Cornelia Härtl - Leise Wut

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Ein totes Kind. Das Jugendamt am Pranger. Die Presse sucht nach Schuldigen.
Die Offenbacher Sozialarbeiterin Lena Borowski wird, kaum aus ihrem Urlaub zurück, mit dem Fall ihres Ex-Schützlings, des kleinen Tobias, konfrontiert und kurz nach dessen gewaltsamem Tod suspendiert. Als auch noch Tobis Mutter Selbstmord begeht, steht für Lena fest, dass dies kein gewöhnlicher Fall ist. Sie will und muss für Aufklärung sorgen. Und schon bald findet sie sich in einer Welt wieder, mit deren Grausamkeit sie nicht vertraut ist …
Wut und Spannung in Offenbach und auf Menorca – denn bis dorthin führt Lenas Weg bei der Lösung des Falles. Auch im dritten Band mit der Sozialarbeiterin Lena Borowski zeigt Cornelia Härtl ihren LeserInnen ein Milieu, das niemand so genau kennt … oder kennen will.

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Gerda Bahlmann prüfte mit dem Finger die Erde ihrer Topfpflanzen. Noch feucht genug, sie stellte die Gießkanne zur Seite und blickte hinunter in den Durchgang zum Nachbarhaus. Ein dunkelhaariges, mageres Mädchen lief dort, vielleicht neun oder zehn Jahre alt. An der Hand hielt sie einen kleinen, blonden Jungen, der ein Stofftier hinter sich herschleifte. Die Nervosität, die die beiden ausstrahlten, erregte ihre Aufmerksamkeit. Ebenso die Kleidung. Beide waren nicht dem Wetter entsprechend angezogen. Trug der Junge überhaupt Schuhe? Sie schob die Brille etwas höher auf die Nase. Das Mädchen hatte es eilig, sie sah sich ständig um. Der Junge weinte. Er kam nicht richtig mit, stolperte. Verlor sein Spielzeugtier. Das Mädchen wollte weiter, aber der Kleine war bockig. Sie mussten zurück. Er umklammerte die Giraffe jetzt so fest, als wolle er sie erwürgen. Sie verschwanden hinter dem Nachbarhaus. Wohin sie wohl wollten, ohne Kopfbedeckung, ohne Schirm bei dem feuchten Wetter? Achteten denn Eltern heutzutage nicht mehr auf sowas? Die Rentnerin zuckte die Schultern. Sie wohnte schon lange in dieser Siedlung am Stadtrand von Heilbronn. Inzwischen zogen immer mehr merkwürdige Leute hierher, bald wunderte einen gar nichts mehr .

01

Lena Borowski schreckte schwer atmend aus einem Traum auf, der sich mit ihrem Erwachen in die Dunkelheit zurückzog wie ein verschrecktes Tier. Sie benötigte einen Moment, um sich darüber klar zu werden, wo sie sich befand. Sie war wieder zu Hause, in Offenbach, in ihrer eigenen Wohnung im Buchrainweg. Im Traum war sie woanders gewesen. Irgendeine Gefahr hatte ihren Körper in Aufruhr versetzt. Ihr Herz schlug heftig, ihr Mund war trocken. Sie tastete mit der Hand auf die andere Seite des Bettes. Sie war leer. Langsam hob sie die Beine aus dem Bett, setzte sich auf und starrte in das Halbdunkel des Schlafzimmers, bevor sie aufstand, um in die Küche zu gehen. Sie war durstig. An die Spüle gelehnt trank sie ein Glas Wasser. Der Tag sickerte durch die halbgeschlossenen Jalousien. Sie konnte sich noch nicht richtig entscheiden, ob sie wach bleiben oder ins Bett zurückkehren wollte.

Irgendwo klingelte ein Telefon. Es war der Klingelton ihres Diensthandys. Wo lag es nochmal? Ach ja, sie hatte es zum Aufladen eingestöpselt.

»Frau Borowski?« Eine Frau, kaum zu verstehen.

Die Nummer war unterdrückt.

»Wer ist dran? Ich kann Sie kaum hören.«

»Bitte …«, die Stimme am anderen Ende verschwand kurzzeitig, als habe die Anruferin eine Hand über das Gerät gelegt. Jemand hämmerte im Hintergrund gegen eine Tür.

»Frau Borowski«, die Frau klang heiser, als habe sie geweint oder geschrien oder beides. Sie redete noch gedämpfter als vorher. »Holen Sie Toby. Gleich jetzt. Bitte.«

Erneut wurde es im Hintergrund laut. Eine Männerstimme, die Worte konnte Lena nicht verstehen. Die Frau stieß einen undefinierbaren Ton aus.

Das Telefon wurde, den Geräuschen nach, weggelegt. Lena lauschte angestrengt.

»Zick nicht rum!«, schrie der Mann.

Die Frau antwortete ihm, offenbar durch eine geschlossene Tür, für Lena nur in Bruchstücken verständlich.

»… nicht Toby. Kannst ihn … Azul … überlegt … nicht mehr.«

Einige Augenblicke blieb es still.

»Hallo?«, flüsterte Lena in den Hörer. Sie war nun hellwach.

Die Stimme des Mannes im Hintergrund war nur noch ein kaum wahrnehmbares beruhigendes Murmeln. Die Frau schluchzte kurz auf.

»Schwöre es!«, hörte Lena sie sagen.

Die Antwort musste zu ihrer Zufriedenheit ausgefallen sein, denn nun kam sie an das Telefon zurück.

