Helena Brink - Die Ruhe vor dem Sturm - Schweden-Krimi

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Die Ruhe vor dem Sturm - Schweden-Krimi: краткое содержание, описание и аннотация

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Eine düstere Vergangenheit im ländlichen Schweden: Als Kajsa Lindner einen alten Gutshof kauft, scheint alles perfekt. Doch als sie bei Renovierungsarbeiten das Tagebuch einer 18-Jährigen findet, die seit 25 Jahren spurlos verschwunden ist, beginnt eine Verkettung mysteriöser Zufälle. Oder sind es keine Zufälle? Als eine jahrhundertealte Leiche aus dem Moor gezogen wird, übernimmt Kommissar Stenberg den Fall. Doch schon bald tauchen nicht nur noch mehr Leichen auf, sondern auch ein ungebetener Gast…"Die einzelnen Charaktere sind überzeugend und die 'Helden' keineswegs auf die Rolle unfehlbarer dei ex machina reduziert. So entsteht ein mitreißendes Sittenbild voll tragischer Abgründe, das aber im Gegensatz zu Mankells Wallander auch noch der situationskomischen Kehrseite Raum lässt. Helena Brinks Romane bilden somit sehr eigene, äußerst beachtenswerte Farben auf der so reichhaltigen Palette schwedischer Kriminalautoren!" – Ulrich Karger, www.schwedenkrimi.de-

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»Ja, sie war dort geboren, aber sie war halbe Schwedin. Sie kam aus Minnesota«, sagte er schließlich.

»Ach, deshalb sprichst du noch so gut schwedisch. Von anderen hat man ja gehört, dass sie ihre Muttersprache vollkommen vergessen haben, nachdem sie so lange im Ausland waren.«

»Nein, die habe ich nicht vergessen. Ich habe mein Schwedisch immer gepflegt.«

»Habt ihr Kinder?«

»Nein.«

Sie hatte so eine Art, ihn von der Seite aus anzuschauen, dachte er, wie ein schlauer Vogel. Als hielte sie ihn sorgsam unter Beobachtung, während sie in ihren Schränken räumte und gleichzeitig das Essen aufwärmte.

»Wo willst du jetzt wohnen?«

Er fragte sich, ob ihr Interesse aufrichtig war oder ob sie nur ihre frühere Schroffheit wieder gutmachen wollte.

»Das weiß ich noch nicht. Vielleicht kaufe ich mich in ein privates Altersheim ein. So etwas gibt es hier doch sicherlich auch. In den Staaten alt zu werden ist kein Vergnügen, musst du wissen. Wenn man wenig Geld hat, versteht sich.«

»Das kann ich mir vorstellen.« Sie schnitt ein paar kalte Kartoffeln in Scheiben und briet sie zusammen mit den Fleischklößchen in Butter an. Ein verführerischer Duft breitete sich in der Küche aus. »Hast du schon mit irgendjemandem Kontakt gehabt – hier zu Hause, meine ich?«

»Nein, ich dachte, es wäre am besten, zuerst unsere Angelegenheit zu klären.«

»Ja, das versteht sich. Aber du bist doch wohl nicht zuerst zu uns gefahren, wo du hier so viele Leute kennst? Du hast doch sicher schon Rune getroffen.«

»Nein, ich bin direkt hierher gefahren . . . So, Rune wohnt also immer noch hier? Den werde ich bestimmt bald mal besuchen.«

»Aber irgendwer wird dir doch sicher über den Weg gelaufen sein.«

»Wer sollte mir denn über den Weg laufen? Nach so vielen Jahren kenne ich doch kaum noch Leute hier. Der Einzige, zu dem ich Kontakt gehalten hatte, war Anders unten auf Skreddarp, aber er ist vor zwei Jahren gestorben, wie du wohl weißt. Wir haben uns ab und zu geschrieben.«

»So, ihr habt euch geschrieben? Na, dann hast du wohl auch einiges über uns erfahren, vermute ich.«

» Well – ich habe ein bisschen was über den Hof gehört . . . dass es euch gut geht. Aber meistens ging es um andere Themen.«

»Und Lisa?«

»Lisa?«

»Anders’ Frau.«

»Ach sie. Sie hat mir geschrieben, nachdem er gestorben war. Ansonsten habe ich nie ein Wort mit ihr gewechselt.«

»Hast du nicht mal jemanden in der Stadt getroffen, den du kanntest?«

»Ach, ich hab nicht mal die Stadt selbst wiedererkannt.«

Gertrud stieß ein flüchtiges Lachen aus, was eine sonderbare Wirkung auf ihn hatte. Nie hatte er jemanden so lachen gehört wie sie. Vor langer Zeit war er bei diesem Lachen dahingeschmolzen, wäre um seinetwillen zu allem imstande gewesen.

»Das verstehe ich gut«, sagte sie trocken. »Gerade hat man sich an die neuen Gebäude gewöhnt, da werden sie schon wieder verändert.«

Sie stellte einen Teller vor ihm auf den Tisch, der bis zum Rand mit Fleischklößchen und Bratkartoffeln gefüllt war. Nachdem sie den Deckel eines Glases mit selbst eingelegten Gurken abgeschraubt hatte, legte sie den Kopf schief und betrachtete kritisch die ganze Anordnung. Plötzlich fiel ihr ein, was noch fehlte.

