Max Geißler - Peter Lebegerns große Reise

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Wilhelm Lebegern, der Schuster, hat für seinen Sohne Peter nur einen Traum: Er möge Dorfschulmeister werden. Peter Lebegern erfüllt diesen Traum und wird Schulmeister. Doch auch er hat einen Traum: Er will in die Welt hinaus, was mit einer Reise nach Lappland beginnt. Dann zieht er in die Berge, landet in einer Bergeinsiedelei, schließlich in dem Burgfried der Frau von Landroff an der Saale in Thüringen. Was aber noch wichtiger ist, er lernt die wunderbare Valentine kennen und er erkennt, dass seine wahre Berufung im Schreiben von Romanen liegt.-

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So war denn auch Peter Lebegern wohlauf. Es wäre also an der Zeit gewesen, einen Vorsatz zu fassen, der ihn mit stolzem Schwunge hinabwarf ins Land der Vernunft. Etwa so: ‚Nun, Peter Lebegern, du hast gestern eine sehr abenteuerliche Bergfahrt unternommen und dankst es einem gütigen Schicksal, dass du noch am Leben bist. Augenblicklich hast du peinliche Ähnlichkeit mit einem Pennbruder. Betrachte dir also noch drei Stunden lang die machtvoll getürmte Herrlichkeit dieses Hochgebirges. Dann steige hinab ins Land, da die Menschen wohnen, und schlüpfe hinter dem gütigen Vorhange der Nacht in dein Zimmer und in die Kultur!‘

Äusserlich hatte er sich in den letzten vierundzwanzig Stunden also sehr zu seinem Nachteile verändert. Von der inneren Verfassung lässt sich ein zutreffendes Abbild viel schwerer entwerfen. Peter Lebegern dachte nämlich gar nicht daran, gegen Mittag wieder zutal zu fahren. Sondern: über Nacht schien der wahnwitzige Vorsatz von gestern erst recht unumstösslich in ihm geworden zu sein. Es war keine Stimme da, die ihm ängstlich warnend zurief: „Mensch, erkennst du denn nicht, dass du dich an dieser Stätte langsam in den Tod hungerst? Du hast die Brieftasche voll Geld. In schmucken Gasthäusern warten fürstliche Mahlzeiten auf dich!“ … Die innere Stimme hätte nach dem Muster des Pius Heidvogel vier Spalten der schönsten Lockmittel aufzählen können. Aber — die innere Stimme war nicht da.

So war er entweder von allen guten Geistern verlassen, oder: hatte sich sein Auge über der Hochlandfahrt dermassen geschärft, dass er sein Dasein während der zwei letztvergangenen Jahre als Ungeheuerlichkeit erkannte? Hatte er von dieser Gipfelhöhe aus ermessen gelernt, wie weltenweit er abgeirrt war von den Wegen, auf denen er dereinst gewandert: ein Sonnenpilger, ein Königsträumer, ein Dichter, ein Liebling Gottes?

Aber: weder das Verlassensein von allen guten Geistern schuf ihm Beschwernis, noch waren seine Augen in der klingenden Bergluft übersichtig geworden. Sondern: er war sich der Ausgelassenheit seines Vorhabens gänzlich unbewusst. Er dachte nicht an einen Zweck und er dachte nicht an die Gefahren seiner Bergsiedelei. Es war das beseligende Gesühl der Erlösung, dem er sich ohne Sinnen und Sorgen hingab. Es war das Glück, an dem andren Ufer der blauen Wässer zu sitzen, über die ihn seine Sehnsucht durch Jahre getragen. Es war die köstliche Erfüllung in ihm, nach der er lange, lange suchen gegangen war mit der Seele.

Von den notwendigen Gerätschaften für eine derartige Einsiedelei besass Peter Lebegern nur zwei: ein gutgefülltes Benzinfeuerzeug und ein Taschenmesser.

Damit getraute er sich vier Wochen den Kampf ums Dasein sieghaft zu bestehen. Er ging auf den Vogelfang, er suchte Schwämme und Beeren. Er stieg ein Stück weiter hinab auf eine Alm, auf der er noch einen Gaisbuben mit seiner Herde gewahrte, und kaufte sich Milch, so viel er mochte. Er wusch sich am Quell, der rückwärts der Hütte aus dem Gestein rann, und liess sich von Sonne und Bergwind trocknen. Ja, er brachte, genau genommen, den ganzen Tag damit zu, für seines Leibes Nahrung und Notdurft zu sorgen. Dabei geriet er an seinem Gewand in eine schier unsagbare Verfassung. Aber es fiel ihm gar nicht ein, an Heimkehr zu denken. Nicht aus Hartnäckigkeit. Nicht aus Lust am Abenteuer. Sondern: weil sein Glück über alles Mass hinausging.

