Karl Kautsky - Der Ursprung des Christentums

Здесь есть возможность читать онлайн «Karl Kautsky - Der Ursprung des Christentums» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Der Ursprung des Christentums: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Der Ursprung des Christentums»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Dieses eBook: «Der Ursprung des Christentums» ist mit einem detaillierten und dynamischen Inhaltsverzeichnis versehen und wurde sorgfältig korrekturgelesen.
Karl Kautsky (1854-1938) war ein deutsch-tschechischer Philosoph und sozialdemokratischer Politiker. Kautskys Studienfächer Philosophie, Geschichte und Volkswirtschaftslehre waren bereits im Hinblick auf seine politischen Interessen hin ausgewählt worden. Unter anderem deshalb gelang es ihm bereits während seiner Studienzeit, unter dem Psydonym «Symmachos» verfassten Artikeln zu einem der einflussreichsten Journalisten der sozialdemokratischen Presse zu werden. 1881 lernte er bei einer Reise nach London Karl Marx und Friedrich Engels kennen. 1883 gründete er die Zeitschrift Die Neue Zeit, deren Herausgeber und leitender Redakteur er bis 1917 blieb. Er schrieb politische und historische Studien und wurde zu einer Autorität auf dem Gebiet der Marx'schen Theorie.
Inhalt:
Die Persönlichkeit Jesu
Die heidnischen Quellen
Die christlichen Quellen
Der Kampf um das Jesusbild
Die Gesellschaft der römischen Kaiserzeit
Die Sklavenwirtschaft
Das Staatswesen
Denken und Empfinden der römischen Kaiserzeit
Das Judentum
Israel
Das Judentum seit dem Exil
Die Anfänge des Christentums
Die urchristliche Gemeinde
Die christliche Messiasidee
Judenchristen und Heidenchristen
Die Passionsgeschichte Christi
Die Entwicklung der Gemeindeorganisation
Christentum und Sozialdemokratie

Der Ursprung des Christentums — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Der Ursprung des Christentums», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Die Zahl dieser Neubürger konnte man beliebig erweitern. Für sie bestanden die Grenzen nicht, die die Zahl der Altbürger beschränkten. Diese Grenzen waren zum Teil technischer Natur. Wurde die Staatsverwaltung in der Versammlung der Altbürger geregelt, dann durfte diese Versammlung nicht so groß werden, daß sie jede Verhandlung unmöglich machte. Die Bürger durften aber auch nicht so weit vom Versammlungsort entfernt wohnen, daß sie ihn nicht ohne Beschwerde und Vernachlässigung ihrer Wirtschaft zu bestimmten Zeiten erreichen konnten. Solche Bedenken bestanden für die Neubürger nicht. Auch wo man ihnen einige politische Rechte, selbst (was allerdings selten von vornherein geschah) das Stimmrecht in den Bürgerschaftsversammlungen, einräumten war es – wenigstens vom Standpunkt der Altbürgerschaft aus – durchaus nicht notwendig, daß sie stets die Möglichkeit besaßen, an diesen Versammlungen teilzunehmen. Je mehr die Altbürger unter sich blieben, desto lieber war es ihnen.

Die Schranken, die die Zahl dieser einengten, bestanden also nicht für die Zahl der Neubürger.

Die Zahl der Bürger letzterer Art konnte beliebig erweitert werden, sie fand ihre Grenzen nur in der Größe des Staates und in dem Bedarf des Staates an zuverlässigen Soldaten. Denn auch dort, wo von den unterworfenen Provinzen Truppen zu stellen waren, bedurfte das Heer eines Kernes, der ihre Zuverlässigkeit sicherte, und der konnte nur durch ein starkes Kontingent von Bürgersoldaten gebildet werden.

