Wilhelm Bartsch - Meckels Messerzüge

Здесь есть возможность читать онлайн «Wilhelm Bartsch - Meckels Messerzüge» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Meckels Messerzüge: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Meckels Messerzüge»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Nicht nur, dass Johann Friedrich Meckel und sein Bruder Albrecht August – der Erzähler dieses Romans – in der Zeit der napoleonischen Kriege ihre Hauptwerke verfassen, sie nehmen auch – jeder auf seine Art – am Befreiungskrieg 1813 teil, sie lieben und achten, sie misstrauen und hassen. Beide werden gleich nach dem Krieg in einen vermeintlichen Mord an einem auf seltsame Weise unsterblichen Mädchen verwickelt und müssen aus Preußen nach Neapel fliehen. Es treten auf: Napoleon, Cuvier (der berühmteste Wissenschaftler seiner Zeit), E. T. A. Hoffmann, Fouqué und seine Ur-Undine, Turnvater Jahn, Theodor Körner, Blücher, Lützow, die «deutsche Jean d'Arc» Eleonore Prochaska, der Maler Ingres und viele mehr. AUTORENPORTRÄT Wilhelm Bartsch, geboren 1950 in Eberswalde, debütierte 1986 mit dem Lyrikband `Übungen im Joch´, der ihn schlagartig in beiden Teilen Deutschlands als Dichter bekannt machte und ihm 1987 den Brüder-Grimm-Preis der Stadt Hanau eintrug. Weitere Gedicht- und Prosabände folgten. 2000 erhielt er den Walter-Bauer-Preis, zuletzt 2007 den Wilhelm-Müller-Preis des Landes Sachsen-Anhalt für sein Lebenswerk. Im Osburg Verlag erschien 2011 sein erster Roman `Meckels Messerzüge´.

Meckels Messerzüge — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Meckels Messerzüge», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Die berühmte 2. Schwadron der Lützower begann in diesen Stunden mit ihrer allen anderen Heeren und Waffengattungen haushoch überlegenen Kampfestechnik – mit dem Schwadronieren.

Dieser erste Tag war auch gleich der schlimmste darin. Wir ließen nämlich Jahn gleich damit drankommen, was uns allen später nie wieder passierte, außer dann natürlich unserm lieben Theodor Körner in seinen düster-grillenhaften Stunden, in denen er immer so aussah, als ob er eine Mitfahrgelegenheit in den reindeutschen Himmel suchte – was ihm dann leider auch, wie du weißt, unter Mitnahme von zwei weiteren Kameraden geglückt ist.

Jahn ist ein begnadeter Deutschredner vor dem germanischen Herrn. Es ist auch nicht so, dass er in Halle und anderswo nichts gelernt hätte. Nur hört sein Wissen, ja sein Interesse überhaupt, gleich hinter dem Prignitzer Elbdeich, wo er geboren ist, auf. Aber er kann gut gewählte Worte setzen, und er weiß, wie weit er damit vor seinen Zuhörern gehen kann. Nur bei uns in Breslau wusste er es noch nicht. Er dachte wohl, wir wären hauptsächlich gekommen, weil wir Spaß daran hätten – und unstillbare Wut dazu –, Franzosen umzubringen. Was er uns des Langen und des Breiten zu erzählen und zu erörtern hatte, verschlug uns damals, einem nach dem anderen, einfach nur den Atem. Jahn hatte unser Schweigen anscheinend als Ehrfurcht davor gedeutet, wie weit man im Krieg à la Jahn denken könne und müsse.

