Hugo Bettauer - Die schönste Frau der Welt

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Jeden Tag absolviert Henry Garrick seine morgendliche Runde durch die achtundvierzig Stockwerke des Garrick-Towers, immer begleitet von Privatsekretär Fred Holmes. Die unzähligen Mitarbeiter schauen nur flüchtig auf – Garrick liebt es nicht, wenn die Arbeit unterbrochen wird. Nur der jeweilige Abteilungsleiter berichtet kurz das Wichtigste. An einem dieser Tage wird ihm von der Hochzeit zweier junger Kollegen berichtet – es geht um Urlaubstage für die Flitterwochen. Garrick, ganz jovialer Chef, lässt die beiden zu sich bitten und ist überrascht von der Frische und Natürlichkeit der Braut. Allen im Saal stockt der Atem, als sie ihn freundlich zur Hochzeit einlädt – aber Garrick sagt zu. Die wenigen Stunden unter den unbekümmerten Leuten zeigen ihm, wie einsam er trotz seines unermesslichen Reichtums ist. Aber Garrick ist ein Mann der Tat. Fred, mehr Freund als Sekretär, wird losgeschickt, eine passende Braut zu finden. Es soll ein armes, schönes, wohlerzogenes Mädchen z. B. aus Europa sein, die ihn und nicht sein Geld liebt. Auf Franzi Lehner, weit mehr als das schönste Mädchen der Welt, wartet in Amerika aber ein zweifelhaftes Glück.-

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„Geben Sie mir das Hotel ,Belvedere’ an der achzehnten Straße.“

Eine Minute war noch nicht vergangen und die Verbindung hergestellt.

„Ist die deutsche Hochzeitsgesellschaft noch beisammen? Gut, rufen Sie Mister Fred Holme.“

Wieder verging eine Minute.

„Fred, hast du schon einen deutschen Kapitalsrausch oder bist du noch Herr deiner Sinne? Ja, es geht noch? Dann erwarte ich dich sofort bei mir.“

Fred Holme fluchte. Er hatte gerade einen kleinen Flirt mit einem hübschen deutschen Mädel begonnen, das Grete hieß und von jener molligen Weichheit war, die Fred als würdiges Pendant zu seiner Fettleibigkeit betrachtete. Und nun mußte er Rheinwein, Grog und die herrlichen Schnäpse mitsamt Grete in Stich lassen, weil es diesem unmöglichen Garrick gefiel, ihn in irgend einer blöden Dollarangelegenheit zu sich zu zitieren. Aber das Fluchen nützte nichts, er erhob sich, überzeugte sich, daß er noch halbwegs sicher auf beiden Beinen stand, ja es sogar auf einem durch eine ganze Sekunde aushielt, verabschiedete sich von Grete mit einem herzlichen Kuß und sauste auch schon in seinem hundert pferdekräftigen Lincoln die Avenues entlang nach Riverside Drive.

Garrick schüttelte ihm die Hand, schien ein wenig bleich zu sein und sprach mit weicherer Stimme als sonst.

„Tut mir leid, mein Junge, daß ich dich dem Alkoholteufel entreißen mußte. Wirst aber in nächster Zeit genug Gelegenheit haben, mit ihm Bruderschaft zu trinken. Fred, morgen, besser gesagt heute, um elf Uhr vormittags, fährt der Dampfer ,Leviathan’ nach Southampton. Du fährst mit und bereist ganz Europa: London, Paris, Berlin, Rom, Wien und wohin du willst, wohin es dir paßt. Und suchst mir eine Frau: Bitte, mach kein so dummes Gesicht. Jawohl, du suchst mir ein Mädchen, daß ich heiraten werde. Das Mädchen kann arm sein wie eine Kirchenmaus, es muß nur schön, unbestreitbar schön sein, in ihrer Sprache gebildet, wohlerzogen, gütig und nach unseren amerikanischen Begriffen makellos. Verstehe mich wohl. Ich vertraue dir mein Lebensglück an: Ich wünsche, daß du mir das schönste und beste Mädchen Europas findest. Ich will nicht länger einsam und allein wie ein verlassener Hund sein. Ich will in diesem Palast, der Raum für hundert Menschen hat, nicht wie ein Eremit leben. Ich will eine Frau haben, die zu mir gut sein wird, mir mit kühlen, weichen Händen die Stirne streichelt, wenn mein Kopf von der Jagd nach dem Gold heiß ist wie ein Plätteisen, ich will Kinder haben – kurzum, halte mich meinethalben für verrückt, aber ich will glücklich sein.

Junge, nimm all deinen Verstand und deine Freundschaft zu mir zusammen. Dein Programm lautet: Die schönste und beste Frau der Welt für den reichsten Mann der Welt! Von deinem Eifer und deiner Freundschaft hängt alles für mich ab! Du kannst mich glücklich machen und kannst mir das Leben vergiften. Das Mädchen, das du suchst, soll schön, zart, fein, klug, aber nicht geistvoll, gebildet, aber nicht gelehrt sein. Ich will Staat mit ihr machen können, man soll mich um sie beneiden, aber sie darf keine Gesellschaftspuppe sein. Je ärmer, desto besser. Aber ich wünsche keinen Anhang, keine Gevatterschaft, keine Brüder, Schwestern, Onkel, Tanten, die sich an mich anklammern und mir lästig werden. Makellose, unberührte Jungfrau, aber nicht zimperlich, nicht Betschwester und Augenverdreherin. Von der Sorte haben wir hier im Lande mehr als genug.

