Robert E. Peary - Die Entdeckung des Nordpols

Здесь есть возможность читать онлайн «Robert E. Peary - Die Entdeckung des Nordpols» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Die Entdeckung des Nordpols: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Die Entdeckung des Nordpols»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Tagelange Schneestürme, raues, zu Bergen aufgetürmtes Eis, arktische Temperaturen, plötzlich breite Wasserrinnen, die den Weg versperren und nur auf treibenden Eisschollen überquert werden können, hastig zusammengebaute Iglus als Schutz gegen die Naturgewalten – auf diese Begegnung musste sich einstellen, wer den Weg zum Nordpol wagte. Doch um die Jahrhundertwende herrschte kein Mangel an Männern, deren Ziele so abenteuerlich wie tollkühn waren und nicht selten auch von Besessenheit zeugten: Zu Fuß eine Wüste aus Schnee und Packeis durchqueren, mit nur wenigen Schlitten ausgerüstet, begleitet von Eskimos und einer Hundertschaft von Hunden… . Das alles, um einen Punkt zu erreichen, an dem kein Berg, keine Stadt, nicht einmal eine windschiefe Hütte, erst recht keine jubelnde Menge auf einen wartet, sondern ein Nichts, ein Abstraktum, das man bloß mit aufwändigen Messungen feststellen kann und das sich noch dazu auf einer Fläche befindet, die ständig in Bewegung ist: der geographische Nordpol. Einer dieser Pioniere war der Amerikaner Robert E. Peary, der 1908 zum wiederholten Male eine Tour de force startet, um endlich den ersehnten Flecken im Nirgendwo zu erreichen. Sein packender Bericht über seine letzte Nordpolexpedition liegt mit diesem Buch nun in einer zeitgemäßen Ausgabe vor.

Die Entdeckung des Nordpols — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Die Entdeckung des Nordpols», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Ein Pionier ganz anderer Art war Christoph Kolumbus. Ihm ging es nicht um Wissen-, sondern um Wirtschaftlichkeit. Da er es wie Alexander der Große für wahr hielt, dass Indien den Abschluss des eurasischen Kontinents gen Morgen bildete, und da er es – wie sogar der französische Bischof Pierre d’Ailly in seiner Ymago Mundi (1410) – als gegeben annahm, dass unser Planet kugelförmig sei, folgerte der Genueser, dass zwischen Europa und Indien nur mehr der Atlantik liege – wobei zu »las Indias« seit Marco Polos Il Milione (1298/99) auch »Cathay« gezählt wurde, China, und das diesem vorgelagerte »Zipangu«, Japan. So verfiel der Admiral darauf, »den Osten vom Westen her zu suchen«, sprich: eine Route zu eröffnen, über die der Handel mit jenen pittoresken Provenienzen von Gewürzen und Geweben bequemer zu treiben wäre als über die Seidenstraße.

Addiert man zum Aspekt der Gewinnsucht die These diverser Biografen des Kolumbus, er habe ursprünglich den Großkhan christianisieren wollen, im Grunde einen späten Kreuzzug zu den Wilden geplant, gar hinterm Horizont ein neues Jerusalem gewittert, dann hat man summa summarum eine gute Hand voll einleuchtender Anlässe zum Aufbruch »in terram incognitam«: mancherlei Heilsbringerei, überdies Besitzgier, Wissensdurst und Machthunger sowie auch einen Befähigungsnachweis.

Freilich, welches dieser Motive wurde an Absonderlichkeit überboten von jenem, das in nichts anderem bestand als im Gang durchs bisher nie Betretene ... im Vorstoß dorthin, wo kein Ort ist ... in der Erstürmung des Nordpols?

