Dieter Schneider - Double

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Hannes Grün kennt nur eine wahre Bindung: die zu seinem Lieblingsverein Werder Bremen. Fußball weckt bei ihm sämtliche Emotionen, ansonsten flüchtet er lieber vor verwirrenden Gefühlen und festen Beziehungen. Auch seine Bekanntschaft zum siebenjährigen Nachbarssohn Simon, den er aus Gefälligkeit ins Weserstadion mitnimmt, ist zunächst nur über den Fußball bestimmt. Das ändert sich, als Simon an Leukämie erkrankt. Als klar wird, dass es dem Jungen gerade an Krisentagen hilft, sich mit seinem großen Freund über das aktuelle Fußballgeschehen auszutauschen, nimmt Hannes diese Verantwortung an. Zunächst aus Pflichtgefühl, dann immer mehr aus ehrlicher Zuneigung.
Dieter Schneider gelang mit diesem Roman, der vor dem Hintergrund von Werder Bremens erfolgreicher «Double»-Saison 2003/04 spielt, ein ebenso spannendes wie anrührendes Buch über Fußball, Liebe und den Wert menschlicher Anteilnahme.

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Doch Hannes war im Gegensatz zu James Duncan, seinem Hollywood-Double, ein schlechter Schauspieler. In seinem Kopf hatte sich bereits der grün-weiße Virus ausgebreitet, den seine Adern schon den ganzen Tag durch seine Blutbahnen gejagt hatten. Hannes wusste, dass er nichts dagegen tun konnte, und bevor er eine fadenscheinige Erklärung für seine Unpässlichkeit zum Besten geben musste, rückte er gleich mit der Wahrheit heraus. Er würde die Einladung gerne annehmen, aber Werder hätte jetzt gleich das vielleicht wichtigste Spiel des Jahres. Dabei beäugte er Simon, der gerade in einer ausgelassenen Diskussion mit den anderen Kindern den Film noch einmal Revue passieren ließ. Anna verstand ihn, das sah er in ihren Augen. Sie verstand ihn wirklich. Und sie tat ihm den Gefallen, nicht darauf hinzuweisen, dass er das Spiel auch in ihrer Wohnung anschauen konnte. Dafür war Hannes dankbar. Er sah, dass Simon glücklich war und dass es dem Jungen nichts ausmachen würde, wenn er für den Rest des Abends auf seinen erwachsenen Freund würde verzichten müssen. Es würde dem Kleinen allerdings schon etwas ausmachen, wenn Hannes beim Betrachten des Spiels die Nerven verlieren und um sich schreien würde. Simon würde Hannes jetzt nicht vermissen.

„Es ist kein Problem, wirklich! Sie haben so viel für den Jungen getan!“

„Danke, ich weiß, dass Sie denken, ich sei verrückt und wahrscheinlich bin ich das auch. Aber ..!“

„Schon gut, wahrscheinlich wird der Mann mit der Nummer 6 in einem Jahr genauso weit sein!“

Hannes lächelte. Sie verstand ihn.

„Wissen Sie, ich denke es ist Zeit, das Sie über Bord zu werfen, finden Sie nicht?“, fragte Hannes.

Anna lächelte und streckte Hannes die Hand entgegen.

„Das ist schön!“, sagte sie und fügte hinzu „Simon mag Dich wirklich!“

Nicht wenige hätten in diesem Moment vielleicht nachgehakt, was schon mit einem Wort möglich gewesen wäre. Simon ?, hätte diese Einwortfrage lauten können, oder nur Simon? Und es war nicht so, dass Hannes unsensibel war oder dass er mit einer fünf Zentimeter dicken, emotionalen Hornhaut gestraft war. Es lag nicht einmal nur an Werder. Es lag an all dem. Er hatte einen wirklich schönen Nachmittag erlebt, sich wohlgefühlt in der Gegenwart des Jungen und auch in der Gegenwart von dessen Mutter. Aber so, wie er sich jetzt wohlfühlt, so war es schön. Es tat gut, einmal keine Spielchen machen zu müssen, sich nicht beim Überqueren einer Brücke an der Seite einer Frau fragen zu müssen, ob das Wasser wohl tief genug, die Strömung ungefährlich genug und die Wassertemperatur hoch genug war, um durch einen Sprung in den Fluss der emotionalen Umklammerung jener Frau zu entkommen. Anna klammerte nicht, und das war angenehm. Ja, Hannes ging sogar so weit, anzunehmen, dass der Satz Simon mag Dich wirklich mit keinerlei Hintergedanken formuliert worden war und Anna es genau so meinte, wie sie es sagte. Sie war nicht auf einen Doppelpass aus, sie schlug einfach einen Befreiungsschlag. So gelang es Hannes denn auch, sich einfach nur umzudrehen und zu gehen, sich gut zu fühlen, weil er sich auf das Spiel freuen konnte und wusste, dass er Anna nicht vor den Kopf gestoßen hatte.

