Cornelia Härtl - Leise Wut

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Ein totes Kind. Das Jugendamt am Pranger. Die Presse sucht nach Schuldigen.
Die Offenbacher Sozialarbeiterin Lena Borowski wird, kaum aus ihrem Urlaub zurück, mit dem Fall ihres Ex-Schützlings, des kleinen Tobias, konfrontiert und kurz nach dessen gewaltsamem Tod suspendiert. Als auch noch Tobis Mutter Selbstmord begeht, steht für Lena fest, dass dies kein gewöhnlicher Fall ist. Sie will und muss für Aufklärung sorgen. Und schon bald findet sie sich in einer Welt wieder, mit deren Grausamkeit sie nicht vertraut ist …
Wut und Spannung in Offenbach und auf Menorca – denn bis dorthin führt Lenas Weg bei der Lösung des Falles. Auch im dritten Band mit der Sozialarbeiterin Lena Borowski zeigt Cornelia Härtl ihren LeserInnen ein Milieu, das niemand so genau kennt … oder kennen will.

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Jetzt schulterte sie ihre Tasche. Sie hatte die Kasulke bitten wollen, noch einmal nach der Post zu sehen. Musste es halt so gehen. Im Gegensatz zu ihrer Reise durch Neuseeland würde sie dieses Mal nicht so lange weg sein. Sie nahm sich vor, der Hausmeisterin aus Menorca eine Postkarte zu schicken, die sie hoffentlich über die Verwandte erreichen würde.

картинка 3

Am Nachmittag desselben Tages holte Lena am Schalter einer Mietwagengesellschaft am Flughafen von Menorca einen roten Hyundai ab. Sie warf einen Handgepäcktrolley, ihr einziges Gepäckstück, in den Kofferraum, breitete eine Karte der Insel auf dem Beifahrersitz aus und stellte das Navi ein. Sie hatte keine Ahnung, wo genau sich das Hotel befand. Ihr einziger Anhaltspunkt war der ältere Eintrag im Internet. Dort war in einem uralten Post einmal die Rede von einem Hotel Naranja Azul , das in der Nähe von Cala Morell lag. Sie würde also quer über die ganze Insel fahren müssen, um dort ihre Suche zu starten. Eine Suche, die völlig umsonst sein konnte. Selbst wenn sie ihn fand, würde sie den Mann erkennen? Sie wusste nicht, wie er aussah, hatte keinen Namen. Sie zog das neue Handy hervor, das sie am frühen Morgen gekauft hatte. Ein Prepaid-Modell, das den Vorteil besaß, dass niemand die Nummer hatte. Ganz besonders nicht die Presse. Sie hatte sie wichtigsten ihrer eigenen Kontakte eingespeichert, ebenso Kopien einiger Fotos. Darunter die Aufnahme, die lediglich den Arm von Angelika Kiewitz zeigte und den Hinterkopf des Mannes, auf dessen Schulter er lag.

Irgendwas wird mir schon einfallen .

Sie musste sich sowieso irgendwo einmieten, warum also nicht in genau diesem Hotel?

Sie gab sich einen Ruck und startete den Wagen. Wenn sie sich heute noch in der Gegend bei Cala Morell umschauen wollte, musste sie sich sputen.

14

»Naranja Azul?« Die Frau schüttelte bedauernd den Kopf. Es war bereits die vierte Person, die Lena nach dem Hotel fragte. Ihr Spanisch bestand aus ein paar Wörtern, die Frage »Dóndé está« gehörte dazu. Doch niemand in Cala Morell schien das Hotel zu kennen. Lena zeigte der Frau auf dem Display ihres Handys den Eintrag, den sie gefunden hatte. Kein Straßenname, keine Kontaktdaten, kein Foto, lediglich »Nähe Cala Morell«.

Die Frau zuckte die Schultern. Jetzt wies sie mit einer weitläufigen Handbewegung auf die vielen weiß getünchten Häuser, die die vom Meer her sanft ansteigende Bucht säumten und sagte etwas in schnellem Spanisch. Lena verstand sie nicht, dankte ihr aber mit einem Lächeln. Die Frau ging davon und Lena betrachtete die Umgebung. Der ganze Ort war eine Feriensiedlung, auf dem Wasser lagen Motorboote und kleine Jachten. Vermutlich kannte kaum jemand die Namen sämtlicher Hotels und Appartementhäuser, wenn man nicht gerade dort arbeitete. Lena war müde und hatte Kopfschmerzen. Die Luft auf der Insel war wesentlich wärmer als im Rhein-Main-Gebiet, eine angenehme Brise strich durch die Büsche und Bäume und der Wind vom Meer trug den Geruch nach Salz und Wasser mit sich. Sie reckte sich, um die nervöse Anspannung in ihrem Körper zu vertreiben, die sie bei ihrer Ankunft befallen hatte. Die Fahrt war angenehm gewesen. Sie war den größten Teil über der Hauptverkehrsader gefolgt, die die neue Hauptstadt Mahón mit der alten, Ciutadella, verband, kaum vierzig Kilometer waren es. Die Straße war gut ausgebaut und vor allen Dingen nicht übermäßig stark befahren. Bei Ciutadella war sie abgebogen, weiter nach Norden gefahren und auch dort gut vorangekommen. Jetzt, wo sie ganz in der Nähe ihres eigentlichen Zieles war, schien sich alles in Luft aufzulösen. War es naiv gewesen, einfach hierher zu kommen? Sie beschloss, sich hier ein Zimmer zu suchen. Danach konnte sie immer noch die Umgebung abfahren und, falls sie das Hotel heute nicht mehr fand, am nächsten Tag ausgeruht weitersuchen. In der Nähe waren einige Badebuchten, vielleicht stand das Hotel dort.

