Robert E. Peary - Die Entdeckung des Nordpols

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Tagelange Schneestürme, raues, zu Bergen aufgetürmtes Eis, arktische Temperaturen, plötzlich breite Wasserrinnen, die den Weg versperren und nur auf treibenden Eisschollen überquert werden können, hastig zusammengebaute Iglus als Schutz gegen die Naturgewalten – auf diese Begegnung musste sich einstellen, wer den Weg zum Nordpol wagte. Doch um die Jahrhundertwende herrschte kein Mangel an Männern, deren Ziele so abenteuerlich wie tollkühn waren und nicht selten auch von Besessenheit zeugten: Zu Fuß eine Wüste aus Schnee und Packeis durchqueren, mit nur wenigen Schlitten ausgerüstet, begleitet von Eskimos und einer Hundertschaft von Hunden… . Das alles, um einen Punkt zu erreichen, an dem kein Berg, keine Stadt, nicht einmal eine windschiefe Hütte, erst recht keine jubelnde Menge auf einen wartet, sondern ein Nichts, ein Abstraktum, das man bloß mit aufwändigen Messungen feststellen kann und das sich noch dazu auf einer Fläche befindet, die ständig in Bewegung ist: der geographische Nordpol. Einer dieser Pioniere war der Amerikaner Robert E. Peary, der 1908 zum wiederholten Male eine Tour de force startet, um endlich den ersehnten Flecken im Nirgendwo zu erreichen. Sein packender Bericht über seine letzte Nordpolexpedition liegt mit diesem Buch nun in einer zeitgemäßen Ausgabe vor.

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Diese Frömmigkeit wurde belohnt. Zwar litten die sechzehn unter dem Frost und der bleiernen Nacht, aber sie verstanden es einfallsreich, sich bei Gesundheit zu halten. Sie gingen auf die Robbenpirsch, richteten ein Schwitzbad ein, feierten allerlei Feste und verloren nie die Zuversicht, sodass sie, als die Sonne das Meer erneut verflüssigte, hoffnungsfroh am 14. Juni 1597 mit zwei Jollen unterhalb des »Behouden Huys« ablegten: der Heimat entgegen.

Barents, der sich physisch wie psychisch längst erschöpft hatte, starb am 20. Juni. Seine Mannschaft indessen traf bei der Halbinsel Kola wie durch ein Wunder auf den Segler, der ihre Ausfahrt vor einem Jahr begleitet hatte und jetzt die Geretteten nach Amsterdam zurückbrachte.

Sie hatten etliches bewiesen, vor allem aber eines: dass Überleben im White Out bei planvollem Verhalten möglich ist – wenn sich Fortuna einschaltet...

Dieses Quäntchen Optimismus ermunterte von nun an viele zur Fahndung nach einem nördlichen Schleichweg: 1615 den Engländer William Baffin, 1619 den Dänen Jens Munk und 1773 abermals einen Engländer: Constantine John Phipps. Zum Angriff auf Saturn, den König in dem Turnier, ermutigte es einstweilen nur Henry Hudson, auch er ein Engländer.

Ihm hatte mit der Einfalt der Unbedarften die britische Muscovy Company 1607 auferlegt, »den Pol zu entdecken«, worauf Henry Hudson gehorsamst den Anker lichten ließ und nach Norden segelte, bis er sich auf 80° 23’ am Packeiswall abgewiesen fand. Da drehte er bei und meldete zu Hause die Wahrnehmung einer vulkanischen Insel (die später »Jan Mayen« getauft ward). »You have done well by water ...«

Und weil das alles war, blieb Saturn ohne Niederlage.

Walfänger durchpflügten bis auf weiteres die Gewässer um seine Bastion. Und zwei Dänen pflanzten quer zur allgemeinen Stoßrichtung Wegmarken auf: Der eine, Hans Egede, gründete seit 1724 Siedlungen auf Grönland und ließ in Kopenhagen eine Perlustration (1742) der Gebiete und Bräuche der Eskimos drucken; der andere, Vitus Jonassen Bering, setzte mit einer Abteilung der Großen Nordischen Expedition von Asien zu den Ufern Amerikas über und näherte sich am 18. Juli 1741 Alaska so dicht, »dass man die schönen hart an der See gelegenen Waldungen wie nicht minder die großen Ebenen unter dem Gebirge landeinwärts mit größtem Vergnügen betrachten konnte«.

Niemand vermochte Saturn zu schlagen.

Auch dann nicht, als Daines Barrington 1773 die Royal Society in London überredet hatte, einen Verband in das Ringen um den Nordpol zu entsenden. Denn die »Racehorse« und die »Carcasse« mussten vor demselben Hindernis kapitulieren, vor dem Henry Hudson zurückgewichen war.

VERSCHMÄHTE LIEBHABER

Während demnach rund um den Saum der Arktis navigiert und rekognosziert und trianguliert und kartografiert wurde, verharrte sein Zentrum fernab und unerreichbar – für Poeten wie für Philosophen ein Reservat, mit dessen Erschließung die Selbstzerstörung des Menschen einhergehen würde.

So besang der schwedische Lyriker Esaias Tegner in seiner Ballade Die Polarreise (1817) den Prototyp des Verblendeten, der sich soeben auf den Nordpol zubewegt:

»Endlich kommt der Erde Wipfel. Siegend auf der Achse Gipfel Steht er. Horche, welch ein Brausen Aus der Tiefe! Welch ein Sausen Macht die Masse, die sich schwer Schwingt um ihre Achs’ umher!

