Leslie Feinberg - Stone Butch Blues

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Stone Butch Blues: краткое содержание, описание и аннотация

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Buffalo, N.Y. – eine Industriestadt in den sechziger Jahren. Hier verbringt Jess Goldberg ihre Kindheit und Jugend. Jess ist ein Mädchen, doch sie sieht aus wie ein Junge. Mit 15 hält sie es daheim nicht mehr aus. Sie haut ab. Sie sucht sich einen Job. Die Bar Abba's bietet Jess eine Heimat – eine bunte Gemeinschaft von Butches und Femmes, von Huren und Drag Queens, von Schwarzen und Weißen. Eine Gemeinschaft, die nicht ungefährlich lebt. In den brutalen Razzien der Polizei erreicht der gesellschaftliche Hass auf alle, die anders sind, seinen Höhepunkt. Überleben erfordert stete Wachsamkeit, Stärke und Mut. Rückhalt findet Jess in ihrer Community. Und bei ihrer großen Liebe: Theresa.
Kultbuch und Klassiker – Der Stonewall-Roman!
Ein großartiger Roman, der bewegt und berührt und lesbisch-queere Geschichte lebendig werden lässt.

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„Meinen Sie, ich habe etwas Falsches getan?“

Sie lehnte sich zurück. „Wenn du etwas aus Überzeugung tust, meine Liebe, dann deshalb, weil du glaubst, daß es das Richtige ist. Wenn du bei allen Anerkennung suchst, wirst du nie handeln können.“

Ich fühlte mich kritisiert. „Ich habe nicht alle gefragt. Nur Sie“, schmollte ich.

Mrs. Noble schüttelte den Kopf. „Denk noch mal darüber nach. Du mußt doch aufs College gehen.“

Ich zuckte die Achseln. „Ich werde die High-School nicht abschließen. Ich gehe in die Fabrik.“

„Auch als Arbeiterin brauchst du gewisse Kenntnisse und Fähigkeiten.“

Ich zuckte wieder die Achseln. „College kann ich mir nicht leisten, das ist das eine. Meine Eltern werden keinen Pfennig dafür rausrücken, geschweige denn für einen Kredit bürgen.“

Sie fuhr sich mit den Händen durchs Haar. Ich bemerkte zum ersten Mal, wie grau es war. „Was willst du denn mit deinem Leben anfangen?“ fragte sie mich.

„Ich will einen guten Job, gewerkschaftlich organisiert und so. Am liebsten würde ich ins Stahlwerk gehen oder zu Chevy.“

„Na ja, es war wohl nicht fair von mir, zu wünschen, daß du mehr willst.“

„Zum Beispiel?“ sagte ich, verärgert, daß ich jetzt auch sie enttäuscht hatte.

„Ich habe dich schon als große amerikanische Dichterin gesehen oder als kämpferische Arbeiterführerin oder als Entdeckerin eines krebsheilenden Mittels.“ Sie nahm ihre Brille ab und putzte die Gläser mit einem Taschentuch. „Ich wollte, daß du dazu beiträgst, die Welt zu verändern.“

Ich lachte. Sie hatte ja keine Ahnung, wie machtlos ich in Wirklichkeit war. „Ich kann überhaupt nichts verändern“, sagte ich. Ich spielte mit dem Gedanken, ihr zu erzählen, was auf dem Sportplatz passiert war, aber ich wußte einfach nicht, wie ich anfangen sollte.

„Weißt du, was du brauchst, um die Welt zu verändern, Jess?“ Ich schüttelte den Kopf. „Du mußt herausfinden, woran du wirklich glaubst, und dann andere Leute finden, die dasselbe denken. Das einzige, was du allein tun mußt, ist, zu entscheiden, was dir wichtig ist.“

Ich nickte und rutschte vom Pult herunter. „Ich muß jetzt gehen, Mrs. Noble, bevor sie einen Suchtrupp schicken, um mich vom Schulgelände zu jagen.“

Sie stand auf und nahm mein Gesicht in ihre Hände. Sie küßte mich auf die Stirn. Aus irgendeinem Grund erinnerte es mich daran, wie es mit Al und Mona im Gefängnis gewesen war – das waren Momente, in denen du von Menschen, die dir wichtig sind, fortgerissen wirst und dich ihnen ganz nahe fühlst.

„Komm und besuch mich mal“, sagte Mrs. Noble.

„Klar“, log ich.

Ich ging zur Sporthalle, um mich von Miss Candi zu verabschieden. Miss Johnson hielt mich auf dem Gang an. „Hast du einen Freischein, mein Fräulein?“

„Brauche ich nicht. Ich bin suspendiert“, sagte ich fröhlich.

Nur wenige Stunden zuvor hatte ich mich in diesem Gebäude eingesperrt gefühlt. Nun, da ich sie verließ, kam mir die Schule kleiner vor. Ich wanderte durch die Gänge wie eine Ehemalige. Ich konnte die schrägen Töne John Philip Sousas aus der Aula hören. Ich hatte vergessen, daß in der letzten Stunde eine Vollversammlung stattfand. Da brauchte ich ja wohl nicht mehr hin.

Der Umkleideraum der Mädchen war leer. Ich nahm meine Turnschuhe und die Shorts aus meinem Spind und zog sie an. Ich ging zu den Seilen, kletterte an einem hoch, hangelte mich quer rüber und ließ mich an dem letzten Seil runter. Ich war so geladen, daß ich Angst hatte, ich könnte platzen. Ich lief los und rannte um die Halle, bis ich nicht mehr konnte.