»Hat sich erledigt«, sagte sie leise. In ihrer Stimme schwang jetzt etwas anderes mit. Erleichterung?

»Vergessen Sie, dass ich angerufen habe.«

»Aber … wer?« Lena erhielt keine Antwort, die Verbindung war unterbrochen.

Stirnrunzelnd blickte sie auf den Apparat in ihrer Hand.

Toby. Welche der Familien, die sie als Sozialarbeiterin für den Landkreis Offenbach betreute, hatte ein Kind, das so hieß? Dass es um ein Kind ging, stand für sie außer Frage.

Das Mobiltelefon war inzwischen vollständig aufgeladen, sie zog den Stecker und legte es auf der Kommode ab. Ob die Frau noch einmal anrufen würde? Vorsichtshalber ließ sie das Handy auf Empfang geschaltet. Es war wohl ihrer Müdigkeit geschuldet, dass sie es vor dem Aufladen überhaupt eingeschaltet hatte. Im Büro würde sie erst am Montag wieder sein. Toby. Toby. Der Name sagte ihr etwas, aber noch bevor sie ihre Erinnerung klar schalten konnte, klingelte es an der Haustür.

»Fräulein Borowski!« Die Hausmeisterin stand vor ihr, einen Stapel Post in der Hand. »Habe ich doch richtig gehört.« Ein leiser Vorwurf schwang in diesen Worten mit.

»Frau Kasulke. Ich wäre nachher zu Ihnen runtergekommen. War zu müde nach dem langen Flug.« Lena lächelte. Ihr Gegenüber und sie waren sich über Jahre hinweg nicht gerade wohlgesonnen gewesen. Inzwischen hatte sich das geändert. Auch wenn sie beide keine Freundinnen waren, wusste sie doch, dass sie der Älteren vertrauen konnte. Leider würde sie ihr die Anrede »Fräulein« wohl nicht mehr ausreden können.

»Nachher bin ich nicht mehr da«, antwortete die Hausmeisterin ernst und überreichte Lena den Stapel. »Hab was zu erledigen.«

»Danke. Ich komm dann die Tage vorbei und erzähle Ihnen, wie es in Neuseeland war.«

Die Kasulke murmelte etwas, das sich wie »mal sehen« anhörte und trat den Weg ins Erdgeschoss an. Normalerweise hätte Lena sich gewundert darüber, dass die Andere den Weg in den dritten Stock angetreten hatte, im Haus gab es keinen Aufzug. Doch die Müdigkeit und die Zeitverschiebung führten dazu, dass ihr Kopf mit Watte gefüllt schien. Sie warf die Post auf die Kommode. Urplötzlich übermannte sie erneut die Müdigkeit und sie ging zurück ins Schlafzimmer.

»Nur noch ein paar Minuten«, dachte sie, bevor sie tief und fest einschlief.

02

Toby. Endlich wusste sie, mit wem sie gesprochen hatte. Es war vier Uhr früh, Sonntag. Sie hatte den restlichen Samstag komplett verschlafen.

Jetzt fühlte sie sich ausgeruht. Einen Moment lang blieb sie dennoch liegen. Ihr war kühl und das lag nicht an der frischen Morgenluft, die zum gekippten Fenster hereindrang.

Er hat sich nicht gemeldet .

Sie schüttelte den Gedanken ab, kehrte zu dem zurück, was ihr im Halbschlaf eingefallen war.

Toby. Tobias Kiewitz. Vier Jahre. Seine Mutter musste die Frau am Telefon gewesen sein. Angelika Kiewitz, alleinerziehend. Bezog seit Jahren Hartz IV. Lena hatte die kleine Familie betreut, als sie noch beim Jugendamt war. Seit ihrem Wechsel in eine Querschnittsabteilung war sie nicht mehr für sie zuständig. Trotzdem hatte die Frau sie angerufen.

Lena stand auf, duschte ausgiebig, kochte Kaffee und checkte ihr Handy. Frau Kiewitz hatte sich nicht mehr gemeldet. Sie würde frühestens morgen früh, wenn sie im Amt war, die Akte mit der Telefonnummer raussuchen können. Einen Moment überlegte sie. Vielleicht gab es ja noch einen Festnetzanschluss? Sie rief online das Dietzenbacher Telefonbuch auf und sah nach. Kein Eintrag. Verärgert warf sie ihr Handy auf den Tisch.

Etwas in der Stimme der Frau hatte sie alarmiert.

Es war inzwischen halb sechs. Viel zu früh, um jemandem einen Besuch abzustatten. Lena hockte sich mit ihrer Kaffeetasse in der Hand auf die Couch und kramte in ihrem Gedächtnis. Was wusste sie sonst noch über die Kiewitz? Tobys Vater war offiziell unbekannt. Angelikas Beziehungen hielten meist nicht lange. Gelegentlich stürzte sie total ab, jedes Mal spielte Alkohol dabei eine Rolle. Bei Lenas letzten Besuchen war jedoch deutlich geworden, dass die noch recht junge Frau versuchte, ihr Leben auf die Reihe zu kriegen. Sie war trocken, hielt die Wohnung in Ordnung und Toby hatte keinerlei Anzeichen von Verwahrlosung gezeigt. Lena dachte nach. Welche Kollegin war jetzt zuständig? Sieglinde Brohm, die Abteilungsleiterin, hatte die Fälle nach Lenas Versetzung neu verteilt, aber auch sie würde Lena erst am Montag fragen können.

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