Gertraud Hofbauer - Einfach weitergehen

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Am Ende des gemeinsamen Urlaubs, in einem fremden Land, bekommt der Ehemann einen Herzinfarkt, an dem er zwei Tage später im Krankenhaus verstirbt. Die Autorin sieht sich nicht nur konfrontiert mit der Angst um ihren Mann, sondern auch mit ihrer Sorge um die in Deutschland gebliebenen Kinder. Offen berichtet sie nicht nur von ihrem verdrängten Schmerz, der sie dann doch einholt, sondern ebenso davon, wie sie mit ihrer bewussten Aufmerksamkeit auf Resonanzen und großer Dankbarkeit für die vielen Fügungen in ihrem Leben ihren Humor und ihre Lebens­freude wieder zurückgewann.
Dieses Buch bietet Betroffenen in ähnlichen Situationen Anregungen und soll Mut machen, nicht in der Trauer steckenzubleiben.

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»Ja, gut«, erwidert sie kleinlaut und obwohl ich weiß, dass sie nicht überzeugt ist, kann ich in diesem Punkt nicht anders handeln, so leid sie mir auch tut.

Auf meine Nachfrage, wie die Buben es aufgenommen hätten, erklärt sie mir, dass Bäda (er mag seinen Schreibnamen Peter nicht besonders) es von ihr erfahren habe, nachdem er von derArbeit zu Hause war. Und sie hat ihm erzählt, wovon sie selbst überzeugt war: »Wenn Papa wieder daheim ist, wird er einige Bypässe bekommen und anschließend auf Reha gehen.« Etwas anderes kam für sie zu keinem Zeitpunkt in Betracht.

Ihren jüngsten Bruder Georg fand sie weinend vor, als sie ihm die Nachricht vom Herzinfarkt überbringen wollte. Er hatte es soeben von Bäda erfahren und Manuela konnte ihn nur noch tröstend in die Arme nehmen und halten.

Der Schmerz meiner Kinder treibt mir die Tränen in die Augen und gleichzeitig erfüllt mich tiefe Dankbarkeit, dass zwischen ihnen so viel Liebe und Zusammenhalt besteht.

»Manuela, ich mache mich jetzt auf den Weg ins Krankenhaus, um zu erfahren, wie es Papa geht. Sobald ich zurück bin, melde ich mich wieder!«

»Ja, mach das, Mama!«

»Bis bald! Ich hab euch lieb!«

»Wir dich auch, Mama!«

Gespräch mit der Ärztin

Kurz darauf befinde ich mich wieder vor der Intensivstation und warte hier mit einigen anderen Leuten. Hin und wieder wird einer von ihnen aufgerufen und darf eintreten. Ich spreche die junge Frau, die die Wartenden aufruft, an und bekomme kopfschüttelnd die Information, dass sie leider kein Englisch spreche.

Wieder erhalte ich überraschend Hilfe. Einer der wartenden Männer steht auf, tritt zu uns und bietet seine Hilfe zur Übersetzung an. Auf meine Bitte hin wird die behandelnde Ärztin herausgeholt und ich darf endlich erfahren, wie es Rupert geht:

Die Ärztin teilt mir mit, dass er nach wie vor nicht bei Bewusstsein und weiterhin beatmet sei. Lediglich der Herzschlag habe sich etwas stabilisiert.

Ein Hoffnungsschimmer keimt in mir auf. Es wird noch besser: Sollte sich das Herz weiterhin stabilisieren, so könne man Anfang nächster Woche eventuell an einen Rücktransport mit einem Ambulanzflugzeug denken. Mein Herz macht einen Freudensprung!

Ergänzend fügt sie hinzu, dass ich, falls Rupert beim Rückflug noch beatmet sein sollte, nicht mit derselben Maschine zurückfliegen dürfe. Ich bräuchte dann einen extra Flug.

Auf meine Nachfrage, wer für die Organisation des Ambulanzflugzeuges zuständig sei, erklärt sie mir, dass ich mich darum selbst kümmern müsse und teilt mir mit, dass ich die Adressen hierzu im Konsulat erhalten würde.

Ich bedanke mich und habe es plötzlich sehr eilig.

Zum Konsulat

Der redselige Taxifahrer, der mich zum deutschen Konsulat fährt, berichtet, dass auch er bereits einen Herzinfarkt hatte, drei Tage ohne Bewusstsein war und es ihm jetzt wieder sehr gut gehe.

Dann besteht ja durchaus Hoffnung, dass Rupert bis zum Rückflug wieder bei Bewusstsein ist!

Ich beobachte, wie der Fahrer während der Fahrt abwechselnd mit zwei verschiedenen Handys telefoniert und neben ihm eine halbvolle und eine leere Schachtel Zigaretten liegen.

Und dann macht man einfach so weiter mit Stress und Zigaretten und ändert nichts in seinem Leben?

Gleichzeitig weiche ich dem Gedanken aus, ob Rupert sein Leben im Anschluss ändern würde.

Am Ziel angekommen muss ich erst durch ein großes Drehkreuz gehen, um zum Gebäude zu gelangen. Der Sicherheitsdienst hinter dieser Vorrichtung weist mich darauf hin, dass ich mein Handy nicht mit hineinnehmen dürfe.

Aber wo soll ich es denn hinlegen?!

