Holm Schneider - Was soll aus diesem Kind bloß werden?

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"Was soll aus diesem Kind bloß werden?" Vielen Eltern hat diese Frage schon schlaflose Nächte bereitet. Manchen gleich auf der Entbindungsstation – nach dem zweiten Blick auf ihr Baby.
Auch den Eltern der sieben jungen Menschen, deren Lebenswege Holm Schneider in diesem Buch vorstellt, ging es so, denn ihre Kinder haben eins gemeinsam: das dritte Chromosom 21 in ihren Zellen.
Heute sind die sieben erwachsen. Und die Sorge um ihre berufliche Zukunft, um einen Platz in unserer Gesellschaft, bringt ihre Eltern nicht mehr um den Schlaf.
Sieben Lebensläufe, die zeigen, dass Inklusion auf Dauer möglich ist – nicht immer, aber immer öfter.

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Zu Hause half Anita gern in der Küche, weil es dort meistens etwas zu naschen gab. Sie ging allein einkaufen und erledigte zuverlässig ihre Hausaufgaben. War sie bei Freunden zu Besuch, kam sie zur vereinbarten Zeit zurück.

Heikos Entwicklung verlief nicht ganz so geradlinig. Seine zunehmende Unaufmerksamkeit und sein leichtfertiges Verhalten bereiteten den Eltern Kopfzerbrechen. Auch in der Schule gab es Probleme, die Heiko allein nicht zu lösen vermochte. Trotz seiner vielfältigen Begabungen stand der Junge sich oft selbst im Weg. Das Ehepaar Lailach suchte Hilfe beim Kinderarzt. Der machte mit Heiko viele Tests und verordnete ihm Ritalin. Nur mit diesem Medikament schien ein normaler Schulbesuch möglich. Daheim kam es allerdings immer öfter zu heftigen Reibereien. Nach einem lauten, bitteren Streit fragte Anita: »Mama, gell, du bist trotzdem froh, dass du zwei Kinder hast!?« Das konnte Frau Lailach nach einer Besinnungspause dann doch bestätigen, obwohl sie Heiko verdächtigte, für die meisten ihrer grauen Haare verantwortlich zu sein.

Als er 20 war, suchten die Eltern für ihn eine eigene Wohnung und Heiko zog aus. Heute arbeitet er als technischer Zeichner in einem Ingenieurbüro und kommt – sehr zur Freude seiner Schwester – wieder regelmäßig auf Besuch.

In den letzten drei Schuljahren absolvierte Anita etliche Praktika in den Werkstätten der Lebenshilfe und außerhalb, darunter auch zwei mehrwöchige Praktika im Kindergarten Ochenbruck sowie im »Haus für Kinder«, dem evangelisch-integrativen Kindergarten in Winkelhaid. Dort übertrug man ihr viele kleine Aufgaben, bei denen sie ihre Zuverlässigkeit unter Beweis stellen konnte. Zuletzt arbeitete Anita an vier Wochentagen im Winkelhaider Kindergarten und war nur einen Tag pro Woche in der Schule. Unterstützt wurde sie dabei durch die ACCESS-Integrationsbegleitung aus Erlangen. 1Der Pfarrer, welcher sie konfirmiert hatte und auch für das »Haus für Kinder« verantwortlich war, erfuhr von Anitas Wunsch, weiterhin im Kindergarten zu arbeiten, und ging bereitwillig darauf ein.

Im August 2001 wurde Anita jedoch schwer krank.

Wegen ständig wiederkehrender Zysten am Eierstock hatte der Frauenarzt ihr zuvor eine Pille verschrieben. Die Zysten verschwanden, aber Anita bekam so schlimme Rückenschmerzen, dass sie nachts kaum schlafen konnte. Dem Arzt fielen ein geschwollener Oberschenkel und eine schiefe Hüfte auf. Er untersuchte Anita gründlich und stellte eine ausgedehnte Thrombose fest, die vom Knie bis zur unteren Hohlvene reichte. Der Rettungswagen brachte sie in die nächste Klinik. Zu allem Unglück wurde im Krankenhaus auch noch eine Lungenembolie auf der rechten Seite diagnostiziert. Anita schwebte in Lebensgefahr und bekam drei Wochen strenge Bettruhe verordnet. Das fand die Patientin gar nicht gut. »Mein Bein bräuchte etwas frische Luft. Es gibt doch sicher einen Rollstuhl hier«, tat sie bei der Visite kund. Doch der Professor verbot ihr das Aufstehen. Als die Erkrankung endlich überstanden war, fiel es Anita schwer, zu einem normalen Alltag zurückzukehren, zumal sie nun im Sommer wie im Winter Kompressionsstrumpfhosen tragen musste.