Nun erschrickt er, und verlegen Sinnt er nach der Rückkehr Wegen. Zaubermacht verwirrt den Festen: Wo ist Osten? Wo ist Westen? Wo ist Süden? Wo der Nord? Keine Spur, kein Ausweg dort!

Aus der Tiefe tönt ein Rufen: ›Thor, auf deiner Weisheit Stufen! Himmelsstrich nicht, wie die andern, Hat der Punkt, drum Welten wandern. Auf schließt ihn der Tod allein. Kamst du dorthin, bleibst du sein.‹

Stündlich wird der Schatten länger, Stündlich wird der Cirkel enger, Den die Sonn’ am Himmel malet, Bis kein Lichtatom mehr strahlet Doch das Ich des Stolzen friert, Bis die Welt sich neu gebiert.«

Was als Warnung davor gedacht war, die letzten Geheimnisse der Schöpfung zu entweihen – und was sich am Anfang des 21. Jahrhunderts durchaus als ökologisches Menetekel deuten lässt –, korrespondierte nun für kurze Frist mit dem Zögern von Abenteurern, den Nordpol direkt zu attackieren.

Stattdessen befestigten sie den Belagerungsgürtel um das ebenso abstoßende wie anziehende Nichts: Der Russe Ferdinand Petrowitsch Baron von Wrangel sondierte 1821 sechsundvierzig Tagesmärsche oberhalb der Bäreninsel; die Österreicher Julius Ritter von Payer und Karl Weyprecht entdeckten 1873 Franz-Joseph-Land; und der Amerikaner George Washington De Long sah 1881 als Erster die Neusibirischen Inseln.

Immerhin wurde, während die »Parts Unknown« peu ä peu von den Atlanten verschwanden, – vorrangig von Engländern – das Match fortgesetzt, wer »Farthest North« erklimmt: 1827 kam William Edward Parry von Spitzbergen aus auf 82° 45’; 1875 – ein halbes Jahrhundert später – gelangte George Strong Nares vom Smith-Sund her auf 82° 48’; und 1876 erreichte Albert Hastings Markham via Grönland 83° 20’, was zwei Gefährten des Amerikaners Adolphus Washington Greely auf einer parallelen Route 1882 um ganze sieben Kilometer überboten.

Sie alle aber deklassierte das Experiment, das Fridtjof Nansen am 14. März 1895 begann. Er hatte sich nordwestlich der Neusibirischen Inseln mit der »Fram« vom Eis Huckepack nehmen lassen und war bei dessen Drift auf einer Position von 102° östlicher Länge und 84° nördlicher Breite gemeinsam mit seinem meteorologischen Assistenten Fredrik Hjalmar Johansen aus dem Unternehmen ausgeschert und zum Nordpol aufgebrochen. Doch nach wenigen Kilometern hatten sie ein Geröllfeld vor sich, in dem es kein Vorwärtskommen mehr gab. »Es ist ein wahres Chaos von Eisblöcken, das sich bis an den Horizont ausdehnt. Es hat keinen Sinn, noch weiter vorzudringen, wir opfern die kostbare Zeit und erreichen nichts.«

Geleitet von der Klugheit des Pragmatikers – und nicht von der Hybris des Tegner’schen Wallers im Schnee –, kehrte Nansen bei 86° 04’ dem »Großen Nagel« den Rücken und fand nach einem tolldreisten Marsch, der unter dem guten Stern der Barents-Crew stand, 1896 wohlbehalten nach Norwegen zurück.

Dort war er noch nicht eingetroffen, da tüftelte in Stockholm Salomon August Andree an einem Ballon, der seinen Erfinder samt zwei Kameraden von Spitzbergen aus über den Nordpol tragen sollte. Andree hatte eine Technik ersonnen, seine »Luftkugel«, die normalerweise in derselben Strömung und Geschwindigkeit wie der Wind treiben würde und somit in ihrem Kurs nicht zu beeinflussen war, steuerbar zu machen: Er beschwerte sie mit mehreren Trossen, die – solange man in mäßiger Höhe dahinglitt – über die Erdoberfläche schleiften. Hierdurch wurde das Gerät gebremst, die Brise war wieder spürbar, und der »Adler« konnte mithilfe von aufgespannten Tüchern manövriert werden wie ein Segelboot.

Weil Andree jedoch die Glanzleistung des Norwegers Nansen als nationale Herausforderung ansah, brachte er sich selbst in einen Handlungszwang, der jedes rationale Agieren lähmte. Als er am 11. Juli 1897 von Spitzbergen aufstieg, entwanden sich die unteren zwei Drittel der Seile ihrer Verschraubung und »aus dem halb gefesselten Ballon war«, wie ein Chronist konstatierte, »ein Freiballon geworden«. Anstatt nach diesem Malheur das Projekt unverzüglich abzubrechen, überließ sich Andree in der Thermik der Ehrenmänner-Regel »aber gesagt ist gesagt« drei Tage lang der Willkür des Wetters ... Dann, bei 82° 56’, sank das Gefährt unter dem Ballast des Reifs auf seiner Außenhaut und die Hasardeure schlugen am Boden jener Tatsachen auf, gegen die sie sich bald ebenso vergeblich stemmten wie alle ihre Vorgänger.

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