Ricarda Huch - Im Alten Reich

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In «Im Alten Reich» erzählt die Autorin von Städte in Deutschland mit historischem Hintergrund. In dieses Werk schreibt Ricarda Huch auch über militärische Konflikte und andere historische Ereignisse, die jede Stadt durchgemacht hat, und über ihre Auswirkungen auf die Neuzeit in Deutschland.

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Was ich an jenem Sommermorgen im Kaisergrund mit dem inneren Auge sah war so: Ich sah den rechtschaffenen König Rudolf, der ausgezogen war, einen unverschämten Betrüger und Friedensstörer zu strafen, betroffen von der wundersamen Erscheinung, die ihm vor den Toren von Wetzlar entgegentrat. Dieser Friedrich war ein Betrüger und doch keiner, weil er ein Wahnsinniger war, der der Kaiser zu sein glaubte. Und er war es, solange er es glaubte. War dieser Mann so alt, wie Friedrich hätte sein müssen, wenn er lebte? Manchmal schien er hundertjährig und älter und morsch, als müsse er vor einem Luftzug zusammenfallen; aber wenn sein Gefühl ihn hinriß, strahlte er von Kraft und Jugend, trotz des weißen Haars, das ihm wirr ums Gesicht hing. Er war ein Träumender und sprach seltsam ergreifende Dinge aus Tiefen des Traums. Er war Friedrich, verzehrt von Schmerzen und hell im Bewußtsein seines Namens. Er war ein Sinnbild herrlicher Vergangenheit und stand geisterhaft schaurig vor dem Bringer der neuen Zeit, dem der gemütliche Humor auf den Lippen erstarb angesichts dieser Flamme aus der Asche.

Solange Friedrich träumt, ist er der Kaiser und herrscht; aber wenn man ihn rauh antastet, ihn martert, dann erwacht er und ist ein armseliger, gehetzter Kranker, der sich fürchtet und zittert und nach Hause möchte. Irgendein Wort aber des Hohns oder der Schande stürzt ihn wieder in den Abgrund seines Wahns: er ist wieder Friedrich, der Kaiser. Er wirft sich in das Feuer wie in die Glorie, die ihm gebührt und besser ansteht, als vor der Verlegenheit der einen und dem verbissenen Hasse der anderen zu stehen. Rudolf handelt, wie er muß, wenn er den Betrüger, den Zerstörer seines Friedenswerks aufopfert; und dennoch, solange die beiden sich gegenüberstehen, ist Rudolf der falsche und der mit Purpurfetzen behangene Bettler der echte Kaiser, der Hohenstaufe, der von Gottes Gnaden.

Friedrich:

So empfängt Habsburg seinen Kaiser! Knechte dingt er,

Nicht ihn zu stützen, denn er ist sehr alt,

Nein, ihn zu greifen, vor sich herzustoßen

Als einen Missetäter. Rudolf! Hättst du das geglaubt,

Wenn jene umbrische Sibylle dir's

Geweissagt hätte,

Die bei Arquata uns den Weg vertrat?

Sie griff in deines Rappen Zügel, hielt ihn,

Ein alt gebrechlich Weib, und rief: Heil dir,

Gottes Erwählter! Hoch, hoch wirft du steigen

Und dein Geschlecht! Du sprachst, zu mir dich wendend:

»Die Törin sieht nicht weiter als ein Maulwurf.

Nie steig ich höher, Herr, als du mich hebst

In deiner Gnade; und ob hoch oder nieder,

Findst du mich treu.« Was sagte ich darauf?

Rudolf:

Im tiefsten Busen regt sich ein Erinnern,

Haucht auf verwischte Bilder. War's in Umbrien,

Wo uns, als wir am Quell vom Pferde stiegen,

– Uns dürstete – ein Trupp Banditen überfiel

Und den von Arnstein fingen und entführten,

Des roter Bart sie trog, als wär's der Kaiser?

Graf v. Katzenellenbogen:

So hört ich's einst von meinem Vater sagen,

Der auch dabei war!

Friedrich:

Katzenellenbogen?

Ich seh, du bist sein Sohn. Gleichst ihm zwar wenig,

Er kurz und fett, du schlank, fast wie ein Mädchen;

Doch deine Augen sind's, die ihn bezeugen.

So schmale hatt' er, bläulich spiegelnde,

Daß ich ihn wohl zu necken pflegte,

Sein Vater hab ihn aus Jerusalem

Von einer Sulamith.

Graf v. Katzenellenbogen:

Ist das Magie nicht,

Spricht Wahrheit hier. So wärst du Kaiser Friedrich!

Mir ist zumut, als drehte sich der Himmel!

Friedrich:

Ihr zögert, schweigt. Grüßt mich denn keiner, keiner

Erkennt mich? Bin ich nicht mehr ich,

Weil Schnee mein Blondhaar deckt, weil Alter

Und Kummer meinen stolzen Rücken krümmte,

Die Wange einfiel, die einst straff und braun?

