Ricarda Huch - Im Alten Reich

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In «Im Alten Reich» erzählt die Autorin von Städte in Deutschland mit historischem Hintergrund. In dieses Werk schreibt Ricarda Huch auch über militärische Konflikte und andere historische Ereignisse, die jede Stadt durchgemacht hat, und über ihre Auswirkungen auf die Neuzeit in Deutschland.

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Den schlimmsten Nachbar, denjenigen, der es zuletzt verschlingen sollte, bekam Hall, als Eberhard I. von Württemberg, von den Zeitgenossen der Recke, von seinem respektvolleren Volke später der Erlauchte genannt, seine kleine Grafschaft auszudehnen unternahm. Damals schritten die Kaiser noch gegen das Bestreben der Fürsten, sich einen Territorialstaat zu bilden, strafend ein; aber sie verfuhren dabei so wenig folgerichtig, daß Albrecht dem Eberhard die Landvogtei von Niederschwaben übertrug, wodurch vierundzwanzig Städte, darunter Hall, unter seinen Schirm, und das hieß soviel wie unter seine Gewalt, kamen. Gegen den landgierigen Grafen bildete sich jedoch ein Landfriedensbund, in dem neben verschiedenen Herren zweiundzwanzig Städte vertreten waren, und in dem Kriege, den Heinrich VII. anführte, verlor er seine ganze Grafschaft. Es kam die Zeit der großen und einflußreichen Städtebündnisse, wo eine Entwicklung möglich schien, die derjenigen der schweizerischen Eidgenossenschaft ähnlich gewesen wäre; indessen ein Enkel Eberhards I., Eberhard der Greiner, machte ihr durch den Sieg bei Döffingen ein Ende, den der Alternde mit dem Tode seines Sohnes zahlen mußte.

In allen diesen Fehden fand der zahlreiche hallsche Adel Gelegenheit, sich zu betätigen. Als ein Hund von Wenkheim im Jahre 1438 in Rothenburg o. d. Tauber turnierte, war er von dreißig Edlen von Hall begleitet; und doch hatte damals schon ein großer Teil der Patrizier die Stadt verlassen. Die Unzufriedenheit der vom Regiment ausgeschlossenen Handwerker führte zu drei sogenannten Zwietrachten, deren Folge die gänzliche Auswanderung der Geschlechter war. Bei der zweiten Zwietracht, die im Jahre 1340 stattfand, änderte Ludwig der Bayer zugunsten der Handwerker die Verfassung, so daß künftig zwölf Edelleute, sechs Mitterbürger und acht Handwerker im Rat vertreten sein sollten. Auch ein Nichtadliger sollte das Amt des Städtmeisters, so hieß in Hall der Bürgermeister, bekleiden dürfen.

Entrüstet über die kaiserliche Entscheidung wanderten etwa fünfundzwanzig bis dreißig adlige Familien aus und ließen sich zum Teil in Straßburg nieder, wo eine Straße nach ihnen Haller Gasse benannt wurde. Immerhin blieben noch hundertundvierzehn adlige Familien zurück, die auch verfassungsgemäß das Übergewicht hatten.

