Robert E. Peary - Die Entdeckung des Nordpols

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Tagelange Schneestürme, raues, zu Bergen aufgetürmtes Eis, arktische Temperaturen, plötzlich breite Wasserrinnen, die den Weg versperren und nur auf treibenden Eisschollen überquert werden können, hastig zusammengebaute Iglus als Schutz gegen die Naturgewalten – auf diese Begegnung musste sich einstellen, wer den Weg zum Nordpol wagte. Doch um die Jahrhundertwende herrschte kein Mangel an Männern, deren Ziele so abenteuerlich wie tollkühn waren und nicht selten auch von Besessenheit zeugten: Zu Fuß eine Wüste aus Schnee und Packeis durchqueren, mit nur wenigen Schlitten ausgerüstet, begleitet von Eskimos und einer Hundertschaft von Hunden… . Das alles, um einen Punkt zu erreichen, an dem kein Berg, keine Stadt, nicht einmal eine windschiefe Hütte, erst recht keine jubelnde Menge auf einen wartet, sondern ein Nichts, ein Abstraktum, das man bloß mit aufwändigen Messungen feststellen kann und das sich noch dazu auf einer Fläche befindet, die ständig in Bewegung ist: der geographische Nordpol. Einer dieser Pioniere war der Amerikaner Robert E. Peary, der 1908 zum wiederholten Male eine Tour de force startet, um endlich den ersehnten Flecken im Nirgendwo zu erreichen. Sein packender Bericht über seine letzte Nordpolexpedition liegt mit diesem Buch nun in einer zeitgemäßen Ausgabe vor.

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Es war das Basta eines Süchtigen.

Seinen Einsatz hatte er verloren ... Er war verstümmelt; hatte mit Aleqasina, der Mutter seines im Mai 1900 geborenen Sohnes Anaukak (1906 schenkte sie ihm noch den Sohn Kaie), die stets loyale »Jo« betrogen; sich mit Dr. Dedrick, seinem Schiffsarzt und Lebensretter, überworfen – und nicht einmal ein »Farthest North« erreicht: Verglichen mit Umberto Cagnis 86° 34’ waren seine 84° 17’, unter Brüdern, eine Stümperei.

Dass man das durchaus anders sehen konnte, bewies der virulente Nationalismus in den USA. Er interpretierte Pearys sechsmaliges Anrennen gegen die Stellungen des Saturn als Ausdruck eines Pioniergeists, der alles, aber auch alles daransetzen würde, das Sternenbanner am Pol einzurammen.

Folgerichtig wurde Peary daheim nicht etwa als Maniac von der traurigen Gestalt geschmäht, sondern als Ausbund von vaterländischem Kämpfertum auf den Schild gehoben: Ein 1899 gegründeter Peary Arctic Club trug ihm seine Hilfe an. Er wurde in absentia 1901 zum Kapitänleutnant und 1902 zum Fregattenkapitän der United States Navy ernannt. Und am 5. September 1903 beauftragte ihn sein Dienstherr ganz im Stil der Muscovy Society von 1607 kurz und bündig, den Pol zu erreichen: »Unser Nationalstolz ist an dieser Unternehmung beteiligt, und das Ministerium erwartet, dass Sie deren Zweck erfüllen und einer Armee, die auf leuchtende Großtaten zurückblicken kann, eine weitere Glanzleistung bescheren.«

Damit war Pearys fixe Idee sanktioniert. Das Schiff, das er eiligst bauen ließ, erhielt den Namen »Roosevelt« (oder liebevoll »Teddy«). Und als es am 16. Juli 1905 von Manhattan auslief– mit an Bord waren auf der ersten Etappe seine Frau »Jo«, seine Tochter Marie und sein zweijähriger Sohn Robert Edwin jr. –, dürfte dem Explorer in den Ohren geklungen haben, was der Minister als Sprachrohr des Präsidenten der Vereinigten Staaten seiner Sieges-Order noch angefügt hatte: »Nothing short will suffice« ... »Weniger tut’s nicht.«

Durch persönliche Exaltiertheit und kollektive Hybris hatte sich Peary vor seiner siebten Arktis-Fahrt in einem Dilemma verfangen, dessen Knoten er nur als Bezwinger des Nordpols entzweihauen konnte. »Nothing short will suffice.«

Diese ideologische Disposition muss man kennen, um zu verstehen, was hernach passierte ...

Peary fuhr – er hatte es längst »die amerikanische Route zum Pol« getauft – wieder durch den Smith-Sund, das Kane-Becken und den Kennedy-Kanal, vorbei an »Fort Conger« bis Kap Sheridan im Nordosten der Ellesmere-Insel. Doch weil das Eis stark nach Osten driftete, ging er, um direkt auf den Pol zuzuhalten, zuerst einhundertzehn Kilometer nach Westen zum Point Moss und brach dann am 6. März 1906 nordwärts auf.

Es wird immer zu den offenen Fragen um Robert Edwin Peary gehören, warum er – der seit zwanzig Jahren den arktischen Ozean kannte – auf seinem Zug über das Eis keine Kajaks mit sich führte. So geschah es, dass er ständig gezwungen war, vor kleineren und größeren Wasserrinnen auszuharren, bis sie sich schlössen ... oder dass er Umwege um den »Hudson River« oder gar den »Styx« machen musste – mit einem Wort: dass er nicht wie geplant vorankam. Da ihm zudem ein Fehler bei der Berechnung seines Kurses unterlaufen war – er hatte einen falschen Winkel zwischen dem magnetischen und geografischen Pol zugrunde gelegt –, da überdies der Proviant dahinschwand und zu allem Übel das Wetter immer schlechter wurde, blieb ihm nichts anderes übrig, als das, was einmal ein Triumphzug werden sollte, am 21. April 1906 aufzugeben.

