Leslie Feinberg - Stone Butch Blues

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Stone Butch Blues: краткое содержание, описание и аннотация

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Buffalo, N.Y. – eine Industriestadt in den sechziger Jahren. Hier verbringt Jess Goldberg ihre Kindheit und Jugend. Jess ist ein Mädchen, doch sie sieht aus wie ein Junge. Mit 15 hält sie es daheim nicht mehr aus. Sie haut ab. Sie sucht sich einen Job. Die Bar Abba's bietet Jess eine Heimat – eine bunte Gemeinschaft von Butches und Femmes, von Huren und Drag Queens, von Schwarzen und Weißen. Eine Gemeinschaft, die nicht ungefährlich lebt. In den brutalen Razzien der Polizei erreicht der gesellschaftliche Hass auf alle, die anders sind, seinen Höhepunkt. Überleben erfordert stete Wachsamkeit, Stärke und Mut. Rückhalt findet Jess in ihrer Community. Und bei ihrer großen Liebe: Theresa.
Kultbuch und Klassiker – Der Stonewall-Roman!
Ein großartiger Roman, der bewegt und berührt und lesbisch-queere Geschichte lebendig werden lässt.

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Sie trat von hinten auf mich zu, faßte mich bei den Schultern und drehte mich zu sich um. Sie zog mein Gesicht an ihre Wange. „Wer ist das schon, Schätzchen?“ flüsterte sie. „Niemand ist stark genug. Du versuchst eben, so gut wie möglich durchzukommen. Butches wie Al und du haben keine Wahl. Es wird euch immer wieder passieren. Ihr müßt nur versuchen, es zu überleben.“

Eine weitere Frage brannte mir schon auf den Lippen. „Al will, daß ich stark und hart bin. Doch du und Mona und die anderen Femmes, ihr ermahnt mich ständig, ich soll sanft und zärtlich bleiben. Wie kann ich denn beides sein?“

Jacqueline berührte meine Wange. „Al hat eigentlich recht. Es ist wohl ziemlich egoistisch von uns Mädchen. Wir wollen, daß ihr stark seid, damit ihr die ganze Scheiße überlebt, der ihr ausgesetzt seid. Wir lieben eure Stärke. Aber die Herzen der Butches werden mit zertreten. Und ich glaube, wir wünschen uns einfach manchmal, es gäbe einen Weg, eure Herzen zu schützen und dennoch für uns ganz sanft zu bleiben, verstehst du?“

Ich verstand es nicht. Nicht so ganz. „Ist Al denn sanft?“

Jacquelines Gesicht verschloß sich. Die Frage drohte etwas zu enthüllen, das Butch Als Rüstung schwächen konnte. Dann sah Jacqueline, daß ich die Antwort wirklich brauchte.

„Sie ist sehr verletzt worden. Es ist schwer für Al, alles zu sagen, was sie fühlt. Aber – ja. Ich glaube, ich könnte nicht mit ihr zusammensein, wenn sie nicht sanft zu mir wäre.“

Wir hörten, wie Al die Badezimmertür aufschloß. Jacqueline warf mir einen entschuldigenden Blick zu. Ich gab ihr ein Zeichen, daß ich sie verstand. Sie ging aus der Küche. Ich war allein. Es gab vieles, worüber ich nachdenken mußte.

Ich legte mich aufs Sofa. Nach einer Weile brachte Jacqueline mir mein Bettzeug. Sie setzte sich neben mich und streichelte mein Gesicht. Es tat mir gut. Sie sah mich lange mit gequältem Gesichtsausdruck an. Ich wußte nicht, warum, aber es machte mir angst. Ich glaube, sie sah, was mir bevorstand, und ich sah es nicht.

„Alles in Ordnung, Schätzchen?“ fragte sie.

Ich lächelte. „Ja.“

„Brauchst du irgendwas?“

Ja. Ich brauchte eine Femme, die mich so liebte, wie Jackie Al liebte. Und ich wollte, daß Al mir genau erzählte, was sie beim nächsten Mal mit mir machen würden und wie ich es überleben konnte. Und ich brauchte Jacquelines Brust. Fast im gleichen Moment, als mir dieser Gedanke durch den Kopf ging, legte sie meine Hand auf ihre Brust. Sie drehte den Kopf in Richtung Schlafzimmer, als ob sie nach Al horchte. „Bist du sicher, daß alles okay ist?“ fragte sie ein letztes Mal.

„Ja, alles okay“, sagte ich.

Ihr Gesicht wurde weich. Sie berührte meine Wange und nahm meine Hand von ihrer Brust. „Du bist eine echte Butch“, sagte sie und schüttelte den Kopf. Ich war stolz, als sie das sagte.

Am nächsten Morgen wachte ich früh auf und verließ leise das Haus.

Butch Al und Jacqueline kamen danach nicht mehr in die Bar. Ihr Telefon war abgemeldet. Ich hörte verschiedene Gerüchte, was mit Al passiert war. Ich zog es vor, keines davon zu glauben.

Der Sommer verging. Es war Zeit für das erste Jahr auf der High-School. Als der Herbst kam, fuhr ich an den Wochenenden nicht mehr nach Niagara Falls. Kurz vor Weihnachten ging ich noch einmal zu Tifka’s, um die alte Clique zu sehen. Yvette war nicht da. Ich hörte, daß sie allein in einer Gasse gestorben war, mit aufgeschlitzter Kehle. Mona hatte eine Überdosis genommen, absichtlich. Al hatte niemand gesehen. Jackie ging wieder auf den Strich.

