Herman Bang - Am Wege

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In «Am Wege» fristet Katinka ein bescheidenes Dasein. Frei von materiellen Sorgen, frei auch von übertriebenen Ansprüchen, wohnt sie mit ihrem Mann, einem Stationsvorsteher, auf dem flachen Lande. Zuweilen sitzt sie auf der Bank vor dem Haus und lässt ihren Blick ahnungsvoll schweifen. Das wahre Leben, sie weiß es längst, es rauscht an ihr vorüber wie die Dampfeisenbahn. Kenner bezeichnen diesen Eheroman schlichtweg als den «schönsten dänischen Roman».-

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Sie war auch so ganz fremd hier und kannte niemanden.

Später kam eine Zeit, wo sie empfänglicher wurde — doch meistens nur lässig in sich versunken, wie es in ihrer Natur lag.

Sie sass drinnen bei ihrem Mann im Büro mit ihrer Häkelei, und sie sah ihn an, wie er über seinen Tisch gebeugt dasass — das Haar, das sich leicht lockte, fiel ihr ein wenig in die Stirn.

Sie erhob sich und ging zu ihm hin, schlang den Arm um seinen Hals und wäre am liebsten so bei ihm stehen geblieben und hätte still und lange so bei ihm sein mögen.

„Mein Kind, ich schreibe ja,“ sagte Bai.

Sie beugte den Nacken an seinen Mund, und er küsste ihn.

„Darf ich jetzt schreiben?“ sagte er und küsste sie noch einmal.

„Du Schreibpeter!“ sagte sie und entfernte sich.

Das Jahr verging. Katinka glitt mit den Zügen, die kamen und gingen, ins Leben hinein und unter die Leute der Umgegend, die reisten und wieder heimkehrten. Neues brachten und nach Neuem fragten.

Sie kamen in Verkehr mit den Leuten, die in der Gegend wohnten, vor allem durch Bais L’hombrepartien, zu denen die Frauen jedes zweite Mal mitkamen.

Und dann hatte sie den Hund, die Tauben und den Garten. Und im übrigen gehörte Frau Bai nicht zu den beweglichen Naturen. Sie bekam nie so viel zustande, dass ihr die Zeit lang wurde. Sie brauchte lange zu allem, und Bai nannte sie: „Kommemorgen.“

Kinder bekamen sie nicht.

Als Katinkas Mutter starb, erhielten sie die Erbschaft ausgezahlt. Für zwei einzelne Menschen befanden sie sich im Wohlstand und hatten alles vollauf.

Bai liebte es gut zu essen und bezog aus Aalborg vielen und guten Wein. Er legte etwas aus und wurde recht bequem, während sein Assistent die meiste Arbeit machte. Den Leutnant steckte er nur ausserhalb seiner vier Pfähle heraus.

Oben im Dorfe hatte er ein Kind.

„Zum Teufel auch!“ sagte er zu Kjär, der Junggeselle war ... „man ist ja doch ein alter Kavallerist ... und das Mädel war verliebt wie ein Spatz ...“

Das Mädchen ging nach der Katastrophe in die Stadt, das Kind wurde oben im Dorf in Pflege gegeben.

So verging die Zeit.

Katinka las nicht mehr wie früher, als sie ein junges Mädchen war. In den Büchern standen doch nur lauter Lügen.

In ihrem Sekretär hatte Frau Bai eine grosse Pappschachtel mit vielen vertrockneten Blumen, kleinen Bändern und Seidenpapiergegenständen mit Devisen von Goldpapierbuchstaben. Es waren ihre alten Kotillonerinnerungen vom Klub her und von dem letzten Abonnementskonzert im Pavillon, wo getanzt wurde.

Diese Sachen nahm sie während der Winterabende oft hervor und ordnete sie wieder und wieder und suchte sich zu erinnern, wer ihr diesen oder jenen Gegenstand gegeben hatte.

Sie fand es richtig heraus und schrieb den Namen des Herrn hinten auf jeden Kotillonorden.

Bai sass am Tisch und trank seinen Grog. „Der alte Trödel!“ sagte er.

„Lass es liegen, Bai,“ sagte sie, „bis ich es geordnet habe.“ Und sie schrieb ihre Herrennamen weiter.

Sie las auch mitunter in ihrem alten Poesiebuch die Verse, die sie einst abgeschrieben hatte.

In der obersten Schublade unter dem Silberschrank im Sekretär lag ihr Brautschleier und der verwelkte Myrtenkranz.

Auch diesen nahm sie hervor, glättete ihn und legte ihn dann wieder zusammen.

Und sie sass halbe Stunden vor der aufgezogenen Schublade und tat nichts, wie es ihre Gewohnheit war.

Mitunter glättete sie nur den Schleier mit den Händen.

Der Brautschleier begann ganz gelb zu werden.

Aber die Zeit verging auch. Es waren bereits zehn Jahre verflossen ...

