Kuno Fischer - Schopenhauer

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Arthur Schopenhauer (1788 – 1860) ist eines der eindrucksvollsten Beispiele dafür, dass sich Philosophie nicht auf Universitätsphilosophie beschränken lässt. Im Anschluss an Kant, für dessen einzig legitimen Thronerben er sich hält, legt er als Dreißigjähriger sein Hauptwerk vor: «Die Welt als Wille und Vorstellung», um den Rest seines Lebens an dessen Erweiterung, Vertiefung und Kommentierung zu arbeiten. Erkenntnistheorie, Metaphysik, Ethik und Ästhetik sind die thematischen Schwerpunkte dieses systematischen Entwurfes, der als ein organisches Ganzes aus der Explikation des einen Grundgedankens hervorgeht: die Welt ist die Selbsterkenntnis des Willens.

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2. Die persönlichen Differenzen

3. Die häuslichen Differenzen

Drittes Kapitel

I. Der Dresdner Aufenthalt

1. Glückliche Jahre

2. Die Schrift über Farbenlehre und der Briefwechsel mit Goethe

3. Die Entstehung des Hauptwerks

II. Die italienische Reise

1. Venedig und Rom

2. Lord Byron

III. Die Unglücksbotschaft

1. Kampf und Sieg

2. Das Zerwürfnis der Geschwister

Viertes Kapitel

I. Die akademische Lehrtätigkeit

1. Die Habilitation und die Vorlesungen

2. Die Händel mit Beneke

II. Die letzten Wanderjahre und die Rückkehr

1. Die zweite italienische Reise. München und Dresden

2. Lichtblicke

3. Der Rückblick

III. Literarische Pläne und Arbeiten

1. Übersetzungspläne

2. Übersetzungswerke

Fünftes Kapitel

I. Die Übersiedlung nach Frankfurt

1. Traum und Flucht

2. Annäherung an Mutter und Schwester

3. Die Niederlassung in Frankfurt

II. Die handschriftlichen Bücher

III. Neue Schriften

1. Pläne

2. Das neue Werk

3. Zwei Gelegenheitsschriften. Goethe und Kant

4. Zwei Preisschriften. Die Grundprobleme der Ethik

Sechstes Kapitel

I. Neue Werke und Ausgaben

1. Die Erneuerung des Hauptwerks

2. Die neue Ausgabe der Dissertation

II. Die erste Anhängerschaft und das letzte Werk

1. Drei Juristen

2. Julius Frauenstädt

3. Das letzte Werk

III. Das Ende des Jahrzehnts

1. Die politischen Stürme

2. Die entdeckte Verschwörung

3. Das Goethe-Album

Siebentes Kapitel

I. Die neue Ära

1. Die reaktionäre Zeitströmung

2. Zeitphänomene

Das Tischrücken und der animalische Magnetismus

II. Die neue Propaganda. Apostel und Evangelisten

1. Aktive und passive Apostel

2. Otto Lindner und John Oxenford

3. Die Anfänge der Schopenhauer-Literatur

4. Richard Wagner

III. Der Philosoph des Jahrhunderts

1. Die neuen Auflagen

2. Die Popularität

3. Porträts und Ähnlichkeiten

4. Ziel und Ende

Achtes Kapitel

I. Das Problem

II. Der Widerstreit zwischen Lehre und Charakter

1. Die Philosophie als Moral und Religion

2. Der moralische Charakter

3. Der schmerzlose Pessimismus und der glückliche Lebenslauf

III. Der Einklang zwischen Lehre und Charakter

1. Die Philosophie als Kunst

2. Die geniale Geistesart

3. Der ästhetische Widerwille

4. Der Glanz der Welt und deren Scheinwerte

IV. Der Rückgang des Pessimismus

Neuntes Kapitel

I. Die Ausgabe nach Schopenhauer

1. Der Grundtext

2. Der Plan der Gesamtausgabe

II. Die Gesamtausgaben

1. Frauenstädt

2. Grisebach

III. Die Briefe

1. Schemann

2. Grisebach

IV. Die Verbreitung der Werke

Zweites Buch

Darstellung und Kritik der Lehre

Erstes Kapitel

I. Die Wurzel des Satzes vom Grunde

1. Das Vorstellungsvermögen

2. Die vierfache Wurzel

3. Die Arten des Grundes und deren Ordnung

II. Der physikalische Grund oder die Kausalität

1. Die Sinnenwelt

2. Die Materie und deren Veränderung

3. Die Arten der Kausalität

III. Der Erkenntnisgrund

1. Die beiden Erkenntnisvermögen

2. Die falsche Lehre

3. Die Arten des logischen Grundes

IV. Der mathematische Grund

1. Der Seinsgrund

2. Arithmetik und Geometrie

V. Die Motivation

