Dieter Jandt - Rubine im Zwielicht

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"Wupper-Kurier"-Reporter Wagner ist Augenzeuge eines Mordes in der Wuppertaler Schwebebahn. Scheinbar niemandem fällt die kleine Herrentasche des Toten auf, die Wagner im Gedränge an sich nimmt. Die sich darin befindenden Rubine haben aber einen Makel …

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»Ich glaube, das führt uns nicht weiter, Herr Bärhalter. Wessen Ehe ist denn besonders glücklich? Ihre vielleicht?«

»Nun ja, zumindest ist es eine – wie soll ich sagen – beständige, auf festem Grund befindliche.«

Anna Lochner brach in ein lautes Lachen aus, das irgendwie hässlich klang. Ihr Gesicht war mit einem Mal verzerrt. Sie sah aus, als streite sie sich gerade und als sei Bärhalter ihr Mann.

Bärhalter stieß nach: »Sagen Sie, es gab vor wenigen Tagen einen Todesfall im Mercuria-Hotel. Junger Mann, Mitte Dreißig, türkischer Abstammung. Er wurde in einem der Zimmer tot aufgefunden. Er ist an einer Überdosis Kokain gestorben. So, wie es aussah, mitten beim Backgammon-Spiel. Mein Kollege Winterberger führt in diesem Fall die Ermittlungen. Er meint, da müsse noch jemand gewesen sein, den wir nicht kennen. Denn wer spielt schon allein? Es hat dazu einen anonymen Hinweis gegeben, einen Hinweis, dass es sich bei dem Unbekannten um Ihren Mann gehandelt habe. Frau Lochner, stand er in Kontakt mit Drogen?«

Anna Lochner war in ihrem Stuhl zurückgesackt. Sie hielt die Hände vor das Gesicht, ihre langen, dünnen Finger bedeckten die Augen, Bärhalter hört sie schluchzen. Gefühlsausbrüche waren ihm unangenehm. Er hatte außerdem im Laufe seiner Karriere gelernt, dass man an ihnen nie viel festmachen konnte. Emotionen konnten ebenso gut gespielt sein. Fakten nicht. Er dachte daran, Lochners Kontenbewegungen unter die Lupe zu nehmen und an einem anderen Tag wiederzukommen. Hier war im Moment nichts zu erfahren. Bärhalter stand auf und ging zur Tür. Die Klinke in der Hand drehte er sich noch einmal um: »Wagner, haben Sie den Namen schon einmal gehört? Jens Wagner.« Anna Lochner schluchzte weiter, während sie mit dem Kopf schüttelte.

6.

Wagner war nun schon zum zweiten Mal an diesem weißen Mercedes vorbeigelaufen, den er sich als Wendemarke ausgesucht hatte. Er bog von den Parkplätzen wieder nach rechts ab auf den Bismarckturm zu, der mit seinem verwitterten Quadergestein aus Muschelkalk das Panorama mit den südlichen Anhöhen gegenüber in zwei Hälften teilte. Obwohl das Gelände der Hardtanlagen hier oben über der Stadt ziemlich eben war, schnappte Wagner schwer nach Luft. 1,5 Kilometer, die er bis jetzt schon geschafft hatte, waren für ihn eine echte Herausforderung. Noch ein, zwei Runden, und er wollte es für heute gut sein lassen.

Seine Schritte knirschten auf dem roten Schotterweg. Wagner versuchte an nichts zu denken, weil ihm die ständige Zählerei, wieviel er noch an Wegstrecke zu absolvieren hatte, das Laufen erschwerte. Der Weizenbierbauch wackelte im Rhythmus, der runde Schweißfleck unterhalb des Brustbeins wurde immer größer. Wagner atmete nun mit offenem Mund, was er eigentlich nicht gerne tat. Er hatte Angst, dass ihm irgendwelche Insekten in den Mund fliegen könnten, wie sie das vor allem abends häufig taten. Um ihn herum waren aber-und-aber-viele Kubikmeter Raum und Luft, und diese Viecher hatten nicht Besseres zu tun, als ihm in den Rachen zu fliegen. Aber vielleicht war das auch eine Frage der Luftströmungen und -temperaturen, und wenn er hier mit 37° Grad heißem Atem daherkam, war das für einige Insekten offensichtlich eine willkommene Einladung.