»Du hättest doch bestimmt gern ein paar Schnäpse zum Essen?«

»Nun, äh, ich weiß nicht . . .«

»Aber natürlich kriegst du ein paar Begrüßungsschnäpse, wo du doch so einen langen Weg auf dich genommen hast, um nach Hause zu kommen.«

Eine beschlagene Schnapsflasche landete auf dem Tisch, gefolgt von drei kleinen Gläsern. Gertrud wandte sich ihrem verstummten Sohn zu, der sich immer noch nicht von ihrer Kehrtwendung erholt hatte.

»Stoßen wir auf Max’ Heimkehr an!«, sagte sie.

Auf ihren gebieterischen Blick hin füllte er mürrisch die drei Gläser. Sie leerten sie unter andächtigem Schweigen, worauf sich Max über die Fleischklößchen hermachte.

Während das Essen in Begleitung mehrerer Schnäpse in seinen Magen wanderte, ging eine schrittweise Veränderung in ihm vor. Eine gemütliche Stimmung breitete sich in der zuvor so feindseligen Küche aus. Gertrud plapperte in einer Tour von den Geschehnissen in der Gegend, und selbst Leif, der nun ebenfalls zu Kaffee und Schnaps übergegangen war, taute langsam auf. Er sorgte dafür, dass die Gläser nicht leer wurden, und trug seinen Teil zur Unterhaltung bei, indem er grimmige Bemerkungen über die elenden Zeiten machte, über die Boshaftigkeit der Regierenden und ihre empörende Gleichgültigkeit gegenüber den harten Bedingungen für die Landwirtschaft.

Als Max hinter vorgehaltener Hand diskret aufstieß, hatten sich Essen und Trinken wie ein heilender Wickel um seine wunde Seele gelegt. Im Licht der momentanen Vertrautheit schien der vorangegangene Streit nicht mehr der Rede wert zu sein. Fast wäre er geneigt gewesen, ihnen ihre Habgier zu verzeihen.

Gertruds welke Wangen hatten sich gerötet, und ein warmer Glanz schimmerte in ihren Augen.

Leif, der immer redseliger wurde, gab gerade eine langatmige Geschichte über ein paar dumme Deutsche zum Besten, die den alten Hof hatten kaufen wollen. Max konnte nicht allen Einzelheiten folgen, begriff jedoch, dass Leif sie rüde abgefertigt hatte.

»Der alte Hof ist also immer noch da?«, fragte er. »Der muss ja ziemlich verfallen sein.«

»Ja, mit dem ist kein Staat zu machen«, sagte Leif grinsend. »Aber je älter und verfallener, desto verrückter sind die Leute darauf, ihn zu kaufen.«

»Es war ja von Anfang an geplant, dass ich ihn bekomme«, erinnerte sich Max. »Vielleicht sollte ich mal darüber nachdenken.« Er gab ein unsicheres Lachen von sich. »Ihn zu renovieren und sich auf dem Hof niederzulassen, wo man geboren wurde.«

Da die Idee auf wenig Begeisterung stieß, wechselte er rasch das Thema. »Was ist mit den alten Katen? Existieren die immer noch?«

»Nur die von Everts«, sagte Leif. »Seine Alte wohnte dort bis zu ihrem Tod. Der Schuppen von Ben-Oskar ist letzten Herbst eingestürzt. Wenn ich mal Zeit habe, fackel ich den ganzen Mist einfach ab.«

»Ben-Oskar . . .« Max musste lächeln. »Wann ist er gestorben?«

»Weiß nicht mehr genau. Der ist verrückt geworden auf seine alten Tage, lief durch die Gegend und pinkelte die Autos fremder Leute an wie ein Hund. Später ist er dann ins Heim gekommen.«

»’65 ist er gestorben«, sagte Gertrud. »Aber die von Everts oben beim alten Hof vermieten wir an Leute aus Christiansholm. Die nennen sie hochtrabend Sommerhaus.«

»Ja, das war schon immer die beste Kate. Die Lage dort oben ist wunderschön.«

Gertrud neigte den Kopf und blinzelte Max zu. »Wie bist du eigentlich hierher gekommen?«, fragte sie.

»Mit dem Taxi. Unten bei der Einfahrt bin ich ausgestiegen, weil ich Lust hatte, das letzte Stück zu Fuß zu gehen und mich ein wenig umzusehen.«

Leif schlug vor, zu Longdrinks überzugehen, und Gertrud, die beobachtete, wie seine Bewegungen zusehends unkontrollierter wurden, versuchte die Entwicklung zu bremsen, die sie selbst in Gang gesetzt hatte.

»Du weißt, dass morgen nicht viel mit dir anzufangen ist, wenn du noch mehr trinkst«, sagte sie.

Er richtete seine blutunterlaufenen Augen auf sie. »Hast du nicht selbst die Flasche auf den Tisch gestellt? Außerdem kommt mein Halbbruder ja wohl nicht jeden Tag zu Besuch.«

Sie seufzte leise, holte jedoch widerspruchslos die Flasche Wodka aus dem Kühlschrank.

Max sandte dem hageren Mann mit dem dunklen Teint, der so ganz anders war als er selbst, einen dankbaren Blick zu. Es bewegte ihn, dass dieser ihre Verwandtschaft nicht verleugnete. In all den Jahren des Exils hatte er seine Frau um ihre weitläufige Verwandtschaft beneidet. Er selbst hatte sich von den Seinen missachtet und verstoßen gefühlt. Jetzt betrachtete er seinen zwölf Jahre jüngeren Halbbruder mit Rührung. Zwar rief das Wissen um ihre gemeinsame Herkunft nur bittere Gefühle hervor, doch schließlich hatten weder er noch sein Bruder sich ihren Vater selbst ausgesucht.

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