Max Geißler - Jockele und seine Frau

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Jakobus Sinsheimer, der als Student mit seinen Liebesgeschichten ganz Weimar in Unruhe versetzt hatte, hat die Malerei aufgegeben und in Jena den Doktor gemacht. In Bonn schließt er den Bund der Ehe mit Doris Rinkhaus, die mit ihm nach Norwegen geht, wo Jockele naturwissenschaftliche Studien betreibt. Zurück in Weimar erleben sie die Geburt ihres Kindes Heidi, des «Frühlingskinds», führen ein geselliges, bereicherndes Leben in ihrem großen Freundeskreis und erleben viele heitere Episoden.-

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Im Zirkus sassen sie dann in der ersten Reihe, gleich neben den Borten des geharkten Sandes. Die Holzbänke füllten sich bis auf den letzten Platz und bis unter das Zeltdach hinan, das leis im Sonnenwinde flappte. Ein sehr kleiner Clown im weissen Linnenanzuge mit faustgrossen schwarzen Wollknöpfen liess es sich angelegen sein, die Menge schon vor Beginn der Reitkünste und Akrobatenstücke neugierig zu machen. Dabei diente ihm seine zuckerhutförmige Filzmütze als Sitzgelegenheit und Schlafgemach: so bedeutend war diese Mütze, und so gering war das Männlein.

Aber Henrik Tofte war nicht da — es war zum Lustigwerden.

Endlich kam er — da war es zum Weinen.

Er trug die Drahtseiltänzerin Miss Millie auf der freien Hand herein und schwang sie auf das gespannte Seil. Er hatte das Kleid eines Hanswurstes an, genau wie der Zwerg, hatte eine weisse Riesenfilzmütze wie dieser, hatte sich das Gesicht gepudert und die Nasenspitze und jede Wange mit einem schwarzen Tupfe geziert. Mit der Mütze reichte er beinahe bis an das Zeltdach. Seine Einkleidung aber war ohne Wissen des kleinen Mitclowns vor sich gegangen. Deshalb staunte ihn keiner gewaltiger an als dieser. Er fand sich aber rasch in die Lage und stellte ihn den Zuschauern vor als seinen grossen Bruder. Weil er immerzu schwätzte, und Miss Millie doch endlich ihre Kunststücke vorführen wollte, nahm der neue Clown ihm den Zuckerhut ab, klemmte ihn hinter ein Seil unterm Dache und steckte das Männlein einstweilen in seine Hosentasche ...

Es war überwältigend, und der Erfolg der Eröffnungsvorstellung war schon mit dieser Improvisation gerettet.

Der Kleine, den man nun in der Tasche der Pluderhose herumkrauchen sah, drohte die Hauptnummer der Seiltänzerin in Gefahr zu bringen; denn natürlich guckte er alsbald heraus wie aus einem Fenster. Es war so hinreissend, dass Henrik Tofte eine Zeit mit ihm aus der Arena verschwinden musste, was dadurch glaubhaft gemacht wurde, dass ein Nachtwächter mit Spiess und Laterne kam und den geharkten Sand nach dem grossen Bruder des kleinen Mannes ableuchtete. Als er ihn endlich gefunden hatte, verhaftete er ihn.

Als „letzte Nummer“ aber trat Henrik Tofte wieder auf. Und zwar als Schnellmaler. Natürlich hatte er den Kleinen immer noch im Hosensack und tat, als hätte er das ganz vergessen. Damit ihn die geschwollene Tasche nicht beim Malen störe, entledigte er sich ihres Inhalts. Er zog ganze Steine bunter Kreiden hervor, eine Tabakspfeife und zwei Beutel — in dem vollen war Tabak, in dem leeren kein Geld. Danach holte er die Rollen seines Malpapiers hervor und zuletzt den kleinen Mann, über dessen Vorhandensein er natürlich äusserst verblüfft war. Deshalb liess er ihn an seinem freien Arm herumkrabbeln wie einen Käfer.

Danach lief der Kleine nach einem Rahmengestell. Daran hefteten sie das Zeichenpapier. Der grosse Bruder begann sein Werk. Zuerst zeichnete er Gwendolin Vogelgesang — eins, zwei, drei ... und schon war sie fertig. Jedermann sah, dass sie es war. Er überreichte ihr das Bild mit komischer Eleganz. Er zeichnete schöne Mädchen und alte Fischer, wie sie da umhersassen. Und zuletzt brachte der Kleine einen Riesenrahmen geschleppt, den stellte er vor dem Eingange der Sandbahn auf und rief: „Ha, du bist ein grosser Maler, mein Bruder — du bist ein so grosser Maler, dass ich deine Hosentasche als Schlafstelle gemietet habe! Aber du kannst nicht das grosse Meer malen.“

„Kleinigkeit!“ sagte Henrik Tofte.

„Das ganze Meer? Mit dem Sturme? Und mit Schiffen in Not? Und alles auf dies kleine Papier? Ha!“

„Kleinigkeit!“ sagte Henrik Tofte und begann zu malen. Die Fläche mass zehn Geviertmeter. Er sprang um das Papier, als wäre er aus Gummi: bald kroch er in sich zusammen, bald schnellte er empor, als hätte er eine Feder aus Stahl im Leibe. Und aus seinen bunten Kreiden schuf er das Meer. Wozu der liebe Gott einen Tag gebraucht hatte — oder tausend Jahre ... Henrik Tofte machte das in sieben Minuten. Und der kleine Bruder sass auf dem Sand und heulte den Sturmwind darüber.

„Fertig!“ schrie der Kleine.

