Cornelia Härtl - Leise Wut

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Ein totes Kind. Das Jugendamt am Pranger. Die Presse sucht nach Schuldigen.
Die Offenbacher Sozialarbeiterin Lena Borowski wird, kaum aus ihrem Urlaub zurück, mit dem Fall ihres Ex-Schützlings, des kleinen Tobias, konfrontiert und kurz nach dessen gewaltsamem Tod suspendiert. Als auch noch Tobis Mutter Selbstmord begeht, steht für Lena fest, dass dies kein gewöhnlicher Fall ist. Sie will und muss für Aufklärung sorgen. Und schon bald findet sie sich in einer Welt wieder, mit deren Grausamkeit sie nicht vertraut ist …
Wut und Spannung in Offenbach und auf Menorca – denn bis dorthin führt Lenas Weg bei der Lösung des Falles. Auch im dritten Band mit der Sozialarbeiterin Lena Borowski zeigt Cornelia Härtl ihren LeserInnen ein Milieu, das niemand so genau kennt … oder kennen will.

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Die Party hatte vor rund drei Monaten stattgefunden. Gut möglich, dass das Paar sich da bereits gefunden hatte.

Lena klickte vom Profil des Partygebers weiter auf andere, sah sich alles an, was zugänglich war. Dann, es war bereits nach Mitternacht, ihre Augen brannten und ihr Nacken hatte sich schmerzhaft verkrampft, landete sie über mehrere Ecken bei den Urlaubsfotos, die ein Ehepaar aus Wuppertal gepostet hatte.

»Endlich wieder Meer!«, schrieb die Frau, die sich Shaenna nannte. Ein Fakename, dachte Lena. Oder gab es vor rund dreißig Jahren Leute, die ihre Tochter so hatten taufen lassen? Heute war das ja gang und gäbe. Man sah Shaenna, wie sie mit geziertem Gehabe einen Fuß in das blaue Wasser des Hotelpools steckte. Wie sie einen bunten Ball aufblies. Wie sie vor der Kulisse eines Sonnenuntergangs einen Cocktail schlürfte. Ihr Mann und die beiden Kindern waren auf den Fotos lediglich von hinten zu sehen, oder, verwackelt, von der Seite.

Lena wollte schon weitergehen zum nächsten Profil, Shaenna hatte eine große Anzahl von Followern, als ihr ein Detail auffiel.

»… ranja Azul« war als Fragment in hellblauer Schrift auf dem Teil eines dreistöckigen Gebäudes zu erkennen, das hinter Shaenna aufragte. Dort war sie beim Aufsteigen auf ein Fahrrad fotografiert worden. Neben ihrem parkte ein Herrenrad, dahinter erkannte man Kinderräder mit bunten Wimpeln.

Lena klickte sämtliche Fotos der Frau an. Kein Hashtag erklärte, wo die Familie genau Urlaub machte. Weder der Ort noch das Land oder die Insel wurden angegeben. Auch nicht der vollständige Name des Hotels. Das war etwas seltsam. Aber hier hatte sie vielleicht eine Spur. Sie öffnete ein weiteres Browserfenster und leitete noch einmal eine Suche ein, indem sie das Wortfragment eingab. Nichts von dem, was sie fand, machte einen Sinn. Schließlich versuchte sie es mit der Verbindung zwischen Mallorca, danach Menorca, einem Hotel, denn das Gebäude, vor dem Shaenna stand, sah danach aus, und dem Wort Azul. Und dann machte es Bingo. Neben einer ganzen Reihe von Hotels, die das Wort Azul im Namen trugen, erschien der ältere Eintrag eines Touristen. Der war auf Menorca in einem Hotel Naranja Azul abgestiegen. Sie klickte den Eintrag an, doch mehr als eine halbe Textzeile war nicht mehr auffindbar. Lenas Herz schlug plötzlich schneller, als sie danach die Website des Hotels suchte. Doch im Display erschien lediglich eine Fehlermeldung. Sie versuchte es erneut, mit demselben Ergebnis.

Langsam ließ sie sich in ihren Stuhl zurücksinken. Shaenna war mit ihrer Familie im letzten Sommer dort gewesen. War das Hotel zwischenzeitlich geschlossen worden? Verkauft und umbenannt?

Lena stand auf, kochte sich trotz der späten Stunde noch einen Kaffee und überlegte. Sie war nun hellwach. Wenn es stimmte, was die Buckpeschs sagten, könnte Menorca das Reiseziel gewesen sein. Das Wort Azul war gefallen, als Angelika Kiewitz mit dem Mann vor ihrer Badezimmertür gesprochen hatte. Eine Familie war über mehrere Ecken mit jemandem in den sozialen Medien vernetzt, bei dem sie eine Party besucht hatte. Diese Familie wiederum hatte in einem Hotel namens Naranja Azul Urlaub gemacht. Lenas Suche hatte ein mögliches Hotel zutage gefördert. War das die Spur, die sie gesucht hatte?

Irgendwo im Haus rumpelte es und Lena ertappte sich dabei, wie sie zusammenfuhr. Sie war kein ängstlicher Typ, aber die hartnäckige Verfolgung durch die Klatschpresse der letzten Tage hatte sie dünnhäutig gemacht.

