Helena Brink - Die Ruhe vor dem Sturm - Schweden-Krimi

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Die Ruhe vor dem Sturm - Schweden-Krimi: краткое содержание, описание и аннотация

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Eine düstere Vergangenheit im ländlichen Schweden: Als Kajsa Lindner einen alten Gutshof kauft, scheint alles perfekt. Doch als sie bei Renovierungsarbeiten das Tagebuch einer 18-Jährigen findet, die seit 25 Jahren spurlos verschwunden ist, beginnt eine Verkettung mysteriöser Zufälle. Oder sind es keine Zufälle? Als eine jahrhundertealte Leiche aus dem Moor gezogen wird, übernimmt Kommissar Stenberg den Fall. Doch schon bald tauchen nicht nur noch mehr Leichen auf, sondern auch ein ungebetener Gast…"Die einzelnen Charaktere sind überzeugend und die 'Helden' keineswegs auf die Rolle unfehlbarer dei ex machina reduziert. So entsteht ein mitreißendes Sittenbild voll tragischer Abgründe, das aber im Gegensatz zu Mankells Wallander auch noch der situationskomischen Kehrseite Raum lässt. Helena Brinks Romane bilden somit sehr eigene, äußerst beachtenswerte Farben auf der so reichhaltigen Palette schwedischer Kriminalautoren!" – Ulrich Karger, www.schwedenkrimi.de-

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Als hätte Leif seine Gedanken gelesen, hob er sein Glas und sah Max zum ersten Mal in die Augen. Sein Blick war verschleiert.

»Prost auf den Alten – den elenden Mistkerl!«, sagte er und schnitt eine Grimasse, die ihr Einvernehmen zum Ausdruck bringen sollte.

Max hob schweigend sein Glas und trank, während sich Gertrud lauthals beschwerte: »Was sind das für Reden? Ich dulde in meinem Haus keine Zecherei. Und was wärt ihr denn schon ohne ihn?«

Leif glotzte sie mürrisch an, hob erneut sein Glas und grunzte herausfordernd: »Ich trinke auch auf dich, obwohl du ein alter Drachen bist.«

Ihre Lippen wurden zu einem dünnen, bleichen Strich. »Also nun reicht es wirklich für heute Abend«, sagte sie und streckte die Hand nach der Flasche aus.

»Jetzt wird getrunken, verdammt noch mal!«, lallte ihr Sohn aufsässig und brachte die Flasche rasch in Sicherheit.

Max befürchtete, es könne erneut eine Szene geben, wenn er nicht eingriff.

Als hätte er den Streit um die Flasche nicht bemerkt, plapperte er einfach drauflos: »Hast du wirklich Ruhe vor den Frauen hier im Ort? Die müssten doch wissen, dass du eine gute Partie bist. Waren sicher schon viele hinter dir her.«

Das war keine gute Idee. Leif erstarrte, als hätte ihm jemand eine Beleidigung an den Kopf geworfen, was Gertrud Gelegenheit gab, schnell die Flasche an sich zu nehmen.

»Er war einmal verheiratet«, erklärte sie kurz. »Aber es hat nicht gehalten.«

Leifs Blick verfinsterte sich. Er sah gefährlich aus, als würde er gleich um sich beißen. »Nein, dafür hast du schon gesorgt, dass es nicht gehalten hat«, sagte er.

»Ach, dafür hast du selbst schon genug getan«, erwiderte sie schlagfertig und stellte die Flasche in den Kühlschrank zurück.

Plötzlich lag eine unheilvolle Stimmung in der Luft. Max sah unruhig auf die Uhr.

»Ich möchte mich für die gute Bewirtung bedanken«, sagte er. »Aber jetzt muss ich zurück in die Stadt. Morgen ist auch noch ein Tag.« Er machte Anstalten aufzustehen. »Wenn ich mir einfach ein Taxi . . .«

Gertrud blickte ihn erstaunt an. »Du willst doch wohl nicht jetzt in die Stadt zurück, zu so später Stunde?«

»Doch, doch, höchste Zeit, dass ich ins Bett komme.«

»Wir haben wirklich genug Platz. Du nimmst einfach Birgers altes Zimmer – ich mache es geschwind fertig.«

»Ach, nein, ich will euch nicht zur Last fallen. Es gibt doch genug Hotels.«

»Ich will nichts davon hören, dass du mitten in der Nacht von hier fort willst«, protestierte sie. »Ich gehe jetzt und mache das Bett.«

In Anbetracht der Menge, die sie getrunken hatte, bewegte sie sich erstaunlich rasch und geschmeidig.

Max schaute ihr unschlüssig nach. Es war wirklich unglaublich, wie rührend sie sich um ihn kümmerte. Am liebsten wäre er in die Stadt gefahren, doch der Alkohol machte seine Beine schwer wie Blei, und der Gedanke, sich zu dieser Stunde ein Hotel suchen zu müssen, war keineswegs verlockend.

»Tja, dann muss ich mich wohl bedanken«, sagte er ohne große Begeisterung.

»Also steht einem ordentlichen Schlaftrunk nichts mehr im Wege«, sagte Leif und nahm die Flasche wieder aus dem Kühlschrank.

Erst als er eine halbe Stunde später Birgers altes Zimmer betrat, wurde ihm bewusst, in welch gefährlicher Lage er sich befand.

