Hermann Schmidt - Linksaußen

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Torhüter und linke Stürmer haben, gemäß einer uralten Fußballerweisheit, eine Macke. Hermann Schmidt würdigt in seinem neuen Buch das Phänomen des Linksaußen, indem er mehr als 60 herausragende Vertreter dieser Zunft porträtiert. Das fängt bei Hans Schäfer an und führt über 'Ente' Lippens und viele andere bis zu Cristiano Ronaldo, Lukas Podolski und Franck Ribéry. Eingestreut finden sich Analysen des taktischen Wandels im Fußball und seiner Auswirkungen auf die Position des Linksaußen. Schmidt arbeitet in den gut zu lesenden Geschichten über große Fußballerpersönlichkeiten heraus, was den klassischen Linksaußen ausmacht: Frechheit, Individualität, Eigensinn, Können, Kreativität, Spontaneität, Genialität. In einer abschließenden Betrachtung der Veränderungen von Spielsystemen, Taktik und Positionsspiel kommt er zu dem Schluss: 'Der klassische Linksaußen ist tot. Der Linksaußen ist lebendiger denn je!'

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Er will sich seine eigenen Erinnerungen nicht durch irgendwelche Dokumente oder Interpretationen anderer zerstören lassen. In seiner Heimat nennen sie ihn „De Knoll“, was übersetzt so viel wie „Dickkopf “ oder „sturer Bock” bedeutet. Er hasst es, im Mittelpunkt zu stehen. Er sagt von sich, dass er doch nur ein guter Fußballer gewesen sei, mehr nicht. Es gäbe viel Wichtigeres im Leben als Fußball.

Der Mann, der der beste Linksaußen war, den es im deutschen Fußball je gegeben hat, ist Hans Schäfer. Fachleute und die internationale Presse bezeichneten den überragenden Fußballer des 1. FC Köln seinerzeit nach der Fußballweltmeisterschaft in der Schweiz sogar als den „besten Linksaußen der Welt”. Im Jahr 2002 ist Hans Schäfer in die „Hall of Fame” des deutschen Fußballs aufgenommen worden, neben Fritz und Ottmar Walter, Uwe Seeler, Franz Beckenbauer, Wolfgang Overath, Günter Netzer und Berti Vogts. Nach der Aufnahme in die Ruhmeshalle lehnte der Geehrte jedes Interview ab. Seit neun Jahren hat er sich jedem Journalisten für ein Gespräch verweigert.

Mehr als zehn Jahre lang prägte der Kölner Spieler den Fußball in Deutschland. Sein Verein, der 1. FC Köln, dominierte fast ein ganzes Jahrzehnt den Fußball in der Oberliga West und später dann, zu Beginn der sechziger Jahre, die Bundesliga. Hans Schäfer war wahrscheinlich einer der besten Stürmer im Fußball des 20. Jahrhunderts.

Geboren wurde Hans Schäfer am 19. Oktober 1927 in Köln-Sülz als Sohn des Friseurs Hugo Schäfer aus Alsenz im Pfälzer Wald und seiner Frau Katharina, geborene Bellut. Die beiden hatten im November 1926 in Solingen geheiratet. Das Ehepaar bezog eine Wohnung im Kölner Vorort Zollstock, und bald entwickelte der junge Familienvater eine Vorliebe für den Fußballverein DJK Rheinland Zollstock (später Rot-Weiß Zollstock).

Im blonden Lockenköpfchen Hänschen Schäfer mit den strahlend blauen Augen ließ sich schon sehr früh das große Talent des zukünftigen Ausnahmefußballers erkennen. Von 1937 an spielte Hans Schäfer in den Jugendmannschaften des Kölner Vorortvereins und von Beginn an im Sturm auf Linksaußen, was seinem Temperament und seiner Begabung vollkommen entsprach. Als Sechzehnjährigen, zwei Jahre vor dem Abitur, steckte man Hans Schäfer in eine Uniform. Er wurde Flakhelfer. Nach seiner Rückkehr aus dem Krieg setzte der Junge, der nach dem Besuch des Gymnasiums den Beruf des Friseurs erlernt hatte, um das Geschäft der Eltern zu übernehmen, seine vielversprechende Laufbahn zunächst bei seinem Heimatverein fort. Alsbald begann sich ein örtlicher Konkurrenzverein, die Spielvereinigung Sülz 07, für den jungen Linksaußen der Zollstocker zu interessieren. Um die damals übliche Sperre beim Vereinswechsel innerhalb einer Region zu umgehen, ging Hans Schäfer für eine Saison in die damalige „amerikanische Zone” in Westdeutschland. Er wechselte zum VFB Volkmarsen in Nordhessen, wo er sich unter den Fittichen des Vaters des späteren Profis von Eintracht Frankfurt, Horst Trimhold, noch einmal deutlich als Fußballer weiterentwickeln konnte.

Nach einem einjährigen „Exil” kehrte Hans Schäfer zurück an den Rhein und schloss sich wie geplant dem Klub Sülz 07 an. Durch den sich anschließenden Zusammenschluss von Sülz 07 mit dem Kölner Ballspiel-Club (KBC) war Hans Schäfer plötzlich hoffnungsvoller Angreifer in einem Klub, dem 1. FC Köln, der unter Leitung des Unternehmers Franz Kremer alsbald zu einem der führenden Fußballvereine in Deutschland heranreifen sollte.

