Cornelia Härtl - Leise Wut

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Ein totes Kind. Das Jugendamt am Pranger. Die Presse sucht nach Schuldigen.
Die Offenbacher Sozialarbeiterin Lena Borowski wird, kaum aus ihrem Urlaub zurück, mit dem Fall ihres Ex-Schützlings, des kleinen Tobias, konfrontiert und kurz nach dessen gewaltsamem Tod suspendiert. Als auch noch Tobis Mutter Selbstmord begeht, steht für Lena fest, dass dies kein gewöhnlicher Fall ist. Sie will und muss für Aufklärung sorgen. Und schon bald findet sie sich in einer Welt wieder, mit deren Grausamkeit sie nicht vertraut ist …
Wut und Spannung in Offenbach und auf Menorca – denn bis dorthin führt Lenas Weg bei der Lösung des Falles. Auch im dritten Band mit der Sozialarbeiterin Lena Borowski zeigt Cornelia Härtl ihren LeserInnen ein Milieu, das niemand so genau kennt … oder kennen will.

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Unruhig stand sie auf, lief durch die Wohnung. Ihr Blick blieb an dem Stapel Post hängen, den die Kasulke ihr gebracht hatte. Inmitten von Rechnungen und Werbung fand sie eine Ansichtskarte, die das Foto eines Feuersalamanders zeigte. Auf der Rückseite hatte jemand in ungelenken Großbuchstaben die Worte »Lena« und »Samantha« geschrieben, dazwischen war ein Herz gemalt. In der Erwachsenenschrift, mit der die Karte auch adressiert worden war, war hinzugefügt: »Liebe Frau Borowski. Uns allen geht es gut, Samantha fragt oft nach Ihnen. Kommen Sie uns mal wieder besuchen? Herzliche Grüße, B. Treutle.« Tatsächlich war es eine Weile her, seit Lena die kleine Samantha in ihrer neuen schwäbischen Heimat besucht hatte. Jedes Mal, wenn sie daran dachte, wie verwahrlost das Mädchen bei ihrer ersten Begegnung gewesen war, zog sich ihr Herz zusammen. Inzwischen hatten sich Samanthas Lebensumstände radikal verbessert. Jetzt ging es dem Mädchen bei ihren Adoptiveltern, einem liebevollen Ehepaar, gut. Sie lebte mit den Treutles und Max, einem anderen Adoptivkind der Familie, in einem Einfamilienhaus mit großem Garten in einer ruhigen Kleinstadt. Ein Umstand, den sie einem Deal verdankte, den Lena damals eingefädelt hatte. Gegen etliche Widerstände. Aber das war egal. Das Ergebnis zählte.

Sie nahm die Karte mit ins Wohnzimmer, um sie ins Bücherregal zu stellen. Der Feuersalamander gab ein gutes Bild ab.

Noch immer war es zu früh, um nach Dietzenbach zu fahren. Wo hatte Frau Kiewitz gewohnt? In einem der Hochhäuser, aber die genaue Anschrift wusste Lena aus dem Gedächtnis nicht. Zu viele Klienten, es war unmöglich, sich alles zu merken. Sie würde vor Ort nachsehen. Zuständigkeit hin oder her.

03

Das Dietzenbacher östliche Spessartviertel war weit über die Stadtgrenzen hinaus als Brennpunktgebiet bekannt. Man hatte die Großwohnsiedlung, die früher Starkenburgring hieß, vor Jahren umbenannt. Unter anderem, um Menschen mit diesen negativ behafteten Wohnadressen bessere Chancen einzuräumen. Faktisch waren die fünf Hochhäuser, zwischen neun und siebzehn Stockwerken hoch, noch immer ein breit gestreutes Betätigungsfeld für Sozialarbeiter. Doch seit Anfang der Nullerjahre ein Konzept zur Verbesserung der Wohnbedingungen umgesetzt worden war, hatte sich vieles verändert. Lena profitierte jetzt davon, dass die einst dauerbeschädigten und wenig aussagekräftigen Klingelanlagen neu gestaltet waren. Bereits im Eingangsbereich des zweiten Hauses, das sie betrat, entdeckte sie im siebten Stock den Namen »A. Kiewitz«. Sie legte den Finger auf den Klingelknopf und wartete. Nichts geschah. Es war kurz vor neun Uhr morgens an einem Sonntag. Nicht ausgeschlossen, dass dort oben noch alle in ihren Betten lagen. Dennoch ließ Lenas Nervosität nicht zu, dass sie ihr Hiersein in Frage stellte. Erneut klingelte sie. Auch dieses Mal umsonst. Ihr Blick wanderte über die Klingelreihe des ganzen Stockwerks. Leise schlug die Erinnerung an, als sie den Namen Buckpesch las. Sie wusste sofort, dass sie die Leute kannte. Gleichzeitig aber auch, dass das keine Klienten von ihr waren. Dennoch klingelte sie nun genau dort.

»Hallo?« Eine brüchig klingende Frauenstimme.

