Katrin Schmidt - Gehalten, wenn nichts mehr hält

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Gehalten, wenn nichts mehr hält: краткое содержание, описание и аннотация

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Was würden Sie tun, wenn Sie erfahren würden, dass Sie das Baby in Ihrem Bauch verlieren werden?
Katrin Schmidt erlebt diesen Albtraum: Voller Vorfreude erwartet sie ihr zweites Kind – und ist plötzlich mit der niederschmetternden Diagnose konfrontiert, dass das Baby schwerstbehindert ist, die Geburt wahrscheinlich nicht einmal überleben wird. Plötzlich ist nichts mehr, wie es war …
Authentisch schildert Katrin Schmidt den Weg, den sie und ihr Mann nun gehen. Mittendrin erleben die beiden, dass sie bei Gott gehalten sind, wenn nichts anderes mehr hält.

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Eines Tages stürmte eine Truppe Männer lautstark auf unsere Station. Sie waren aufgebracht, kamen mit Macheten in den Händen und stellten viele Forderungen an die Stationsleitung. Würden wir ihnen nicht nachkommen, würden sie unsere Station stürmen und sich holen, was sie wollten. Wir hörten von weiteren Überfallplänen und teilten pro Nacht mehrere Männer als Wächter ein. In der ersten Nacht, als mein Mann zur Wache musste und ich allein – schwanger mit unserem ersten Kind – im Bett lag, lief es mir eiskalt den Rücken hinunter. Nun spürte ich die Bedrohung so heftig wie nie zuvor. Würden sie heute Nacht kommen? Würde mein Mann unbeschadet zurückkommen? Was, wenn jemand in unsere Wohnung einbrach?

Wir trafen uns täglich zum Beten, bestürmten Gott und erlebten Wunder. Die Truppe kam nicht wieder. Wir hörten von einem Mitarbeiter, der ursprünglich aus unserem Nachbardorf kam, dass eine andere Gruppe versucht hatte, uns zu überfallen. Die Männer hatten aber unsere Station nicht betreten können. Noch kurz vorher hatte ich Manuel verzweifelt gefragt: »Warum haben wir nur so einen lächerlichen, einen Meter hohen Zaun aus Astwerk?« Ich war beschämt, als ich hörte, dass einer der Männer, die uns überfallen wollten, unserem Mitarbeiter später erzählte: »Wir hatten keine Chance, eure Station zu betreten, dort waren viele Wachen, wie eine feste Mauer. Es waren keine Menschen, es waren Engel. Wir spürten, dass eine gewaltige Macht euch schützt. Dagegen konnten wir nichts ausrichten.«

Wir waren tief bewegt durch dieses Erlebnis. Diese Begebenheit und noch viele weitere zeigten uns die Gegenwart Gottes. Es war eine Krise, die uns tiefer glauben lehrte. Wir lebten in der direkten Abhängigkeit Gottes und spürten das jeden Tag. Er versorgte uns immer wieder ganz direkt mit allem, was wir zum Leben brauchten: Wie sehr freute ich mich über ein Bündel Spinat oder frische Kartoffeln, die uns ein kleiner Flieger brachte.

Wie schlimm, dass Menschen sich derart böse Dinge antun und sich für das Schlechte entscheiden, dachte ich in dieser Zeit oft. Gott die Schuld zuzuschieben, wie man es gern tut, wenn das Leben plötzlich nicht mehr schön und nett verläuft, war für mich nicht naheliegend. Ich empfand vielmehr Mitleid mit Gott, der alle Menschen unendlich liebt, sie mit einem freien Willen geschaffen hat, sich für Gut oder Böse zu entscheiden, und sich damit in seiner Allmacht eingeschränkt hat. Von den schlimmen Dinge, die geschahen, hörte ich nur. Gott hingegen, der überall und an jedem Ort ist, sah jede einzelne Situation und musste das alles ertragen. Ich hätte Gott verstehen können, wenn er sich schon längst von der Menschheit abgewendet hätte, weil er alles Grausame, was wir uns antun, nicht mehr ertragen kann. Meinen Fernseher kann ich ausschalten, wenn mir die Nachrichten zu heftig werden, aber Gott sieht alles, ist in allem und hält uns aus – und das von Generation zu Generation. Ich habe davor großen Respekt und bin ihm dankbar, dass er immer weiter mit uns geht.

Wieder zurück in Deutschland brauchten wir eine Zeit der Verarbeitung. Es war sicher ein traumatisches Erlebnis gewesen, aber wir hatten viele positive Glaubenserlebnisse als große Stärkung mitgenommen.