1. Die Identität von Subjekt und Objekt. Der Weltknoten

2. Die Enthüllung der Kraft. Der Grundstein der Metaphysik

3. Wollen und Erkennen

VI. Die vierfache Notwendigkeit

Zweites Kapitel

I. Empfindung und Wahrnehmung

II. Die Sinnesempfindungen

1. Die Sinnesarten

2. Die theoretischen Sinne

3. Gesicht und Gehör

4. Der Tast- und Gesichtssinn

III. Die Gesichtswahrnehmung

1. Die Gesetze des Sehens. Unbewusste Schlüsse

2. Schein und Realität

3. Die nativistische und empiristische Theorie

Drittes Kapitel

I. Die Aufgabe der Farbenlehre

1. Stellung zur Philosophie

2. Stellung zu Goethe und Newton

3. Schopenhauers Standpunkt

II. Das System der Farbenlehre

1. Die Tätigkeit der Netzhaut

2. Farbenpaare und Farbenpolarität

3. Die Farbenspektra

4. Die Herstellung des Weißen aus Farben

5. Lichtbilder und Farbenblindheit

III. Die äußeren Ursachen der Farben

1. Physische und chemische Farben

2. Der physische und physiologische Farbenursprung

Viertes Kapitel

I. Die Geltung des Satzes vom Grunde

1. Dogmatismus und Skeptizismus

2. Realismus und Idealismus. Identitätsphilosophie

3. Der Materialismus

II. Schopenhauers Standpunkt

1. Parallele mit Reinhold

2. Der Idealismus. Berkeley und Kant

3. Die Welt als Traum

Fünftes Kapitel

I. Der einfache Intellekt

II. Der doppelte Intellekt

1. Die Geltung der Universalien

2. Das Gedächtnis

3. Sprache, Zivilisation, Wissenschaft

4. Der Gedankenlauf. Die Assoziation

III. Die Lehre von der Vernunfterkenntnis

1. Logik

2. Dialektik und Eristik

3. Rhetorik. Die alten Sprachen, die deutsche Sprache

4. Das Lächerliche. Witz und Narrheit. Ironie und Humor

Sechstes Kapitel

I. Wissen und Fühlen

II. Die Mängel des Intellekts

1. Die wesentlichen Unvollkommenheiten

2. Die unwesentlichen Unvollkommenheiten

III. Das Endziel der Erkenntnis

1. Die praktische Vernunft

2. Das metaphysische Bedürfnis

Siebentes Kapitel

I. Die Eudämonologie

II. Die Güter des Lebens

1. Die Grundeinteilung

2. Die Persönlichkeit

3. Der Besitz

4. Das Ansehen: Ehre, Rang, Ruhm

III. Paränesen und Maximen

1. Die eigene Person

2. Die Geselligkeit

3. Der Weltlauf und das Schicksal

IV. Die Lebensalter

1. Der Gegensatz der Lebensalter

2. Der Gegensatz der Lebensanschauungen

3. Die Euthanasie

4. Die Lebensalter und die Planeten

Achtes Kapitel

I. Die Realität der Außenwelt

1. Der Leib als Wille

2. Die Welt als Wille

3. Das Ding an sich als Wille

II. Die Welt als die Objektivation des Willens

1. Die Stufen der Welt. Die Ideen

2. Natürliche Ursachen und Kräfte. Höhere und niedere Kräfte

3. Übereinstimmung und Zwietracht. Der Urwille

4. Der Wille zum Leben

Neuntes Kapitel

I. Die Metaphysik in nuce

II. Religion, Sprache, Magie

III. Naturwissenschaftliche Bestätigungen

1. Die unwillkürlichen Leibesaktionen

2. Der Bau des Leibes

3. Der Intellekt

4. Die Instinkte und Kunsttriebe417

Zehntes Kapitel

I. Die Grundlehre in kürzester Fassung

1. Herschel. Zwei Grundirrtümer

2. Zwei Bewegungsarten und deren Ursachen

3. Ursachen und Wirkungen. Gleichartigkeit und Verschiedenartigkeit

II. Der Primat des Willens

1. Der Intellekt als dessen Werkzeug

2. Der unermüdliche und voreilige Wille. Hemmungen und Antriebe

3. Kopf und Herz

4. Die Identität der Person

Elftes Kapitel

I. Sinnenwelt und Traumwelt

1. Die Erklärung der Magie. Spiritualismus und Idealismus

2. Der Traum als Gehirnphänomen

3. Das Gehirn als Traumorgan

II. Die Arten des Traums

1. Das Wahrträumen

2. Der Somnambulismus

3. Das Hellsehen und der magnetische Schlaf

4. Die prophetischen Träume

5. Die Ahnung

III. Die Geistererscheinungen

1. Die Halluzinationen

2. Die Visionen

3. Die Deuteroskopie

4. Die Gespenster

5. Die Geister der Abgeschiedenen

Zwölftes Kapitel

I. Die Komposition der Lehre Schopenhauers

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