Gertraud Hofbauer - Einfach weitergehen

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Am Ende des gemeinsamen Urlaubs, in einem fremden Land, bekommt der Ehemann einen Herzinfarkt, an dem er zwei Tage später im Krankenhaus verstirbt. Die Autorin sieht sich nicht nur konfrontiert mit der Angst um ihren Mann, sondern auch mit ihrer Sorge um die in Deutschland gebliebenen Kinder. Offen berichtet sie nicht nur von ihrem verdrängten Schmerz, der sie dann doch einholt, sondern ebenso davon, wie sie mit ihrer bewussten Aufmerksamkeit auf Resonanzen und großer Dankbarkeit für die vielen Fügungen in ihrem Leben ihren Humor und ihre Lebens­freude wieder zurückgewann.
Dieses Buch bietet Betroffenen in ähnlichen Situationen Anregungen und soll Mut machen, nicht in der Trauer steckenzubleiben.

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Im selben Augenblick muss ich mit ansehen, wie mein Mann plötzlich seine Augen verdreht und gleichzeitig Kopf und Körper überstreckt, während ein gequälter, unmenschlicher Schrei aus seiner Kehle dringt. Es klingt, als würde ihm jemand seine Seele herausreißen und er mit letzter Kraft dagegen ankämpfen.

Er hat einen Herzstillstand!

Ich will schreien, stehe wie erstarrt und sehe und höre lediglich, wie die Schwester mich wiederholt liebevoll aus dem Raum bittet.

Immer wieder schüttele ich den Kopf, während ich weiterhin seine Beine halte: »I don’t cry, I don’t cry«, stammele ich nur.

Schließlich verlasse ich doch den Raum und setze mich davor auf eine Bank.

»Bitte lass ihn nicht sterben, bitte, bitte!« Immer wieder dieselben Worte. Ich kämpfe gegen meine aufsteigende Panik an.

Endlich öffnet sich die Tür.

Rupert ist intubiert und während zwei Ärzte versuchen, ihn zu reanimieren, wird er gleichzeitig wieder in den Rettungswagen geschoben und ich muss abermals auf dem Beifahrersitz Platz nehmen. Der Fahrer erklärt mir, dass es in diesem Krankenhaus keine Intensivstation gäbe und wir jetzt deshalb auf dem Weg in ein anderes Krankenhaus seien. Während der ganzen Fahrt sehe ich zu, wie mein Mann hinter mir von den zwei Ärzten reanimiert wird und habe dabei das Gefühl, ihn zu verlieren.

Im Krankenhaus in Nikosia

Im nächsten Krankenhaus angekommen, wird Rupert fast im Laufschritt durch eine breite, sich automatisch öffnende Glastüre geschoben, während ich davor Platz nehmen und warten muss.

Ich weiß zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass dies ein Abschied für immer ist.

Nachdem die Formalitäten erledigt sind, erkundige ich mich, wie ich jetzt zu meinem Mann gelangen würde. Zu meinem Entsetzen bekomme ich mitgeteilt, dass man in die Intensivstation nicht hineindürfe, da man Keime einschleppen könne.

Panik steigt auf!

Ich überlege kurz, ob ich mich auf eine Diskussion einlassen und erklären soll, dass dies bei uns durchaus erlaubt sei, gegebenenfalls mit Schutzkleidung, und verwerfe diesen Gedanken sofort wieder, da ich es mir nicht leisten kann, in meiner Situation das Personal gegen mich aufzubringen. Rupert soll von freundlichen und hilfsbereiten Menschen umgeben sein!

Ich frage mich bis zum Eingangsbereich der Intensivstation durch. Dort angekommen, steht eine Nebentüre versehentlich einen Spalt breit offen. Dieser Spalt genügt, um meinen Mann ein letztes Mal, wenn auch nur für einen kurzen Augenblick, zu sehen. Sie haben ihn ausgezogen und sind gerade im Begriff, ihn umzubetten. Als einer der Männer die offene Türe sieht, ruft er einem anderen laut etwas zu und die Tür wird sofort geschlossen.

Eine Ärztin läuft vorbei und ich höre die Worte Troponin und Marcumar und es breitet sich für einen Moment so etwas wie Zuversicht und Vertrauen in mir aus.

Sie werden schon wissen, was zu tun ist .

Dann stehe ich alleine am Gang.

Ich weiß nicht, was ich jetzt tun soll. Also warte ich und hoffe, einen Arzt sprechen zu können, um zu erfahren, wie es weitergeht.

Unerwartete Hilfe

Nach wenigen Minuten kommt eine Ärztin heraus und ich stelle mich ihr kurz vor. In diesem Moment geschieht für mich das größte Wunder. Wie aus dem Nichts steht plötzlich ein großer, sympathischer Mann neben mir, gibt mir seine Hand und stellt sich vor mit den Worten: »Grüß dich, ich bin der Franz, ich bin der Reiseleiter hier vor Ort.«

Er wendet sich mit ein paar kurzen, türkischen Sätzen an die Ärztin, diese notiert sich etwas auf einem Block und verabschiedet sich dann. Franz zeigt auf eine Bank, auf der wir uns niederlassen. Ich bin unendlich erleichtert, mich in dieser Situation auf bayerisch unterhalten zu können. Franz ist Österreicher und lebt hier auf Zypern. Er erklärt mir, dass unsere Hotelrezeption vom Flughafenpersonal informiert wurde. Daraufhin sei er zuerst in das andere Krankenhaus gefahren, das näher am Flughafen liegt. Dort schickten sie ihn weiter hierher nach Nikosia.

