Dieter Schneider - Double

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Hannes Grün kennt nur eine wahre Bindung: die zu seinem Lieblingsverein Werder Bremen. Fußball weckt bei ihm sämtliche Emotionen, ansonsten flüchtet er lieber vor verwirrenden Gefühlen und festen Beziehungen. Auch seine Bekanntschaft zum siebenjährigen Nachbarssohn Simon, den er aus Gefälligkeit ins Weserstadion mitnimmt, ist zunächst nur über den Fußball bestimmt. Das ändert sich, als Simon an Leukämie erkrankt. Als klar wird, dass es dem Jungen gerade an Krisentagen hilft, sich mit seinem großen Freund über das aktuelle Fußballgeschehen auszutauschen, nimmt Hannes diese Verantwortung an. Zunächst aus Pflichtgefühl, dann immer mehr aus ehrlicher Zuneigung.
Dieter Schneider gelang mit diesem Roman, der vor dem Hintergrund von Werder Bremens erfolgreicher «Double»-Saison 2003/04 spielt, ein ebenso spannendes wie anrührendes Buch über Fußball, Liebe und den Wert menschlicher Anteilnahme.

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„Wissen Sie, was er gesagt hat?“, fragte Anna und Hannes sah sie das erste Mal lächeln.

„Nein!“

„Er hat gesagt, wenn er so groß wie Hannes ist, dann möchte er auch eine Dauerkarte haben!“

Hannes grinste.

„Ist das nicht verrückt?“

„Nein, eine Dauerkarte bei Werder ist das Normalste von der Welt. Jeder sollte eine haben! Die gibt es übrigens auch schon für Kinder!“

„Na gut. Dann werde ich mich wohl in Sachen Fußball noch etwas weiterbilden müssen!“

„Haben Sie Simon von seinem Opa erzählt?“

Anna schüttelte den Kopf.

„Ich konnte es einfach nicht. Ich konnte ihm den Tag nicht kaputt machen!“

„Seine Welt ist die schönste Welt, die man sich vorstellen kann, glaube ich!“, antwortete Hannes und dachte an seine bevorstehende Jobsuche.

Annas Augen begannen wässrig zu werden, doch sie biss auf die Zähne.

„Dann noch mal vielen Dank, Hannes!“

„Ich habe es wirklich sehr gerne gemacht!“, antwortete er.

30. Juli 2003: Kindergeburtstag mit Papageien-Outfit und Entfesselungskünstler

Der Saisonabschluss ging schließlich, trotz zweier weiterer Siege in Stuttgart (das immerhin Vizemeister – obwohl von Magath trainiert – wurde) und zuhause gegen Schalke, den Bach hinunter, weil man sich im letzten Spiel in Mönchengladbach eine 1:4-Klatsche abholte. Hannes hatte so sehr unter den Folgen jener Niederlage zu knabbern, dass er sich am selben Abend schließlich betrunken hatte, denn der Rausch war in solchen Fällen der kleine Bruder des Vergessens. Es war nicht von der Hand zu weisen, dass der Schiri – er hieß im übrigen Stark und kam aus Bayern – nicht unbedingt für Werder gepfiffen hatte (Markus Daun wurde in einem Zweikampf, der eher an Körperverletzung denn an Fußball erinnerte, krankenhausreif getreten, ohne dass sein Gegenspieler auch nur eine gelbe Karte dafür gesehen hätte, und Frank Verlaat wurde wegen einer sehr zweifelhaften Notbremse, die wohl nur Stark gesehen hatte, kurz vor der Halbzeit vom Platz gestellt). Hannes wurde an diesem Abend das Gefühl nicht los, dass dieser Schiedsrichter Werder vermutlich in Zukunft noch öfter vorgesetzt werden würde und jene unter dessen Leitung ausgetragenen Spiele vermutlich auch künftig unter keinem guten Stern stehen würden. Wie gern hätte sich Hannes getäuscht. Dennoch hatte sich die Mannschaft in Hannes’ Augen selbst um den verdienten Lohn der Aufholjagd der letzten Wochen gebracht.

Trotz seines Rausches meldete sich die Wahrheit am Morgen danach bitter wieder zurück, wobei sie mit emotionaler Leere einherging, trug sie doch den schmerzhaften Namen UI-Cup. Auf den Punkt gebracht, bedeutete dies nichts anderes als Tingeln über die Dörfer Europas während der Vorbereitung, uninteressante Spiele gegen vermeintlich leichte Gegner, bei denen man sich nur blamieren konnte, und gleichzeitig weniger Zeit zum Trainieren für das Team. Was für eine Werder-Saison befand sich da in ihren Geburtswehen? Hannes ahnte nichts Gutes.

Er nutze die fußballlose Zeit, um sich einen neuen Job zu suchen. Und wie immer ging es auch dieses Mal ganz schnell. Eigentlich ging es ein bisschen zu schnell, denn man hatte von Hannes erwartet, seine Tätigkeit bereits zum 1. Juli anzutreten, doch es war ihm gelungen, noch etwas Zeit zu gewinnen und seinen Antritt um zwei Monate hinauszuzögern. Wie gewohnt legte er auch in seinem neuen Tätigkeitsfeld Wert darauf, sein eigener Chef zu sein. Ab 1. September würde er somit Regionalmanager Premium Brands einer international anerkannten und sehr beliebten Spirituosenmarke sein, dessen Aufgabe es sein würde, im Verkaufsgebiet Nord (Hamburg, Bremen, Hannover, Sylt), die darin angesiedelten Top-Imagekunden zu betreuen oder zu erschließen.