Auf diese Weise ersteht aber mit dem Anwachsen der Stadt eine zweite Form undemokratischer Organisation für den Staat. Wird auf der einen Seite die große Stadtgemeinde zur absoluten Herrin zahlreicher Gemeinden und Provinzen, so bildet sich andererseits innerhalb der Bürgerschaft der Gemeinde, die sich nun weit über das Gebiet der alten Stadtmark hinaus erstreckt, der Gegensatz zwischen Voll- oder Altbürgern (Patriziern) und Neubürgern (Plebejern). Auf diesem wie auf jenem Wege wird aus der Demokratie eine Aristokratie, nicht durch Verengerung des Kreises der vollberechtigten Bürger, nicht durch Erhebung einiger Bevorrechteten über diese, sondern dadurch, daß der Staat wächst, indes jener Kreis der gleiche bleibt, so daß alle zur alten Gemeinde oder Markgenossenschaft neu hinzukommenden Elemente minderberechtigt oder gar rechtlos bleiben.

Aber diese beiden Wege der Entwicklung der Aristokratie aus der Demokratie verfolgen nicht die gleiche Richtung. Die eine Art der Ausbeutung und Beherrschung des Staates durch eine privilegierte Minderheit, die Herrschaft einer Gemeinde über ein ganzes Reich, kann, wie uns das Beispiel Roms zeigt, an Umfang stets wachsen; und sie muß wachsen, solange der Staat lebenskräftig ist und nicht vor einer überlegenen Macht zusammenbricht. Anders dagegen steht es mit der politischen Rechtlosigkeit der Neubürger. Solange diese fast ausschließlich Bauern sind, nehmen sie ihren Mangel an Rechten mehr oder weniger ruhig hin. Sie sind ja, bei der großen Entfernung ihrer Betriebe von der Stadt, meist gar nicht in der Lage, wenn sie morgens von ihrem Heim fortgehen, mittags bei der Bürgerversammlung auf dem Marktplatz der Stadt anwesend zu sein und abends wieder zu Hause einzutreffen. Und mit dem Wachstum des Staates werden dessen inneren wie äußeren Verhältnisse immer komplizierter, wird die Politik und auch die Kriegführung ein Geschäft, das Vorkenntnisse erfordert, die dem Bauern unerreichbar sind. Er versteht also doch nichts von allen den persönlichen und sachlichen Fragen, die in den politischen Versammlungen der Stadt entschieden werden, hat daher kein großes Bedürfnis, sich das Recht zu erobern, an ihnen teilnehmen zu dürfen.

Aber die Neubürgerschaft bleibt nicht auf Bauern beschränkt. Fremde, die in die Stadt ziehen und ihr nützlich werden, erhalten das Bürgerrecht. Die eroberten und mit dem Bürgerrecht begabten Landstriche umfassen auch nicht bloß Dörfer, sondern Städte mit Handwerkern und Kaufleuten, sowie Großgrundbesitzern, die neben ihrem Landhaus ein Stadthaus besitzen. Sobald sie das römische Bürgerrecht gewinnen, bekommen sie dadurch einen starken Anreiz, aus der kleineren Stadt in die größere zu ziehen, in der sie nicht bloß geduldet sind, und wohin sie leichterer Verdienst und mehr Kurzweil lockt. Gleichzeitig aber werden in der von uns schon gekennzeichneten Weise durch Krieg und Sklavenwirtschaft immer mehr Bauern expropriiert. Die beste Zuflucht solcher an die Luft gesetzten Elemente ist nun ebenfalls die Großstadt, deren Bürger sie sind und in der sie versuchen, sich fortzubringen als Handwerker oder Lastträger, Schenkwirte, Krämer, oder gar nur als Schmarotzer irgend welches reichen Herrn, dem sie sich als Klienten zu allen möglichen Diensten zur Verfügung stellen und dessen Höflinge sie bilden – richtige Lumpenproletarier.

Diese Elemente haben weit mehr Zeit und Gelegenheit als die Bauern, sich um die städtische Politik zu kümmern, deren Folgen sie auch viel deutlicher und unmittelbarer verspüren. Sie empfinden das lebhafteste Interesse daran, auf diese Politik Einfluß zu gewinnen, an Stelle der Versammlung der Altbürger die der gesamten Bürgerschaft zu setzen, für die letztere das Recht der Erwählung der Staatsbeamten und der Erlassung von Gesetzen zu erringen.

