Ulf Kramer - Rossi

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Jörg Roßkopf gilt seit zwei Jahrzehnten als die prägende Persönlichkeit im deutschen Tischtennis. Als Spieler wurde er Welt- und Europameister und nahm an fünf Olympischen Spielen teil. Als Trainer betreut er seit 2010 die deutsche Auswahl, die seither überragende Erfolge feiert.
Die von Roßkopf autorisierte Biografie schildert hautnah und spannend seinen Weg vom Jugendspieler bis zum Bundestrainer. Ausschlaggebend für seinen Erfolg war eine Kombination aus Talent und harter Trainingsdisziplin, mit der sich Roßkopf auch nach Rückschlägen und Verletzungen wieder in große Form brachte.

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Nachdem Jörg Roßkopfs drei Jahre zuvor in Dortmund an der Seite von Steffen Fetzner Weltmeister im Doppel geworden war, sind 1992 in Stuttgart alle Augen auf den neuen Vorzeigesportler in Tischtennis-Deutschland gerichtet. Mit einem solchen Erfolg im Rücken steigen die Erwartungen: sowohl beim Publikum, das zum zweiten Mal in kürzester Zeit ein Großevent vor der Haustür hat, als auch bei den Sponsoren und vor allem dem Verband. Natürlich sind auch die Ansprüche von Roßkopf selbst sowie bei seinen Vertrauten gestiegen. Jedes Jahr zu Saisonbeginn trifft er sich mit Michael Bachtler und dem Teamcoach der Nationalmannschaft Zlatko Cordas, um die Aussichten für das kommende Jahr zu formulieren. In einem Protokoll des Gesprächs von 1991 steht als Ziel für 1992 unter anderem der Gewinn der Europameisterschaft im Einzel sowie im Doppel vermerkt. In der Mannschaft ist mindestens das Finale anvisiert. Ehrgeiziger geht es nicht, denn gegen die Topfavoriten aus Schweden – angetreten mit dem Superstar der Szene Jan-Ove Waldner, dem aktuellen Weltmeister Jörgen Persson und Einzel-Titelverteidiger Mikael Appelgren – muss wirklich alles zusammenkommen, um überhaupt eine Chance zu haben.

Doch schon in der Gruppenphase verliert das deutsche Team überraschend deutlich gegen Frankreich. Auch Roßkopf muss beide Spiele abgeben. So trifft man als Gruppenzweiter bereits im Halbfinale auf die großen Schweden, denen man sich erst im Finale hatte stellen wollen. Trotz der klaren Außenseiterrolle hat Roßkopf mit seinen Teamkollegen Steffen Fetzner, Peter Franz, Torben Wosik und Georg Böhm die Sensation im Hinterkopf. Doch der Brocken ist zu groß. Bis auf das Doppel gehen die Spiele ziemlich klar an die Schweden. Immerhin gelingt im Spiel um Platz drei die Revanche gegen ersatzgeschwächte Franzosen. Dass man das Finale verpasste, ist dennoch eine kleine Enttäuschung, der bald die nächste und wesentlich größere folgen sollte.

Natürlich ruhen die Hoffnungen vor allem auf dem Weltmeister-Doppel von 1989, Roßkopf und Fetzner. Nach Dortmund könnte in Stuttgart ein weiterer Titel vor heimischem Publikum gewonnen werden. Die Ernüchterung kommt bereits im Viertelfinale, in dem die beiden überraschend deutlich mit 12:21 und 18:21 den Jugoslawen Slobodan Grujic und Ilja Lupulesku unterliegen. Der Titel geht am Ende mit den Siegern Jörgen Persson und Erik Lindh erneut an Schweden. Das Scheitern der beiden deutschen WM-Helden ist eine herbe Enttäuschung. Zumindest der Einzug ins Halbfinale war von den meisten erwartet worden. Die Veranstaltung scheint nicht mehr zu retten, denn die letzte Chance ist nun das Einzel. Doch dort sind andere die Favoriten.

Um das junge deutsche Team vor dem Trubel in Stuttgart zu schützen, ist die Mannschaft außerhalb der Stadt einquartiert. In die Schleyerhalle fährt man nur für die Spiele oder zum Training. Die öffentliche Aufmerksamkeit ist groß in diesen Tagen, die Fans reisen aus ganz Deutschland an, um das europäische Tischtennis auf dem Zenit seiner Leistungsstärke zu bewundern. Jörg Roßkopf empfindet es heute als Privileg, dass er solche Spiele in Deutschland erleben konnte – an einem Tisch vor 8.000 oder 10.000 gefesselten Zuschauern, die ihre Emotionen, positive wie negative, lautstark kundtun. Roßkopf weiß um seine damalige Stärke zuhause. Er hat in Deutschland immer gut gespielt. Vor allem die Gegner kennen das. Die immer wiederkehrende Anfeuerung: »Auf geht’s, Rossi, auf geht’s«, nervte, wie ihm einige hinter den Kulissen verrieten. Viele Spieler sind vor eigenem Publikum nervös und lassen sich zusätzlich unter Druck setzen, doch Roßkopf fühlt sich zuhause besonders motiviert. »Er hat immer viel von seinen Fans profitiert und in Deutschland oft gut gespielt«, erinnert sich Jörgen Persson.

