Artur Brausewetter - Wer die Heimat liebt wie du

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Brausewetter, vielgelesener Schriftsteller Danzigs in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, nimmt in diesem Roman ganz Ostpreußen in den Blick und schildert den Kriegsbeginn 1914, als die russischen Truppen vordringen und das zähe Ringen um die ostpreußische Heimat beginnt. Im Mittelpunkt steht das ungleiche Brüderpaar Hans und Fritz Warsow. Fritz, der bodenständige Landwirt, zieht, ergriffen von der allgemeinen Begeisterung, alsbald in den Krieg. Hans, ein Gelehrtentyp, wird nicht Soldat, sondern entscheidet sich für ein Pfarramt. Aber gerade diese Aufgabe wirft Hans mitten hinein in die Kriegswirren, in denen er sich und seinen Glauben bewähren muss. Tapfere Frauen wie Else, seine Schwester, und Edith von Barnhoff, die Tochter des Herrn von Reckenstein, stehen ihm in den gefahrvollen Zeiten zur Seite.-

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Er fuhr ruhiger, aber mit einer Bewegung fort, die durch jedes seiner Worte bebte: „Wir Leute hier oben aus dem Nordosten können im Süden nicht gedeihen, und auch nicht im Westen. Dort ist alles weich, geglättet, eben; bei uns ist es uneben, scharf und kantig. Aber gerade weil es so ist, lieben wir dies Land mit einer Zähigkeit und Kraft, von der die Leute im Süden und im Westen keine Ahnung haben. Und wenn wir uns von ihm trennen und suchen die Gegenden Süddeutschlands oder gar des blühenden Italiens — gewiss, wir sind nicht blind für die Schönheit dort, die uns auf Schritt und Tritt entgegentritt. Aber wir können das alles nur geniessen und uns seiner freuen für eine kurzgemessene Zeit, für eine Ferienfrist. Dann erwacht nur um so stärker die Liebe zur Heimat. Dann erscheint uns inmitten all der Weichheit der Luft und Linien, all der landschaftlichen und künstlerischen Pracht unser kantiges, knorriges Land nur um so liebenswerter und herrlicher. Dann müssen wir zurück, nordwärts, in den hohen Osten, in die härtliche, stählerne Luft, ohne die wir nicht gedeihen können. Und wenn wir diesen Trieb unterdrücken und ihm Gewalt antun, dann werden wir krank, wie es mir ergangen ist.“

Sie hatte ihm mit wachsender Anteilnahme zugehört, es sprach eine solche Tiefe und Aufrichtigkeit aus jedem Wort, er war ihr plötzlich ein ganz andrer erschienen. „Wunderbar“ — aber dann stockte sie; nein, das konnte sie ihm doch nicht sagen —

„Sie hätten mir das alles nie zugetraut,“ ergänzte er sie ohne jede Spur von Empfindlichkeit. „Aber es ist nun einmal so, und ich kann es nicht ändern. Seit drei Jahrhunderten sind die Warsows hier eingesessen. Bärwalde ist nie aus ihren Händen gekommen. Sie haben es gehalten auch in den bittersten Zeiten, den schwersten Kriegsnöten, haben entbehrt und gelitten, nur um nicht einen Zollbreit von der heimatlichen Scholle zu weichen. In meiner Geschichte Ostpreussens ist die ausführliche Chronik Bärwaldes und der Warsows enthalten. Sie ist bewundernswert in ihrer Kraft und in ihren Leiden.“

„Fritz hat mir oft davon erzählt. Aber ich ahnte nicht, dass Sie das alles noch viel genauer wussten. Ich hielt Sie für einen Mann des Geistes, einen Helden der Feder, der sein Vaterland da fand, wo er schreiben und schaffen konnte.“

„Gewiss, ich bin ein Mann des Geistes. Die Probleme unsrer Zeit, die Fragen des Glaubens und Wissens brennen in meiner Seele, und ich will sie verkünden von dem Lehrstuhl oder von der Kanzel, so lange ich kann. Aber ich bin vor allem Ostpreusse mit Leib und Seele. Und es gibt nur ein Land, in dem sich meine geistigen Fähigkeiten fruchtbar entwickeln können. Das verstehen die andern nicht; sie haben mich oft deshalb gehänselt. Nur wir wissen es, die wir das ostpreussische Blut in den Adern tragen von vielen Geschlechtern her, die wir diese Luft geatmet von Geburt an, uns vom Mark dieser Erde genährt haben.“

„Deshalb war es Ihr Wunsch, einen Lehrstuhl in Königsberg zu erhalten?“

Es war nicht sehr zart von ihr, ihm das zu sagen, gerade jetzt nicht. Sie wusste es und tat es doch. Eine kleine Demütigung konnte ihm nicht schaden.