Sie öffnete am Laptop die aktuelle Ausgabe von Brandheiß , dem größten Schmierblatt, und erschauderte erneut, als sie ihr eigenes Konterfei erblickte. Jemand hatte sie beim Verlassen des Kreishauses geknipst. Nur, wer hatte denn überhaupt wissen können, wann sie dort gewesen war? Schließlich stand ihr Schreibtisch inzwischen woanders. Wütend warf sie die Zeitung zurück auf den niedrigen Couchtisch. Ihr Handy war abgeschaltet, den Telefonstecker des Festnetzanschlusses hatte sie gezogen. Niemand würde sie anrufen und am Telefon bedrängen können. Wieder hörte sie ein Rumpeln. Sie stellte ihre Tasse ab und lief zur Tür. Durch den Spion sah sie, dass im Treppenhaus Licht brannte. Ein Kopf tauchte am Rande ihres Sichtfeldes auf. Lena zuckte im ersten Moment erschrocken zurück. Dann erkannte sie die Mieterin, die über ihr wohnte. Die Frau kicherte. Sie hing am Arm eines Mannes, die beiden schienen komplett betrunken zu sein. Die Frau knickte um, fast wäre sie gefallen, der Mann hielt sie fest. Prustend und stolpernd erklomm das Paar die Treppe nach oben. Lena hörte noch, wie ein Schlüsselbund zu Boden fiel, dann klappte die Tür. Sie ging zurück ins Wohnzimmer, starrte auf den flimmernden Bildschirm ihres Laptops. Gegen einen inneren Widerstand rief sie die online Ausgabe der restlichen regionalen Presse auf. Dort war dem »Fall Toby«, wie er nun hieß, ein allgemein gehaltener Artikel gewidmet. Man sei bei der entsprechenden Behörde bemüht zu klären, ob möglicherweise eine Mitschuld vorlag. Doch die Kommentare im Internet sprachen für sich. Für einige der sich außer Rand und Band gebärdenden Lesern gab es ein klares Feindbild, es hieß Lena B.

Das Krawallblatt hatte sich nicht die Mühe gemacht, die Sache differenziert zu betrachten. »Noch mehr Kinder in Gefahr? Wann zieht das Jugendamt die Konsequenz?«, lautete der fett gedruckte Aufschrei.

Ein Zittern durchlief sie. Ihr Job war noch nie einfach gewesen. Renitente Klienten, manche sogar bereit, ihr vermeintliches Recht mit körperlicher Gewalt durchzusetzen, kannte sie zuhauf. Es war nie schön, Kinder von ihren Eltern trennen zu müssen, auch wenn noch so viele Gründe dafür sprachen. Es war selten einfach, Frauen aus gewalttätigen Beziehungen herauszuhelfen. Aber bisher hatten immer ihre Klienten im Mittelpunkt gestanden. Nun war sie es, auf die sich die Aufmerksamkeit ihrer Dienststelle richtete. Damit nicht genug. Sie fühlte sich brutal hineingezerrt in eine Sache, der sie schutzlos ausgeliefert zu sein schien. Ihre Hilflosigkeit machte sie fertig. War sie für die anderen ein Punchingball, auf den aus dem Hinterhalt eingedroschen werden konnte? Auch wenn offiziell die Spitze der Kreisverwaltung hinter ihr stand, auch wenn objektiv für sie gar kein Grund bestand, sich Sorgen zu machen, sie fühlte sich entsetzlich.

»Ich muss die Sache klären«, schoss es ihr durch den Kopf. »Sonst werde ich nie wieder unbelastet in meinem Beruf arbeiten können.«

13

»Frau Kasulke ist nicht da.« Die Frau mit dem mausbraunen Haar war aus der Tür der Erdgeschosswohnung im Offenbacher Buchrainweg getreten, als Lena gerade klingeln wollte. Sie war deutlich jünger als Lena und wirkte unendlich erschöpft. Sie sei, so erklärte sie, die Enkelin einer Cousine der Hausmeisterin und hatte ein paar Dinge aus der Wohnung ihrer Verwandten geholt.

»Ich bin Krankenschwester, sie lag bei uns in der Klinik, hatte eine OP. Bandscheibenvorfall. Jetzt kommt sie in die Reha.« Die Mausbraune prüfte noch einmal, ob der Reißverschluss der kleinen Reisetasche ordentlich zugezogen war.

»Ich muss. Bin spät dran«, murmelte sie und ließ Lena stehen.

»Bitte grüßen Sie sie herzlich von mir«, rief sie ihr noch hinterher.

Deswegen also war die Kasulke am Samstag so merkwürdig gewesen. Aber sie hatte nicht einen Ton von der bevorstehenden Operation gesagt.

Wenn ich es gewusst hätte, hätte ich sie besuchen können .

Im selben Moment, in dem der Gedanke durch ihren Kopf schoss, wusste sie, dass ihr das unendlich schwergefallen wäre. Nicht wegen der Kasulke, sondern wegen der Abneigung, die Lena seit einiger Zeit gegen Krankenhäuser hegte. Das letzte Mal, als sie eines betreten hatte, lag dort ihre beste Freundin und rang mit dem Tod. Lena hatte sich damals so elend gefühlt wie nie zuvor in ihrem Leben.

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