Max Geißler - Peter Lebegerns große Reise

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Wilhelm Lebegern, der Schuster, hat für seinen Sohne Peter nur einen Traum: Er möge Dorfschulmeister werden. Peter Lebegern erfüllt diesen Traum und wird Schulmeister. Doch auch er hat einen Traum: Er will in die Welt hinaus, was mit einer Reise nach Lappland beginnt. Dann zieht er in die Berge, landet in einer Bergeinsiedelei, schließlich in dem Burgfried der Frau von Landroff an der Saale in Thüringen. Was aber noch wichtiger ist, er lernt die wunderbare Valentine kennen und er erkennt, dass seine wahre Berufung im Schreiben von Romanen liegt.-

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Der Doktor nahm väterlich ihre Hand. Valentine hatte sich vorhin recht zierlich verneigt. Und nun legte der Doktor die Hand seines Kindes in die Peters. „Es hat nichts auf sich, junger Freund — das Herz Valentinens ist in festen Händen.“

Es war dies eine gelehrtenmässig unbeholfene Randbemerkung. Jedennoch — Valentinens Betroffenheit verlor sich darüber.

Danach sassen sie um den Tisch im Bücherzimmer und tranken Tee, und es blühte ganz heimlich ein Abend von sanften Farben um ihre Gemüter. Ein grosses Stück Welt lief als unterhaltsamer Film hindurch, wurde mit guten und klugen Reden begleitet und reichte beinahe bis an das Herz der Nacht.

Gar nicht wie einem Wundertäter zumut war es dem Doktor Wurzler. Das Wunder geschah dennoch: zwei Jahre hatten die Menschen vorbeigeredet an Peter Lebegern und seiner sehnsüchtigen Seele. Jedes Wort dieses Beisammenseins aber bewegte er in seinem Herzen.

In tiefer Begütigung ging er von hinnen. Und am anderen Morgen fächelte die Verheissung junger Lenzluft trotz Kofferunrast und Bahnhofstimmung und zermahlener Nerven über Peter Lebegerns leidlich erfrischtes Gemüt.

Sehr merkwürdig war, was nun geschah. Peter hatte sich in die ländliche Villenfreude von Partenkirchen zu flüchten gedacht. Dort vier leuchtende Herbstwochen sesshaft sein und des mehreren umherstreifen zwischen melodischen Glocken des Weideviehs, Rauschewässern, beschneitem Hochschwung der Berge, das hatte er guten Glaubens als das Rezipe in den Kreisen sich einreden lassen, denen er angehörte.

Aber Peter Lebegern — als er zwei Tage an seinem Reiseziel auf Entdeckungen ausgefahren war … Peter Lebegern erkannte (endlich, endlich!): er mochte das Allerweltsmass, das man draussen für ihn hatte, anlegen an sich selbst, wo er wollte — es passte nicht. Nein.

Am dritten Morgen hatte er ein fieberheisses Hirn. Sein Bett war mit Nesseln gestickt gewesen. Die frohgemuten Menschen in den Strassen reizten ihn, und doch hob sich kein Auge zu dem Fenster des fremden Mannes in irgendeinem fremden Hause.

Von droben herein schauten die Gipfel herbstklar und morgenfreudig. Goldlaub fiel, sachte, sachte. Und die Plache des Himmels war endlose Verheissung.

Da nahm Peter Lebegern den Gehstock, stülpte seinen Florentiner auf das ährenblonde Haar, das nun wellig geworden war wie fernes reifes Weizenfeld, wenn der Sommerwind darüberläuft, und ging hinab in die Baumstrasse. Er trug eine weisse, sorgsam gebügelte Strandhose, gelbe Stiefel amerikanischer Herkunft, ein blaues Sacko … dieser Peter Lebegern war soeben aus dem Ei geschlüpft und gehörte seiner äusseren Zubereitung nach in das Grandhotel. (Vor zwei Jahren im Sommer fuhr er in seiner grauen Schulmeisterhose mit durchgedrückten Knien und dem Parapluie zu den Eskimos!)

In so vornehmer Aufmachung geriet er auf einmal an die blauen Wasser seiner Sehnsucht. Diesmal lag auch ein Boot am Strand. Er stieg hinein und glitt traumleis hinaus in die Flut …

Traumleise. Ja. Es ist nie festgestellt worden, was er bei jener Vornahme gedacht habe. Nicht festgestellt worden, ob er überhaupt etwas gedacht und wie das Luftbild ausgesehen hat, dem er — ein glückseliger oder ein irrer Träumer? — nachzog.

Die Welt der Menschen wich allgemach von hinnen. Es war nichts um ihn als Gegend, in die seit Stunden nicht einmal der Klang einer Kuhglocke hineinschaukelte. Manchmal — oh — zerbrüllte einer auf der anderen Seite des Lebens die Erhabenheit der Bergwelt. Peter Lebegern fragte sich: „Warum brüllt der Deutsche, wenn die Stille um ihn Erhabenheit wird?“ Die Antwort, die er sich gab, war hart. Aber sie traf. Gallebitter schluckte er sie hinunter.