Ich kämpfte gegen einen bitterkalten Wind an, als ich die Bars des Rotlichtbezirks abklapperte. Ich hörte ihr Lachen, bevor ich sie sah. Da stand Jacqueline im Schatten einer Gasse und lachte ironisch mit den anderen Huren. Und sah mich.

Sie kam auf mich zu und lächelte. Ich sah den Heroinglanz in ihren Augen. Sie war dünn, sehr dünn. Sie blieb vor mir stehen. Sie öffnete meinen Mantelkragen, um mir die Krawatte zurechtzurücken. Dann stellte sie den Kragen hoch, zum Schutz gegen die Kälte. Ich stand da, die Hände tief in die Manteltaschen vergraben. Ich fühlte mich wie in der Nacht, in der ich mit Yvette getanzt hatte. Viele Fragen und Antworten gingen mit unseren Blicken hin und her. Es ging alles sehr schnell. Ich sah, wie die Tränen aus ihren Augen quollen, und sie wandte sich zum Gehen.

Als ich meine Stimme wiederfand, war Jacqueline bereits fort.

4

Der Zettel segelte über meinen Tisch und glitt auf den Fußboden. Ich behielt Mrs. Rotondo im Auge, während ich mich bückte und die Botschaft aufhob. Glücklicherweise schien sie nichts zu bemerken.

ACHTUNG!! Meine Eltern wollen wissen, warum Deine Eltern dauernd bei uns anrufen und nach Dir fragen. Ich kann Dich nicht länger decken. BITTE VERZEIH MIR!! In Liebe bis in alle Ewigkeit – Deine Barbara .

Ich blickte hoch und fing Barbaras Blick auf. Sie rang die Hände und machte ein um Verzeihung heischendes Gesicht. Ich lächelte und nickte. Ich tat, als würde ich eine Zigarette rauchen. Barbara nickte und lächelte. Mir wurde warm ums Herz. Barbara – neben der ich zwei Jahre gesessen hatte. Barbara – die zu mir gesagt hatte, wenn ich ein Mann wäre, würde sie sich in mich verlieben.

Wir trafen uns auf der Mädchentoilette. Zwei Jüngere, die ebenfalls rauchten, hatten schon die Fenster aufgemacht. „Wo bist du nur in letzter Zeit gewesen?“ wollte Barbara wissen.

„Hab wie verrückt gearbeitet. Ich muß von zu Hause weg, sonst sterbe ich. Sie führen sich auf, als haßten sie mich wie die Pest.“ Ich nahm einen tiefen Zug von meiner Zigarette. „Ich glaube, sie wünschten, ich wäre nie geboren worden.“

„Sag nicht so was“, erwiderte Barbara und blickte sich um, als hätte sie Angst, daß uns jemand zuhören könnte. Sie zog an ihrer Zigarette, inhalierte tief und blies den Rauch kringelförmig aus. „Ist das nicht klasse? Es heißt French Curl. Hat Kevin mir beigebracht.“

„O Scheiße!“ zischte jemand.

„Also, Mädels, stellt euch auf!“ Das war Mrs. Antoinette, der Schrecken der nikotinhungrigen Mädchen. Wir sollten uns aufstellen, damit sie unseren Atem prüfen konnte. Da sie mich nicht gesehen hatte, riskierte ich es, zur Tür hinauszuschlüpfen. Die Gänge waren verlassen. In wenigen Minuten würde eine nervtötende Glocke klingeln, und die Gänge wären vollgestopft mit Schülerinnen und Schülern, die ihre Taschen vor sich hertrugen wie Schilde in einer Schlacht.

Ich glaube, der Sommer hatte mich verändert. Sonst hätte ich nie die eisernen Fesseln der Gewohnheit abgestreift und das Gebäude während der Unterrichtszeit verlassen. Ich wollte so schnell ich konnte um den Sportplatz rennen, um das klebrige Gefühl des Eingesperrtseins rauszuschwitzen. Aber ein paar Jungs spielten mitten auf dem Feld Football, und eine Gruppe von Mädchen übte Cheerleading. Also kletterte ich die Tribüne hinauf und ging bis zum anderen Ende.

Ein Rotschwanzbussard segelte über den Bäumen, ein ungewöhnlicher Anblick in der Stadt. Ich konnte nirgends hingehen, hatte nichts zu tun. Was in meinem Leben auch passieren würde, ich wollte, daß es bald geschah. Ich hätte gern Quarterback in der Footballmannschaft gespielt. Ich stellte mir das Gewicht der Ausrüstung vor und wie das Trikot eng an der Brust anliegen würde. Ich berührte meine großen Brüste mit der Hand.

Mir fiel auf, daß fünf der acht Cheerleader blond waren. Ich hätte nicht gedacht, daß es in der gesamten Schule fünf blonde Mädchen gab. Fast die Hälfte der Schülerinnen und Schüler war weiß, jüdisch und aus der Mittelschicht. Die andere Hälfte war schwarz und stammte aus Arbeiterfamilien. Ich war jüdisch und kam aus einer Arbeiterfamilie. Damit fiel ich in einen einsamen sozialen Abgrund. Die wenigen Freundinnen, die ich in der Schule hatte, kamen aus Familien, die jeden Pfennig zweimal umdrehen mußten.

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