Hans Ernst - Im Herbst verblühen die Rosen

Здесь есть возможность читать онлайн «Hans Ernst - Im Herbst verblühen die Rosen» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Im Herbst verblühen die Rosen: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Im Herbst verblühen die Rosen»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Adrian Sebald ist achtzehn Jahre alt, als sein Vater stirbt. Er gibt sein Studium auf und macht auf Gut Siebenzell eine Ausbildung zum Förster. Als Kind hat er mit Isabella, der Tochter des Besitzers, gespielt. Nun steht er einer jungen, wunderschönen Frau gegenüber, die ihn tief beeindruckt. Dramatische Ereignisse brauen sich zusammen, als Adrians Mutter den Sägewerkbesitzer Antretter heiratet, der ein zwielichtiger Kerl ist.

Im Herbst verblühen die Rosen — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Im Herbst verblühen die Rosen», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

»Aber immerhin reich genug um so eine Kleinigkeit wie einen Wintergarten anzubauen. Er wird Ihnen danach unentbehrlich sein. Ihr Mann hat ja mit seinen Bildern, wie man so hört, Heidengelder verdient.«

»Hört man das?«

»Allgemein. Na ja, er konnte ja malen, darüber lässt sich nicht streiten.«

»Es ist nicht immer alles wahr, was die Leute reden.«

Da dreht er das Gesicht zu ihr um und sieht sie an. »Warum denn so bescheiden, Irene?«

Wie kam der Mann dazu, ihren Vornamen zu gebrauchen? Sie trat einen Schritt zur Seite und griff nach der Tür.

»Bitte, nehmen Sie Platz. Ich werde das Kaffeewasser aufstellen.«

Der Sägemüller legte seinen Hut auf das breite Fenstersims und sah sich dann im Atelier um. Er sah die »Birken im Sturm« und verschwendete für den Anblick des Bildes nicht mehr Zeit als bei der Betrachtung des eingelegten Mahagonitischleins in der Ecke. Er wusste, dass es sein Bild war, aber er wusste nicht, ob es gut oder schlecht war. Er hatte es bestellt, weil er glaubte, dass es zum guten Ton gehöre, ein Bild zu kaufen, so wie er sich auch etliche Dutzend Bücher gekauft hatte ohne jemals eines davon gelesen zu haben. Aber es gefiel ihm und es schmeichelte seiner Eitelkeit, wenn jemand in seine gute Stube kam und die Bücher betrachtete.

»Oh, den ganzen Goethe haben Sie gleich hier«, hatte kürzlich ein Holzgroßhändler aus der Stadt gesagt, der geschäftlich bei ihm war. Und der Sägemüller hatte darauf kühn geantwortet: »Ja, wie könnte man ohne Goethe überhaupt leben.«

Ja, er ist nicht ganz so bieder und ehrlich, wie er sich gibt, der Sägemüller. Jetzt, da er so allein saß, war sein Gesicht nicht so sorglos und hell wie vorhin. Er hat die Brauen scharf zusammengezogen, das Kinn ist wie im Krampf vorgestreckt und um seinen Mund liegt ein verbissener Zug. Aber da hörte er Schritte vor der Tür und riss sich zusammen.

Irene brachte den Kaffee und rückte dann seinen Stuhl so, dass er in die Sonne sehen musste. Das gab ihr ein wenig Sicherheit ihm gegenüber.

»Darf ich Ihnen Zucker geben?«

»Ja, zwei Stück, bitt schön.«

Nachdenklich rührte er in seiner Tasse. Wenn er den Kopf so gesenkt hielt, glitten die Sonnenbänder über sein dunkles Haar. Nach einer Weile hob er den Kopf.

»Wollen wir das wegen des Bildes heute ausmachen?«

»Wenn Sie meinen? Sie haben mir bereits Holz geliefert.«

»Drei Klafter, ja. Ich berechne sie mit hundert Mark.«

Überrascht sah Irene auf.

»Soviel ich weiß, kostet ein Klafter schon sechzig.«

Er sah sie an und lächelte.

»Donnerwetter, Sie wissen genau Bescheid und wollen sich von mir nichts schenken lassen. Also gut dann. Zwölfhundert Mark noch für das Bild. Ist es recht so?«

Irene sah nervös zum Schrank hinüber, denn sie konnte Antretters Blick nicht länger standhalten. In seinen Augen spiegelte sich die Sonne. Sie hatte nicht gewusst, dass das Sonnenlicht einen Blick so warm und leuchtend machen konnte.

»Es ist mir recht so«, antwortete sie nach einer Weile, die viel zu lang war um dem Mann nicht aufzufallen.

Er zog eine Brieftasche und zählte zwölf neue Hundertmarkscheine auf den Tisch. Sie blieben zunächst liegen, weil Irene keine Anstalten machte, sie wegzunehmen. Erst nach einer langen Weile fragte sie:

»Wollen Sie eine Quittung?«

»Nein, ich habe bezahlt, und dass Sie es nicht zweimal verlangen, das weiß ich.« Er griff plötzlich über den Tisch hinüber nach ihrer Hand. »Ein Handschlag von Ihnen genügt mir vollkommen.«

In diesem Händedruck aber, den der Mann über das übliche Maß ausgedehnt hatte, erkannte Irene, dass es vielleicht doch verkehrt war, ihn zum Kaffee eingeladen zu haben.

