers hat ein Torwart seine Rolle so unkonventionell und offensiv interpretiert (und sich dabei wiederholt hart am Rande zum Abgrund bewegt) wie Manuel Neuer im Achtelfinale des Turniers in Brasilien.

Eine offene Rechnung

Das Team von Bundestrainer Jogi Löw ist als Gruppensieger in die K.o.-Phase eingezogen. Algerien ist in seiner Gruppe hinter Belgien Zweiter geworden. Ein machbarer Gegner, denken die allermeisten Fans der Deutschen und wohl auch viele der deutschen Spieler.

Im Nachhinein ist man immer schlauer: Von den sechs Gegnern des DFB-Teams auf dem Weg ins Finale sind die Nordafrikaner der unangenehmste. Die Algerier hatten mit den Deutschen noch eine Rechnung offen. Bei der WM 1982 in Spanien hatten sie das DFB-Team im ersten Gruppenspiel sensationell mit 2:1 geschlagen, scheiterten aber am Einzug in die zweite Finalrunde, weil sich die auf dem Fußballfeld eigentlich spinnefeindlichen Nachbarn Deutschland und Österreich gegen den Emporkömmling verbündeten. Beim direkten Aufeinandertreffen in Gijón einigte man sich auf einen knappen 1:0-Sieg für die Deutschen, das beiden Ländern zum Weiterkommen reichte. In Porto Alegre soll nun die „Schande von Gijon“ gerächt werden. Vahid Halilhodzic, der bosnische Coach der „Les Fennecs“ (Die Wüstenfüchse): „Wir haben das nicht vergessen, nicht Gijón, nicht Deutschland. 32 Jahre sind eine lange Zeit, aber jeder in Algerien weiß, was passiert ist.“

Die Deutschen können auch nicht auf den Ramadan hoffen. Erstmals seit der WM 1986 kollidiert die muslimische Fastenzeit mit dem Turnier. Algeriens Trainer und Spieler verweigern eine Antwort darauf, wie sie mit dem Fastengebot umzugehen gedenken. Allerdings hört man aus dem Umfeld, dass Leistungssportlern die Nahrungsaufnahme in Ausnahmefällen tagsüber erlaubt sei. Und das Projekt „Rache für Gijón“ ist nun ganz sicherlich ein Ausnahmefall.

Ein Kader mit Problemen

Bundestrainer Jogi Löw war mit einem Kader nach Brasilien gereist, in dem einige Spieler angeschlagen sind und erst im Laufe des Turniers voll einsatzfähig werden. Der Bundestrainer muss deshalb in den ersten vier Turnierspielen improvisieren. Auch Keeper Manuel Neuer hatte es erwischt – ausgerechnet beim letzten Pflichtspiel der Saison. Im DFB-Pokalfinale gegen Borussia Dortmund hatte sich der Keeper des Double-Siegers Bayern München eine Schulterverletzung zugezogen. Hinter dem Einsatz von Deutschlands Nr. 1 stand einige Wochen ein Fragezeichen. In Brasilien kann Neuer zunächst nur eingeschränkt trainieren. Er steht dann zwar beim Turnierstart im Tor, kann aber erst gegen Algerien, also beim vierten Auftritt des DFB-Teams, „endlich wieder richtig abwerfen“, wie er später erzählt.

Den DFB-Kader plagt ein weiteres Problem. Abgesehen von Kapitän Philipp Lahm gibt es keinen Außenverteidiger von internationaler Klasse. Aber Lahm wird zunächst im defensiven Mittelfeld benötigt. Die hier gesetzten Sami Khedira und Bastian Schweinsteiger sind in der ersten Turnierphase noch nicht wirklich fit, weshalb Löw das Risiko scheut, beide gleichzeitig auflaufen zu lassen.

Gegen Algerien muss Löw auch noch auf Innenverteidiger Mats Hummels verzichten, den eine Grippe flachlegt. Für ihn rückt Boateng von der Außenposition in die Abwehrzentrale neben Mertesacker. Für Boateng verteidigt nun der 22-jährige Shkodran Mustafi auf der rechten Seite, der erst nachträglich in den WM-Kader gerutscht ist, nachdem sich Marco Reus im letzten Testspiel vor der WM schwer verletzt hatte und für die Reise nach Brasilien ausfiel. Mustafis Heimat ist normalerweise die Innenverteidigung oder das defensive zentrale Mittelfeld. Beim Anpfiff des Achtelfinals hat Mustafi erst 107 Länderspielminuten vorzuweisen. Links verteidigt Benedikt Höwedes, auch er ein gelernter Innenverteidiger. So besteht Jogi Löws Viererkette aus vier Innenverteidigern.

In Porto Alegre bietet die deutsche Elf bei ungewohnt kühlem Regen in den ersten 45 Minuten eine konfuse Vorstellung. Die Algerier stehen tief, spielen aber nach deutschen Ballverlusten schnell und forsch nach vorne. Das DFB-Team ist irritiert. Alles, wofür die Deutschen bis dahin gelobt wurden, ist dahin: Die passsicherste Elf des Turniers produziert eine Unmenge von Fehlpässen und damit unnötige Ballverluste. In der Viererkette können die „Pseudo-Außenverteidiger“ Mustafi und Höwedes nicht zum Spielaufbau beitragen. Beide schaffen es nicht, bei Ballbesitz die Räume auf den Außenbahnen zu nutzen. Die Deutschen spielen mit einer „stehenden“ Kette, die aber häufig nicht richtig steht. Die (ungewollte) Folge ist ein „Spielsystem“, in dem der Torwart zum Libero wird.

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