Gertraud Hofbauer - Einfach weitergehen

Здесь есть возможность читать онлайн «Gertraud Hofbauer - Einfach weitergehen» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Einfach weitergehen: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Einfach weitergehen»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Am Ende des gemeinsamen Urlaubs, in einem fremden Land, bekommt der Ehemann einen Herzinfarkt, an dem er zwei Tage später im Krankenhaus verstirbt. Die Autorin sieht sich nicht nur konfrontiert mit der Angst um ihren Mann, sondern auch mit ihrer Sorge um die in Deutschland gebliebenen Kinder. Offen berichtet sie nicht nur von ihrem verdrängten Schmerz, der sie dann doch einholt, sondern ebenso davon, wie sie mit ihrer bewussten Aufmerksamkeit auf Resonanzen und großer Dankbarkeit für die vielen Fügungen in ihrem Leben ihren Humor und ihre Lebens­freude wieder zurückgewann.
Dieses Buch bietet Betroffenen in ähnlichen Situationen Anregungen und soll Mut machen, nicht in der Trauer steckenzubleiben.

Einfach weitergehen — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Einfach weitergehen», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Ich habe Angst vor meinem Zimmer! Dort bin ich ohne Ablenkung und fühle mich konfrontiert mit all meinen Ängsten, die wie schwarze Schatten in mir aufzusteigen beginnen.

Ich wandere wie ein Tiger im Käfig in meinem Zimmer umher, setze mich aufs Bett, gehe zum Fenster, zur Toilette, trinke etwas Wasser und wiederhole dieses Spiel immer wieder, um zu vermeiden, zur Ruhe zu kommen.

Was ist, wenn Rupert aufwacht und ich bin nicht da? Wird er dann denken, dass ich ihn allein zurückgelassen habe?! Er weiß ja nicht, dass ich nicht zu ihm rein darf! Was ist, wenn er aufwacht und Schmerzen hat? Er kann sich doch nicht mitteilen! Ich möchte an seinem Bett sitzen, seine Hand halten und auf dem Stuhl neben ihm wachen!

In meinem Kopf kreisen immer wieder dieselben Gedanken. Nur daran, dass er sterben könne, daran denke ich nicht, will ich nicht denken.

Ich zwinge mich, eine Banane zu essen, obwohl es mich davor ekelt. Aber ich muss durchhalten!

Das Telefon läutet. Es ist meine Kollegin Dragana.

»Hallo, Gerti, wie geht es dir?«

Beim Klang ihrer sanften Stimme lösen sich die ersten Tränen und ich berichte ihr weinend von meinen Ängsten um Rupert und die Kinder. Ich kann ihre Betroffenheit und ihr Mitgefühl deutlich spüren.

»Heute Vormittag habe ich, gleich nachdem die Kollegen mich angerufen hatten, mit Geistheilung begonnen! Anschließend bin ich zum Spätdienst gefahren. Im gesamten Team herrscht tiefe Betroffenheit und ratloses Schweigen. Die Stimmung ist echt gespenstisch. Wenn wir dir auf irgendeine Weise helfen können, lass es uns bitte wissen. Wir denken ständig an dich!«

»Danke, Dragana, dass du mit Geistheilung hilfst! Damit fühle ich mich nicht so hilflos, weil ich das Gefühl habe, dass etwas unternommen wird! Ich kann nicht sagen, wie es weitergehen wird und wann ich wieder zurückkomme!«

»Mach dir bitte wegen uns keinen Stress, jetzt zählt nur, dass du gut auf dich selbst achtest! Ich bin in Gedanken bei dir und drück dich! Ich melde mich wieder! Bis bald!«

Was brauche ICH?

Nach diesem Telefonat fühle ich mich etwas besser. Es tut gut, zu wissen, nicht allein zu sein. Immer noch unschlüssig, was ich jetzt tun soll, kommt mir der Gedanke einer Aufstellung in den Sinn. Vielleicht kann ich erkennen, wohin der Weg führt?

Ich lege jeweils ein T-Shirt von Rupert und mir auf den Fußboden und stelle mich zuerst auf meinen Platz. Hier sehe ich in weite Ferne und erblicke am Ende ein wunderschönes, strahlendes Licht!

Alles wird gut werden , denke ich erleichtert.

Als Stellvertreterin auf Ruperts Platz blicke ich nach schräg vorne und erkenne hier seinen Vater, der ein Jahr nach unserer Hochzeit starb. Neben ihm stehen zwei Kinder und ich weiß, dass es sich hierbei um seine beiden Brüder handelt, die jung verstorben sind. Dahinter nehme ich schemenhaft noch andere Personen wahr. Mein Blick auf Ruperts Position ist klar und es fühlt sich alles sehr ruhig und abgeschlossen an. Ich fühle jetzt aber gleichzeitig, wie meine Frau sich um meine Füße schlingt und mich festhalten will. Aber es ist bereits entschieden. Mein Weg ist klar.

Schnell räume ich die T-Shirts wieder in die Koffer.

Vielleicht habe ich mich geirrt, meine Wahrnehmung kann ja getrübt sein durch den Schock!

Nach einer erneuten Zimmerwanderung beschließe ich, ebenfalls mit Fernheilung zu arbeiten. Ich setze mich also aufs Bett und richte meine Aufmerksamkeit eine Weile auf meine Atmung, bevor ich beginne.

