Johanna Constantini - Abseits

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Am 4. Juni 2019 fährt der ehemalige ÖFB-Fußballnationaltrainer Didi Constantini auf der Brenner-Autobahn entgegen der Fahrtrichtung und verursacht einen Geisterfahrerunfall. Dieser offenbart ein «Demenz-Drama», in dessen Zentrum mit Didi Constantini ein ehemals gefeierter Star und Liebling der Sportwelt steht – und mit ihm seine Familie. Ein knappes Jahr später fasst sich Tochter Johanna ein Herz und beginnt die Geschichte dieser Demenz niederzuschreiben. In ihrem ergreifenden Buch gewährt sie Einblicke in persönliche Strategien, schildert die Karriere ihres Vaters, seinen Rückzug aus dem Fußballgeschehen und die Herausforderungen, die eine Demenzerkrankung nicht nur für den Betroffenen selbst, sondern auch für seine Angehörigen mit sich bringt. Aber Johanna Constantini tritt nicht nur als Tochter für ihren Vater ein, sondern auch als Klinische Psychologin für all jene Betroffenen und deren Familien, denen weniger Beachtung geschenkt wird. In einer «Effizienz- Gesellschaft», in der die Bereitschaft zur Empathie für Demenzkranke auf der Strecke zu bleiben droht, drängt sie auf mehr «Demenzfreundlichkeit», um Demenzkranke eben nicht ins Abseits zu stellen. «Damit auch andere weiter rausgehen», wie es Didi Constantini formuliert, der die Veröffentlichung dieses Buches vorbehaltlos unterstützt.

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Das geschichtsträchtige Griechenland war auch der Ort, wo sich meine Eltern kennenlernten. Mama als bekennende Fußball-Laiin hatte in Papa keineswegs den Profi erkannt. Es begegneten einander daher im Jahr 1987 nicht so sehr eine zukünftige Spielerfrau und ein Profikicker, sondern eine zufällig auf Mykonos urlaubende Wienerin und ein Tiroler Naturbursche.

Fast wie damals bei meiner Oma Johanna, die sich auch Zeit gelassen hatte, bevor sie eine Beziehung mit dem charmanten Bozner Walter Constantini einging, dauerte es auch bei meinen Eltern eine Weile, bis sich aus diesem ersten Kennenlernen etwas Ernsthaftes entwickeln sollte. Papa war zum Zeitpunkt jenes ersten Zusammentreffens bereits als junger Trainer tätig und verabschiedete sich anschließend kurzerhand für zwei Jahre ins Königreich Saudi-Arabien. Kurzerhand, wie so oft in diesem Geschäft, in dem nicht nur ein Job den nächsten jagt, sondern die beruflichen Stationen eben auch häufig auf verschiedenen Kontinenten lokalisiert sind. Er hatte sich mittlerweile dem Trainerdasein verschrieben, denn eine Achillessehnenverletzung hatte seiner Spielerlaufbahn nach insgesamt 198 Spielen in der österreichischen Bundesliga und sechs erzielten Toren ein Ende gesetzt.

„Es is a so, es is a Sucht. Trainer is a Sucht. I hab ja des nit erfunden, es ist oanfach so kemmen“, fasste Papa seine große Leidenschaft später in Worte.

Meine Mama, die er im Jahr 1991 dann heiratete, ließ ihn diese berufliche Leidenschaft stets voll und ganz ausleben. „Lieber einen glücklichen Mann, der unterwegs ist, als einen unglücklichen, der nur zu Hause sitzt“, meinte sie.

So begleiteten wir – Mama, meine Schwester Leni und ich – als Dreimäderl-Kommando Papa von allem Anfang an auf vielen seiner Reisen, weshalb unsere Wohnorte während unserer Kindheit in

regelmäßigen Abständen wechselten: Wien, Linz, Niederösterreich, Mainz, Mutters, um schließlich – zur Zeit meines Schuleintritts im Jahr 2002 – den Rest der Kindheit in Telfes im Stubaital verbringen zu dürfen. Damals entschieden die Eltern, unseretwegen doch sesshaft zu werden. Und während wir im Stubaital mit seinen eisigen Gletscherseen, bei spannenden Lagerfeuer-Abenden und Froschfang-Aktionen mehr als beschäftigt waren, trainierte Papa noch viele weitere Mannschaften.

Den Aktionismus, den er auch mir weitervererbt hat – und den ich an diesem Frühsommertag 2019 einmal mehr in mir spürte –, forderte er nicht nur von sich, sondern auch von seinen zahlreichen Spielern: „Wenn er nit rennt, kriegt er eh an Spitz in Hintern, und wenn er rennt, bin i wie a Löwenmutter“, sagte er oft. Aber obwohl er die 150 Prozent, die er sich einst auf der Bergiselschanze selbst antrainiert hatte, stets auch von seinem Gegenüber erwartete, verlor er niemals seine Menschlichkeit, die schon Branko Elsner so an ihm geschätzt hatte.

