Artur Brausewetter - Wer die Heimat liebt wie du

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Brausewetter, vielgelesener Schriftsteller Danzigs in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, nimmt in diesem Roman ganz Ostpreußen in den Blick und schildert den Kriegsbeginn 1914, als die russischen Truppen vordringen und das zähe Ringen um die ostpreußische Heimat beginnt. Im Mittelpunkt steht das ungleiche Brüderpaar Hans und Fritz Warsow. Fritz, der bodenständige Landwirt, zieht, ergriffen von der allgemeinen Begeisterung, alsbald in den Krieg. Hans, ein Gelehrtentyp, wird nicht Soldat, sondern entscheidet sich für ein Pfarramt. Aber gerade diese Aufgabe wirft Hans mitten hinein in die Kriegswirren, in denen er sich und seinen Glauben bewähren muss. Tapfere Frauen wie Else, seine Schwester, und Edith von Barnhoff, die Tochter des Herrn von Reckenstein, stehen ihm in den gefahrvollen Zeiten zur Seite.-

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Edith war mit ihrem Vater über die Felder geritten. Der alte Herr hatte noch auf dem Vorwerke zu tun, und sie war, da sie die endlose Ausdehnung seiner Gespräche mit dem Hofmeister aus langjähriger Erfahrung kannte und fürchtete, auf geradem Wege nach Hause geritten.

„Ein Herr wartet bereits seit einer halben Stunde auf die Herrschaft,“ meldete der Diener und reichte ihr die Karte. „Lic. Dr. Hans Warsow, Privatdozent. Bonn“ las sie.

Im Herrenzimmer standen sie sich gegenüber. Er im schwarzen Überrock und mit schwarzer Binde, ebenso ernst wie tadellos angezogen. Sie noch im Reitkleide, die Mütze mit einer Nadel mit blitzendem Knauf durch die dichten Haare gesteckt, die eine braune, leise ins Rötliche schillernde Farbe hatten. Etwas von dem matten Glanze herbstlichen Laubes war in ihnen. Auf den roten Wangen lag noch die Spur der frischen Bewegung.

Sie sah Herren im langen Überrock fast nie, auf den Gesellschaften trugen sie den Leibrock, allenfalls den Halbfrack, sonst das helle Jackett, wie es auf das Land gehörte. Er kam ihr wunderlich vor in dieser würdevollen Gewandung, so feierlich und gemessen. Aber nichts war ihr verhasster als das Feierliche.

„Ich bringe Ihnen Grüsse von Fritz,“ sagte er, indem er auf ihre Einladung Platz nahm. „Ich muss doch irgendeine gute Einführung bei Ihnen haben, denn obwohl wir oft genug Nachbarn waren, haben sich unsre Kreise wenig berührt.“

„Sie hatten bessere Dinge zu tun,“ gab sie leichthin zurück, indem sie die Reitmütze aus den Haaren löste.

„Bessere nicht,“ erwiderte er ruhig und offen, „aber wichtigere, ich gebe es gern zu. Ich war und bin bis zu einem gewissen Grade vielleicht heute noch mit der Krankheit behaftet, die jeden harmlosen Genuss zerstört: das Leben und seine Pflichten ernst zu nehmen. Ich glaube, es ist Egmont, der einmal sagt: ‚Wenn ihr das Leben gar zu ernst nehmt, was ist denn daran?‘ Sehr richtig — aber man kann eben nicht anders, das ist das Unglück.“

„Sie haben dafür auch Ihren Lohn empfangen: Sie sind ein bekannter Mann geworden, wie Ihr Bruder Fritz es mir erst vor einigen Tagen auseinandersetzte. Ich für meine Person lese wenig, auch Ihre Bücher und Schriften kenne ich nicht, damit ich es gleich sage.“

„Bekannt bin ich nur in einem sehr kleinen Kreise; dass mein Leben von besonderem Glück begleitet gewesen, kann ich kaum sagen.“

Sie sah ihn an, zum erstenmal. Er hatte gar keine Ähnlichkeit mit dem jüngeren Bruder. Sein bleiches Gesicht war klug und anziehend, aber die kräftige und energische Spannung, die ihr Fritzens Züge so lieb machte, fehlte ihm; es lag zuviel des Verträumten und Versonnenen in diesem Antlitz, sie liebte die harten, eckigen Stirnen bei den Männern mehr. Die Tat war ihr das, was dem Manne Wert verlieh, nicht der Gedanke. Er hatte von jeher für sie etwas Untergeordnetes besessen.

„Sie wissen, dass Fritz im Begriff ist, umzusatteln,“ sagte Hans Warsow, wohl in dem Wunsche, dem Gespräch eine sachlichere Wendung zu geben. Ihr aber war, als hätte er aus ihrem Blick gelesen, was sie eben im stillen empfunden hatte. „Und dass er sich in Bärwalde bereits in seinem neuen Beruf einlebt, wissen Sie wohl auch?“

„Er teilte es mir mit, als er unerwartet an einem Abend hier erschien.“

Der Gedanke an diesen Abend, an Fritzens Ankunft hoch zu Pferde, hier oben auf der Veranda, wachte mit solcher Lebendigkeit in ihr auf, dass ein heiteres Lächeln über ihren hübschen Mund flog. Sie erzählte den Vorfall. Aber er ging nicht auf ihre Heiterkeit ein, im Gegenteil, er wurde noch ernster, und sein Gesicht erschien ihr in der leise einfallenden Dämmerung einen Schatten blasser und finsterer als bisher.

