Leslie Feinberg - Stone Butch Blues

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Buffalo, N.Y. – eine Industriestadt in den sechziger Jahren. Hier verbringt Jess Goldberg ihre Kindheit und Jugend. Jess ist ein Mädchen, doch sie sieht aus wie ein Junge. Mit 15 hält sie es daheim nicht mehr aus. Sie haut ab. Sie sucht sich einen Job. Die Bar Abba's bietet Jess eine Heimat – eine bunte Gemeinschaft von Butches und Femmes, von Huren und Drag Queens, von Schwarzen und Weißen. Eine Gemeinschaft, die nicht ungefährlich lebt. In den brutalen Razzien der Polizei erreicht der gesellschaftliche Hass auf alle, die anders sind, seinen Höhepunkt. Überleben erfordert stete Wachsamkeit, Stärke und Mut. Rückhalt findet Jess in ihrer Community. Und bei ihrer großen Liebe: Theresa.
Kultbuch und Klassiker – Der Stonewall-Roman!
Ein großartiger Roman, der bewegt und berührt und lesbisch-queere Geschichte lebendig werden lässt.

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Aber in der Bar konnte ich den Folgen nicht ausweichen. Ich saß in Sichtweite von Monique an unserem Tisch und rieb mir die Stirn, als könnte ich die Erinnerung an das Vorgefallene wegwischen. Ich fragte mich, wie lange dieser Abend wohl währen mochte. Lange. Sehr lange.

Monique flüsterte einer Butch in ihrer Nähe etwas zu. Die Butch kam quer durch den Raum zu unserem Tisch. „Hey!“ rief sie mir zu. Ich sah nicht auf. „Hey, Femme, willste mal mit ’ner richtigen Butch tanzen?“

Ich rutschte unbehaglich auf meinem Stuhl herum. Al flüsterte der Butch etwas zu.

„Oh, Verzeihung, Al, ich wußte nicht, daß sie deine Femme ist.“

Al stand auf und haute der Frau eine runter, bevor wir anderen kapierten, was los war. Dann sah Al mich erwartungsvoll an. „Nun?“ sagte sie. Sie hielt die Butch fest. Al wollte, daß ich die Frau verprügelte, um meine Ehre zu retten. Doch es gab niemanden im Raum, die ich hätte schlagen wollen, außer vielleicht mich selbst. Ich hatte keine Ehre mehr zu verteidigen.

Die Butches in Moniques Nähe standen auf und schickten sich an herüberzukommen. Al und die anderen Butches aus unserer Gruppe bauten sich vor unserem Tisch auf, um mich zu verteidigen. Jacqueline legte mir ihre Hand auf den Oberschenkel, um mir zu verstehen zu geben, daß ich nicht kämpfen mußte. Das wäre nicht nötig gewesen. Mona trat hinter mich und legte mir die Hände auf die Schultern. Die Femmes stellten sich ebenfalls hinter mich. Ich saß da, schlug die Hände vors Gesicht, schüttelte den Kopf und wollte, daß das alles einfach aufhörte. Aber das geschah nicht.

Schließlich zog sich Moniques Gruppe zurück. Aber keine von uns konnte die Bar verlassen, bevor die anderen gegangen waren, sonst würden sie sich auf uns stürzen. Es würde in der Tat eine lange Nacht werden.

Al war sauer auf mich. „Du läßt dir gefallen, daß diese Bulldagger so mit dir redet?“ Sie hieb mit der Faust auf den Tisch.

„Halt die Klappe, Al!“ schnappte Jacqueline. Ich war so überrascht, daß ich den Kopf hob und sie ansah. Sie starrte Al wütend an. „Laß die Kleine in Ruhe, kapiert?“

Al wandte sich ab und sah den Paaren beim Tanzen zu. Ihre Körpersprache ließ mich wissen, daß sie ziemlich angewidert von mir war. Jacqueline klopfte nur mit den Fingernägeln an ihr Whiskyglas, wie am Abend zuvor. Ich brauchte lange, bis ich den Morse-Code der Femmes gelernt hatte.

Nach einer Weile begann sich die Menge in der Bar zu lichten. Yvette kam herein. Jacqueline beobachtete sie und war offensichtlich besorgt.

„Was ist denn los?“ fragte ich, aus meinem Selbstmitleid aufgestört.

Jackie musterte mich eingehend. „Sag du’s mir“, erwiderte sie schließlich.

Ich sah Yvette an. Wie Jacqueline hatte sie von Jugend an auf dem Straßenstrich gearbeitet. Al hatte dafür gesorgt, daß Jackie nicht mehr anschaffen ging. Al konnte sie beide von dem Geld ernähren, das sie bei ihrem Job in der Autoproduktion verdiente.

Yvette hatte keine Butch, die in der Fabrik arbeitete. Yvette hatte niemanden, außer den anderen Huren.

„Sie sieht aus, als hätte sie eine schwere Nacht gehabt“, versuchte ich mein Glück.

Jacqueline nickte. „Es ist gemein da draußen. Sie machen uns echt fertig.“

Ich war überrascht von der Intimität, die in dieser Information mitschwang. Dann schien Jacqueline das Thema zu wechseln. „Was meinst du, was sie jetzt braucht?“ fragte sie mich.

„Ihre Ruhe“, sagte ich und dachte dabei an mein eigenes Bedürfnis.