Bis heute nicht. Bis zu diesem heutigen Tag, an dem meine Gedanken herumirrten und die kleine Raupe immer wieder in ihren Mittelpunkt geriet. Mitten in der Klinik, unter den Piepstönen mir unbekannter Gerätschaften, zwischen Ärztekitteln und Türöffnern, dachte ich daran, dass es ein sehr kurzer Moment auf meiner Waldroute gewesen sein musste, in dem sich die kleine Waldbewohnerin an meinen Laufhosenzipfel gehängt haben konnte.

Nachdem ich erst wenige Minuten in dem für Kliniken typisch kühl wirkenden Warteraum verbracht hatte, beschloss ich, noch einmal nach draußen zu gehen. Schließlich würde in der nächsten Minute nicht viel passieren, und die Raupe hatte sich sicherlich nicht diesen Ort als endgültiges Reiseziel gewünscht. Wenn ich schon hier saß, ohne auch nur den geringsten Einfluss auf die Situation nehmen zu können, so wollte ich zumindest dem Schicksal meines blinden Passagiers eine positive Wendung geben.

Ein weiteres Mal also durch die Schiebetüre. Viel zu langsam öffnete sie sich. Behutsam setzte ich meine kleine, hellgelbe Kameradin auf der einzigen grünen Fläche vor dem Klinikgebäude ab. Wohin sie ihr Weg nun wohl führen würde? In diesem kurzen Moment erschien mir die kleine Raupe als normalster Teil meiner Gegenwart. Die nächsten Stunden, Tage und Wochen sollten mich vor eine vollkommen neue Normalität stellen. Wehmütig entließ ich das friedvolle Tier, und noch bevor die langsamste aller langsamen Schiebetüren sich hinter mir schloss, musste ich an ihren zukünftigen Weg denken: „Auf bald, als Schmetterling!“, möglicherweise ...

Germar Johanna Dietmar der kleine Elmar Walter und Oskar Constantini von - фото 7

Germar, Johanna, Dietmar, der kleine Elmar, Walter und Oskar Constantini (von links) Foto: Constantini

Johanna Hanni Constantini kümmerte sich gemeinsam mit ihrem Mann Walter um - фото 8

Johanna „Hanni“ Constantini kümmerte sich gemeinsam mit ihrem Mann Walter um ihre vier „Burschen“. Foto: Constantini

Opa Walter mit seinen Söhnen Dietmar Oskar und Germar von links Foto - фото 9

Opa Walter mit seinen Söhnen Dietmar, Oskar und Germar (von links) Foto: Constantini

Papas Mama Johanna sorgte sich Zeit ihres langen Lebens liebevoll um ihre - фото 10

Papas Mama Johanna sorgte sich Zeit ihres langen Lebens liebevoll um ihre „Burschen“... Foto: GEPA

und unterstützte Papa als Fußballkennerin nicht nur indem sie ihn über die - фото 11

... und unterstützte Papa als Fußballkennerin nicht nur, indem sie ihn über die Schiedsrichter informierte. Foto: GEPA

Walter Constantini förderte seinen Sohn Dietmar wo er nur konnte Er selbst - фото 12

Walter Constantini förderte seinen Sohn Dietmar, wo er nur konnte. Er selbst war Fan der italienischen Mannschaft Juventus Turin. Foto: Constantini

Für seinen Aktionismus war mein Papa Zeit seiner Karriere bis über die - фото 13

Für seinen Aktionismus war mein Papa Zeit seiner Karriere bis über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Foto: Norbert Schmeisser

Tivoli 2016 Lange erinnerte eine Erfolgstafel an Papas Zeiten am Innsbrucker - фото 14

Tivoli 2016: Lange erinnerte eine Erfolgstafel an Papas Zeiten am Innsbrucker Tivoli. Foto: Constantini

Dank seines Ehrgeizes war Papa als Spieler vielen voraus Foto Sündhofer Als - фото 15

Dank seines Ehrgeizes war Papa als Spieler vielen voraus. Foto: Sündhofer

Als junger Spieler erreichte Papa ganz links im Bild je zwei Österreichische - фото 16

Als junger Spieler erreichte Papa (ganz links im Bild) je zwei Österreichische Jugend- und Juniorenmeistertitel sowie acht Teilnahmen an UEFA-Spielen, sechs Auftritte beim Amateur- und fünf beim Olympiateam. Foto: Constantin

Lehrabschlussbild 1974 Das Zeichnen und Malen hat Papa im späteren - фото 17

Lehrabschlussbild 1974: Das Zeichnen und Malen hat Papa im späteren Erwachsenenalter wiederentdeckt. Foto: Constantini

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