Ja — sie war bald eine alte Frau. Sie war zweiunddreissig Jahre alt geworden ...

Bais waren in der ganzen Gegend beliebt und als gute und gastfreie Leute bekannt, bei denen der Kaffeekessel sogleich aufs Feuer gestellt wurde, wenn ein Bekannter sich auf der Station einfand.

Bai war ein guter Gesellschafter, und auf dem Bahnhof befand sich alles in grösster Ordnung, wenn er auch selbst gerade nicht sehr eifrig im Dienst war.

Die Frau war ziemlich still, aber es tat einem stets wohl, ihr mildes Gesicht zu sehen. Sie sah aus wie ein junges Mädchen, wenn sie an den grossen L’hombreabenden zwischen den anderen Frauen sass.

„Aber da müssten ein paar Kinder sein,“ sagte Frau Linde, wenn sie mit ihrem Mann des Abends von Bais nach Hause trabte ... „Diese wohlhabenden Leute — die sie ernähren könnten ... Es ist eine Sünde und Schande — dass sie dort so einsam sitzen müssen.“

„Der liebe Gott gibt Leben nach seinem Willen, mein Kind,“ sagte der Pfarrer.

„Ja — Gottes Wille geschehe!“ sagte die Frau.

Pastors hatten zehn Kinder gehabt.

Sieben hatte der Herr als kleine Kinder zu sich genommen.

Der alte Pastor dachte an diese sieben jedesmal, wenn ein Kind in der Gemeinde begraben wurde.

Frau Bai hatte aufgehört zu spielen. Sie sass da und dachte daran, dass sie eigentlich aufstehen und die Lampe anzünden müsse, aber dann rief sie das Mädchen, dass dieses sie anzünden sollte, und blieb sitzen.

Marie kam mit der Lampe herein. Sie deckte den Tisch zum Tee.

„Wie spät ist es?“ fragte Frau Bai.

„Der Achtuhrzug ist gemeldet,“ sagte Marie.

„Das habe ich gar nicht gehört ...“

Frau Bai nahm ein Tuch um und ging hinaus:

„Ist der Zug schon da?“ fragte sie im Büro.

„Gleich,“ sagte Bai. Er stand am Telegraphentisch.

„Sind Depeschen da?“

„Ja.“

„An wen?“

„Ach — oben im Dorfe.“

„Dann muss Ane also hin ...“

Frau Bai ging auf den Perron hinaus. Sie liebte es sehr, die Züge im Finstern kommen und gehen zu sehen.

Der Laut, anfangs ganz in der Ferne, und dann das Dröhnen, wenn der Zug über die Flussbrücke rollte, und das grosse Licht, das immer näher kam, und endlich die schwere, keuchende Masse, die sich aus der Nacht herauswand und zu deutlichen Wagen wurde, die vor ihren Augen hielten mit den Schaffnern und dem hellen Postwagen und den Kupees.

Wenn dann der Zug wieder fort und das Brausen erstorben war, lag alles wieder schweigend, gleichsam doppelt still da.

Der Stationswärter löschte die Laternen aus; zuerst die eine auf dem Perron, dann die über der Tür.

Man sah nichts mehr als das Licht der beiden Fenster, zwei schmale Lichtbrücken, die in das grosse Dunkel hinausführten.

Frau Bai ging ins Haus.

Sie tranken Tee, und dann las Bai die Zeitungen bei einem Grog oder zweien. Bai las nur die Regierungsorgane. Er selbst hielt die „Nationalzeitung“ und las ausserdem Kjärs „Tageblatt“, das er der Post entnahm.

Er schlug auf den Tisch, dass das Grogglas klirrte, wenn die Gegner „ordentlich eins auf den Schnabel bekamen“, und mitunter las er einzelne Sätze laut und lachte dazwischen.

Frau Bai hörte ruhig zu. Sie interessierte sich nicht für Politik, ausserdem war sie jetzt abends immer furchtbar schläfrig.

„Nun ist es wohl Zeit,“ sagte Bai.

Er erhob sich und zündete eine Handlaterne an. Er machte seine Runde, um zu sehen, ob alles geschlossen und die Weiche für den Nachtzug richtig gestellt sei.

„Du kannst zu Bett gehen, Marie,“ rief Frau Bai in die Küche hinaus. Sie weckte Marie, die auf dem Holzstuhl sass und schlief.

„Gute Nacht, Frau Bai,“ sagte sie schlaftrunken.

„Gute Nacht.“

Frau Bai stellte die Blumen in der Stube vom Fensterbrett auf den Fussboden. Dort standen sie während der Nacht in einer Reihe. Bai kam zurück.

„Es wird kalt zur Nacht,“ sagte er.

„Ich dachte schon daran, wegen der Rosen — ich habe heute nach ihnen gesehen.“

„Ja,“ sagte er, „sie müssen jetzt zugedeckt werden.“

Bai begann sich im Schlafzimmer zu entkleiden. Die Tür stand offen.

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