Hermann Schmidt - Linksaußen

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Torhüter und linke Stürmer haben, gemäß einer uralten Fußballerweisheit, eine Macke. Hermann Schmidt würdigt in seinem neuen Buch das Phänomen des Linksaußen, indem er mehr als 60 herausragende Vertreter dieser Zunft porträtiert. Das fängt bei Hans Schäfer an und führt über 'Ente' Lippens und viele andere bis zu Cristiano Ronaldo, Lukas Podolski und Franck Ribéry. Eingestreut finden sich Analysen des taktischen Wandels im Fußball und seiner Auswirkungen auf die Position des Linksaußen. Schmidt arbeitet in den gut zu lesenden Geschichten über große Fußballerpersönlichkeiten heraus, was den klassischen Linksaußen ausmacht: Frechheit, Individualität, Eigensinn, Können, Kreativität, Spontaneität, Genialität. In einer abschließenden Betrachtung der Veränderungen von Spielsystemen, Taktik und Positionsspiel kommt er zu dem Schluss: 'Der klassische Linksaußen ist tot. Der Linksaußen ist lebendiger denn je!'

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Interview mit Gerd Becker

Gerd, du bist in einem Fußballdorf in Breidenbach, im hessischen Hinterland, aufgewachsen und hast es geschafft, in den bezahlten Fußball zu kommen, und dort deinen Weg zu gehen. Wie hat das angefangen?

Gerd Becker: Mein Vater war bereits ein guter Fußballer gewesen. Er ist als junger Mann im Krieg in der Normandie gefallen. Meine Mutter war mit 20 schon Witwe und hat nie mehr geheiratet. Wir lebten mit den Großeltern zusammen. Hier in Breidenbach wuchs man mit dem Fußball auf. Früher gab es keine D-, E- oder gar F-Jugend. Ich habe in der C-Jugend angefangen, Fußball zu spielen, und schon von Anfang an manchmal in der A-Jugend ausgeholfen.

Warst du von Beginn an Linksaußen?

Gerd Becker: Als ich mit dem Fußball begann, war Hans Schäfer, der Linksaußen der Nationalmannschaft, mein Vorbild. Ich wollte so werden wie er. Ja, ich war von Beginn an Linksaußen, weil ich einen starken linken Fuß habe. Ich bin auch Linkshänder, wie viele andere, die im Fußball diese Position gespielt haben. Zwar kann ich auch mit rechts treten, Flanken und Freistöße, aber eigentlich habe ich den rechten Fuß nur zum Laufen (lacht).

Wem ist dein Talent aufgefallen?

Gerd Becker: Ich spielte bald in der Kreisauswahl und wurde später auch in die Hessenauswahl berufen. Aber es war schwierig, sich unter dem damaligen Auswahltrainer Rudi Gellesch gegen die großen Namen aus Frankfurt durchzusetzen.

Wie hast du den Sprung in den bezahlten Fußball geschafft?

Gerd Becker: Wir vom FV Breidenbach spielten damals im Hessenpokal meist eine gute Rolle. In einem Spiel gegen Borussia Fulda machte ich das entscheidende Tor, und dann bekam ich ein Angebot vom KSV Hessen Kassel, nachdem wir gegen den KSV in der nächsten Runde des Pokals ausgeschieden waren. Ich bin dann im Alter von 19 Jahren nach Kassel gezogen und habe im „Bullenkloster” in der Weserstraße gewohnt. Wir spielten unter Trainer Walter Müller in der zweithöchsten Spielklasse, der Regionalliga Süd. Im ersten Jahr als Vertragsspieler holten wir uns die Meisterschaft in der Regionalliga Süd vor Bayern München, und ich schoss 20 Tore. Jendrosch brachte es gar auf 35 Tore. Unser Sturm erzielte in dieser Saison insgesamt 116 Tore. Ich wurde dann auch in die Junioren-Nationalmannschaft berufen. Aber wir schafften den Aufstieg in die Bundesliga nicht, Hannover 96 stieg auf.

Bist du damals noch regelmäßig nach Hause, nach Breidenbach, gefahren?

Gerd Becker: Nein, ich habe immer halbtags gearbeitet, weil ich wusste, dass der gelernte Beruf als Broterwerb wichtig ist. So bin ich dann nur alle vier oder fünf Wochen nach Hause zu meiner Mutter gefahren, zunächst mit Zug und Bus. Ich musste auch erst noch den Führerschein zu Ende machen. Ich hatte nicht gleich ein Auto in Kassel.

Dann bist du an den Bieberer Berg gegangen …

Gerd Becker: Im zweiten Regionalligajahr lief es nicht so gut für mich in Kassel. Ich nahm dann das Angebot des OFC an. In Offenbach habe ich zuerst bei Horst Canellas im Keller gewohnt, bevor ich eine eigene Wohnung fand. Wir wurden zweimal Vizemeister der Regionalliga Süd und schafften 1968 den Aufstieg in die Bundesliga. In der Aufstiegsrunde war ich in allen acht Spielen dabei und schoss vier Tore. Ich hatte schon beim KSV Hessen Kassel das Glück gehabt, immer gleich Tore zu machen, und so war ich recht schnell Stammspieler bei den Trainern, die mich geholt hatten. Zudem gab es auf meiner Stammposition Linksaußen meist nicht so viel gleichwertige Konkurrenz.