Hans Schäfer springt über den Karlsruher Torwart Paul Zweiter Spieltag der neu - фото 13

Hans Schäfer springt über den Karlsruher Torwart Paul. Zweiter Spieltag der neu gegründeten Bundesliga, 31.08.1963: 1. FC Köln - Karlsruher SC (4:0).

Von 1948 an spielte Hans Schäfer für den 1. FC Köln. Sein Trainer war niemand anderer als Hennes Weisweiler. Nicht im Straßenkreuzer oder im Porsche fuhr Hans Schäfer zum Training, sondern mit der Straßenbahn begab er sich von Zollstock aus auf den Weg nach Müngersdorf. In den ersten Jahren seiner großartigen Karriere überragte bei Hans Schäfer noch das kämpferische Element, seine Dynamik, seine Schnelligkeit, sein Biss. Erst in den späteren Jahren reifte er zu dem exzellenten Techniker, der ihn zum besten Linksaußen des Landes werden ließ. Auffällig war von jeher für Beobachter des Kölner Fußballs, dass Hänschen Schäfer, wie er alsbald landauf, landab genannt wurde, eine völlig neue Variante des Flügelstürmers auf der linken Seite des Spielfelds zelebrierte. Hans Schäfer war seiner Zeit weit voraus. Er begann das Spiel zwar wie jeder Reservekicker auf der Mittellinie in Höhe der Außenlinie und sprintete bei eigenem Anstoß nach vorne. Aber er war darüber hinaus von der ersten bis zur letzten Minute unterwegs auf dem Feld, vorrangig auf der linken Außenbahn, aber eben nicht nur im Vorwärtsgang von der Mittellinie aus, sondern von hinten nach vorne über das ganze Feld, er wechselte den Flügel, er leistete Abwehrarbeit, er ging hart in die Zweikämpfe, praktizierte Pressing bei gegnerischem Ballbesitz bereits in der Hälfte des Gegners, und er verstand es auf geniale Weise, mit zwei, drei Zügen den Gegenschlag zu eröffnen und eigene Feldüberlegenheit in zählbare Torerfolge umzumünzen.

Der damalige Präsident des 1. FC Köln, Franz Kremer, war der Wegbereiter des unaufhaltsamen Aufstiegs der Geißböcke im deutschen Ligafußball und ein wesentlicher Förderer des Kapitäns der Kölner, Hans Schäfer.

In Jupp Röhrig erwuchs Hans Schäfer ein perfekt zu ihm passender Partner. Weit über Köln hinaus avancierten Jupp Röhrig und Hänschen Schäfer zum Traumflügel des deutschen Fußballs in den fünfziger Jahren. Die beiden Spieler waren großartig aufeinander abgestimmt, Hans Schäfer sprintete auf links los, und sekundengenau erreichte ihn der Pass seines Halbstürmers. Wahrscheinlich war der linke Flügel der Kölner der erfolgreichste Sturmteil aller Zeiten in Deutschland; nie wieder fielen so viele Tore von links. Dabei übernahm Hans Schäfer die Rolle des perfekt funktionierenden, extrem schnellen Sprinters, des technisch versierten Dribblers und abgebrühten Vollstreckers. Nie war er nervös, nie patzte er. Der Mann mit der Rückennummer 11 strotzte vor Selbstbewusstsein und ruhte in sich selbst.

Längst hatte Hans Schäfer die führende Rolle im Spiel des 1. FC Köln übernommen. 1953 erzielte er in der Oberliga West 26 Tore und wurde damit Torschützenkönig in der mit Abstand leistungsstärksten Klasse des deutschen Fußballs. Bereits im November 1952 hatte er im Augsburger Rosenau-Stadion sein erstes Länderspiel gegen die Schweiz absolviert. Er sollte der erste deutsche Fußballnationalspieler werden, der an drei Weltmeisterschaften teilnahm.

Zu Bundestrainer Sepp Herberger hatte Hans Schäfer von Anfang an ein vertrauensvolles Verhältnis. Die selbstkritische Sicht Schäfers gefiel dem „Bundes-Sepp”. Sie ging so weit, dass Hans Schäfer seinem Mentor im DFB seinerzeit sogar einmal empfahl, ihn nicht einzusetzen, da er von seiner besten Form weit entfernt sei. Sepp Herberger schätzte Hans Schäfers Drang zum Tor, den unwiderstehlichen Druck nach vorne, den er entfachen konnte, und außerdem den „explosiven Körpereinsatz im Kampf um den Ball” 3. Herberger sprach auch davon, dass mit Hans Schäfer nicht gut Kirschen essen sei, wenn man als Verteidiger gegen ihn spielen müsse.

Im Laufe seiner Karriere wurde aus dem einstigen Flügelstürmer ein Halbstürmer. Auf halblinks agierte Hans Schäfer als der wohl zuverlässigste, geradlinigste, klügste und effizienteste Regisseur, den der deutsche Fußball Ende der fünfziger, Anfang der sechziger Jahre aufzuweisen hatte. In jenen Jahren erlebte er den Wandel vom Halbprofitum zum Vollprofi noch mit, und im Alter von 37 (!) Jahren hatte er maßgeblichen Anteil am Erringen der Meisterschaft seiner Geißböcke im ersten Bundesligajahr der Saison 1963/64.

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