Im Anfang des 15. Jahrhunderts wurde ein hervorragender Mann, Hermann Büschler, Städtmeister, der, aus mittelfreiem Stande hervorgegangen, vom Adel ungern gesehen wurde. Als er um Aufnahme in die Trinkstube der Patrizier nachsuchte, wurde sie abgeschlagen, obwohl seine Frau aus altadligem Geschlecht, eine Hornberger aus Rothenburg war; als geladener Gast, wurde ihm geantwortet, sollte er willkommen sein, nicht als berechtigtes Mitglied. Als nun Hermann Büschler mit verschiedenen des Rats eine bürgerliche Trinkstube gründete, wendeten sich die Geschlechter an den Schwäbischen Bund und setzten mit dessen Hilfe durch, daß die Trinkstube geschlossen und eine Veränderung der Verfassung im aristokratischen Sinne eingeführt wurde. Nachdem alle Versuche Büschlers, dies Verfahren auf dem Rechtswege zu bekämpfen, durchkreuzt worden waren, floh er aus Hall, um persönlich vor den Kaiser zu gelangen. Ein Rad um den Hals, Asche auf dem Kopf, ein Schwert in der Hand, so sei er, erzählt man, in Frankfurt am Main bis zum Kaiser vorgedrungen. Man wollte ihn in seinem närrischen Aufzuge nicht vorlassen, allein Maximilian, der öfters in Hall gewesen war, erkannte ihn wohl wieder und hieß ihn sprechen. Indem er seine Sache vortrug, soll Büschler gesagt haben, er wolle sich gerne dem Feuer, dem Rade, dem Strang, dem Schwert unterwerfen, wenn er strafbar sei. Vielleicht war dem Kaiser die Persönlichkeit Büschlers sympathisch, der außerdem eine gerechte Sache vertrat; Maximilian schickte eine Kommission nach Hall, die anordnete, daß die Verfassung Ludwigs des Bayern wiederhergestellt werde. Diese Verfassung hinderte nicht, daß sich wieder eine Oberschicht bildete; aber der alte Adel, der Jahrhunderte hindurch die Geschicke der Stadt geleitet hatte, verschwand gänzlich und für immer. Die Adelsheim, Crailsheim und Theurer waren schon nach der ersten Zwietracht aufs Land gezogen, nach der zweiten und dritten folgten ihnen die Backenstein, die Bebenburg, Erbküchenmeister des Reichs, die Berler, oft Reichsschultheißen von Hall, die Clingenfels, Egen, Geyer, Gottwollshausen, Münzmeister, Ottendorf, Lamparter von Ramspach, Sturmfeder und Eschelbach. Zum Teil starben sie bald aus. Der Städtmeister Simon Berler, der das Haupt der Adelsverschwörung gewesen war, soll ruhelos im Land herumgewandert und in Armut gestorben sein. Der letzte Büschler starb im 18. Jahrhundert wahnsinnig im Arbeitshause.

Man kann es als einen Vorzug ansehen, daß durch die Auswanderung des Adels die Bevölkerung vereinheitlicht wurde, andererseits bedeutete sie einen Verlust und nicht nur durch das Sinken der Steuerkraft, was sich ziemlich bald wieder ausglich. Der Adel, so herrschsüchtig er im Inneren war, war er es auch nach außen, im allgemeinen stets auf das Ansehen, die Erweiterung, den Glanz der Stadt bedacht, und dadurch, daß er in den Waffen geübt, und nicht durch Erwerbsarbeit behindert war, in der Lage, große Pläne auszuführen. Gewiß waren auch die Zünfte wehrfähig und stets zur Verteidigung der Mauern bereit, auch ihnen lag das Wohl der Stadt am Herzen, auch aus ihrer Mitte gingen tüchtige und unternehmende Männer hervor; aber sie waren doch ihrer Natur und Aufgabe nach behutsam und sparsam, ein unentbehrliches Gegengewicht gegen den verwegenen Übermut des Adels, einseitig ohne ihn. Die kurzsichtige Überhebung und Herrschsucht des Adels hatte die unheilbare Spaltung herbeigeführt.

Die letzten 50 Jahre vor der dritten Zwietracht waren für Hall eine Zeit der Blüte, die sich in monumentalen Bauten ausdrückte. Damals entstanden das große Bollwerk, von dem nur der Pulverturm unterhalb des Bahnhofs übriggeblieben ist, der Brunnen am Fischmarkt, die Michaelskirche, das Spiral am Markt und die schönen Patrizierhäuser in der Oberen Herrengasse. In den Grundstein der Kirche schloß man ein Glas voll roten Weins, ein Glas mit Korn, einen rheinischen Goldgulden, einen hällischen Reichstaler und einen hällischen Pfennig, eine Bleitafel mit der Jahreszahl und den Namen des regierenden Kaisers und der amtierenden Ratsherren. An den Namen Hermann Büschlers, der es ursprünglich zum Schutze gegen Limpurg erbaute, knüpft sich das Büchsenhaus oder der sogenannte Neue Bau, der die Stadt von ihrem höchsten Punkte aus beherrscht. Die Schmucklosigkeit des vorderen Giebels, dessen einzige Zierde das kaiserliche und das hällische Wappen bilden, läßt ihn um so gewaltiger erscheinen. Das Haus wurde beim Übergang an Württemberg Staatseigentum, aber später von der Stadt zurückgekauft und soll jetzt zur Abhaltung von Festen und Tagungen eingerichtet werden; ein der stolzen Lage auf dem Felsenvorsprung und der herausfordernden Massigkeit entsprechender Zweck findet sich nicht.