Das Vorstellungsgespräch, das er mit einer Frau Gaby Hansen geführt hatte, die Mitte 40 und durchaus attraktiv war, dauerte nicht einmal eine halbe Stunde. Danach gab ihm Frau Hansen zu verstehen, dass er den Job so gut wie sicher hätte, auch wenn er sich noch gedulden müsse, bis man ihm die Zusage schriftlich zukommen lassen würde, was allerdings in spätestens drei Tagen der Fall sein würde. Am Ende drückte sie ihm ihre Visitenkarte in die Hand, auf deren Rückseite sie noch in Hannes’ Beisein ihre private Handynummer schrieb, mit dem Hinweis, Hannes solle nicht zögern, falls er noch Fragen hätte, man könne diese jederzeit noch bei einem Glas Wein besprechen. Bevor er Frau Hansens Büro verließ, schenkte diese ihm noch ein Lächeln, drückte ihm etwa sieben Sekunden die Hand und ließ ihn wissen, dass sie sich auf die gute Zusammenarbeit freue. Schon am nächsten Tag kam die Zusage. Hannes hatte wieder eine Beschäftigung. Doch zunächst blieben ihm noch zwei sehr kostbare Monate, um ohne jegliche Verpflichtungen den Schmerz der letzten Saison zu verarbeiten. Er konnte sich geistig auf den UI-Cup einstellen und Wahrscheinlichkeiten abwägen, an deren Ende das UI-Cup-Intermezzo ein Happy End hatte und Werder schließlich doch noch in den UEFA-Cup rutschen würde.

Simon war schnell Hannes’ Freund geworden, schließlich hatte er sich in dessen Freundschaftsbuch verewigt. Deshalb hatte Hannes auch eine Einladung zu Simons Geburtstagsfeier erhalten. Es war nicht so, dass die beiden sich jeden Tag sahen, doch ein- bis zweimal in der Woche hatte Hannes den Jungen meist getroffen, mit ihm über Fußball gefachsimpelt und über Werders Chancen im Hinblick auf die neue Saison. Simon hatte Hannes erzählt, dass ab jetzt die Zahl 6 seine Lieblingszahl war, weil er mit 6 das erste Werder-Spiel im Stadion hatte verfolgen dürfen. Ab und zu hatte der Junge auch bei Hannes geklopft, um das Spiel mit dem Fußballautomaten, wie er den Kicker genannt hatte, zu erlernen. Hannes hatte das Gefühl, dass seine neuer Freund auch gern öfter bei ihm geläutet hätte, dass ihn Anna aber davon abhielt, weil sie nicht wollte, dass Simon Hannes auf die Nerven ging. Anna war eine sehr angenehme Nachbarin, und das lag nicht nur daran, dass sie Hannes noch nicht auf dessen Ähnlichkeit mit dem schönen James angesprochen hatte. Sie war weder aufdringlich noch pseudo-intellektuell und schon gar nicht aufgesetzt witzig. Anna stand mit beiden Beinen im Leben, sie schien die Doppelbelastung Job und alleinerziehende Mutter gut im Griff zu haben, und von Woche zu Woche verblasste der traurige Ausdruck um ihre Augen etwas mehr, was zeigte, dass sie den Tod ihres Vaters allmählich zu verarbeiten begann. Wenn Hannes mit ihr redete, ging es meist um Simon oder Werder oder um beides zusammen. Anna machte Fortschritte auf der bisher unbewohnten Insel Mutter eines Fans. Mittlerweile war ihr klar, dass Simons neue Leidenschaft nicht nur ein kleines Techtelmechtel war, sondern wahre Liebe, ein Bund, der geschmiedet wurde, um vielleicht ewig zu halten. So überraschte es Hannes schließlich auch nicht, als Anna auf seine Frage, was er Simon zum Geburtstag schenken könne, antwortete, dass ihr Sohn sich wohl am meisten über irgendetwas von Werder freuen würde.

Also hatte sich Hannes einige Tage vor Simons großem Tag auf den Weg zum Fanshop am Weser-Stadion gemacht. Doch wenn er ganz ehrlich war, ging es ihm dabei nicht nur um Simon, denn Werder hatte die neue Saison mit einem outfitmäßigen Ausrufezeichen eingeläutet, welches die Fans schnell in zwei Lager gespaltet hatte: das Papageien-Trikot.

Das neue Trikot war zwar eng anliegend wie sein Vorgänger, dennoch unterschied es sich in einem Merkmal ganz entscheidend von dem Trikot der letzten Saison: Werder brach nämlich mit der Tradition. Denn zum obligatorischen Grün-Weiß gesellte sich die Trendfarbe Orange, in der die Ärmel des neuen Trikots gehalten waren.

Normalerweise scheute sich Hannes nicht, neue Wege zu beschreiten. Das hatte ihm in seinem Job schon so manche Bonuszahlung eingebracht. Wenn es allerdings um sein Leben mit Werder ging, war Hannes Traditionalist. Man hieß als Fan nicht sofort alles Neue gut, was im Verein passierte, besonders dann nicht, wenn dieses Neue nicht aus der Fankultur, sondern aus einer Marketing-Idee entstanden war. Dabei ging es nicht nur um fundamentale Veränderungen wie den Verkauf des Stadionnamens, sondern auch das Betreten von Neuland bei der Trikotgestaltung.

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