Johanna Constantini - Abseits

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Am 4. Juni 2019 fährt der ehemalige ÖFB-Fußballnationaltrainer Didi Constantini auf der Brenner-Autobahn entgegen der Fahrtrichtung und verursacht einen Geisterfahrerunfall. Dieser offenbart ein «Demenz-Drama», in dessen Zentrum mit Didi Constantini ein ehemals gefeierter Star und Liebling der Sportwelt steht – und mit ihm seine Familie. Ein knappes Jahr später fasst sich Tochter Johanna ein Herz und beginnt die Geschichte dieser Demenz niederzuschreiben. In ihrem ergreifenden Buch gewährt sie Einblicke in persönliche Strategien, schildert die Karriere ihres Vaters, seinen Rückzug aus dem Fußballgeschehen und die Herausforderungen, die eine Demenzerkrankung nicht nur für den Betroffenen selbst, sondern auch für seine Angehörigen mit sich bringt. Aber Johanna Constantini tritt nicht nur als Tochter für ihren Vater ein, sondern auch als Klinische Psychologin für all jene Betroffenen und deren Familien, denen weniger Beachtung geschenkt wird. In einer «Effizienz- Gesellschaft», in der die Bereitschaft zur Empathie für Demenzkranke auf der Strecke zu bleiben droht, drängt sie auf mehr «Demenzfreundlichkeit», um Demenzkranke eben nicht ins Abseits zu stellen. «Damit auch andere weiter rausgehen», wie es Didi Constantini formuliert, der die Veröffentlichung dieses Buches vorbehaltlos unterstützt.

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Lehrabschluss 1974 Ein Jahr bevor Papa in die Kampfmannschaft berufen wurde - фото 18

Lehrabschluss 1974: Ein Jahr, bevor Papa in die Kampfmannschaft berufen wurde, schloss er seine Lehre als Lithograf in Innsbruck ab. Foto: Constantini

Im Achtelfinale des UEFAEuropacups der Landesmeister besiegte der FC Wacker - фото 19

Im Achtelfinale des UEFA-Europacups der Landesmeister besiegte der FC Wacker Innsbruck den FC Celtic Glasgow mit einem 3:0. Gerhard Forstinger, Friedrich „Friedl“ Koncilia und Dietmar „Didi“ Constantini (von links) vom FC Wacker Innsbruck bejubeln den Sieg. Foto: Krug

Seine Ausbildungserlaubnis als Trainer erhielt Papa erstmals im Jahr 1981 als - фото 20

Seine Ausbildungserlaubnis als Trainer erhielt Papa erstmals im Jahr 1981, als er den Wiener Sportclub coachte, um kurz darauf als Co von Walter „Schani“ Skocik nach Saudi-Arabien zu Al-Ittihad Dschidda zu wechseln. Foto: Constantini

Gemeinsam mit seinem Freund Schani trainierte Papa zwei Jahre in - фото 21

Gemeinsam mit seinem Freund „Schani“ trainierte Papa zwei Jahre in Saudi-Arabien. Nach Griechisch lernte er dort auch, sich auf Arabisch zu verständigen. Wenn er auf dem Feld fluchte, so tat er das übrigens immer in einer anderen Sprache. Foto: Constantini

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Von der Zeit in Saudi-Arabien schwärmt Papa heute noch. Foto: Constantini

In SaudiArabien coachte Papa neben Walter Skocik die Mannschaft von AlIttihad - фото 24

In Saudi-Arabien coachte Papa neben Walter Skocik die Mannschaft von Al-Ittihad Dschidda. Foto: Constantini

Seine Spielerlaufbahn endete aufgrund einer Achillessehnenverletzung als - фото 25

Seine Spielerlaufbahn endete aufgrund einer Achillessehnenverletzung, als Trainer setzte Papa seine Karriere über viele Jahre fort. Foto: Sündhofer

Natürlich haben wir uns nicht davor gescheut die Frösche auch zu küssen Foto - фото 26

Natürlich haben wir uns nicht davor gescheut, die Frösche auch zu küssen. Foto: Constantini

Eines der seltenen Bilder von uns als Familie das es im Jahr 1994 sogar in die - фото 27

Eines der seltenen Bilder von uns als Familie, das es im Jahr 1994 sogar in die Zeitungen geschafft hatte. Foto: Fotograf und Zeitung unbekannt

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Löwenmutter-Manier

Dass ich in diesem Sommer 2019 wenige Schmetterlinge und dafür umso mehr - фото 28