Auch außerhalb der Heimat wird Roßkopf längst als einer der besten Tischtennisspieler der Welt geschätzt. Wegen seiner Heimstärke haben ihn gerade bei einer Europameisterschaft im eigenen Land viele auf dem Zettel. Es hat sich herumgesprochen, dass er in Deutschland nur schwer zu schlagen ist. Dennoch spricht nach der Auslosung nicht viel für ihn. Favoritensiege vorausgesetzt, wartet im Achtelfinale der Tscheche Petr Korbel, gegen den Roßkopf während seiner gesamten Karriere nie gern gespielt und nur selten gewonnen hat. Im Viertelfinale würde er auf einen weiteren Angstgegner treffen, Mikael Appelgren, und im Halbfinale auf niemand anderen als Topfavorit Jan-Ove Waldner. Schlechter hätte es kaum kommen können. Doch bevor er sich mit den Schweden messen kann, muss erst einmal Petr Korbel bezwungen werden, und das ist schwer genug.

Die ersten beiden Sätze gehen mit 10:21 und 15:21 klar verloren, und Roßkopf steht in dem Best-of-five-Match früh mit dem Rücken zur Wand. Mit einem Ausscheiden wäre die Pleite des Teams komplett, denn alle anderen deutschen Akteure haben sich schon vor der Runde der letzten sechzehn verabschiedet. Doch Jörg Roßkopfs Einstellung ist geprägt von Willen und Ehrgeiz. Auch bei einem Rückstand von 0:2-Sätzen weiß er, dass er noch lange nicht geschlagen ist – erst recht nicht in Deutschland. Was beinahe pathetisch klingt, ist ganz nüchtern die Ausgangslage. Auch seine Gegner wissen um die mentale Stärke Roßkopfs, seinen Kampfgeist und seine Beharrlichkeit. Erst muss der Matchball verwandelt werden gegen diesen Mann, vorher ist das Spiel niemals gewonnen. »Das war so ein bisschen wie dieses Zitat von Gary Lineker«, vergleicht Roßkopf heute. »22 Mann verfolgen einen Ball und am Ende gewinnen immer die Deutschen. So hat sich das für einige angefühlt, wenn sie gegen mich gespielt haben.« Und Roßkopf kämpft. Er dreht das Spiel tatsächlich und gewinnt den fünften Satz schließlich sicher mit 21:14. Das Viertelfinale ist erreicht, und nicht nur das.

Der Europameister von 1988 und 1990, Mikael Appelgren, ist raus! Stattdessen steht der englische Abwehrspieler Chen Xinhua im Viertelfinale. Das Spielsystem des gebürtigen Chinesen hat Jörg Roßkopf immer gelegen, und der klare 3:0-Sieg überrascht keinen. Anders läuft das zweite Viertelfinale zwischen Jan-Ove Waldner und dem Kroaten Zoran Primorac. In einem spannenden Spiel gelingt dem Kroaten eine kleine Sensation, denn er räumt den großen Favoriten in fünf Sätzen aus dem Weg. Keiner der großen Schweden, die seit 1982 alle Europameister gestellt haben, hat also das Halbfinale erreicht. Stattdessen finden sich dort ein Pole, ein Belgier, ein Kroate und ein Deutscher – ein Indiz für die ungeheure Dichte von Weltklassespielern in Europa in den neunziger Jahren. Den Sieger einer Europameisterschaft zu tippen, war damals ein riskantes Geschäft. Selbst ein überragendes Talent wie Jan-Ove Waldner gelang nur 1996 der Triumph bei einer EM. Das machte den Reiz der großen Turniere aus. Die Spieler kannten sich gut, wussten um ihre Stärken und Schwächen und trieben sich aufgrund des hohen Konkurrenzkampfes zu immer stärkeren Leistungen an.

Die Ausgangslage für Roßkopf ist nach dem Viertelfinale plötzlich eine ganz andere. Statt Waldner wartet Primorac und das lässt die Erwartungen steigen, denn von den vier Halbfinalisten hat noch keiner einen großen Titel geholt. Wieso also nicht Roßkopf? Womöglich hätte man seine Chancen anders eingeschätzt, hätte die Öffentlichkeit von seiner Verletzung gewusst. Eine Zerrung im Arm behindert ihn, zwischenzeitlich muss er das Training aussetzen. Doch davon haben nur die medizinische Abteilung und der Trainerstab Kenntnis. Er möchte keine Entschuldigungen für die Niederlagen in der Mannschaft und im Doppel suchen. Außerdem ist Tischtennis Kopfsache. Seine Gegner sollen nicht von seiner kleinen Schwäche wissen, schon gar nicht gegen Ende des Turniers. Er steht im Halbfinale. So eine Chance will er sich nicht nehmen lassen oder sie durch zu viel Gerede über ein eventuelles Handicap schmälern.

Das Spiel gegen Primorac verläuft ähnlich wie das Achtelfinale. Zwar gewinnt Roßkopf den ersten Satz, doch die nächsten beiden Durchgänge gehen verloren. Er ist so nah dran am Einzug ins Finale bei seiner Heim-EM, aber Primorac wirkt in dieser Phase des Spiels überlegen. Trotz des frenetischen Engagements des Publikums gelingt es dem Kroaten immer wieder, das druckvolle Spiel Roßkopfs zu kontern. Bei 14:14 scheint alles ausgeglichen, doch die nächsten drei Punkte gehen an Zoki, wie ihn die Kollegen nennen. 1:2 nach Sätzen und 14:17 bei Aufschlag Primorac. Auf den Rängen macht sich Sorge breit, der Traum vom deutschen Europameister könnte platzen. Am Ende stünden ein dritter Platz in der Mannschaft sowie im Einzel. Nach den gestiegenen Erwartungen der letzten Jahre zu wenig für eine Europameisterschaft im eigenen Land.

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