Als ich stehenblieb, sah ich, daß Miss Candi ins Hallenbüro zurückgekommen war und mich beobachtete. „Wie lange stehen Sie schon da?“

Sie zuckte die Achseln. „Ich habe gehört, sie haben dich suspendiert.“

„Finden Sie, daß ich falsch gehandelt habe, Miss Candi?“ Im selben Moment fiel mir ein, was Mrs. Noble über das Bedürfnis nach Anerkennung gesagt hatte.

„Ich halte nichts davon, schlafende Hunde zu wecken, das ist alles“, sagte sie und sah weg.

„Ach“, seufzte ich enttäuscht. „Also, Miss Candi, ich wollte nur auf Wiedersehn sagen.“

Ich ging an der Werkstatt vorbei – dort hatte ich reinwollen. Statt dessen hatten sie mich gezwungen, die Zubereitung von Hefegebäck mit Zitronenglasur zu lernen. Wie kam Mrs. Noble darauf, daß ich die Welt mit Hefegebäck verändern könnte?

Über dem Haupteingang der Schule waren die Worte Optima futura in den Stein gemeißelt. Das Beste liegt vor uns. Ich hoffte, daß das stimmte.

„Hey!“ brüllte Darnell aus dem Arrestzimmer im ersten Stock. „Du hast es ihnen aber gezeigt!“ Ich winkte ihm zu. „Wir sehen uns später!“ schrie er. Eine Lehrerin zog ihn vom Fenster weg und machte es zu.

„Jess!“ hörte ich Karla rufen. „Jess, warte mal!“ Sie kam angelaufen.

„Sie haben mich suspendiert“, sagte ich.

„Mich auch, für zwei Wochen.“

„Zwei Wochen? Mich nur für eine! Na ja, ich gehe sowieso ab.“

Karla pfiff durch die Zähne. „Scheiße, bist du sicher?“

Ich nickte. „Ich halte es einfach nicht mehr aus.“

„Jess“, sagte Karla, „bei all dem Mist habe ich ganz vergessen, dich zu fragen, was los ist. Du hast doch gesagt, du wolltest mit mir reden.“

Dieser Augenblick war ein Wendepunkt in meinem Leben. Ich fühlte mich wie ein Damm kurz vorm Bersten, aber ich hörte mich sagen: „Ach, war nicht so wichtig.“

Karla machte ein besorgtes Gesicht. „Wirklich nicht?“

Ich nickte und spürte, wie ich damit den letzten Stein auf die Mauer setzte, die ich vielleicht nie würde niederreißen können.

„Wir fahren nach Jefferson“, sagte Karla. „Kommst du mit?“ Ich schüttelte den Kopf und umarmte sie zum Abschied.

Ich wollte meinen Eltern nicht begegnen. Wenn ich mich beeilte, würden sie noch nicht von der Arbeit zurück sein.

Zu Hause nahm ich zwei Kissenbezüge und stopfte alle meine Hosen und Hemden hinein. Ich griff tief in meinen Schrank und holte den Rucksack mit der Krawatte und dem Jackett heraus, die Al und Jacqueline mir gekauft hatten. Der Ring! Ich nahm ihn aus dem Schmuckkasten meiner Mutter und steckte ihn an meine linke Hand.

Ich hatte Angst, daß meine Eltern nach Hause kommen und mich erwischen würden. Ich suchte ein Stück Papier und einen Bleistift. Ich schwitzte, und meine Hand zitterte.

Liebe Mutti, lieber Papa , schrieb ich.

„Was machst ’n da?“ fragte Rachel.

„Pssst!“ Ich schrieb weiter. Ich bin von der Schule geflogen. Falls es Euch interessiert: Es war nicht meine Schuld. Ich bin fast sechzehn. Ich wollte sowieso abgehen. Ich habe einen Job und Geld. Ich gehe weg. Bitte sucht mich nicht. Ich will nicht mehr hier leben .

Ich wußte nicht, was ich sonst noch schreiben sollte. Sie konnten mich bei der Arbeit aufspüren, wenn sie wollten, aber vielleicht waren sie genauso froh, mich los zu sein, wie ich umgekehrt erleichtert war, hier weg zu sein.

„Was machst ’n da?“ fragte Rachel noch einmal. Ihr Kinn zitterte.

„Schsch, nicht weinen“, sagte ich zu ihr. Ich umarmte sie. „Ich hau ab von zu Hause.“

Sie schüttelte den Kopf. „Das kannst du nicht“, sagte sie.

Ich nickte. „Ich muß es versuchen. Hier werde ich verrückt.“

„Das sage ich!“ drohte Rachel.

Ich rannte hinaus. Ich hatte panische Angst, im letzten Moment noch von meinen Eltern erwischt zu werden. Sie konnten mich gewaltsam zurückholen, mir die Polizei auf den Hals hetzen oder mich in eine Anstalt einweisen lassen. Oder mich gehen lassen. Es lag ganz bei ihnen – diese Lektion hatte ich gelernt. Ich rannte und rannte, bis mir die Lunge weh tat. Schließlich lehnte ich mich gegen einen Laternenpfahl und wartete, bis sich mein Atem beruhigte. Ich war frei. Frei zu erkunden, was Freiheit bedeutete. Ich sah auf die Uhr. Es war Zeit, zur Arbeit zu gehen. Ich war fast sechzehn Jahre alt. Ich hatte siebenunddreißig Dollar in der Tasche.

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