Henrik Tofte aber lief an die andere Seite der Arena, als wolle er sich die Sache aus der Ferne betrachten — da! Mit ungeheuerem Anlauf flog er über den Sand, mit einem Gewaltschwung sprang er mitten hinein in das gemalte Meer. Und blieb verschwunden.

„Oh,“ sagte der Kleine — „jetzt ist er ertrunken!“

Die Menge tobte. Aber Henrik Tofte kam nicht mehr.

Drei Minuten später schaukelte der „Seelenverkäufer“ mit Gwendolin und Nane Thord aus dem Hafen von Elde. Die anderen suchten nach Henrik Tofte bis gegen Abend. Sie fanden ihn nicht.

Da zogen sie mit raschen Ruderschlägen Gwendolin nach. „Was nützt es uns, wenn wir uns um ihn sorgen oder uns grämen?“ fragte sie. „Auf dies Herz kann man nun einmal keine Häuser bauen — und er selbst getraut sich das am wenigsten.“

Hanna von Fellner wohnte nun im Turm — es war ein lustiger Name für den kleinen Aufbau, auf dessen Dache der Sommerrasen schon wieder blühte.

„Eure Tage in diesem abwendigen Weltwinkel sind ewig bewegt wie die hohe See,“ sagte Hanna.

„Es ist in der Tat so,“ bestätigte Do, „wir haben genau die gleiche Wahrnehmung gemacht: als wir nach unserer Ankunft kaum zwei Stunden am runden Tische gesessen hatten, war uns, wir wären durch die Erlebnisse aufgeregter Wochen gewirbelt.“

Seit Henrik Toftes Verschwinden war fast ein Monat verstrichen. Der Wanderzirkus war längst fortgezogen.

Einmal segelten die von der Insel nach Elde, um über den Freund etwas zu erfahren. Da hörten sie viele widersprechende Meinungen über das Reiseziel der Truppe — es lag offenbar eine Verabredung vor, dir Neugier irrezuführen. Henrik Tofte wollte seine Spur für die Sturmschwalben verwischt sehen. Nur das eine ward ihnen zur Gewissheit: sein Boot hatte er in Elde verkauft. Daraus war zu schliessen, dass er sich nicht mit der Absicht einer baldigen Rückkehr trug.

„Er will dich durch dies Mittel reuig und gefüge machen,“ sagte Hanna zu Gwendolin. „Ich denke, in ein paar Tagen geht das grosse Licht uns wieder auf.“

Über das „grosse Licht“ lachten sie. Und damit war ein Name für Henrik Tofte gefunden, der nun unter ihnen blieb, wie das freundliche und sorgende Gedenken, das sie ihm bewahrten.

Jockele war tief betrübt über den zwar nicht ruhmlosen, aber unwürdigen Abgang, den sich Tofte gesichert hatte. „Vielleicht hätte ich mich mehr um ihn kümmern sollen,“ sagte er.

„Nein,“ sagte Gwendolin, „denn dann hätte ich gegen euch beide kämpfen müssen und wäre wohl besiegt worden. Möchtest du, dass es so gekommen wäre?“

Jo zog die Achseln: „Es ist eine zu ungewöhnliche Sache gewesen mit euch. Und Do und ich, wir haben uns gesagt: wir wollen uns da nicht hineinmischen. Du hast so klare Augen, Gwendolin, und du hast ein so aufrechtes Herz — einem Menschen, der nicht aus eigener Klugheit erwägen kann, was er wagen darf, wird auch durch den Rat anderer nicht geholfen. Aber es wäre mir doch leid um das grosse Licht, wenn, er sich selbst aus den Händen fiele.“

Den tiefsten Eingriff bewirkte Toftes Flucht in das Leben der „Glasgow Boys“ James und Johnny. Auch dieser Name stammte von der erfinderischen Hanna. Doch brachte sie ihn der Kürze halber nur zur Anwendung, wenn sie von beiden sprach. Meinte sie nur James, so nannte sie ihn den „Karauschenteich“ — nach einem Wasser auf dem Fjeld, zu dem sie mit Jakobus Sinsheimer um diese Zeit manchmal auszog. Es war wegen der grünen Wasserfrösche. Der Karauschenteich war ein Tümpel wunderlich verhaltenen Lebens. Algen wuchsen drin; Moosinseln trieben auf seinem Spiegel; er wimmelte von Molchen, Fröschen und Wasserkäfern; und es standen ein paar würdige Karauschen in der Nacht seiner Gründe, die hatten sich bereits Mooshauben angeschafft. Es konnte kein Blick recht erspähen, was in diesem Auge zwischen den Bergen sein verschwiegenes Dasein pflag — genau so ging es dem forschenden Blicke Hannas vor Mister James King; da erfand sie für ihn den Namen: der Karauschenteich. Aber weder das eine noch das andere Kosewort hatte seine Ursache in einer besonderen Hochachtung Hannas vor James und Johnny. Doch — sie unterschätzte die beiden; und Jockele musste sie eines Tages belehren, dass die „Glasgow Boys“ ihre Staatsstipendien keineswegs zur Pflege ihrer Talentlosigkeit empfangen hätten. Sondern die Dinge lagen so: Henrik Tofte war im Vergleich zu ihnen allerdings ein Genie — aber das war er gegenüber jedem anderen Malmenschen auch. Und da hatte die Gelegenheit Diebe gemacht: James und Johnny waren seine Schüler, sie kopierten ihn, sie übernahmen seine Malweise, und über allem war dann der grosse Bluff zustande gekommen: aus einer weitgehenden Bequemlichkeit und Leichtherzigkeit auf beiden Seiten.

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