Um es kurz zu machen: Jahn erzählte, um zu zeigen, wie weit ein wahrer Patriotismus reichen solle, wie er und von ihm animierte Leute Anfang des Jahres 1813 etliche der aus Russland noch bis nach Berlin gewankten französischen und somit auch deutschverbündeten Elendsgestalten mit ihren bereits erlangten Quartierbillets so lange bewusst in die Irre geschickt hatten, bis die armen Hunde irgendwo gleich auf der Straße krepiert waren. Nach seiner ausführlich gemeinen Erzählung begann Todvater Jahn leise und mit Hochgenuss das Lied »Mit Mann und Ross und Wagen« in seinen unheimlichen rötlichen Bart zu singen. Zu diesen schlagfertigen Worten wollte er selbst einen seiner turnenden Primaner animiert haben. Das Lied konnte damals wirklich jeder mitsingen – und er staunte schließlich, dass nun keiner von uns mitsang.

»Fremden zeigt man den Weg«, sagte schließlich der hallesche Philosophieprofessor und Theologe Hoffbauer, seinen Rücken ausdrücklich Jahn zugewandt, »aber die Anzahl der Leute nimmt zu, die noch nicht einmal dieses dreitausend Jahre alte Gesetz von Delphi kennen.«

»Ich kenne hingegen die Gesetze von Sparta!«, rief Jahn voller Hoffnung, doch noch verstanden zu werden, aber wie mit einem Schlag wandten sich nun wirklich alle von ihm ab und ihren Bieren und anderen Gesprächen zu. »Trommler ohne Trommelstock«, sang Jahn noch einmal laut, »Kürassier im Weiberrock, Ritter ohne Schwert, Reiter ohne Pferd. Mit Mann und Ross und Wagen, so hat sie Gott geschlagen!«

Einige standen auf, um zu gehen, darunter ich, die Dreizehn. Achtzehn musste noch bleiben wegen der Uniformfarben und anderer Effektenprobleme. Aber ich brauchte jetzt frische Luft, und das nicht etwa deshalb, weil ich anscheinend der einzige Lützower war, der nicht ständig eine salbentopfgroße Tabakspfeifenfüllung am Qualmen hielt.

Es könnte sein, mein lieber, lieber Heinrich, dass ich, Achtzehn-Dreizehn mit meinem Ludwig, mich an jenem meinem Schicksalstag regelrecht habe ins Freie stürzen wollen. Anders kann ich mir diesen beinahe heftigen Zusammenstoß im Eingangstürstock zum Werbungs-Bureau der Lützower Jäger auf der Schmiedebrücke zu Breslau nicht erklären. Fünf federnde, aber feste Finger bohrten sich in mein Brustbein, sonst hätte ich den anscheinend blutjungen Jäger zu Fuß glatt umgerannt. Dieser nun schien schon voll zugerüstet zu sein. Er war überhaupt der erste Lützower Jäger, den ich in Uniform gesehen habe – schwarze Litewka mit acht goldenen Knöpfen. Aber aus dem hohen Kragen mit blutroten Stößen und Rändern ragte ein in unseren Breiten so von mir noch nicht gesehener edler Griechenkopf. Die goldblonden Haare waren nicht lang genug, um seine kleinen, festgefügten Ohrmuscheln zu bedecken. Er sah mich so freudig erschreckt an, wie wohl ehedem der Jäger Aktaeon die Göttin Diana, als er sie versehentlich beim Baden erwischt hatte.

»Pardonnez, mon chasseur«, konnte ich nur noch murmeln. Da tat der den Mund auf zu einem fast kindlich strahlenden Lächeln mit kleinen, ebenmäßigen, etwas nach innen gebogenen Zähnen.

»Pardong wird aber nich jegeben!«, sagte der anscheinend jüngste Jäger zu Fuß weit und breit mit hell tönender, aber zugleich wie eigens für den Krieg aufgerauter Stimme. Schon war er wie an mir vorbeigezaubert und in der lärmenden Räucherhöhle der Lützower Freischar verschwunden.