Es dauert nicht lange, da »höre« ich Rupert klar und in normaler Lautstärke direkt neben mir: »Hör auf, ich will das nicht!«

Mir ist sehr wohl bewusst, dass ich das zu beherzigen habe und alles andere übergriffig wäre. Aber er ist mein Mann! Ich will ihn nicht verlieren! Es kann nicht sein, was nicht sein darf!

Wider besseres Wissen fahre ich fort, nur um gleich darauf erneut seine Stimme zu »hören«, diesmal lauter und energischer: »Ich hab gesagt, du sollst aufhören! Ich will das nicht!«

Auffordernd setzt er hinzu: »Kümmere dich jetzt lieber um dich!«

Ich gebe auf, sitze nun einfach nur da und starre Löcher in die Luft. Wie gerne würde ich weinen können. Gleichzeitig fühle ich, dass mich dieser Schockzustand befähigt, durchzuhalten.

Was hat er gesagt? Ich soll mich jetzt um mich kümmern?

Mit geschlossenen Augen stelle ich mir die Frage: Was brauche ICH jetzt?

Die Antwort ist so klar wie einfach: ATMEN!

Langsam und gleichmäßig fließt der Atem, wieder und wieder. Nach ein paar Minuten frage ich erneut: Was brauche ich JETZT?

Die Antwort wiederholt sich ebenfalls: ATMEN!

Ich atme noch eine Weile ruhig weiter, dann geht mir die Geduld aus. Ich wandere lieber wieder umher und starre zwischendurch das Handy an, als ob ich von diesem eine Lösung ablesen könne.

Nichts geschieht.

Aus dem angrenzenden Zimmer kann ich laut den Fernseher hören, dazwischen knallen immer wieder irgendwelche Zimmertüren. Ich beschließe, zu Bett zu gehen, in der Hoffnung, etwas schlafen zu können, obwohl ich mich nicht müde fühle.

Die Nacht verläuft wie der Abend: Wandern, Trinken, Toilette, aus dem Fenster auf die Straße blicken, Licht an, Licht aus, das Handy betrachten.

Vielleicht werde ich angerufen und Rupert ist aufgewacht und ich darf doch zu ihm? Aber wenn er aufwacht und denkt, ich hätte ihn allein gelassen? Ich darf nicht daran denken, da werde ich verrückt! Ob die Kinder schlafen können? Ich möchte so gerne bei ihnen sein!

Ein Gedanke jagt den anderen, die ganze Nacht hindurch. Immer wieder dieselben Gedanken.

Erst gegen Morgen falle ich für eine Stunde in einen unruhigen Erschöpfungsschlaf und stehe um 7 Uhr bereits wieder unter der Dusche.

Der nächste Morgen (Donnerstag)

In dem großen Frühstücksraum sind um diese Zeit nur wenige Gäste. Ich hole mir eine Tasse Kaffee und ein Glas Orangensaft und setze mich an einen kleinen Tisch. Während ich mich dazu zwinge, ein kleines Baguette zu essen, freue ich mich bereits, anschließend mit Manuela telefonieren zu können.

Sie erzählt mir kurz darauf, dass sie gestern Abend alle lange zusammengesessen seien. Sie selbst, unsere Söhne Bäda und Georg, unser Schwiegersohn Christoph sowie Andi und Andrea. Ich bin dankbar, dass mein Bruder und meine Schwägerin bei ihnen waren. Außerdem berichtet sie, dass Koni noch vorbeigekommen sei. Er zählt neben Gerlinde und Robert zu unseren engsten Freunden, und ich habe schon gemeinsam mit ihm die Schulbank gedrückt. Es tut gut, zu hören, dass die Freunde in dieser Situation für die Kinder da sind.

Manuela äußert noch ein Anliegen: »Mama, Martina hat angerufen und sich erkundigt, ob sie zu dir runterfliegen soll? Und Andi hat gestern Abend das gleiche gefragt. Bitte, Mama, nimm das Angebot an! Wir machen uns so große Sorgen um dich!«

»Das ist wirklich sehr nett von ihnen, aber damit ist mir nicht geholfen, Maus. Ich würde jederzeit mit Papas Schwester oder meinem Bruder das Hotelbett teilen, aber ich müsste dann noch zusätzlich auf jemanden Rücksicht nehmen. Allein kann ich mich im Zimmer ungezwungen bewegen, ich kann die ganze Nacht das Licht anlassen, herumspazieren oder wonach mir auch immer ist. Wenn jemand bei mir wäre, würde ich zwangsläufig auf den anderen achten!«

»Aber die würden das doch verstehen! Bitte, Mama, lass zu, dass jemand zu dir kommt!«

»Nein, Manuela, das geht nicht. Ihr braucht euch wirklich um mich keine Sorgen zu machen, ich komm schon klar, das geht schon! Ich bin bestimmt im Schock, aber dadurch kann ich wunderbar funktionieren. Das beinhaltet aber auch, dass ich auf mich achte. Deshalb kann ich die Angebote, auch wenn sie noch so gut gemeint sind, nicht annehmen! Bitte macht euch keine Sorgen um mich, notfalls könnte ich ja auch noch Franz, den Reiseleiter, anrufen.«

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Einfach weitergehen»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Einfach weitergehen» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Einfach weitergehen»

Обсуждение, отзывы о книге «Einfach weitergehen» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x