Mit der Größe der Stadt wuchs die Zahl aller dieser Elemente immer mehr, indes sich der Kreis der Altbürgerschaft nicht erweiterte. Er wurde daher relativ immer schwächer, um so mehr, da er über eine von der Bürgerschaft gesonderte Kriegsmacht nicht verfügte, die Neubürger ebensogut wie die Altbürger Wehrmänner, im Besitz von Waffen und mit deren Handhabung vertraut waren. So entbrennt in allen Städten dieser Art ein erbitterter Klassenkampf zwischen Altbürgern und Neubürgern, der regelmäßig früher oder später mit dem Siege der letzteren, also der Demokratie endet, die aber ihrerseits auch wieder nichts anderes ist als eine Erweiterung der Aristokratie, da ja die Rechtlosigkeit und Ausbeutung der außerhalb des Bürgerrechtes stehenden Provinzen fortdauert. Ja, oft wird das Gebiet und mitunter auch der Grad der provinzialen Ausbeutung in derselben Zeit vergrößert, in der die Demokratie innerhalb der herrschenden Gemeinde Fortschritte macht.

c. Der römische Staat

Alle diese, jede aufblühende Handelsstadt des Altertums kennzeichnenden Kämpfe finden wir in Rom in vollem Gange, zu der Zeit, wo es in der Geschichte auftaucht.

Seine Lage macht es zu einem sehr geeigneten Stapelplatz. Es liegt ziemlich entfernt von der Meeresküste am Tiber, aber das bildete damals, bei der Kleinheit der Seefahrzeuge, kein Hindernis für den Seehandel, es war sogar ein Vorzug, da man tiefer im Lande drin vor Seeräubern und Wogengang geschützter war als an der Seeküste. Nicht umsonst sind so viele der großen älteren Handelsstädte nicht direkt am Meere, sondern an schiffbaren Flüssen ziemlich weit von deren Mündung gelegen – so Babylon und Bagdad, London und Paris, Antwerpen und Hamburg.

Die Stadt Rom bildete sich an einem Platz, wo an den noch schiffbaren Tiber zwei leicht zu befestigende Hügel herantreten, die den Magazinen für die aus- und einzuschiffenden Waren Schutz und Sicherheit gewährten. Die Landschaft, in der Rom entstand, war noch roh, rein bäuerlich, aber nördlich und südlich von ihr lagen ökonomisch hochentwickelte Landschaften, Etrurien und Kampanien, mit starker Industrie, ausgedehntem Handel und auch schon einer auf unfreier Arbeit beruhenden Landwirtschaft. Und von Afrika her kamen mit ihren Waren die Karthager, die auf gleicher Höhe der Entwicklung standen wie die Etrusker und die griechischen Kolonien in Süditalien.

Diese geographische Lage versetzte Rom in eine eigenartige Doppelstellung. Ihrer nächsten Umgebung, den Latinern und Volskern gegenüber, erschien die Handelsstadt als der Vertreter einer höheren Kultur; der weiteren Umgebung, den Etruskern und italischen Griechen gegenüber, traten dagegen die Römer als rohes Bauernvolk auf. In der Tat blieb die Landwirtschaft für die Römer der Haupterwerbszweig, trotz aller Zunahme des Handels. Vom Meere entfernt, verstanden sie nichts von Seefahrt und Schiffbau. Sie überließen es fremden Kaufleuten und Schiffern, zu ihnen zu kommen und ihren Handel zu treiben. Und das änderte sich nicht. Dadurch erklärt es sich teilweise, Warum zur Zeit Cäsars und seiner ersten Nachfolger, also zur Zeit der Entstehung des Christentums, die Juden eine so starke Kolonie in Rom bildeten. Sie hatten damals einen Teil des römischen Handels an sich gebracht. So liegt ja auch heute noch zum Beispiel in Konstantinopel der Handel vornehmlich in den Händen von Nichttürken.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Der Ursprung des Christentums»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Der Ursprung des Christentums» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Der Ursprung des Christentums»

Обсуждение, отзывы о книге «Der Ursprung des Christentums» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x