Anonym - Die rote Köchin

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Hannah ist die Rote Köchin, Mitglied einer spartakistischen Zelle am Bauhaus Weimar. Sie betrieb in den 1920er Jahren unweit des Bauhaus ein Restaurant mit dem Kochlöffel wollte sie die Werktätigen für die Revolution gewinnen. Nach Seminar und Küchendienst mischten die Zellenmitglieder Sprengstoff, jagten Faschisten. Hannahs Geschichten zeigen, wie intensiv der Kampf um ein besseres Leben war, wie skurril und tragisch. Was ist aus Hannah geworden? Unklar. Geblieben sind nur ihre Aufzeichnungen und ihre Rezepte. «Die Rote Köchin» ist ein autobiografischer Roman zwischen Doku-Fiction, Kochbuch und Agitprop.

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Vier Forellenfilets enthäuten und parieren. In einer tiefen Pfanne das Weiße von ein paar Lauchstangen (als Julienne geschnitten) mit 50 g Butter andünsten, dazu klein gezupften Estragon geben. Darauf die Forellenfilets anrichten und drei Gläser Moselweißwein beifügen. Langsam erhitzen und drei bis vier Minuten kochen lassen, dann die Filets herausnehmen und warmstellen. Den Fond in der Pfanne mit einem Glas Sahne lösen, durchs Spitzsieb geben, dazu eine Nuss Butter, Salz, weißen Pfeffer und etwas Thymian. Filets auf einem vorgewärmten Teller anrichten, mit der Sauce beträufeln, dazu Pellkartoffeln und im Ofen geschmorte Tomaten reichen. Mit Minzblättern garnieren.

Terrine von Hering und Hecht

Ich suchte Hans in der »Wolfsschanze«, wie er seine Bude nennt, auf. Über die Unordnung, die dort herrschte, gerieten wir uns dauernd in die Haare. Aber dank seiner Rabulistik behielt er immer die Oberhand. Du weißt doch, Hannah: Die Idee der Ordnung an sich ist immer etwas arisches, etwas religiöses gewesen. Vom Standpunkt der Ordnung her ist schon die Dialektik eine jüdische Idee, ausschließlich dazu gemacht, den edlen deutschen Geist zu verwirren.

Ich sah mich um. Ein Exemplar von »Der Geheimagent« von Joseph Conrad lag achtlos aufgeschlagen mit dem Rücken nach oben auf dem Fußboden neben dem Bett. Aus dem Chaos stachen Zeichenpapier-Rollen und Farbtöpfchen hervor. Das Evidente verbirgt sich im Offensichtlichen – den Spruch liebte Hans. Einige Töpfchen waren geöffnet, andere geschlossen, viele hatten kein Etikett. Koch zu sein, ist eine Berufung, sagte er und sah grinsend zum Fenster hinaus. Auf der Kommode lag eine vollgekritzelte Speisekarte aus dem Romanischen Café in Berlin und ein zerknittertes Programm des Staatlichen Bauhauses in Weimar mit Feiningers Kathedrale auf dem Deckblatt. Darauf ein Galvanometer als Briefbeschwerer.

Ich kannte seine »Farcen« sehr gut: Natriumchlorat, Zucker, Ammoniumnitrat, Kaliumchlorat, Pikrinsäure, Aluminiumpulver, Silberfulminat, Vaseline, Kieselgur – all das bildete auf dem Tisch und in den Schrankfächern mit Ölfarben und Pigmenten ein wildes Durcheinander.

Das Evidente verbirgt sich im Offensichtlichen. Das erste Mal, als ich ihn eine Bombe basteln sah, meinte er besorgt, darin sei er ja ganz gut, aber schau mal, Hannah: Die Herren in Wien, die sich mit der Seele beschäftigen, sagen, dass diese Fähigkeit auf gewisse Perversionen verweist, die nur noch nicht zum Ausbruch gekommen sind: Pyromanie, Schlafwandeln, Tierquälerei. Man sagt zum Beispiel auch – während er sprach, werkelte er unentwegt mit seinen Substanzen herum –, dass Ravachol berüchtigt gewesen sei für sein exzentrisches Sexualleben. Er verließ das Haus niemals ohne Rouge, Lippenstift und Sprengstoff. Ich weiß noch, dass ich Hans lange ansah, um rauszufinden, ob er mich auf den Arm nehmen wollte.

Das Treffen unserer Zelle war für den Abend angesetzt, nach dem Küchendienst. Diesmal brauchten wir eines von Hans’ Spezialrezepten; und er liebte es bei solchen Gelegenheiten mit Verweis auf seine militärische Ausbildung zu wiederholen, dass die anzurichtenden Schäden massiv und strukturell sein müssten, wenn sie denn Wirkung haben sollten. Beim Rausgehen drehte ich mich noch mal um und fragte: Kennst du eigentlich das Geheimnis von Léon Blum? Er sammelte die Unterwäsche von jungen Frauen!