Die Sonne war rot hinter den Hochhäusern der Außenbezirke untergegangen. Es war jetzt angenehm kühl, eigentlich. Schweiß lief Wagner in die Augen. Noch anderthalb Runden. Er passierte den Botanischen Garten, in dem er sich vorhin noch gezwungen gesehen hatte, dieser Führung zu einem Streifzug durch die Welt von Sumatra beizuwohnen. So nannte man die neue Ausstellung im großen Gewächshaus. Witzleben, seine Chefredakteurin hatte ihn hierher geschickt, und Wagner hatte beschlossen, das Berufliche mit dem Privaten zu verbinden, und seine Laufschuhe auf den Rücksitz seines Wagens geworfen. Wagner fragte sich, wieviel man eigentlich ausschwitzen konnte, ohne zu kollabieren. Allein die tropischen Temperaturen im Gewächshaus und die endlosen Ausführungen des Biologie-Professors der Universität, der seinen Vortrag sichtlich genoss und stundenlang über den Werdegang einer Würgefeige referierte. Wagners Bleistift raschelte flink über den Notizblock. Das Diktiergerät hatte er nicht für notwendig erachtet, was sich nun als Fehler herausstellte. Das Leben einer Würgefeige stellte sich doch als einigermaßen interessant dar. Gleichzeitig sprudelte es nur so aus dem kleinen, bebrillten Professor heraus, der bei diesen Temperaturen zu einem lindgrünen Seidenhemd tatsächlich einen Schlips trug, einen exotisch anmutenden mit prallen Farben. Wagner war genötigt, sich zwischen die Kollegen der Konkurrenz zu schieben und nahe an den Professor heranzurücken, weil gleich neben der Würgefeige das Dschungelgebirgsbachimitat in einiger Lautstärke sprudelte.

Soweit Wagner es nun verstanden hatte, war aller Anfang einer Würgefeige ein Vogel, der die Frucht besagter Feige aß und seinen Kot irgendwann irgendwoanders niederließ, egal ob auf einem beliebigen Tropenbaumblatt oder auf dem Urwaldboden. Daraus entspross nun im Laufe der Zeit eine kleine Feige, die sich am Wirtsbaum gütlich tat, indem sie als Luftwurzel dem Boden entgegenwuchs, dann wieder aus dem Boden herauswuchs und mit der Zeit immer größer, länger und stärker wurde und bald anfing, den Wirtsbaum zu umschlingen, an ihm emporzuwachsen, dem Licht entgegen. Alle im Gewächshaus schwitzten und schrieben in ihre Notizblöcke. Jene mit Diktiergeräten ärgerten sich über die laute Klimaanlage und dieses blöde Gebirgsbachimitat. Der Professor stand mit schlohweißen Haaren direkt unter der Würgefeige, und Wagner stellte sich vor, wie diese Feige sich allmählich von oben an diesen Schlaumeier heranmachen würde. Dann wieder notierte er, dass irgendwann im Laufe der Jahre die Würgefeige, die nun ständig am Wirtsbaum auf und ab wuchs, ein eigenes Gehäuse gebildet hatte, das jenen einschloss und ihm Luft und Licht nahm. Endlich würde nach Jahrzehnten der alte Wirtsbaum in sich zusammenfallen und die Würgefeige sich vollends dessen Energiequellen bedienen. »Meine Damen und Herren, womit wir, wenn wir das alles im Zeitraffer bestaunten, ein wunderbares Zeugnis natürlichen Kommens und Gehens vor Augen hätten, wie man es so rein und unabänderlich und gleichzeitg so brutal nirgendwo wie hier im Urwald erlebte.« Der Professor ließ den linken Arm wie zu einem fallenden Vorhang sinken, und Wagner sah sich endlich nicht mehr gezwungen, ständig auf den wachsenden Schweißfleck zu starren, der sich auf dessen Hemdstoff unter der Achselhöhle gebildet hatte. »So weit, so gut«, der Professor rückte energisch den Schlips am Knoten zurecht. Er kam sichtlich in Form und marschierte über die Gehwegplatten voraus auf eine Gruppe verschiedener Farne zu. »Wenn wir aber nicht auch die Welt der Farne beleuchtet haben, werden wir das ganze System im tropischen Regenwald nicht verstehen.« Wagner hatte genug. Schweißüberströmt suchte er den Ausgang und hatte ihn endlich gefunden, indem er einfach entgegen der Richtung der roten Pfeile lief. Er atmete tief die frische Luft ein, als er draußen vor der gläsernen Tür stand. Erste Schlagzeilen taten sich auf: Langes Sterben in der grünen Hölle. Oder Wenn Pflanzen zu Kannibalen werden.

Wagner machte an den Rhododendronbüschen kehrt und hielt nun wieder auf den weißen Mercedes zu, der oberhalb der Parkanlagen an einer Steinmauer stand. Es wurde bereits dunkel. Wagner ärgerte sich über seine Chefredakteurin, dieses bullige Wesen, an dem niemand vorbeikam und das die Sätze mit ihren dicken Fingern in die Tastatur hieb, und immer an den Manuskripten anderer herumnörgelte, sie wegbellte. So wie Wagners Reportage zum diesjährigen Schützenfest, die sie ihn x-mal hatte umschreiben lassen, weil ihr der Text nicht bissig genug war. Schließlich gebe es gerade dieses Jahr ja auch Kritisches zu vermerken, erklärte sie, stand breitbeinig im Türrahmen und nestelte mit einer Hand an ihrer neuen Pagenfrisur, die sie noch dominanter aussehen ließ als ohnehin. Was sei denn mit diesen Gerüchten um mangelnde Sicherheit bei der Achterbahn und den Unregelmäßigkeiten bei den Losbuden, die merkwürdig wenig Gewinne auswarfen? Aber gut, wenn Wagner es eben nicht besser könne, werde sie diese letzte Fassung als Grundlage nehmen, aber mehr auch nicht.

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