Fünf Minuten bevor das Spiel begann, hatte er sich eine Apfelschorle eingeschenkt und den Fernseher eingeschaltet. Er hatte es noch geschafft, pünktlich zum Spiel. Ein gutes Omen, wie er glaubte. Es war immer noch mindestens 30 Grad heiß, er hatte die Tür zu seinem Balkon geöffnet und von draußen wehte angenehm warme Luft in sein Wohnzimmer, auf dessen Boden er sich in voller Länge ausgebreitet hatte. Auf dem Bildschirm war der Dorfplatz der Österreicher zu sehen und im Vordergrund blendete die Regie gerade die Aufstellung des FC Superfund ein. Namen, mit denen Hannes rein gar nichts anfangen konnte. Manche hörten sich typisch österreichisch an, fand Hannes. Der Name der Torwarts, Schicklgruber, zum Beispiel. Hoffentlich würde dieser in den nächsten knapp zwei Stunden im Mittelpunkt des Geschehens stehen. Dann gab es noch Spieler, die auf Namen wie Hörtnagel, Baur, Riegler oder Kiesenebner hörten. Klang irgendwie wie der Kader der nationalen österreichischen Ski-Abfahrtsmannschaft. Wenn es heute um Skifahren gehen würde, dann würde Werder mit Sicherheit den Kürzeren ziehen. Aber man traf sich, um Fußball zu spielen, und da durfte man keine Gnade mit jenen Halbamateuren haben.

Dann stockte Hannes plötzlich der Atem, denn er las den Namen des Mittelstürmers des FC Superfund: Glieder, Eduard Glieder. Edi Glieder, wie ihn der Reporter nannte. Ob das wirklich der Name des Spielers war? Hannes’ Fantasie begab sich sofort auf eine Reise und hielt Ausschau nach Berufszweigen, in denen Menschen, die Edi Glieder hießen, zu Ruhm und Ehre kamen. Dabei stürzte er sich bewusst nicht auf jene bestimmte Form der Schauspielerei. Schließlich erschien in dem Kino seiner Fantasie der Name auf einem überdimensionalen Werbebanner eines Pariser Varietés oder eines Spielcasinos in Las Vegas. Und aus imaginären Lautsprechern seiner Einbildung konnte er die Stimme eines Promoters klar und deutlich vernehmen: Heute live bei uns auf der Bühne, exklusiv, die einzige Show in der Stadt, der österreichische Entfesselungskünstler, der Mann, der alle Ketten sprengt, Mister Gummi, das letzte Glied in der Kette, the one and only: Eeeeeeeeeediiiiiiiiiiii Glieeeeeeeeeeeeedeeeeeeeer!

Das Spiel lief bereits, als Hannes’ Edi-Glieder-Vision endlich verblasste. Dieser Edi Glieder sollte die Werder-Abwehr in Verlegenheit bringen? Vor dem sollte man sich fürchten? Hannes hatte eher Mitleid mit ihm. Edi Glieder konnte vielleicht in eine schwere Kette gehüllt, die mit fünf Vorhängeschlössern gesichert an einem Hornschlitten fixiert war, eine Bobbahn hinuntergeschubst werden und würde es fertig bringen, nicht nur das Gefährt mit 120 Stundenkilometern sicher ins Tal zu balancieren, sondern gleichzeitig dem Schlitten in der kurzen Zeit entfesselt und ohne jeglichen Kratzer wieder zu entsteigen. Das traute Hannes dem Mann, der Edi Glieder hieß, durchaus zu. Aber Tore gegen Werder? Das UI-Cup-Finale verhindern? Niemals. Hannes lehnte sich zurück und wartete geduldig auf das erste Tor.

Zu seiner Verwunderung machte allerdings zunächst einmal der FC Superfund Pasching von sich reden. Die Österreicher gingen sehr aggressiv und engagiert auf dem Platz zu Werke und hatten einen quirligen Mittelfeldspieler, der Werder in der erste halben Stunde ganz schön beschäftigte. Hannes konnte es sich nur so erklären, dass Schaafs Taktik aufgrund der Hitze darin bestand, den Gegner erst einmal kommen zu lassen. Die Dorftruppe sollte sich wohl zunächst müde laufen, dann würde man sie auskontern, eiskalt zuschlagen. Als Indiz dafür, dass Schaaf seiner Truppe einen Auswärtssieg zutraute, wertete Hannes die Tatsache, dass die aktuelle Nummer 2, Pascal Borel, im Tor stand und nicht etwa Werders Neuzugang Andreas Reinke. Auch Frank Baumann saß nur auf der Bank und wurde vom jungen Tim Borowski ersetzt. Der Werder-Kapitän hatte angeblich leichte Knieprobleme.

Immer wieder holte Hannes der Name Edi Glieder ein. So konnte er sich gar nicht darüber aufregen, dass sein Team auch nach einer halben Stunde, abgesehen von einem Freistoß von Mladen Krstajic, noch nicht eine nennenswerte Chance zu verzeichnen hatte. Der Reporter fing schon an, auf der Underdog-Nummer herumzureiten, dass man die wacker kämpfenden Alpenkicker nicht unterschätzen dürfe, dass alles andere als ein Werder-Sieg einer Sensation gleichkommen würde. Hannes hasste solche Reporter. Der Mann am Mikrofon wollte Werder schlechtreden. Konnte der Amateur nicht sehen, dass Werder die Alpenbomber absichtlich kommen ließ? Werder spielte intelligent, routiniert, abgeklärt, das Team teilte sich seine Kräfte ein, schließlich dauerte ein Spiel 90 Minuten. Hannes spürte, dass der SVW bald zuschlagen, und damit dem kommentierenden, sogenannten Fußballexperten das Maul stopfen würde. Dann würde der Typ umschwenken, von einer souveränen Vorstellung des Favoriten sprechen, der den Gegner hatte sich müde laufen lassen. Hannes konnte sich voll und ganz auf seinen Instinkt als Fan verlassen, der ihm sagte, dass noch vor der Halbzeit das erste Tor fallen würde.

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