Dass ich in diesem Sommer 2019 wenige Schmetterlinge und dafür umso mehr langsame Klinik-Schiebetüren sehen und die Normalität meiner bisherigen Tage an diesem Punkt enden würde, davon war ich spätestens nach dem Wort „Notfall“ überzeugt. Es las sich für mich fast unwirklich, bedrohlich, ich wollte nicht wissen, was es in sich barg. In diesem Warteraum saß ich nun, zusammen mit sieben weiteren Personen, zwei davon an meiner Seite. Mittlerweile hatte sich auch bestätigt, dass es sich bei den ebenfalls Wartenden tatsächlich um die Familie des jungen Mannes handelte, der in denselben Unfall wie Papa verwickelt war. Zu diesem Zeitpunkt wusste aber auch diese Familie kaum etwas über Unfallhergang und Verletzungen.

Mama und ich erfuhren etwas mehr, nachdem wir wenige Minuten später in einen ersten Behandlungsraum eintreten durften. Umgeben von Vorhängen und ausgestattet mit allerhand Gerätschaften, wurden hier wohl die Unfallverletzten erstversorgt. Einer davon war Papa. Ich erinnere mich daran, dass eine tiefe Wunde auf seiner Stirn klaffte. Sie verzog sich ein wenig, als er uns jetzt in diesem Erstversorgungszimmer anlächelte.

So lange ich zurückdenken kann, erinnere ich mich an meinen Papa lächelnd. Es gab sehr wenige Momente, in denen ich ihn tatsächlich zornig erleben musste. Vielleicht dann, wenn der Drucker in seinem Büro zu Hause wieder einmal streikte und er neben Trainingslagern und Spielbeobachtungen lediglich einen Tag zur Verfügung hatte, um all seine E-Mails auszudrucken. Da flogen dann schon mal die Fetzen, oder besser gesagt die Druckertinte und das Papier. Ansonsten aber gab es tatsächlich sehr wenige Situationen, die Papa abseits vom Spielfeld in Rage bringen konnten.

Auf die Frage eines Journalisten, wie es denn um sein Temperament (als Trainer) stehe, hatte er hingegen einst geantwortet: „Ob ich impulsiv bin? Klar, i bin von einer Sekunde auf die andere in der Höh! Dabei bin i a unbändiger Optimist. Und a totaler Realist. Mit an eisernen Willen kannst alles machen. Früher hab i trainiert wie a Berserker, weil i als Kicker viel z’ langsam war. Zufrieden bin i praktisch nie, i will immer was verändern.“

Als Familie erlebten wir viel eher den optimistischen Realisten als irgendwelche Anzeichen eines wilden Berserkers. Den ließ Papa glücklicherweise stets auf dem Platz zurück.

Dass wir ihn sogar in dieser Situation, von der wir alle noch nicht wussten, wo sie uns hinführen würde, lächeln sahen, war nur eine weitere Bestätigung dafür.

Trotzdem kam ich mir vor wie in einer Blase. Was würde nun passieren? War die Wunde auf seinem Kopf die einzige Verletzung? Weit gefehlt, wie uns die Ärzte wenig später bestätigten. Zwar hatte Papa keine „lebensbedrohlichen Verletzungen“ erlitten, dafür ganze acht Rippenbrüche, ein gebrochenes Brustbein, Brüche an Hand- und Fußgelenken sowie eine ordentliche Gehirnerschütterung.

Es stellte sich nun auch heraus, dass es sich bei dem Unfall tatsächlich um den im Radio berichteten Geisterfahrerunfall auf der Brennerautobahn gehandelt hatte. Wie genau es dazu gekommen war, konnten zu diesem Zeitpunkt weder die Polizei noch die behandelnden Ärzte und schon gar nicht Papa oder der andere Unfallteilnehmer rekonstruieren.

Was Papa anging, so folgten an jenem Nachmittag noch einige Untersuchungen, Röntgenaufnahmen und ein CT. Wie lange wir währenddessen in dem kühlen Warteraum gesessen hatten, weiß ich heute nicht mehr. Jedenfalls fühlten sich die Stunden wie eine Ewigkeit an. Und wir waren extrem beunruhigt, besorgt um Papa und den Schweregrad seiner Verletzungen. Besorgt um den jungen Mann, der ebenso in den Unfall verwickelt gewesen war. Aber auch beunruhigt darüber, was genau passiert sein konnte. Dass es die kleine Raupe früher aus den Klinikgemäuern geschafft hatte, dafür war ich auch im Nachhinein sehr dankbar. Das kleinste Fleckchen Grün hätte ich diesem unbequemen Raum mit der langsamen Schiebetüre wohl auch vorgezogen.

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