Dieser Reckentat rühmte sich ein Mann, der in Utopia biwakiert haben wollte. Damit wäre er auf einer Position gewesen, die es nur als Abstraktum gibt: als mathematische Hypothese. Denn der obere Schnittpunkt aller Meridiane des Globus befindet sich auf einer Kappe aus schwimmendem Eis, das von einem Tiefdruckwirbel über der Arktis unaufhörlich in Bewegung gehalten wird und demzufolge jedwedes Da-Sein relativiert.

Das Rennen mit einem oder mehreren Konkurrenten zu einem solchen Ziel war das Nutzlose schlechthin, ein Egotrip und Zeitvertreib – einzig aufs Siegen erpicht. Der holländische Kulturhistoriker Johan Huizinga schrieb diesbezüglich in seiner Monografie Homo Ludens (1938): »Die Hauptsache ist, ›gewonnen zu haben‹.« Und dann fügte er zur Bekräftigung des Gesagten hinzu: »Das reinste Beispiel für einen Triumph, der sich in nichts Sichtbares oder Genießbares umsetzt und nur im Gewinnen selbst besteht, bietet das Schachspiel.«

Wen wundert’s deshalb, dass der Bericht über Die Eroberung des Nordpols mit den Sätzen anfängt: »Man könnte wohl die Erreichung des Nordpols mit dem Gewinnen eines Schachspiels vergleichen, in dem alle die verschiedenen Züge, welche zu dem günstigen Schluss führten, lange, ehe das gegenwärtige Spiel begann, im Voraus überlegt worden waren. Es war für mich ein altes Spiel, ein Spiel, das ich dreiundzwanzig Jahre mit wechselndem Glück gespielt hatte.« Der Name des ausdauernden Teilnehmers: Robert Edwin Peary.

TRAUMWANDRER *

Die Partie, von der die Rede war, hatte de facto im Altertum begonnen und wurde seit dieser Zeit zwischen Menschen und Elementen um ein Inferno ausgetragen. Viele haben es beschrieben.

»Gleich über uns lagert der arktische Pol Und selten besucht ihn der strahlmilde Sol, Zu grimmig ist dieser Erd-Flecken. Saturnus, angeblich, steht dort auf der Wacht Und hütet den Schatz, den in finsterer Nacht Die Sterblichen nimmer entdecken. Du wirst es kaum glauben, und doch ist es wahr: Man findet im Nord-Land nicht einmal im Jahr Den Tag, wie er südwärts normal ist! Im Winter, da gibt es hier nirgendwo Licht, Im Sommer, da gibt es hier Dunkelheit nicht, Sodass jeder Tag eine Qual ist.«

Was der Norweger Petter Dass am Ende des 17. Jahrhunderts in seinem Gedichtzyklus Die Trompete des Nordlandes über jene Zone zusammengereimt (und teilweise dem griechischen Philosophen und Historiker Plutarch entnommen) hatte, stellte im Wesentlichen das dar, was man seit der explorativen Epoche Alexanders des Großen hierüber wusste.

Nachdem sich Pytheas, der Grieche aus Massalia, um 330 vor Christus an der Küste Norwegens bis zum Polarkreis hinaufgetastet hatte, lenkten die Europäer unermüdlich ihre Schiffe zu den hohen Breiten des Erdballs und fabulierten alsdann vom Regime des Saturn über ein Gefilde, in dem jede Erscheinung gemäß dem Weihemonat jenes Gottes – Dezember – frostig, feucht und feindselig ist.