Die plötzliche Klarsichtigkeit machte ihn rasch wieder nüchtern. Er stand mitten im Raum, leicht schwankend, und spürte einen Anflug von Übelkeit in sich aufsteigen. Dieser Blick, den sie ihm zugeworfen hatte, ehe sie die Tür schloss . . .

Nun verfluchte er seine Gutgläubigkeit, seine unbegreifliche Dummheit. Mit Abscheu starrte er auf das frisch gemachte Bett. Es sah verlockend unschuldig aus, mit reinen, gemangelten Laken und zurückgeschlagener Decke. Doch er glaubte es besser zu wissen. Schliefe er in diesem Bett ein, wäre es womöglich das Letzte, was er in diesem Leben tat. Plötzlich bekam er Schüttelfrost und zitterte am ganzen Körper. Wie zum Teufel kam er hier nur wieder raus?

War es möglich, dass er sich alles nur einbildete, oder waren sie wirklich so abgebrüht? Ihr zumindest traute er alles zu.

Eben noch hatte sie in der Türöffnung gestanden, klein und zierlich, doch ebenso wendig wie beharrlich. Wie ein boshaftes Wiesel, dachte er. Sie war mit anderen Menschen immer umgesprungen, wie es ihr passte, und ihre Absichten waren oft rätselhaft, mitunter niederträchtig gewesen. Und dann ihr Sohn, schwerfälliger und dümmer, aber auch bauernschlau und gefährlich, wenn sie ihn am Gängelband hielt.

Als sie ihm scheinheilig eine gute Nacht wünschten, hatte er immer noch keinen Verdacht geschöpft. Hatte sich in Sicherheit wiegen lassen von der Vorstellung, es handle sich um ganz normale, freundliche Leute, die ihn bei sich übernachten ließen.

Erst als sie sich darüber ausließ, wie der Heizkörper zu regulieren sei – mit übertriebenem Eifer, wie ihm jetzt schien –, hatte ihn eine furchtbare Ahnung beschlichen. Aus dem Augenwinkel hatte er beobachtet, wie Leif sich verstohlen am Türschloss zu schaffen machte. Er hätte schwören können, dass auf der Innenseite ein Schlüssel gesteckt hatte, den sie wohl nicht beachtet hatte, als sie das Zimmer herrichtete. Anscheinend hatte sie ihn erst bemerkt, als sie die Tür schließen wollten, und Leif hatte ihren Wink verstanden. Natürlich würden sie es umso schwerer haben, wenn er sich einschloss.

Er versuchte, die Gespräche des Abends zu rekapitulieren. Sie hatte sich ausführlich danach erkundigt, ob irgendjemand, den er kannte, von seiner Ankunft in Schweden wusste. So gründlich, dass selbst ein Kind hätte Verdacht schöpfen müssen. Ihre plötzliche Freundlichkeit und Fürsorglichkeit hatten ihm, genau wie früher, den Kopf verdreht. Treuherzig hatte er sie darüber informiert, dass ihn keine Menschenseele vermissen würde, wenn er verschwand. Nachdem Essen und Schnaps serviert worden waren, hatte er sich eingebildet, sie würden sich seinen Ansprüchen beugen oder sie zumindest akzeptieren. Doch während er von Anwälten und Gerichten sprach, hatte Gertrud in aller Stille eine sehr viel einfachere und elegantere Lösung des Problems ausgeheckt.

Er konnte sich nicht länger auf den Beinen halten und musste sich hinsetzen. Er fror in dem gut geheizten Zimmer.

Was hatte er eigentlich erwartet? Dass sie sich verändert hätten? Hatte er sich selbst verändert? Wohl kaum. Sein Fehler bestand darin, dass er viel zu sentimental war. Es hatte ihm gut getan, bewirtet und Halbbruder genannt zu werden.

Er lauschte gespannt. Irgendwo da draußen wurde im Flüsterton gesprochen. Sie wollten vermutlich so lange warten, bis sie sichergehen konnten, dass er schlief. Was hatten sie dann vor? Ein Kissen über sein Gesicht? Eine Axt? Nein, kein Blut. Gertrud wollte bestimmt nicht, dass ihr Laken schmutzig würde. Und dann? Was wollten sie mit seinem Körper machen? Nun, das sollte eigentlich kein Problem sein. Sie hatten doch genügend Platz und jede Menge Zeit. In aller Ruhe konnten sie ihn auf einem umgepflügten Acker begraben.

Bei dem Gedanken an seinen bevorstehenden jämmerlichen Tod bekam er Schluckauf. Die beinahe lächerlichen, gequetschten Laute hatten in seinen Ohren einen herzzerreißenden Klang. Tränen standen ihm in den Augen. So war es also, nach Hause zu kommen.

Plötzlich spürte er nahezu körperlich die Gegenwart seines Vaters im Raum. So hatte er am Ende doch noch triumphiert. Sein Geist zwang denen da draußen seinen Willen auf. Nein, so durfte er nicht denken. Der Vater war tot, ein für alle Mal. Es war ihre eigene Habgier, die sie antrieb.

Falls er nicht ein Opfer seiner Fantasie war. Auch wenn sie seinen Tod begrüßten, um nicht sein Erbe herausrücken zu müssen, würden sie es doch niemals wagen, selbst Hand an ihn zu legen.

Er warf dem gemachten Bett einen sehnlichen Blick zu. Es wäre schön, sich eine Weile auszustrecken. Nach dem langen Tag überkam ihn jetzt geradezu verzweifelte Müdigkeit.

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