In dieser Zeit war aber etwas unbemerkt in mir passiert. Ein zerstörender Gedanke hatte sich in mir festgebissen, den ich lange nicht mehr loswurde und der mir zusetzte. Dieser Gedanke ist der Beginn meines Weges mit meiner Tochter Dalia. Während der Krise in Kenia war ich schwanger. Als ich damals nachts allein in der Wohnung gewesen war, hatte ich mir heftige Sorgen um unser ungeborenes Kind gemacht. Damals erwachte die Löwin in mir. Ich stellte mir vor, wie ich mein Kind bis zuletzt verteidigen würde. Wenn jemand in meine Wohnung eindringen würde, dann hätte er kein leichtes Spiel, ich würde mein Kind mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln beschützen. Ich weiß nicht, ob ich mich das jemals getraut hätte, zum Glück ist es nie so weit gekommen. Aber ich spürte, wie sehr ich mich schon an mein Kind gebunden hatte. Es schien mir, als ob ich es nie überwinden könnte, wenn meinem Kind etwas zustoßen würde. Dieser Gedanke verstärkte sich weiter, als ich im siebten Monat vorzeitig Wehen bekam. Ich fragte mich, ob ich mit Gott weitergehen könnte, wenn meinem Kind etwas zustoßen würde. Nach allem, was ich schon mit Gott erlebt hatte an Bewahrung, Heilung und Segen, spürte ich nun mit meiner ersten Schwangerschaft einen echten Angriffspunkt in Bezug auf meine Gottesbeziehung.

Wir bekamen dann, als wir wieder wohlbehalten in Deutschland waren, einen gesunden Sohn und waren sehr glücklich und dankbar. Wir nannten ihn Noah, weil uns dieser Name schon immer gefallen hatte, und fügten dann noch, entstanden aus der Krise in Kenia, Immanuel (»Gott mit uns«) hinzu. Trotzdem war in mir dieses Gespür für eine mit meinem Kind neu in mein Leben getretene Schwäche. Ich hatte schon einmal mich selbst ganz in Gottes Hand geben müssen, wie auch meinen Mann in der Keniakrise. Aber der Gedanke, meinem Kind könnte etwas zustoßen, schien für mich unüberwindlich. Dieser Gedanke war verknüpft mit der Annahme, dass mein Glaube an Gott dann beendet wäre. So etwas darf nicht sein, schrie es oft in mir, aber ich fand keinen Ausweg aus diesem Gedankengespinst. Ich hatte meinen Glauben immer für unumstößlich gehalten, war ich doch so selbstverständlich und fest darin aufgewachsen, hatte bereits so vieles erlebt, was mir einen liebenden, treuen Vater im Himmel gezeigt hatte. Nun war da eine echte Verunsicherung in mir.

Doch mein Leben ging weiter.

Meine Vorgeschichte macht deutlich, dass mein Glaube schon vor meiner Schwangerschaft mit Dalia nicht oberflächlich oder unbewährt gewesen war. Ich hatte bereits schwierige Kämpfe ausgefochten, aber immer meinen Halt in Gott gefunden. Doch meine Vorahnung, dass die Sorge um mein Kind eine neue Dimension in meinem Leben und auch in meiner Gottesbeziehung sein würde, sollte sich bewahrheiten.

2.

Diagnose

Sommer 2009: Uns ging es gut. Wir waren nach gut einem Jahr wieder in Deutschland angekommen. Unser Leben mit Kind, neuem Wohnort und neuem Job meines Mannes und dem Wiedereinstieg ins Gemeindeleben lief in geregelten Bahnen. Wir wünschten uns ein weiteres Kind und wollten den Abstand zu unserem Sohn nicht zu groß werden lassen. Da wir beide mit mehreren Geschwistern aufgewachsen waren, sollten unsere Kinder idealerweise möglichst altersnah miteinander aufwachsen können.

Mitten in den Hochzeitsvorbereitungen für meinen Bruder wurde ich wieder schwanger. In der fünften Schwangerschaftswoche bekam ich die Bestätigung meiner Frauenärztin. Wir freuten uns und waren dankbar, dass wir nie lange auf eine Schwangerschaft warten mussten. Ich erzählte es erst einmal nur meiner besten Freundin, die mir im selben Telefonat auch von ihrer Schwangerschaft erzählte. Wir freuten uns riesig. Die errechneten Geburtstermine unserer Kinder lagen nur einen Tag auseinander.

Unsere Zeit der Vorfreude war aber nur von kurzer Dauer. Bereits in der neunten Woche wurden wir schwer beunruhigt. Meine Frauenärztin hatte darauf bestanden, dass ich vor unserem zweiwöchigen Urlaub noch einmal zum Ultraschall kommen sollte. Der Termin war bei der Vertretungsärztin. Sie schaute sich den Embryo an und war sehr still. Dann wurde sie etwas unruhig und unsicher, meinte, sie hätte Probleme mit der Bilddarstellung. Sie versuchte, den Embryo von allen Seiten darzustellen. Doch das Bild gefiel ihr nicht. Der Embryo sei auffällig gekrümmt, müsste in dieser Woche anders aussehen. Sie habe das so noch nicht gesehen und sei sehr unsicher. Nachdem ihr Kollege für eine Zweitmeinung nicht unmittelbar zur Untersuchung dazukommen konnte, forderte sie mich auf, unbedingt am nächsten Tag noch einmal zu kommen. Meine Ärztin würde mich untersuchen – das würde sie organisieren. Im so frühen Stadium der Schwangerschaft sei der Embryo noch sehr klein, sodass es schwer sei, etwas genau zu erkennen. Wahrscheinlich würde sich alles klären und gut werden.

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