15

Der gut gekleidete Mann an der Bar des Hotels Frankfurter Hof blickte versonnen in sein Glas. Der Whisky, ein 25 Jahre alter Talisker Single Malt, verströmte ein dunkles, torfiges Aroma. Er trank ihn immer pur, ließ nun den schweren Tumbler kreisen und betrachtete die öligen Schlieren, in denen die Flüssigkeit sich innen am Glas entlang bewegte. Die in dunklen Tönen gehaltene Bar war zu dieser frühen Abendstunde kaum besucht. Leise Musik untermalte halblaut geführte Gespräche und das Klirren der Eiswürfel, wenn der Barkeeper einen Drink mixte.

»Herr Rohloff. Guten Abend.« Er blickte hoch. Vor ihm stand Bertram von Hagen. Der Frankfurter Polizeipräsident war hochgewachsen, asketisch schlank und trug das ergraute Haar kurz und dicht an den schmalen Kopf gekämmt.

Wie immer war er tipptopp gekleidet. Grauer Anzug mit Weste, ein bisschen zu dick der Stoff für die bereits milden Temperaturen, burgunderrote Krawatte, Manschettenknöpfe aus Weißgold.

Er erklomm den Barhocker neben Gerd Rohloff.

»Den Talisker kann ich empfehlen.«

»Danke, ich trinke selten Alkohol.« Von Hagen wandte sich dem Barkeeper zu und bestellte ein stilles, ungekühltes Wasser.

Die beiden Männer musterten sich gegenseitig. Sie kannten sich, wenngleich sie sich viele Jahre so gut wie nie begegnet waren.

»Es ist lange her«, brach von Hagen das Schweigen.

»Fünf Jahre. Das letzte Mal sahen wir uns bei einer Vernissage in der Kunstgalerie meiner verstorbenen Frau.« Ein leichter Schmerz durchzog ihn. Wie immer, wenn er von Marie sprach, auch jetzt noch, fast vier Jahre nach ihrem Tod.

»Sie ziehen sich zurück?« Von Hagen war gut informiert.

»Ja. Es ist Zeit, etwas Neues zu beginnen.« Er meinte es nicht nur geschäftlich, aber das ging sein Gegenüber nichts an. »Trotzdem habe ich noch einen Finger am Puls einer gewissen Szene.«

Von Hagen antwortete nicht. Er blickte in sein Wasser. Wartete. Schließlich hatte Rohloff um dieses Treffen gebeten.

»Ich will Ihnen ein Geschäft vorschlagen«, fuhr dieser nun fort. »Es wird gerade etwas eingefädelt in einem der Milieus, in das Sie mit Ihren Leuten nicht vordringen.«

Von Hagen hob den Kopf und wollte etwas sagen. Rohloff bedeutete ihm mit einer Handbewegung, noch kurz zu warten.

»Ich habe Verbindungen zu jemandem, der aussteigen will. Eine Frau, die die Machenschaften ihres Clans nicht mehr erträgt. Besonders die im Rotlicht. Sie traut den deutschen Behörden nicht. Würde nie mit einem ihrer Beamten sprechen. Sie sucht einen Mittelsmann, dem sie vertraut.«

Die Miene des Polizeipräsidenten zeigte höchste Konzentration. »Der wären Sie?«

»Ja. Sie hat Verbindung über einen meiner langjährigen Mitarbeiter aufgenommen. Also, jetzt Ex-Mitarbeiter.«

Von Hagen trank langsam das ganze Glas leer und schenkte sich den Rest aus der kleinen Flasche nach. »Was ist der Deal?«

Rohloff beugte sich nach vorne und senkte die Stimme. »Es wird ein Treffen geben. Alles hochrangige Clanmitglieder. In einem Haus am Stadtrand von Frankfurt. Man fühlt sich unbeobachtet. Unantastbar. Über dem Gesetz stehend. Aber das brauche ich Ihnen nicht zu sagen. Dort herrscht daher ein gewisser Übermut. In dem Haus findet sich belastendes Material gegen die Köpfe des Clans.«

»Haben Sie etwas für mich dabei?«

Rohloff war auf diese Frage gefasst. Er griff in die Innentasche seines Jacketts, nahm ein Blatt Papier heraus und legte es auf den Tresen.

Von Hagen beugte sich über das Schriftstück. »Immobilien«, murmelte er.

Rohloff nickte. »Die Familie wäscht einen Teil der Einnahmen aus illegalem Glücksspiel im sogenannten Speckgürtel von Frankfurt.«

»Nun ja, das ist noch kein Beweis, dass die Häuser und Grundstücke mit Schwarzgeld erworben wurden.«

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