Er hob die Hand und fuhr mit dem Zeigefinger in seinen Hemdkragen, als wäre ihm plötzlich zu heiß geworden. Dabei fiel das Licht auf seinen Siegelring und warf gleißende Reflexe zurück. Dann sah er sie wieder an und in seinen Augen war etwas wie Schwermut.

»Ich kann Ihnen nachfühlen«, fuhr er dann fort, »wie schwer es für Sie gewesen sein mag, einem gesunden Mann ins Grab nachsehen zu müssen. Ich aber habe jahrelang im Schatten einer Frau gelebt, die nicht leben und nicht sterben konnte.«

»Das tut mir wirklich Leid.«

»Wenn ich bedenke, da hat Ihr Leben doch einen anderen Sinn gehabt. Sie haben wenigstens einen Sohn. Und was habe ich? Ach – sprechen wir nicht mehr davon. Haben Sie Dank für den Kaffee, es war eine schöne halbe Stunde.«

Die Hand gab er ihr nicht mehr. Er griff nach seinem Hut, nickte ihr zu und wollte gehen. Da fragte sie noch:

»Lassen Sie das Bild abholen?«

»Ja, gelegentlich. Und – wenn ich wieder einmal vorbeischauen darf?«

»Ja, gerne«, antwortete Irene schnell und wusste sogleich, dass sie es anders hätte ausdrücken sollen.

Von der Schwelle des Hauses aus sah sie ihm nach, wie er mit raschen, federnden Schritten dahinging. Felix war schwerfälliger gegangen und hatte die Schultern immer ein wenig eingezogen. Felix war ja auch älter. Er war bei seinem Tod fünfundfünfzig.

Die erste Not schien gebannt, weil der Sägemüller Antretter das Bild bezahlt hatte.

Als sich aber Irene in der Kreisstadt erkundigte, was ein Grabstein aus carrarischem Marmor koste, und ihr der Preis genannt wurde, erschrak sie doch sehr.

Tief bedrückt fuhr sie wieder nach Hause. Ach ja, das Leben war gar nicht so einfach. Sollte sie vielleicht ein hölzernes Grabkreuz beim Zimmermann bestellen? So ähnlich, wie wirklich arme Leute es haben?

Das Beste wird wohl sein, wenn sie sich zuerst mit Adrian darüber besprach. Vielleicht hatte der Junge irgendeine Idee oder Verbindungen, wie man die Bilder an den Mann bringen könnte.

Ach ja, was sollte nun überhaupt aus dem Jungen werden?

Adrian hatte sich in dieser Zeit auch so seine Gedanken gemacht. Den Plan, irgendwo auf einem Einödhof als Knecht zu arbeiten, hatte er längst wieder verworfen.

Am Sonntagnachmittag saßen Irene und Adrian auf der Terrasse und tranken Kaffee. Die Sonne schien warm und Adrian rückte den Sonnenschirm, dass seine Mutter komplett im Schatten war.

Irene sagte plötzlich: »Habe ich dir schon gesagt, dass der Sägemüller hier war?«

»Nein. Was wollte er?«

»Eigentlich nichts. Das Bild hat er bezahlt.«

»Welches Bild?«

»›Birken im Sturm‹. Er hatte es noch bei Vater bestellt. Und es ist gut so, so haben wir wenigstens ein klein wenig Geld.«

»Aber was machen wir dann?«

»Das – weiß ich wirklich nicht, Adrian.«

»Steht es denn so schlimm um uns, Mutter?«

»Schlimm? Soll ich denn wirklich die Notflagge aufsetzen, damit es jeder sieht, wie es um uns steht? Trotz aller Redlichkeit und aller Fürsorge hat Vater doch vergessen für uns auch nach seinem möglichen Ableben zu sorgen.«

»Bist du ihm böse deswegen?«

»Ach, böse. Man spricht eben davon. Aber es ist die Zeit abzusehen, wo ich mich nach einer Arbeit werde umsehen müssen.«

Adrian schaute über die Terrasse hinaus in den Blumengarten, dessen Wege von niederen Rosenbüschen umsäumt waren. Seine Brauen bewegten sich nachdenklich. Dann sah er seine Mutter an.

»Das kommt gar nicht in Frage. Ich habe meinen Entschluss schon gefasst und werde in den nächsten Tagen in Siebenzell fragen, ob man mich nicht in den Forstdienst aufnehmen will.«

»Jäger willst du werden?«

»Du sollst darüber nicht lachen, Mutter. Ich bereue es heute, mit Vater nicht schon früher darüber gesprochen zu haben. Eigentlich habe ich mir nie vorstellen können einmal in irgendeinem Büro sitzen zu müssen. In einer Sparkasse vielleicht oder im Bezirksamt. Es würde mein Leben nicht ausfüllen.«

»Und die Jahre auf dem Gymnasium?«

»Im Leben kann nichts umsonst gewesen sein, Mutter. Meine Kenntnisse werden mir auch in dieser Laufbahn nur zugute kommen.«

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Im Herbst verblühen die Rosen»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Im Herbst verblühen die Rosen» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Im Herbst verblühen die Rosen»

Обсуждение, отзывы о книге «Im Herbst verblühen die Rosen» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x