Lena nannte ihren Namen und stellte sich, nach kurzem Zögern, der Einfachheit halber als Mitarbeiterin des Jugendamtes vor. Frau Buckpesch stellte keine weiteren Fragen, sondern betätigte den Türöffner. Sie stand an der Wohnungstür, als Lena wenig später aus dem Lift in den Flur trat. Der ähnelte einem langen dunklen Tunnel, in den kaum Tageslicht fiel. Frau Buckpesch war eine zierliche Person, deren blasses Gesicht mit der kurzen spitzen Nase und den großen grauen Augen in der spärlichen Beleuchtung an ein Kind erinnerte. Erst wenn man näherkam, das Netz an feinen Falten, die pergamentartige Beschaffenheit der Haut und den unendlich müden Blick erkennen konnte, ahnte man ihr tatsächliches Alter.

»Frau Borowski«, sagte sie nur. Sie hielt die Tür fest, als sei sie ein Schutzwall gegen Bedrohungen von außen. Bereit, sie sofort zu schließen, sollte etwas Unvorhergesehenes geschehen. Und jetzt fiel es Lena wieder ein.

»Wie geht es Ihrer Enkelin?«, fragte sie. Sie selbst war es gewesen, die Carolin Buckpesch eines Tages halb tot in ihrer Wohnung gefunden hatte, der prügelnde Freund saß im Wohnzimmer und sah ungerührt fern.

»Seit Sie sie da rausgeholt und ihr eine Wohnung besorgt haben, wieder gut.« Die ältere Frau lächelte leicht. Betreten blickte Lena auf ein verfärbtes und unvollständiges Gebiss.

Ihr Gegenüber bemerkte den Blick und senkte beschämt den Kopf.

Lena kannte Magda Buckpesch und ihren Mann Roger nur flüchtig. Sie wusste, dass der Mann wegen mehrerer schwerer Einbrüche vorbestraft war. Vor vielen Jahren hatte er sich aus der Kriminalität verabschiedet, aber im normalen Leben nie wirklich Fuß gefasst. Inzwischen bezogen die beiden Rente, die jedoch bei weitem nicht ausreichte. Daher blieben sie zusätzlich auf Sozialleistungen angewiesen. Mit diesem Hintergrund war es ihnen unmöglich, hier wegzuziehen.

»Auf ewig verdammt«, hatte es Magda damals genannt. Ein kurzes Zulassen von Verbitterung. Lena wusste, dass sich die kleine Frau seit Jahren trotz aller Nackenschläge mit einer bewundernswerten Zähigkeit durchs Leben kämpfte.

»Frau Kiewitz hat mich angerufen und gebeten, vorbeizukommen. Leider öffnet niemand.«

»Oh. Die sind gestern in Urlaub gefahren«, murmelte Frau Buckpesch. Hinter ihr tauchte jetzt ihr Mann auf. Fast zwei Köpfe größer als seine Frau, breitschultrig und mit dem misstrauischen Blick, den hier viele hatten. Als er Lena erkannte, nickte er ihr wortlos zu.

»Frau Borowski wollte zu Angelika«, erklärte ihm seine Frau und deutete zur gegenüberliegenden Tür.

»Die sind weg«, bestätigte er die Aussage seiner Frau.

Ein merkwürdiges Schweigen entstand. Frau Buckpesch blickte zu ihrem Mann hoch und blinzelte nervös.

»War ein Riesenstreit gestern, bevor sie gefahren sind«, bequemte er sich schließlich zu sagen. »Sie hat ja wieder einen neuen Freund. Der ist nicht gut für sie.«

Lena nickte verstehend. Dann hob sie seufzend die Schultern.

»Tja, wenn sie weg ist …«

Ihr Blick wanderte zur Tür. ‚Angelika und Toby‘ stand auf dem Namensschild aus Ton, das über der Klingel hing.

»Ich habe sie gar nicht weggehen sehen. Nur gehört«, murmelte Frau Buckpesch.

»Sei still, Frau. Das geht uns nichts an.« Herr Buckpesch hatte genug, das war ihm anzusehen. Er litt an einer unheilbaren Allergie gegen Ämter und Justiz.

Wäre die Sache mit seiner Enkelin nicht gewesen, würde er nicht mal mit mir sprechen .

»Die beiden sind mit den Kindern weggefahren. Punkt.«

Doch seine Frau wich nicht von der Tür. »Denk doch daran, wie Frau Borowski unserer Carolin geholfen hat«, regte sie seine Erinnerung an. »Vielleicht geht es der Angelika genauso.«

»Sie ist mit ihm ans Meer und du mischst dich da nicht ein«, insistierte ihr Mann. Er griff nach der Schulter der zarten Person und zog sie zurück in die Wohnung.

»Schönen Tag noch«, warf er Lena schroff zu und schloss die Tür. Sie stand alleine auf dem dunklen Gang. In der Wohnung gegenüber blieb es still. Trotzdem konnte Lena nichts gegen die aufsteigende Unruhe tun, die sie erfasste.

04

Norbert Müller war der erste, der sie am Montagmorgen sah. Zu Lenas Erstaunen blieb der Teamleiter bei ihrem Eintreten wie versteinert an seiner Bürotür stehen.

»Morgen!«, rief sie ihm über den Gang hinweg zu. Er nickte knapp und verschwand, die Tür schlug heftig zu.

»Merkwürdige Begrüßung«, murmelte sie, als sie den kleinen Büroraum betrat, den sie mit einer Kollegin teilte. Sie hielt inne, als ihr Blick auf Andrea Geissler fiel. Die saß hinter ihrem Schreibtisch, der Lenas gegenüberstand, und sah sie mit großen Augen an.

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