Speerwerfen in Schlesien

Ich musste mich selber noch mit dieser Uniform und einigem Zubehör versorgen. Vor allem musste ich endlich mein Pferd umtauschen. Im mir empfohlenen Pferdedepot nahm ich einen recht leichten Abschied von Paul dem Gaul und lief dem Staatsrat und Grafen Heinrich von Dohna-Wundlaken über den Weg. Der blieb stehen, sah erst das von mir hinweggeführte Tier, dann mich an und riet mir sogleich, lieber doch bei den Fußjägern einzutreten. Ich reichte indessen dem Depotwachtmeister mein Lützower Equipierungsformular mit den noch zu liefernden Utensilien und sagte dem Grafen, dass, wenn er denn meine Reitkünste anzweifeln sollte, er doch gern zusehen möge, was und wie ich mir hier eins von den polnischen und Kosakenpferden auswählen würde. Das war mein erster und ziemlich kühner Streich bei den Lützowern. Die Abenteuerlust hatte mich auf einmal schlichtweg gepackt, und nur so, also glücklicherweise, bin ich dann zu meinem besten Pferd gekommen, das ich je geritten habe.

Dieses Pferd sah ich sofort und als erstes und wusste – das ist meines! Es war ein zottiger, brauner Kosak mit birnenförmiger Schnippe gleich über seinen Nüstern und an seiner rechten Hinterhand mit einem einzigen Stiefel. Das Tier sah mich mit herausforderndem Kopfschütteln und zornig seitwärts gestellten Ohren an.

»Die Kanaille beißt«, rief der Depotwachtmeister, »sie schlägt, bockt und lässt sich nicht satteln.«

»Mal sehen«, sagte ich ruhig und kühn. »Wie alt?«

»Fünf Jahre. Kerngesund ist sie ja, die Kanaille«, seufzte der Wachtmeister, »aber es ist das erste Pferd in meinem Leben, das mich bespuckt hat!« Der Graf von Dohna begann laut zu lachen.

»Bringen Sie mir mal einen Dienstsattel und Zaumzeug«, sagte ich. Danach ging der Teufelstanz los, zumal der Wachtmeister mit einem riesigen Kantschu daneben stand und in die Luft damit knallte. Ich hieß ihn deshalb ganz abtreten und näherte mich dem Pferd mit einem Stück Brot in der vagen Hoffnung, es sei einfach nur falsch und ausschließlich mit dem Kantschu behandelt worden. Der Graf von Dohna lehnte derweil hinten an der Wand, ein Bein über das andere geschlagen. Offensichtlich hatte er viel Zeit und Interesse für das, was ein künftiger Kamerad und Oberjäger da machte. Ich wusste das allerdings selber nicht so genau. Das Pferd schielte mich böse an und schnappte blitzschnell nach meiner Hand, die ich ebenso schnell zurückzog. Das wiederholte sich mehrfach. Nun hatte das Pferd allerdings das Problem, dass sich in der anvisierten Hand auch das Brot befand, das es dann auch in den Blick nahm und schließlich fasste. Im Hause Meckel wird bekanntlich auch Russisch gesprochen und ich fand in dieser Sprache klingende sanfte Worte. »Stoj, krassiwoi tschjort, stoj, miloi konko.« Dabei strich ich dem Tier, während es schon wohlig ein zweites Stück Brot kaute, mit dem Handrücken den Hals. Es ließ sich tatsächlich die Trense anlegen und ich schwang mich tollkühn, weil unter Beobachtung, auf seinen Rücken.

Inzwischen war der Graf von Dohna von hinten herangekommen und reichte mir den Sattel. Schmeicheleien auf Russisch und Französisch gleichzeitig in die Pferdeohren flüsternd, hob ich schließlich den Sattel vor mich und rückte nach hinten. Ich sprang schnell ab und befestigte den Sattelgurt. Erneut schnappte der Kosak nach mir, erwischte mich dabei sogar am Hals, aber das wohl eher neckend. Ich tränkte ein großes Stück Brot mit Branntwein, und das Pferd schlang es vergnügt.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Meckels Messerzüge»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Meckels Messerzüge» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Meckels Messerzüge»

Обсуждение, отзывы о книге «Meckels Messerzüge» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x