Dennoch konnte sie Ende 2001 eine zweijährige Qualifizierungsphase im »Haus für Kinder« beginnen, finanziert vom Arbeitsamt. Alle notwendigen Formalitäten waren von Familie Lailach erledigt worden. Anita sollte wieder vier Tage pro Woche im Kindergarten arbeiten. Den fünften Tag verbrachte sie in der Werkstatt der Lebenshilfe, im zweiten Jahr dann bei ACCESS. Die Begleitung durch diesen Fachdienst trug dazu bei, die Arbeitsabläufe festzulegen und zu verbessern. Anita übernahm nun regelmäßig die Aufgabe, in der Küche das Frühstück für die Kinder vorzubereiten, es in die verschiedenen Gruppen zu bringen, später das Geschirr abzuwaschen und die Küche wieder aufzuräumen. Das tat sie gern. Bei Bedarf kam ihr eine Kollegin zu Hilfe.

Anita beim gemeinsamen Frühstück im Winkelhaider Kindergarten morgens bei - фото 5

Anita beim gemeinsamen Frühstück im Winkelhaider Kindergarten

morgens bei der Arbeit Nach der Ausbildungszeit wurde Anita direkt in ein - фото 6

... morgens bei der Arbeit

Nach der Ausbildungszeit wurde Anita direkt in ein Beschäftigungsverhältnis übernommen, auch wenn sie zunächst nur einen befristeten Arbeitsvertrag über 16 Stunden pro Woche erhielt. Montags oder donnerstags kam die Arbeitsassistentin von ACCESS dazu, die sie langfristig weiterbetreute. Seit 2010 hat Anita einen unbefristeten Arbeitsvertrag, worauf die gesamte Familie sehr stolz ist.

Neben der Arbeit bleibt noch genug Zeit für Hobbys Anita liebt Musik vor - фото 7

Neben der Arbeit bleibt noch genug Zeit für Hobbys. Anita liebt Musik, vor allem deutschsprachige Schlager und Musicals. Seit mehr als zehn Jahren ist sie Mitglied der Happy Dancers , einer Tanzgruppe in Lauf. Auch für Filme von Walt Disney hat sie eine große Leidenschaft entwickelt, ebenso wie für Schmuck, insbesondere Ringe in allen Größen und Formen.

Anita schwimmt sehr gut, spielt Badminton und ist oft zusammen mit ihrer Mutter mit dem Tandem unterwegs. Vor ein paar Jahren probierte sie eine Weile abendliches Joggen aus, aber irgendwann stellte sie fest, sie habe »keine Läuferbeine«.

Heute, am ersten Arbeitstag nach dem Urlaub, braucht Anita etwas länger, um Tee und Frühstücksgeschirr in die Regenbogen-Gruppe zu bringen. Die Kollegin hat Verständnis dafür. Sie fragt nach, und Anita erzählt begeistert von Italien und vom Baden in der Adria. Die Ansichtskarte, die sie ihren Kolleginnen geschickt hat, ist noch nicht angekommen. Deshalb wollen auch die anderen von Anita wissen, wie der Urlaub war.

Eines der Vorschulkinder kommt in die Küche und lässt sich von ihr drücken. Es ist der Sohn des neuen Pfarrers, der mit seiner Frau und drei Kindern in der Nähe des Kindergartens wohnt. Den neuen Pfarrer, einen stattlichen jungen Mann, mag Anita genauso gern wie den alten.

Vom Haus der Familie Lailach kann man fast bis zum Kindergarten sehen Anita - фото 8

Vom Haus der Familie Lailach kann man fast bis zum Kindergarten sehen. Anita ist auf dem Heimweg. Sie lässt sich Zeit.

Auf halbem Wege trifft sie die Pfarrersfrau, die kurz stehen bleibt, auflacht und ihr den Arm um die Schultern legt. Anita verabschiedet sich winkend, schlendert heran. »Ich hab ihr gesagt, dass sie einen sehr schönen Mann geheiratet hat«, berichtet sie.

1Die gemeinnützige ACCESS GmbH ist ein Fachdienst, der sich seit 1988 für die Qualifizierung von Menschen mit Behinderung und ihre Vermittlung in den allgemeinen Arbeitsmarkt engagiert. www.access-ifd.de.

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