Hast du gefunden, was ich suche, so bringe das Wunder entweder her oder kabel mir. Ich werde mich losreißen und hinüberfahren. Wohlgemerkt: Nation und Konfession ist mir gleichgültig, aber lieber wäre mir schon ein deutsches Mädchen. Weil ich diese Sprache am besten beherrsche und weil ich von deutschen Frauen viel halte. Aber das ist keine Bedingung, es kann auch eine Französin, Italienerin, Schwedin oder irgend etwas sein. Jung, sehr jung natürlich. So gegen zwanzig oder darunter. Mädchen, die älter sind, haben immer schon eine Vergangenheit. Wenn nicht eine erlebte, so doch eine erträumte, und das kann noch ärger sein.

Also los, Fred, ich weise dir unbeschränkten Kredit für alle europäischen Hauptstädte an. Geh jetzt schlafen, du wirst wohl noch allerlei zu besorgen haben. Schau, daß du die schönste und nobelste Kabine des ,Leviathan‘ bekommst. Und ich will von dir nichts hören, bevor du nicht gefunden hast, was ich suche.“

Fred Holme bestieg wieder sein Auto und zwickte sich während der Fahrt kräftig in das rechte Ohrläppchen, um sich zu vergewissern, daß er nicht doch einen ordentlichen Rauschtraum habe. Aber nein, das Ohrläppchen schmerzte, also war alles wahr. Und nach dieser Erkenntnis reckte sich Fatty, ein Gefühl der Rührung überkam ihn, und er nahm sich vor, seinen Gebieter und Freund nach besten Kräften zum großen Glück zu verhelfen.

7. Kapitel

Fatty hat einen flirt

Fred Holme hatte Glück. Eine Familie bestellte in letzter Stunde ihre Kabinen ab, und so bekam er auf dem vollbesetzten ‚Leviathan‘ noch ein ganzes Appartement für sich allein: Schlafraum, Salon und Badezimmer.

Trotzdem fühlte er sich während der ersten Stunden recht unbehaglich. Was sollte dieser ganze Witz? Rund herum nichts als widerwärtiges Salzwasser und drüben am anderen Ende des großen Teiches Europa. Unmittelbar vor seiner Abfahrt hatte er noch im Lexikon nachgeschlagen und zu seinem Entsetzen erfahren, daß das kleine alte Europa ungefähr vierhundert Millionen Menschen beherbergt, also viermal so viel als sein gesegnetes Nordamerika. Und nun sollte er aus diesen vierhundert Millionen Menschen das schönste, beste und feinste junge Weib herausfinden. Das Weib ohne Habgier, ohne amüsante kleine Flecken in der Vergangenheit, ohne Tante und Onkel! Es graute ihm, seine borstigen Haare sträubten sich, und er dachte an den Heuschober und die Stecknadel.

Nach etlichen Stunden wurde ihm schon wesentlich wohler zu Mute. Man hatte die „Temperenzzone“ passiert, ein Kutter schlängelte sich an den Riesendampfer heran, mächtige Körbe mit Weinflaschen, Fässer mit Whisky und Bier wurden im Nu an Bord gebracht, worauf die Sirene des „Leviathan“ fröhlich zu krähen begann und sich sämtlicher Passagiere mit Ausnahme einiger presbyterianischer Pastoren lebhafte Heiterkeit bemächtigte.

Vor dem ersten Souper rief Holme den Chiefsteward herbei, drückte ihm einen Zehndollarschein in die automatisch entgegengestreckte Hand und befahl ihm, einen Tisch für ihn auszusuchen ohne alte Damen und Herren, aber dafür mit mindestens einem netten Frauenzimmer.

Der Chiefsteward verstand, lächelte diskret und berichtete schon nach einigen Minuten:

„Eine vornehme polnische Familie mit einer entzückenden jungen Dame. Die Mama ist ein wenig zu dick, aber ich hoffe, daß sie seekrank werden wird.“

Der Steward hatte nicht übertrieben. Die polnische Mama war ungeheuer dick, der Papa hager, Habichtsnase mit leichter Rötung, zwanzig bunte Bändchen im Knopfloch und die Tochter direkt zum Anbeißen. Mittelgroß, mollig, kurzgeschnittene braune Locken, unschuldige Augen, winzige Händchen und Füßchen und Beine, Beine – – –

Gegenseitige Vorstellung. Kasimir Schlampovsky samt Gemahlin und der Tochter Valeska. Schlampovsky, der ein Monokel an dickem, schwarzem Seidenband trug, war Direktor im polnischen Wirtschaftsamt und nach New York gefahren, um bei Verwandten Geld zu schnorren. Jetzt fuhr er mit Frau und Tochter zurück nach Warschau. Er hatte seine Mission glücklich erledigt, das heißt, so viel Geld bekommen, daß die Regiespesen nur um ein geringes größer waren als das Darlehen.

Fatty war von Valeska einfach entzückt und bestellte sofort zwei Flaschen Mumm extra dry. Nach dem animierten Souper lud er die ganze Gesellschaft in den Rauchsalon zu etlichen Punschen und Likören ein, aber der Mama war schon nicht mehr ganz gut, auch konnte sie ihre Fülle nicht durch die schmale Türe des Rauchsalons pressen, also ließ sie sich lieber von dem schönen Töchterchen zu Bett bringen. Valeska versprach, mit einem kindlich koketten Blick auf Holme, sofort wiederzukommen.

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