„Das sieht ihm ähnlich! Obwohl er alt genug wäre, sich solche Streiche abzugewöhnen.“

Sie ärgerte sich über seine Worte. Das war Hans Warsow, genau wie er in ihrer Erinnerung stand, wie sie ihn oft vom Vater, der ihm wenig wohlwollte, hatte schildern hören: von sich eingenommen und von hoher Warte herab das Tun der andern abfällig beurteilend. Wie nett, ja mit welcher Bewunderung und Liebe hatte Fritz von ihm gesprochen! Und er? Er nahm die erste Gelegenheit wahr, den jüngeren Bruder in ihren Augen herabzusetzen.

„Ich glaube, Ihr Urteil über Ihren Bruder ist nicht ganz gerecht. Fritz ist im Grunde seines Wesens ernst, zu ernst beinahe. Dass er dann einmal einen lustigen Reiterstreich wagt und im frohen Kreise auch froh sein kann, macht ihn für mich nicht schlechter. Ich liebe die Menschen nicht, die nicht einmal aus Herzensgrund lachen können.“

„Und zu ihnen zählen Sie mich?“

„Ich habe nicht die Freude, Sie so gut zu kennen, um mir ein Urteil über Sie zu gestatten.“

Sie sagte es in jener kalt abweisenden Art, die ihr immer zu Gebote war, wenn sie sich verletzt fühlte.

„Aber Ihr Wort traf mich, denn Sie haben recht gesagt: so aus dem Herzensgrunde lachen, wie Sie sich ausdrückten, habe ich nie gekonnt — von meiner Kindheit an nicht. Und niemand hat das wohl so schwer empfunden wie ich selber.“

Ein leiser Zug von Mitgefühl flog über ihr Antlitz. Er wollte es nicht, man merkte es ihm an, dass es ihm nicht angenehm war. Ein befangenerer Ton kam in ihre Unterhaltung.

„Dass Ihr Bruder, jetzt auf einem gewissen Höhepunkt seiner Laufbahn angelangt, den Mut hat, mit ihr zu brechen,“ sagte Edith nach einer kurzen Pause, „und sich ein ganz neues Leben durch eigne Kraft aufzubauen, spricht doch auch für den Ernst seiner Anschauungen.“

„Nein, nein!“ fiel er mit plötzlich erwachter Lebhaftigkeit ein, „das ist es nicht. Das wenigstens nicht allein. Es ist ein andres — dasselbe wie bei mir. So verschieden wir auch sonst in unsrer Lebensanschauung sind, hierin sind wir von einem Schlag.“

„Und was wäre dieses andre?“

Eine leise Glut war in sein Antlitz getreten. Sie färbte es nicht rot, aber sie gab ihm einen Hauch der Wärme, den es bisher nicht besessen. „Sehen Sie, ich bin weit in der Welt umhergekommen und habe viele Leute und Länder kennengelernt. Als ich meine Prüfungen bestanden, erhielt ich ein grösseres Stipendium, das mich in den Stand setzte, in Griechenland und in Italien Studien zu machen.“

„Ich hörte davon durch Ihren Bruder. Wieviel des Schönen müssen Sie gesehen haben!“

„Gewiss. Ich verkenne das auch nicht. Unvergessliches empfing ich in Athen, Florenz und Rom. Gerade in dem Alter, in dem man dafür am empfänglichsten ist, öffneten sich mir die Schätze der Welt. Mein Wissen erweiterte sich, mein künstlerischer Sinn erhielt reiche Anregung. Und dennoch kam ich auf allen diesen Reisen nie zu einem wirklichen Genuss. Ich suchte ihn zu erzwingen, war ärgerlich und empört über mich selber — es war alles vergeblich. Wie ein Kranker wanderte ich durch die herrlichen Uffizien und die alten Bauwerke der Städte.“

„Es war das unaufhörliche Empfangen neuer Eindrücke; das greift an die Seele. Ich habe Ähnliches, wenn auch in geringerem Massstabe erlebt. Als der Vater bald nach dem Tode der Mutter mit mir eine Reise nach Italien machte, hatte ich auch nicht annähernd den Genuss, den ich mir versprochen hatte.“

„Ich sah, dass es nicht so weiterging, und suchte einen festen Wohnsitz. Zuerst blieb ich ein Jahr in Rom dann ein zweites in Florenz, eine Zeitlang lebte ich, mit einer grösseren Arbeit über die Anfänge des Christentums in Rom beschäftigt, in der Schweiz, in Zürich und Bern — schliesslich ging ich nach Deutschland zurück.“

„Sie liessen sich in Bonn nieder?“

„Ja, meine Arbeit war erschienen, man ermunterte mich, dort Vorlesungen zu halten!“

„Und nun kamen Sie zur Ruhe?“

„Nein — ich kam auch hier nicht zur Ruhe, ich fühlte mich ebenso friedlos wie dort im Süden. Ich habe viel gearbeitet in dieser Zeit, ich darf es wohl behaupten. Es war wie eine Notwehr gegen das, was in meinem Inneren gärte. Und nun will ich Ihnen auch sagen, was es war.“

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