Doch niemand weiß, wo er das tat.

Am letzten Spalt hatte er den Heizer Ryan zurückgeschickt und damit allein Henson und sechs Eskimos bei sich. Die aber waren samt und sonders außerstande, mit einem Sextanten zu hantieren. Daher sahen sie lediglich ein Irgendwo, als Peary verkündete: »Wir haben 87° 06’ nördlicher Breite erreicht, und ich habe endlich den Rekord gebrochen.«

Gestern hatte er noch 86° 30’ festgestellt – siebeneinhalb Kilometer unterhalb von Cagnis Marke. Und heute wollte er über eine Distanz von siebenundsechzig Kilometern ohne jeden Schlenker nach rechts oder links dahingeflogen sein ... über das Packeis, den Schnee und die Priele ... auf 87° 06’ ...

Das Original seines Reisejournals ist verloren. Angaben seiner täglichen Marschleistung gibt es nicht. An exakten Daten seiner Positionen auf den Meridianen mangelt es. An verlässlichen Gewährsleuten fehlt es. Ergebnisse von Lotungen liegen nicht vor. Der Zeitpunkt seiner Heimkehr zum Schiff ist unbekannt. Daher blieb jeder Versuch, sein »Farthest North« zu verifizieren, von vornherein Spekulation.

»Nothing less will suffice.« Mochte Peary auch befürchtet haben, als Versager empfangen zu werden, dann hatte er die Rechnung ohne den Peary Arctic Club, ohne die National Geographic Society und ohne den Präsidenten gemacht. Sie alle ließen den amerikanischen Champion von 87° 06’ hochleben und verliehen ihm Ehrentitel und -medaillen. Und je länger bei den Festakten, Festmahlen und Festreden die Scheinwerfer auf ihn gerichtet waren, desto mehr lichtete sich das Clair-obscur um seine Person, bis er als der immer tatendurstige Überwinder dastand und der SUNDAY HERALD am 16. Dezember 1906 mit der Schlagzeile aufmachen konnte: »Peary versichert, der Pol ist bei Anwendung seiner Methoden erreichbar.«

Und hatte er gerade noch die Beendigung seiner »arktischen Tätigkeit« erwogen, so begann das jetzt alles von neuem: das Geldgeber-Suchen, Bemannung-Ernennen, »Roosevelt«-Rüsten – da platzte am 1. Oktober 1907 die Nachricht herein, dass Dr. Frederick Albert Cook, Pearys alter Arzt und Weggenosse, auf dem Marsch zum Nordpol sei.

DAS WERK, »FÜR DAS MICH GOTT DER ALLMÄCHTIGE AUSERWÄHLT HAT«

Peary war wie gelähmt. Über Nacht musste er befürchten, dass ein Mitbewerber um das Endziel ihm, dessen Name – beinahe – »überall in Kreisen der Kultur und Bildung als Sesam-öffne-dich« wirkte, den Rang ablaufen könnte. Im Nu stünde er im Schatten Dr. Cooks, sein Image würde verblassen und demnächst vergessen sein, zwanzig Jahre Schinderei wären für nichts darangegeben, sein Leben verpfuscht – ja, vom Schöpfer selbst um den Erfolg gebracht. Denn hatte Peary nicht seinem Gönner im White House offenbart: »Ich glaube daran, dass ich diesmal siegen werde; wie ich daran glaube, dass dieses das Werk ist, für das mich Gott der Allmächtige auserwählt hat«?

Dann besann sich Peary auf das, was ihn »bei Anwendung seiner Methoden« auf 87° 06’ gebracht hatte, und fuhr noch einmal hinaus. Am 6. Juli 1908. Vom Pier an der vierundzwanzigsten Straße in New York. »Es war dies für mich die letzte Möglichkeit, den Traum meines Lebens in die Wirklichkeit umzusetzen.«

Er schlug den gewohnten »Imperial Highway« ein. Und als er in Etah, am Ostufer des Smith-Sunds, auf eine Kate stieß, von der die Eskimos erzählten, sie gehöre Dr. Cook, nagelte er einen Zettel an die Tür, und der besagte: »Dr. Cook ist lange tot.« Danach ging es weiter, wie vor drei Jahren, bis er am 5. September Kap Sheridan auf der Ellesmere-Insel erreichte. Die »Roosevelt« wurde winterfest gemacht und anschließend wurde – diesmal noch fünfzig Kilometer hinter Point Moss – bei Kap Columbia Verpflegung gebunkert, am »nördlichsten Ende von Nordamerika«. Dann kam Weihnachten, kam Silvester. Und als die bärtige Runde in Robert Burns’ traditionellem Lied zum Jahresausklang Auld Lang Syne (1797) die Verse sang, mit denen alter Gefährten gedacht wird – »Should auld acquaintance be forgot,/And never brought to mind?« –, dürfte nicht einmal der inbrünstigste Todeswunsch Peary von der Angst befreit haben zu wissen, dass hier oben irgendwo Dr. Cook herumspukte. Deshalb war Eile geboten.

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