Der OFC stieg dann gleich wieder ab und du bist deinem ehemaligen OFC-Trainer Kurt Baluses zum KSC gefolgt …

Gerd Becker: Ja, ich ging zur Runde 1969/70 mit Rudi Wimmer zum Karlsruher SC in die Regionalliga Süd. Dort habe ich vier Jahre gespielt, wir wurden mehrfach Vizemeister und nahmen noch dreimal an den Bundesliga-Aufstiegsrunden teil. Insgesamt habe ich 317 Bundesliga- und Regionalligaspiele absolviert und 112 Tore geschossen.

Und in all den Jahren warst du immer Linksaußen?

Gerd Becker: Ja, das kann man guten Gewissens und nicht ohne Stolz sagen.

Du warst nach der Karriere als aktiver Vertragsspieler ja auch ein sehr erfolgreicher Trainer und hast u. a. deinen Heimatverein in die Landesliga Mitte zurückgeführt. Wie siehst du die Veränderungen im Laufe der Jahrzehnte auf der Position des Linksaußen?

Gerd Becker: Nicht nur die Position des Linksaußen hat sich verändert. Der gesamte Fußball ist einem ständigen Wandel unterworfen. Es gab früher gar nicht die Trainingsmöglichkeiten, die man heute hat. Selbst im bezahlten Fußball nicht. Am Bieberer Berg gab es einen Verschlag unterhalb der Tribüne, wo Geräte für das Training aufbewahrt wurden. Athletik, Fitness und Ernährung spielen im modernen Fußball eine große Rolle.

Als ich anfing, war klar, was und wie ich zu spielen hatte. Jeder wusste, was ein Linksaußen zu tun und was er zu lassen hat. Heutzutage habe ich manchmal den Eindruck, dass aus dem Fußball eine Wissenschaft gemacht werden soll. Immer mehr Leute, die häufig gar nicht selbst gespielt haben, reden und schreiben theoretisch über Fußball, als sei er neu erfunden worden. Schon immer musste ein Trainer seine Mannschaft taktisch so einstellen, wie es den individuellen Fähigkeiten der Spieler entsprach, die ihm zur Verfügung standen. Nicht überall ist Bayern München.

Es gab immer unterschiedliche Möglichkeiten, die Position des Linksaußen auszufüllen. Es gab immer Spieler, die mit zurückgingen oder auf den anderen Flügel auswichen. Die Position des Linksaußen hat sich genauso viel oder wenig geändert wie andere Positionen in der Mannschaft auch. Wir gehen zwar davon aus, dass es keine klassischen letzten Männer mehr gibt, keine Vorstopper mehr und keine Halbstürmer. Trotzdem, trotz der „Vermessung” und Zuteilung von Räumen, trotz Schieben und Verschieben, ist das meiste, was auf dem Feld geschieht, nicht so grundlegend anders als der Fußball vor fünfzig Jahren. Ein Ribéry oder ein Reus spielen im Prinzip und sehr effektiv Linksaußen. Sie agieren nur flexibler und „multifunktionaler” im modernen Fußballspiel.

Gehst du noch regelmäßig zum Fußball?

Gerd Becker: Ja, ich gehe immer noch zu den Spielen meines Heimatvereins und beobachte auch das Geschehen der anderen heimischen Vereine, von denen ich einige trainiert habe.

Der Berufsfußball hat sich unter dem Einfluss der Medien stark verändert. Heute kann niemand mehr nach einem Spiel drei oder vier Bier trinken, ohne Gefahr zu laufen, dass es am nächsten Tag zur Schlagzeile in der Presse wird. Die Spieler tun mir leid, nichts mehr bleibt privat. Dazu kommt, dass nicht jeder, der sich für den Fußball als Broterwerb entscheidet, automatisch reich wird. Viele Spieler lernen keinen Beruf und stehen nach ihrer Karriere mit leeren Händen da. Das ist eine problematische Entwicklung.

Vielen Dank für das Gespräch.

Der beste Linksaußen der Welt

Hans Schäfer, 1. FC Köln

Der Mann hat Schuhgröße 42 und sein linker Fuß, in Bronze gegossen, ist im Deutschen Sport- und Olympiamuseum zu Köln ausgestellt. Es ist der Fuß, mit dem er im Weltmeisterschafts-Endspiel 1954 in Bern in der Schweiz die Flanke zu Helmut Rahn schlug, die dieser eiskalt dann zum 3:2-Siegtor für die deutsche Nationalmannschaft verwandelte. Der Mann, von dem hier die Rede ist, hat 507 Pflichtspiele für seinen Verein, den 1. FC Köln, absolviert und 304 Tore in dieser Zeit für die Geißböcke geschossen. 1Er hat an drei Fußballweltmeisterschaften teilgenommen, 1954 in der Schweiz, 1958 in Schweden und 1962 in Chile.

In 39 Länderspielen erzielte er 15 Tore, und nicht nur deshalb ist er in seiner rheinischen Heimat eine Legende. Dabei will der inzwischen 86 Jahre alt gewordene einstige vorbildliche Fußballspieler selbst weder Legende noch Held sein. Laut der Zeitung „Die Welt” hat der Mann nie ein Buch über den Gewinn der Fußballweltmeisterschaft in Bern gelesen, und auch die Reportage jenes Sieges von Herbert Zimmermann, in deren Besitz er ist, hat er sich nie angehört. 2

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