Auch mit kaiserlichen Besuchen, an denen es Hall nie gefehlt hat, wurde die Stadt in diesem Zeitraum mehrfach beehrt. Friedrich III., der sich, aus Wien durch Mathias Corvinus vertrieben, einstweilen von seinen Reichsstädten versorgen ließ, kam im Jahre 1485 nach Hall. Als auf einem abschüssigen Wege Kühe vor seinen Wagen gespannt werden mußten, sagte er mit habsburgischem Humor: »Seht, die Kühe müssen das Römische Reich führen!« Vier Jahre später kam sein Sohn Maximilian, gleichfalls umgänglich und gutgelaunt, aber frisch und unternehmend, um bei einer Versammlung des Schwäbischen Bundes gegenwärtig zu sein. Er nahm am Palmsonntage an der Prozession teil, und als er bemerkte, daß der hölzerne, auf Rädern laufende Palmesel durch die Stadtbüttel gezogen wurde, sagte er: »Haben die Herren von Hall sonst niemand, das Bild Christi zu führen, als die Schergen?« was den Anlaß gab, daß zwei Ratsherren an die Stelle der Büttel traten, bis die Reformation den ganzen Brauch aufhob. Im November des Jahres 1495 zog der Kaiser spät abends mit 350 Pferden ein, um die Huldigung entgegenzunehmen, die am folgenden Tage auf dem Markt durch Rat und Bürgerschaft geleistet wurde. Am Nachmittage fand auf Maximilians Wunsch ein Tanz der Geschlechter auf dem Rathause statt. Bei einem folgenden Besuche stieg der Kaiser bei Michael Senfft ab, der im Schwabenkriege den Haller Zuzug geführt und sich so ausgezeichnet hatte, daß der Kaiser ihn nach der Schlacht mit einem Pferde beschenkte. Damals soll es vorgekommen sein, daß ein fahrender Bettler den Kaiser als seinen Bruder ansprach, weil sie beide von Adam abstammten. Der Kaiser soll ihm einen Kreuzer gegeben und gesagt haben: »Gang hin und heiß dir einen jeden Bruder von Adam her einen Kreuzer geben, so wirst du reicher werden, als ich bin!« Ein heikler Besuch in veränderter Zeit war der Karls V., von dem die evangelische Stadt Hall fürchtete, er werde ihr Zwang in Glaubenssachen antun. Er kam mit 800 Pferden und einem Gefolge, das, wie er selbst, einfach und ganz und gar in Schwarz gekleidet war, weil er um seine verstorbene Frau Juana trauerte; auch die Ratsherren, die ihm entgegenritten, trugen sich schwarz. Vier Ratsherren hielten den schwarzen damastenen, mit goldenen Adlern bestickten Baldachin über ihn, während er einzog, Herolde trugen ihm einen goldenen Adler und ein goldenes Schwert voran. Im Haufe Hermann Büschlers am Markt, das noch steht, stieg er ab, nahm den goldenen, mit Dukaten gefüllten Pokal entgegen, den man ihm überreichte, und gab dann seiner gnädigen Gesinnung gegen die Stadt Ausdruck. Beim Essen, das am anderen Tage in der Frühe stattfand, gab es unter anderem: Weinbeeren, Maien in Schmalz gebacken, Eier doppelt übereinandergestürzt, gedämpfte kleine Rübchen, gebackene Schnitten, Torten, Erbsensuppe, dürre Forellen, Stockfisch, blaue Karpfen, heißen Hecht, gebratene Birnen, Reis mit Mandelmilch, Fladen und Konfekt. Dazu nahm der Kaiser dreimal einen Schluck Wein aus einem venezianischen Glase. Nach dem Essen, es war um elf Uhr, fand die Huldigung statt. Dabei ereignete es sich, daß, als die anwesenden Ratsherren zwei Fenster aushoben, wo der Kaiser und der Kanzler standen, vermutlich damit er besser sehen und gesehen werden könne, und einem der Herren das schwere Fenster aus der Hand gleiten wollte, daß der Kaiser, um es zu verhindern, zugriff. »Dies Stück der Demut,« sagt der Chronist, »hat allen Menschen wohlgefallen.« Nach erfolgter Huldigung verabschiedete sich Karl, indem er dem Städtmeister und einigen Ratsherren die Hand gab, und brach nach Crailsheim auf, von den Hallern bis an die Grenze ihres Gebiets geleitet. Dort erwartete ihn der Markgraf Georg von Brandenburg, begrüßte die Majestät und sagte zu denen von Hall: »Da hat euer Geleit ein End.« Nachdem sie erwidert hatten: »Ja!« sagte er weiter: »So hebt meines an,« womit die Zeremonie beendet war. Bis Hall hatten die Hohenlohe das Geleit gehabt.

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