Dann gingen wieder die blauen Wässer der Sehnsucht um ihn, still und tief und in unirdischer Glückseligkeit …

Sehr irdisch empfand er Hunger.

Es mochte dieser Zustand schon geraume Zeit gedauert haben; denn er war glatte Almen voll feinen Rasens emporgestiegen, hatte sein seidenes Schnupftüchlein hervorgetan, hatte es an den vier Zipfeln geknüpft, wie er das im Lande seiner Jugend gelernt, und hatte Pilze hineingesammelt …

Über diesem freundlichen Geschäft hatte die Bügelfalte seiner weissen Hose gelitten. Sie sah einer Flagge mit den sächsischen Landesfarben ähnlich. Und seine neuen gelben Stiefel waren von vorwitzigen Felszacken feindlich zerschürft.

Nun, es war mit Peters Geist auf dieser Bergfahrt am Ende doch wohl nicht alles im richtigen Gang. Oder es fielen die eisernen Reifen von ihm ab, in die er in der letzten Vergangenheit geschmiedet worden war … Denn auf einer Flucht war er eigentlich nicht. Dazu gehört ein Vorsatz. Dazu gehört ein schwunghafter Wille. Dazu gehört — in Peter Lebegerns Lage — eine unerhörte Tollkühnheit. Von all diesen Dingen war nichts in ihm. Sondern: er verfiel in ein planloses Fahren zu Berge. Voll kindhafter Unbewusstheit. Je einsamer es um ihn wurde, desto ferner wich die Vereinsamung von ihm. Ein sorgloser Schwimmer trieb er dahin zu einer seligen Insel.

Darüber wechselte das Leuchten des Tages. Er zog aus klingendem Gold in königlichen Scharlach und weiter in die Gefilde der purpurnen Rosen. Er sah hinter gefrorenen Gipfeln die grossen Brände der Sonne, die aus den Spalten der Erde loderten und die ehernen Festen des Himmels schmolzen. Er klomm empor. Und hinter ihm her stieg das veilchenfarbene Träumen der Nacht.

Um diese Zeit gelangte er an eine Hütte aus Stämmen. — Er hatte deren am Nachmittag andere gesehen, da und dort auf eine Alm oder an einen Waldrand getupft. Die letzte war die dürftigste. Sie reichte ihm mit dem First ihres bemoosten Daches bis an die Hüften. Nach Süden war ein Loch. Da musste er hineinkriechen wie ein Bär — hinein und hinab, vier ausgetretene Erdstufen; denn die Hütte war aus Holz nur halbmannshoch über dem Boden errichtet. Innen war der Grund im Geviert wiederum halbmannshoch ausgeschachtet. Peter Lebegern konnte darin stehen. Es war auch eine Luke da, verschliessbar mit einem gefütterten Rahmen. Ein Lager aus Moos. Und es war eine Feuerstätte vorhanden mit einem eisernen Gestell und einer Stielpfanne. Und getrocknetes Holz. Ein Gaisbub, der bereits zutal gefahren, hauste hier wohl des Sommers. Es lag auch die Losung von Ziegen oder Gemsen um dies Haus. Danach kroch er wieder heraus …

ihm war zu Sinn, wie einst ihm war

in wonnigen Jugendschmergen,

da er noch trug sein langes Haar

und Sehnsucht im heissen Herzen …

Die bunten Blumen, sie nickten scheu,

die Vögel lockten und tiefen,

und über ihnen stieg ein Weih

in flutende Himmelstiefen.

Auf dem Stein vor der Türe der Hütte fröstelte gleich der violette Abend des herbstlichen Hochgebirgs gegen ihn an. Da liess er sich abermals nieder auf die Hände und kroch unter das Dach.

Er hatte nun den wahnwitzigen Gedanken gefasst, seinen Urlaub an dieser Stätte zu verbringen, ganz und gar, und sich nicht über Rufweite von der gastlichungastlichen Stelle zu entfernen.

Diese Eingebung hielt er für so gescheit, dass er sich augenblicklich einzurichten begann. Er zündete Feuer auf der Herdstatt an und schnitt die Schwämme in das Pfännlein. Während sie prutzelten, wühlte er das Mooslager zu einer lockeren Streu auf. Dann ass er das Pilzgericht und sank in einen bergetiefen Schlaf.

Es ist nicht leicht, sich allseitig in die Lage zu versetzen, in der sich Peter Lebegern befand, als er erwachte.

Äusserlich lag er auf einem Moosbett, das herzhaft mürfelte, hatte seine grün-weisse Hose zu zwei harmonikaähnlichen Beinschläuchen verlegen und das neue dunkelblaue Sacko zu einem unwürdigen Knitterding. „Ich hätte den Rock auch ausziehen können!“ dachte er. Da stand er schon draussen im hohen Lichte des Tages. Er hatte einen traumlosen Schlummer gehabt von einwandfreier Köstlichkeit — sehr krank musste der Mensch sein, der über solch einem Schlafe nicht genesen wäre.

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