Zu diesem grausigen Dunstkreis des Orcus zog es Wagehälse mit einer solchen anhaltenden Heftigkeit, dass sich im 13. Jahrhundert nach Christus der Verfasser des altnorwegischen Königsspiegels aufgerufen sah, den Wikingern diesen Drang unter Hinweis auf eine Reihe von Triebkräften der Erdensöhne zu erklären (von Bedürfnissen nebenbei, die selbstverständlich denen ähneln, mit deren Aufzählung dereinst das Vorwort des Herausgebers zu einem Text von Robert Edwin Peary einsetzen sollte ...): »Das Erste ist die Lust an Kampf und Ruhm, denn das ist menschliche Art, dorthin sich zu begeben, wo große Gefahr zu erwarten ist, und sich dadurch berühmt zu machen. Das Zweite ist die Wissbegierde, denn das liegt gleichfalls in der Natur des Menschen, die Dinge zu erkunden und zu untersuchen, von denen ihm erzählt wird, und zu erfahren, ob sie so sind, wie ihm gesagt wurde, oder nicht. Das Dritte ist die Aussicht des Gewinns, denn überall suchen die Menschen nach Gut, wenn sie hören, dass sich irgendwo Aussicht auf Gewinn darbietet, mag auch anderseits große Gefahr damit verbunden sein.«

Dieses Syndrom von Faktoren wurde achterlastig ... bis Profitjägerei das A und O bei Expeditionen ins Namenlose war und ihre Leiter dem Nordpol in einer verschlungenen Folge von Begebenheiten immer näher rückten. Im selben Augenblick nämlich, in dem der spanische Conquistador Vasco Nunez de Balboa am 25. September 1513 im Westen der Neuen Welt noch einen Ozean gesichtet hatte, war klar, dass sich der Strand, auf den Kolumbus inzwischen seinen Fuß gesetzt haben wollte, jenseits der Südsee erstreckte. Darum rüsteten die Piloten ihre Karavellen, um nach der Nordwestpassage zu fahnden ... mochten andere Skipper ihre Schaluppen wappnen, um nach der Nordostpassage zu forschen (wenn sie nicht gar wie Fernao de Magalhaes im Jahre 1520 um die Südspitze Amerikas segelten)! Während die einen ergo das Ruder nach Steuerbord legten, rissen es die anderen nach Backbord – jeder aus Raffgier darauf bedacht, entweder Sibirien oder die Landmasse des »Mundus Novus« gen Indien zu umfahren.

»So erwachten sie zum Leben«, vermerkte Fridtjof Nansen, »die beiden großen Illusionen, welche jahrhundertelang den Sinn der Entdecker im Zauberbanne hielten. Wert als Handelsstraßen konnten sie nie erhalten, diese schwierigen Durchfahrten durch das Eis. Mehr als Traumbilder wurden sie nicht, aber Traumbilder von größerem Wert als wirkliche Kenntnis: Sie lockten die Entdecker immer weiter in die unbekannte Eiswelt hinein.«

Auf diese Weise wurden sie Vorkämpfer, deren Andenken in der geografischen Nomenklatur bewahrt ist wie zum Beispiel jenes eine in »Barentsburg«, »Barentsinsel«, »Barentssee«.

Willem Barents, seines Zeichens Cheflotse der Vereinigten Niederlande, war angewiesen worden, »die Meere des Nordens zu befahren«, und hatte tapfer schon zweimal, 1594 und 1595, den Circulus Arcticus überschritten, als er sich nunmehr 1596 in Amsterdam zum dritten Mal einschiffte.

Unter dem eher formalen Kommando Jacob van Heemskercks schaffte er zunächst eine Höhe von 79° 49’, ließ nachher jedoch ostwärts schwenken und erspähte daraufhin die Bäreninsel und den Südzipfel von Spitzbergen: 80° 11’! Zuletzt aber, als er im August bei den Oranje-Inseln lavierte, wurde seine Nussschale von treibenden Schollen gestoppt, auf der Stelle umschlossen und wie von Geisterhand zermalmt. Da war er mit seinen Leuten gezwungen, bis zum Winter »ein Haus zu bauen, um uns vor der Kälte und den wilden Tieren zu schützen, uns darin so gut wie möglich einzurichten und uns unter Gottes Schutz zu stellen«.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Die Entdeckung des Nordpols»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Die Entdeckung des Nordpols» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Die Entdeckung des Nordpols»

Обсуждение, отзывы о книге «Die Entdeckung des Nordpols» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x