Für einen Augenblick erfasst mich kurze Panik. Das Handy ist meine einzige Möglichkeit, mit den Kindern Kontakt zu halten! Außerdem ist die Nummer von Franz drin, falls ich ihn brauchen würde!

Ich habe nicht viel Zeit, um darüber nachzudenken und beschließe, es dem Taxifahrer zu geben, der inzwischen warten wollte.

Ich habe ihn ja noch nicht bezahlt und er will mich immerhin wieder zurückfahren. Er wird schon nicht abhauen, dann würde er ja auf seine Einnahmen für die doppelte Fahrt verzichten. Außerdem hab ich überhaupt keine andere Wahl!

Ich übergebe ihm das Handy und passiere das Drehkreuz. Der Sicherheitsdienst kontrolliert meine Handtasche, dann darf ich eintreten.

Im Inneren befindet sich ein kleiner Wartesaal mit mehreren Stühlen. Ich nehme Platz und warte, bis ich aufgerufen werde. Mit mir befinden sich noch zwei weitere Personen in dem Raum. Kurz darauf bin ich an der Reihe und trete zu der Frau an den Schalter.

»Guten Tag, was kann ich für Sie tun?«, werde ich gefragt. Mir ist bisher noch gar nicht in den Sinn gekommen, dass ich mich hier auf deutsch verständigen kann und ich empfinde eine riesengroße Erleichterung! Befreit teile ich ihr mein Anliegen mit, woraufhin mir die sachliche Angestellte sogleich ein Blatt Papier mit Adressen und Telefonnummern von Rücktransportanbietern aus ganz Deutschland überreicht. Ich bedanke mich und wenige Augenblicke später bin ich bereits wieder draußen, wo ich erfreut meinen Taxifahrer sehe. Er überreicht mir mein Handy und bringt mich anschließend wieder zurück zum Hotel.

Ich muss sofort Manuela diese Neuigkeit erzählen!

Es ist inzwischen später Vormittag. »Hallo, Maus, wie geht es euch?«

»Hallo, Mama, du kannst dir überhaupt nicht vorstellen, was hier los ist! Ich bin den ganzen Vormittag nur am Telefonieren, weil alle anrufen und wissen wollen, was los ist und wie es Papa geht.« Sie klingt erfreut und gleichzeitig erschöpft.

Die Anteilnahme zu Hause rührt mich und ich erzähle ihr sogleich von den guten Neuigkeiten. Ich berichte von meinem Gespräch mit der Ärztin und dem Besuch im Konsulat.

»Ich habe hier die Adressen der Rückholtransporte von ganz Deutschland. Drei davon sind aus München, von denen würde ich dir jetzt gern die Nummern geben. Könntest du dort bitte anrufen und nachfragen, wie das abläuft? Bei Transporten mit oder ohne Beatmung und ob ich dann einen eigenen Flug bräuchte?«

»Ja, Mama, das mach ich!«

»Danke, Maus, ich werde jetzt Papa besuchen und ihn die ganze Stunde über den Monitor betrachten, um wenigstens auf diese Weise bei ihm sein zu können. Ich melde mich wieder, wenn ich zurück bin. Ich hab dich lieb!«

»Ich dich auch, Mama!«

Ich darf Rupert am Monitor sehen

Bevor ich mich auf den Weg ins Krankenhaus mache, stecke ich noch schnell die Stange Zigaretten, die wir am Flughafen gekauft hatten, in meine Handtasche. Mir war gestern aufgefallen, dass der hilfsbereite Mann am Empfang dieselbe Sorte raucht, und ich beschließe, ihm Ruperts Zigaretten zu schenken. Ich will sie nicht mehr sehen!

In diesem Moment steigt eine enorme Wut in mir hoch und es tut gut, etwas zu haben, worauf ich sie richten kann. Ich will die Zigaretten auch für meinen Sohn nicht mitnehmen, sie bringen nur Unglück und Zerstörung!

Auf dem Weg zum Krankenhaus verraucht die Wut langsam. Meine ganze Aufmerksamkeit richtet sich jetzt nur noch darauf, dass ich Rupert gleich wiedersehen werde! Meine Aufregung wächst mit jedem meiner Schritte.

Ich werde mich vor diesen Monitor setzen und die ganze Stunde nur damit verbringen, ihn zu beobachten! Ob er fühlen wird, dass ich da bin?

Ich wechsele ein paar Worte mit dem Portier und überreiche ihm, dankend für seine gestrige Hilfe, die Stange Zigaretten. Dabei erzähle ich ihm von meiner Hoffnung, meinen Mann jetzt sehen zu können. In seinem zustimmenden Lächeln schwingen Verständnis, Mitgefühl und eine unglaubliche Wärme mit.

Ich gehe über die Treppe in den ersten Stock zur Intensivstation. Hier erlebe ich eine ähnliche Situation wie bereits gestern: Vor dem Intensivbereich steht heute eine andere junge Frau, die mir jedoch ebenso erklärt, dass sie kein Englisch verstehe, und ein hilfsbereiter Besucher bietet bereitwillig seine Übersetzung an. Ich erkläre mein Anliegen und werde dann gebeten, einen Moment zu warten. Einige Minuten später winkt mich eine Frau zur Tür und ich trete ein.

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