Kenn ich doch euch und weide mich

An euren Zügen, draus Vergangenheit,

Zeit meiner Jugend, meiner Herrlichkeit

Wie aus dem Spiegel glänzt, und ihr steht stumm,

Verlegnen Blicks. Ihr werft euch nicht

In meine Arme, auf die Knie vor mir,

Dem letzten Staufer, den ein Wunder sparte!

Graf v. Regenstein:

Eben das Wunder lähmt uns. Kaiser Friedrich,

Den Gift zu früh entseelte, liegt begraben

Im Dome zu Palermo. Wenn er lebte,

Hätt' er geschwiegen, als der Feinde Wut

Ihm Söhn und Enkel schlachtete? Der Frauen

Und Kinder selbst nicht schonte? Wär' er nicht,

Ein Löwe, starken Sprungs in Feindes Nacken

Gefallen? Läg' er nicht im Grabe, Staub,

Soweit er Fleisch war, hätt' er zugesehen,

Wie Konradins, des Knaben, edles Haupt

Das Beil des Henkers abhieb? Zugesehen,

Wie Manfred mit Verrätern rang und fiel?

Und ohne Hülf und Rache Heinz, den Liebling,

Im Turme wimmern hören?

Friedrich:

Schweig!

Grausamer, schweig! Reiß nicht von meinem Herzen

Die Narbe! Glaubst du etwa, in der Hand

Wägen zu können, was ich litt? Kein Abgrund

Faßt all die Qualen, die mein Herz ertrug.

Von meinem Reiche fern hab ich Jahrzehnte

In Knechtsgestalt gelebt, mein Bettlerelend

Gefristet. Und in Lumpen noch gefürchtet,

Erkannt zu werden. Sie verfolgten mich

Noch übers Meer, nach Asien, Trapezunt

Und Persien. Dies gesalbte Haupt

War feiler Mörder Ziel. Der große Gaukler

In der Tiara war auf meinen Fersen.

Ach, daß der Haß scharfsichtiger, treuer ist

Als Liebe! Häscher und Banditen, die

Erkannten mich! Syrien und Palästina

Verbarg mich ihnen nicht. Aus schmählichster

Vermummung blitzen sahn sie meiner Ahnen

Verderblich Adlerauge. Jener Wüstenscheik,

Der auf Kamelen flog, wie Wolken fliegen,

Weit – weit – unendlich weit – auch jener kannte mich

Und sandte Sklaven mir und Sklavinnen

Und Gold und Purpur, rot wie adlig Blut.

»Da man im Abendland,« sprach er, »den Herrn

Der Welt verstößt, heilig sei mir dein Haupt

In Dornen.« So der Scheik. Und weiter, weiter,

Rasende Flucht bei Nacht, bei Tagesgrauen

In alten Gräbern mit der Fledermaus

Verborgen. So verfolgte mich

Der böse Greis in Rom.

SchwäbischHall Inhaltsverzeichnis Natur hat diese Stadt gewiegt und Kunst sie - фото 7

Schwäbisch-Hall

Inhaltsverzeichnis

Natur hat diese Stadt gewiegt und Kunst sie gebildet. An zwei Abhängen, die der Kocher durchbricht, steigt sie anmutig prächtig hinauf, auch wo sie groß wirkt noch traulich wie die Landschaft, der sie verschwistert ist. Jenseits erhebt sich wie ein Fabelbau die ritterlich-kirchliche Komburg, und dahinter der Einkorn, einst Träger einer Wallfahrtskirche, jetzt ein dunkelgrün bewaldeter Kegel. Hier ist Burg, Strom, Insel, Felsarchitektur, auf, nieder, Winkel und Bogen, alles so glücklich benutzt und ineinander gewachsen, daß es wie ein lobpreisender Auszug deutscher Welt vor dem überraschten Wanderer liegt.

Die freigebige Natur, die jedem Ort etwas verleiht, womit er sich nährt und woran er erwächst, schenkte hier zur Schönheit Nutzen in einer Salzquelle, die schon in geschichtsloser Zeit von Tieren und Menschen aufgesucht wurde. Sie gehörte zum Gebiet der Grafen von Westheim, und diese, die zugleich Grafen des Kochergaues waren, haben wohl zuerst Versuche planmäßiger Salzbereitung angestellt. Die königlichen Beamten, denen der Betrieb anvertraut wurde, vermutlich Adlige der Umgegend, lebten nach der Überlieferung in sieben Burgen, die im Jahre 1718 bis auf eine noch alle vorhanden waren. Der große Brand von 1728 ließ nur noch eine übrig, die sogenannte Keckenburg, ein Fachwerkbau auf steinernem Untergeschoß. Der Ertrag der Quelle wurde in 111 gleiche Teile geteilt, die verpachtet wurden, und man unterschied Obereigentum, Lehn genannt, und Nutzeigentum oder Erb, dessen Besitzer Erbsieder hießen. Mit dem Beginn des 14. Jahrhunderts war die ursprünglich königliche Quelle ganz im Besitz der Erbsieder. Sie bildeten den reichsten und vornehmsten Teil der Bürgerschaft, aus deren Mitte der Rat besetzt wurde.

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