»Du kannst natürlich weiterhin in eurem Hotel wohnen bleiben«, teilt er mir mit.

»Danke, aber ich würde gerne hier in unmittelbarer Nähe bei meinem Mann bleiben, wenn das möglich wäre.«

»Ja, das verstehe ich. Ich werde sehen, was sich machen lässt. Hast du ein Handy? Dann gebe ich dir meine Nummer, damit du mich jederzeit erreichen kannst, und ich speichere deine Nummer bei mir ein.«

Während ich das Handy aus der Tasche hole, beginnen meine Hände unkontrolliert zu zittern. Ich bin nicht in der Lage, die Tasten zu drücken und bin dankbar, dass Franz das für mich erledigt.

»Ich habe auch der Ärztin meine Nummer gegeben und mit ihr ausgemacht, dass sie mich anruft, sobald sich etwas verändern sollte«, informiert er mich, während er die Nummern eintippt.

»Franz, ich weiß nicht, wie lange ich noch telefonieren kann. Das Ladekabel vom Handy und der Adapter sind in einem der Koffer und ich weiß nicht, wo die jetzt sind. Es ist möglich, dass sie am Flughafen noch aus der Maschine genommen wurden, sie können aber auch schon auf dem Weg nach München sein.« Meine Stimme zittert.

»Ich werde mich darum kümmern, und ein Ladekabel hätte ich ansonsten auch noch bei mir zu Hause«, beschwichtigt er mich.

Wir gehen zum Ausgang und Franz verabschiedet sich. Er will sich um ein Zimmer und die Koffer kümmern und dann gegen halb zwei wieder hier sein. Jetzt ist es neun Uhr.

Die Kinder informieren

Ich bin allein.

Ich setze mich auf eine der wenigen kleinen Bänke in die Sonne und denke an die Kinder und dass sie uns erwarten. Ich weiß, dass ich sie jetzt anrufen und gleichzeitig das Telefonat möglichst kurz halten muss.

Und wenn dann der Akku leer ist und Franz mich nicht mehr erreicht? Aber er sagte ja, dass er noch ein Ladekabel hätte, und er weiß auch, dass ich hier sitze und nicht weg kann. Er kann mich also auf alle Fälle erreichen. Ich muss aber die Kinder anrufen!

Mir wird fast körperlich übel dabei und ich hoffe, dass die Verbindung hält.

Während ich die Nummer meiner Tochter wähle, habe ich das Gefühl, als würde mir jemand den Brustkorb abdrücken. Manuela ist wie ich Krankenschwester und ich weiß, dass sie sofort die gesamte Tragweite des Geschehens erfassen wird.

Ich höre ihre Stimme und fühle den Stich in meinem Herzen.

»Hallo, Maus, hier ist die Mama!«

Nach ihrem erfreuten »Hallo!« unterbreche ich sie und fahre fort: »Ich weiß nicht, wie lange der Akku reicht, hör bitte gut zu, es ist sehr wichtig! Der Papa hatte heute Morgen einen Herzinfarkt und liegt jetzt hier in Zypern im Krankenhaus!«

»Neeeiiin!« Ihr Schrei ist markerschütternd.

Ich fahre fort: »Er hatte einen Herzstillstand, wird jetzt beatmet und ist nicht bei Bewusstsein. Er liegt auf der Intensivstation!«

»Neeeiiin!! Neeeiin, Mama!!«

Ich muss unbeirrt weitersprechen, während ich sie weinen höre: »Ich darf nicht zu ihm und weiß jetzt auch noch nicht, wie es weitergehen wird oder wann wir heimkommen können. Bitte kümmert euch zu Hause um alles. Bitte haltet jetzt zusammen und kümmere dich auch um deine Brüder, damit sie zu Essen haben. Ich weiß nicht, ob und wann ich euch wieder erreiche!«

Weinend fleht sie: »Bitte, Mama, lass den Papa nicht alleine dort unten!«, woraufhin ich nur vollkommen verständnislos verspreche, dass ich das nie im Leben machen würde.

Schnell rede ich weiter: »Bitte ruf auch bei mir auf der Station an und sag Bescheid, dass ich nicht weiß, ob ich nächste Woche zum Dienst kommen kann!«

»Ja, ja, ich mach das schon, Mama!«, stammelt sie verzweifelt.

Dann bitte ich Manuela noch, meine Kollegin Dragana zu informieren, die mit Fernheilung vertraut ist, und ebenso meine beste Freundin Gerlinde, auch sie soll energetisch arbeiten.

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