400 g Hechtfleisch und 100 g geräuchertes Heringsfilet durch den Fleischwolf drehen. Zum Püree Eischnee von zwei Eiern, Salz, Pfeffer und einen Hauch Muskat geben. Kühl stellen. In einem Topf 100 g Brokkoliköpfe blanchieren, salzen, vom Feuer nehmen und kleinschneiden. Das Fischpüree in einer Schüssel mit dem Brokkoli, 200 g Sahne und einer Nuss Butter vermischen und nochmals salzen. Die Hälfte der Masse in eine feuerfeste Form geben, in die Mitte vier geräucherte Heringsfilets legen und mit dem Rest der Masse bedecken. Im vorgewärmten, nicht zu heißen Ofen für etwa 90 min im Wasserbad erhitzen. Die Terrine kalt in Scheiben geschnitten auf geröstetem Brot servieren. Auf jeden Teller einen sauren, mit Zitronensaft beträufelten Apfelschnitz geben.

Großer Kartoffelsalat

Überall bildeten sich Schlangen: um Brot oder Milch zu kaufen, vor den Postämtern und in den Banken. Einige Metzgereien wurden von verzweifelten Menschen gestürmt, die dabei von Soldaten Unterstützung erhielten. Diese hatten Pistolen und Gewehre, aber nur wenig Munition. Doch das blieben Episoden, in wenigen Minuten war alles wieder vorbei, fast nie wurde geschossen. Dann war es wieder still. Nur der Hass wuchs. Die Masse der Veteranen schwoll mit jedem Tag an, die Ausgedienten vagabundierten durch die Straßen und wirkten gleichzeitig verloren und bedrohlich. Immer mehr Geschäfte machten morgens gar nicht erst auf. Kinder weinten vor Hunger und Kälte. Manche hängten sich still und leise im Keller auf, als ob weiterleben schändlich geworden sei.

Ich war bei Klaus, unserem Buchhändler auf der Breiten Straße, um die Broschüren von Lukács abzuholen, den Kunst- und Erziehungskurs für die Volkskommissare, den er vor ein paar Jahren geschrieben hatte. Klaus wärmte sich an einem Öfchen, das er mit Bänden zum Administrationsrecht nährte, aus der Epoche, die nun alle schon die »Wilhelminische« nennen. Ich hatte ihm eine Schüssel Gemüsesuppe gebracht und er hatte versprochen, mir ein Exemplar von »Geist der Utopie« von Ernst Bloch zu besorgen. Mit Ewa wollten wir uns bei Hans treffen. Wir mussten ihm helfen, Zündschnüre zu basteln. Das war einfach und langweilig. Man musste die Schnüre in Petroleum tränken, dann durch Salpetersäure ziehen und trocknen lassen. Dann steckten wir sie in Trinkhalme aus Stroh. Jeder Halm musste in genau 15 Sekunden abbrennen, nicht mehr, nicht weniger, und das machte es mühsam, die richtige Salpeterdosis herauszufinden. Hans kontrollierte unsere Versuche schon fast obsessiv. Immer wieder ermahnte er uns, dass die selbstgemachten Sprengkörper die gefährlichsten überhaupt seien, höchst instabil, vor allem diejenigen, die schnell und mit großer Sprengkraft explodieren sollten.

Auf 1 kg festkochende und längliche Kartoffeln kommen zwei kleingeschnittene gekochte Heringe, zwei gedünstete und in Scheiben geschnittene Mangoldblätter, zwei gehackte Essiggurken, zwei weiße Zwiebeln und zwei geschälte, entkernte, in Würfel geschnittene Äpfel, ein paar Kapern, ein halbes Glas Honigessig, Salz und Pfeffer. Alles in einer großen Schüssel vermischen, mit 80 g ausgelöstem Schweinespeck übergießen und sofort servieren. In Ostpreußen gibt man etwas sauren Rahm dazu. Die Bauern essen es dann als Hauptgericht, die Wohlhabenden als Beilage zu gebratenem Fisch.

Grüne Erbsen auf Holsteiner Art

Ich fand Martin ganz in Lektüre versunken. Er las ein Flugblatt, das der jüngsten Nummer des »Ventilator«, der Zeitschrift von Köln-DADA, beilag und einen Abend mit Gedichten und Neuer Musik ankündigte. Martin begrüßte mich dann auch mit zwei Versen Hugo Balls: »Ich liebte nicht die Totenkopfhusaren / Und nicht die Mörser mit den Mädchennamen.« Dann grinste er mich an. Was willst Du, Hannah?

Ich kam direkt aus dem Labor, wo wir wieder mit kurzwelligen Farben experimentiert hatten, blau, indigo, violett. Ich hatte Lust bekommen auf eine Tasse Tee, war in die Cafeteria gegangen, und hatte mich mit meinem Getränk zu ihm gesetzt. Hans hat mir gesagt, dass Du Tristan Tzara kennengelernt hast. Wie ist der so? Martin fing an zu lachen. Ich habe nicht Tzara kennengelernt, sondern Herrn Samy Rosenstock. Und zwar in Bern, bei einem Besuch im Inselspital, wo wir beide versuchten, dem Wehrdienst zu entkommen. Man hatte eine Kommission eingerichtet, bestehend aus zwei Schweizer Ärzten, zwei Rumänen, einem Deutschen und einem Franzosen. Er hatte sich von einem Psychiater in Zürich – einem Freund der russischen Psychoanalytikerin Sabina Spielrein, die er aus Lausanne kannte – ein Attest besorgt, das ihm dementia praecox bescheinigte. Ich hatte eines über eine schwere posttraumatische Depression, verursacht durch eine Bombe, die unmittelbar neben mir hochgegangen war.

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