Auf der Erde, auf der die Menschen wohnten, hatte man ihn inzwischen natürlich vermisst. Zwei Wochen nach seinem heimlichen Weggange von Partenkirchen stand er als verschollen in den Zeitungen. Und weil er Redakteur gewesen war, brachten alle Blätter den Fall zur Kenntnis ihrer Leser. Die ‚Neuesten Nachrichten‘, von Herrn Pius Heidvogel geleitet, enthielten einen Nachruf, der besagte: das geistige Deutschland habe einen schwer ersetzbaren Verlust erlitten. Ein Künstler und Dichter, ein Auserwählter sei mit Peter Lebegern dahingegangen.

Dieser Peter Lebegern sass indessen in seiner Bergsiedelei und ahnte nicht, dass sie drunten auf Erden Totenlieder um ihn sangen und ihn zum Dichter krönten.

Aufrichtige Trauer kehrte darob ein im Hause des Doktors Ferdinand Wurzler. Man sprach dort abendelang von Peter Lebegern. Man sprach mit jener sanften Dämpfung der Stimme, die die Andacht gebiert. Man sprach von ihm mit der Wärme innigster Zuneigung. „Er hat heimfinden wollen,“ sagte der kleine Doktor bewegt — „nun, er hat wohl auch heimgefunden. Wege, die er suchte, sind nicht auf der Erde. Und ein Reich, in dem er hätte gebieten können, hätte er sich erst schaffen müssen … Du bist in Kümmernis aus dem Leben geschieden, Peter Lebegern, und wärest so gern in Heiterkeit dahingegangen … Schlaf du in Frieden!“

In dieser Stunde — es war eine herniederdämmernde Regennacht im Oktober — in dieser Stunde lag Peter Lebegern sehr glücklich und sehr lebendig auf dem inzwischen zu schwellender Polsterung gediehenen Mooslager seiner Hütte. Er sah dem Feuer auf der Herdstatt zu und hatte zum Nachtmahl ein halbes Dutzend Krammetsvögel gespeist. Am Spiesse gebraten, mit dunkelblauen Wacholderbeeren herzhaft gewürzt. Sehr freundliche Verse dachte Peter Lebegern …

die sonnigen Tage sind längst dahin,

und alles Grün ist zu Ende,

dir aber klingt es noch immer im Sinn:

dein Herz hielt Sonnenwende!

Das war zugleich ein Zeichen, dass er nun doch an die Talfahrt dachte.

Sehr schwer ward ihm das Herz. Einmal zwischen Licht und Finsternis erwog er noch allen Ernstes, ob es sich nicht machen liesse, den Winter in der Siedelei zu verbringen. Etwa so, dass er die Hütte mit Nahrungsmitteln verstaute bis obenhin. Dass er sich durch den Gaisbuben in Besitz vieler Felle setzte, mit denen er die Wände der Hütte bekleiden könne und sich selbst. Er dachte auch an einen mässigen Stoss Schreibpapier; denn diese Unmittelbarkeit unerhörten Erlebens wirkte wundertätig. Er hatte dereinst das Leben der Lappen und Eskimos im Winter sinnvoll betrachtet. Deshalb hatte der Gedanke, sich hier einschneien zu lassen — so verirrt er war — gar nichts Fürchterliches für ihn …

Da begann ein Spätoktoberregen zu fallen — — nein, er peitschte daher. Es fielen die Wolken vom Himmel; es stürzten die blanken Zinnen des Hochgebirgs zusammen; es brandete ein gewaltiges missfarbiges Meer in allen Tiefen und Höhen; es war die Welt untergegangen tagelang, tagelang. Und mittendrin in diesem Untergange, in diesem ungeheuren Wirrsal von Wind und Wolken, von Fauchen und Fetzen, von Brüllen und Brandung schaukelte das ganz kleine Holzhaus des Peter Lebegern.

So war auch die schöne Dichtung von der Sintflut und der Arche für ihn unmittelbarstes Erlebnis geworden.

Peter Lebegern aber — wenn er nicht sehr fror — lugte durch das Fensterlein und sandte seine Blicke in die schaurig graue, schaurig ungebärdige Wildnis wie Noah die Raben. — Sie kehrten zurück, denn sie fanden nicht, da sie ruhen konnten.

Als darauf die Erde wieder als ein leuchtendes Märchen aus einem Frühmorgen stieg — es war ein Auferstehungsfest, nicht zu sagen, nicht zu sagen! — da stürmte Peter Lebegern über die Matten. Es war ihm: die neue Herrlichkeit bliebe unwandelbar. Er wollte den Gaisbuben zu Tale schicken, damit er ihm herauftrage, was nötig sei für den Winter — o weh, da waren Hirt und Herde von dannen gezogen!

Peter erschrak. Die Sonnenfackeln der Berge löschten für ihn aus. Die dampfenden Tale, die glühenden Höhen versagten ihm ihren Glanz. Er sass hin auf die Schwelle des verödeten Hüttleins an der Gaisenalm, und seine Augen, die — der Gottheit voll — durch die strahlende Welt geflogen — seine Augen fanden auf einmal nicht weiter als zu ihm selbst.

Nun, er sah aus wie einer, der in einer Strandhose, die sehr sauber gewesen war, vier Wochen in einem Bett aus Waldmoos gelegen und darin Sommers Untergang im Hochgebirge erlebt hatte.

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