Jacqueline lächelte. „Ja, sie will in Ruhe gelassen werden. Sie will nicht, daß auch nur ein Mensch auf dieser Scheißwelt heute abend noch irgendwas von ihr verlangt. Aber sie könnte vermutlich ein bißchen Trost gebrauchen, weißt du?“ Vielleicht. „Kann sein, daß sie es echt gut fände, wenn eine richtige Butch wie du zu ihr rüberkäme und sie einfach zum Tanzen aufforderte. Ohne sie zu überfallen.“

Ich dachte, das könnte ich vielleicht tun. Um jeden Preis den Stachel meiner eigenen Schande herausziehen.

Jacqueline zog mich am Ärmel. „Sei vorsichtig, hörst du?“

Ich nickte und ging langsam zu Yvette hinüber. Sie hatte den Kopf in die Hände gestützt. Ich räusperte mich. Sie blickte mich müde an und nahm einen Schluck von ihrem Drink. „Was willst du?“ fragte sie mich.

„Ähm, ich dachte … tanzt du mit mir?“

Sie schüttelte den Kopf. „Vielleicht später, Baby. Okay?“

Vielleicht lag es daran, wie ich da stand. Es war unmöglich, vor den Augen von Moniques und meiner Gruppe durch den Raum zurückzugehen, ohne getanzt zu haben. Das hatte ich nicht bedacht. Und Jackie? Vielleicht trafen sich Jacquelines und Yvettes Blicke. Denn schließlich sagte Yvette: „Ja, warum nicht?“ und stand auf.

Ich wartete in der Mitte der Tanzfläche auf sie. Roy Orbisons Stimme war weich und verträumt. Ich stand still, mit ihrer Hand in meiner, bis sie sich entspannte und näher kam. Nachdem wir eine Weile getanzt hatten, sagte Yvette zu mir: „Du darfst übrigens ruhig atmen.“ Wir mußten beide lachen.

Dann fühlte ich, wie ihr Körper näher kam und wir miteinander verschmolzen. Ich entdeckte die süßen Überraschungen, die eine Femme einer Butch zu bieten hat: ihre Hand an meinem Nacken, flach auf meiner Schulter oder zusammengeballt wie eine Faust. Ihr Bauch und ihre Oberschenkel an meinem Bauch, an meinen Oberschenkeln. Ihre Lippen, die beinahe mein Ohr berührten.

Die Musik war zu Ende. Yvette löste sich von mir und wollte sich abwenden. Ich hielt sanft ihre Hand fest. „Bitte“, sagte ich. „Schätzchen“, sagte sie lachend, „du hast das Zauberwort gesprochen.“

Wir tanzten ein paar langsame Lieder hintereinander. Unsere Körper bewegten sich mühelos und harmonisch. Die leichteste Veränderung des Drucks meiner Hand auf ihrem Rücken veränderte ihre Bewegung. Ich schob ihr nicht den Oberschenkel zwischen die Beine. Ich wußte, daß sie dort verwundet worden war. Selbst ich als Baby Butch schützte mich an dieser Stelle. Ich spürte ihren Schmerz, sie kannte meinen. Ich spürte ihre Begierde, sie weckte meine.

Schließlich endete die Musik, und ich ließ sie los. Ich küßte sie auf die Wange und dankte ihr. Ich ging über die Tanzfläche an meinen Tisch zurück. Ich war von Grund auf verändert.

Jacqueline tätschelte mir das Bein und warf mir ein warmes Lächeln zu. Die übrigen Femmes – männliche wie weibliche – betrachteten mich mit neuen Augen. Während die Welt versuchte, uns fertigzumachen, versuchten sie auf jede erdenkliche Weise, uns unsere Zärtlichkeit zu erhalten. Es war meine Fähigkeit zur Zärtlichkeit, die sie gerade gesehen hatten. Die anderen Butches mußten mich jetzt unter sexuellen Gesichtspunkten sehen, als Rivalin. Selbst Al betrachtete mich mit anderen Augen.

So schmerzhaft dieses Ritual auch gewesen war, es war ein Initiationsritus, nicht mehr und nicht weniger. Ich fühlte mich keineswegs großspurig. Es hatte mich gelehrt, daß Bescheidenheit angesagt war, wenn ich bei einer Frau die Macht der Leidenschaft entfesseln wollte.

Stark gegenüber meinen Feinden, sanft zu denen, die ich liebte und respektierte – das wollte ich sein. Bald würde ich diese Eigenschaften unter Beweis stellen müssen. Aber fürs erste war ich glücklich.

Am Freitag darauf herrschte ausgelassene Stimmung in der Bar. Alle tanzten und lachten. Verstohlen hielt ich nach Yvette Ausschau. Jacqueline mußte es mitbekommen haben, denn sie erzählte mir, daß Yvettes Zuhälter ihr keine feste Beziehung zu einer Butch erlaubte. Mein Magen zog sich vor Wut zusammen. Ich hielt trotzdem nach ihr Ausschau. Schließlich kann ein Zuhälter auch nicht alles wissen, oder?

Als das rote Licht über der Theke aufleuchtete, verzog ich mich auf die Frauentoilette und versteckte mich. Die Zeit verstrich. Ich hörte dumpfe Schläge und mehrere Schreie. Dann war es ruhig.

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