Er antwortete fast gleichmütig: „Fritz hat Sie gut unterrichtet. Ja, ich hoffte es einmal und war sehr enttäuscht, als sich die Sache zerschlug. Aber ich fand mich bald. Mir waren inzwischen Bedenken aufgetaucht, ob es richtig wäre, mein ganzes Leben der akademischen Laufbahn zu widmen.“

„Ich glaubte, eine andre würde für Sie gar nicht in Betracht kommen.“

„O doch. Eigentlich wiesen mich meine Neigung, vielleicht auch meine Fähigkeiten mehr auf die des Pfarramts. Gerade während meiner Dozentenjahre in Bonn waren mir neben den Vorzügen auch die Mängel dieser Tätigkeit klar geworden. Ich entbehrte die Berührung mit den grossen Volkskreisen, in die ich meine Gedanken und Ziele wirksamer tragen konnte als in einen kleinen Kreis von Studenten. — Ich war heute vormittag in Rodenburg. Deshalb sehen Sie mich auch in dieser feierlichen Gewandung. Da ich guten Anschluss hatte, fuhr ich mit dem Schnellzug hierher. Fritz wollte mich heute abend von hier nach Bärwalde abholen lassen. Vielleicht kommt er auch selber.“

Ein Schimmer der Freude flog über Ediths schöne Züge. Er entging ihm nicht. Diese letzten Worte schienen ein stärkeres Interesse in ihr auszulösen, als alles, was er ihr bisher erzählt hatte. Nun aber wandte sie sich wieder seiner Angelegenheit zu:

„Sie waren in Rodenburg? Ich verstehe nicht, in welchem Zusammenhange das mit dem stehen kann, was Sie mir eben sagten.“

„In einem sehr einfachen. In Rodenburg wird die erste Stelle an der Nikolaikirche frei. Ich habe mich um sie beworben.“

„Sie? In Rodenburg — und an der Nikolaikirche?“

Ein helles Erstaunen lag in ihren Worten, die sie einzeln und in grösseren Zwischenräumen hervorbrachte.

„Das scheint Sie wunderzunehmen —?“

„Ja, grosses — Sie, der Mann von Geist, zu dem Fritz mit einer Ehrfurcht emporblickt, die mir — verzeihen Sie! — manchmal rührend, manchmal ein klein wenig komisch erscheint. Sie, das Licht der Familie Warsow, dessen Bücher und Schriften ich nicht zu lesen wagte, weil sie mir zu hoch für meinen dürftigen Geist erschienen. Sie — einfacher Pfarrer in einer Stadt, die, wenn auch nicht gerade klein, doch nur von mittelmässiger Bedeutung ist, jedenfalls verschwindend gegen Königsberg, wo Sie eine Professur erstrebten, die gewiss für Sie passend und Ihrer würdig gewesen wäre. Und nun Pastor in Rodenburg, der Nachfolger des alten braven, aber sehr simplen Maleischke, meines Einsegnungspfarrers — nein, das kommt mir zu überraschend. Was sagt denn Fritz dazu?“

„Er versteht es, weil er mich kennt,“ gab er zurück, jetzt hörbar gereizt durch die Art, mit der sie seine Mitteilung aufnahm. „Weil er weiss, dass mich die immerhin untergeordnete Dozententätigkeit in Bonn nicht befriedigen kann, dass ich wirken muss mit allen meinen Kräften und dies nirgend so gut und gern kann wie als Pfarrer einer grossen Gemeinde. Ich finde, es liegt doch genug des Ähnlichen in seinem und in meinem Entschluss. Er verlässt eine angesehene Stellung, die ihm vielleicht ein bedeutendes Fortkommen verhiess, um als einfacher Lehrling von der Pike an zu lernen.“

Sein Vergleich war zutreffend. Aber sie gab es ihm gegenüber nicht zu. „Doch mit dem Unterschiede,“ sagte sie, „dass aus ihm nie etwas gemacht wurde, dass er trotz seiner anerkannten Tüchtigkeit stets gegen Sie zurücktrat.“

Jetzt lebte es in seinen dunklen Augen auf, die so leicht einen müden, beinah toten Ausdruck hatten; „Ich weiss nicht, wer Ihnen das Recht gibt, mich immer als den weniger Bescheidenen, den sich Überhebenden hinzustellen. Sie kennen mich doch nur aus den Urteilen andrer, die sich — mit Ausnahme von Fritz — mit wenig Liebe und Verständnis mit mir beschäftigt haben. Wollen Sie es mir zur Last legen oder zur Sünde anrechnen, wenn ich durch die Anlage meiner Natur immer abseitsstand?“

Sie hatte nicht gedacht, dass eine solche Leidenschaft aus dem stillen Denker reden konnte. Er mochte recht haben: sie kannte ihn nicht. Sie wollte ein rechtfertigendes Wort sagen, da rollten Räder über die Auffahrt vor dem Hause. In einem einfachen, aber gutbespannten Selbstfahrer, die Zügel führend, sass Fritz; neben ihm der noch immer mit einer bewundernswerten Straffheit sich aufrecht haltende Schikor, der für Fritz in seinen Kindertagen als Lenker und Leiter des herrschaftlichen Kutschstalles eine Respektsperson gewesen und jetzt uralt war wie alles in Bärwalde.

„Nun, hast du deine Angelegenheit in Rodenburg erledigt?“ fragte Fritz, nachdem er Edith und seinen Bruder begrüsst hatte. „Und bist du zufrieden?“

„Darüber lässt sich vorläufig nichts sagen.“

„Hast du Edith von deinem Besuch bei Stoltzmann erzählt? Der ist doch wohl der Obermacher von der ganzen Sache?“

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