Klaus Fischer - Trips & Träume
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Drei Freunde versuchen mit Hilfe der Musik auszubrechen aus der Enge der Provinz. Und entfachen eine Rebellion gegen das Spießertum jener Zeit. Krautrock und Kiff sind der Hintergrund für eine packende Geschichte über Freundschaft, Liebe und große Ideale.
Doch was ist mehr als dreißig Jahre später davon übriggeblieben?
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Er klopfte Blaumann beruhigend auf die Schulter. »Nicht provozieren lassen. Trink noch ein Bier, das geht aufs Haus.«
Dann wandte er sich uns zu. »Verschwindet. Ihr habt hier nichts verloren.«
Mark bewegte sich nicht vom Fleck. »Das ist ein freies Land. Wir können Fußball gucken, wo wir wollen.«
Fritz ignorierte den Spruch und musterte mich. »Bist du nicht der Sohn von dieser SPD-Tante?«
Ich nahm meinen ganzen Mumm zusammen. »Das, was Sie im Lokalblatt von sich gegeben haben, war echt krank.«
Mit einem Ruck fuhr der Arm von Eckfritz hoch. Ob es eine Geste in Richtung Ausgang war, um uns die Tür zu weisen, oder ob er wirklich zuschlagen wollte, das war nicht eindeutig auszumachen. Sein Ellenbogen aber sauste wenige Millimeter an Marks Nase vorbei.
Der wich erschrocken zurück. »Hey, aufpassen, Dicker.«
Plötzlich war Blaumann wieder da. Mit der einen Hand packte er Mark an den Haaren, mit der anderen öffnete er die Tür. Fritz fing an, mich zu schubsen. Ich stolperte durch die offene Tür. Schließlich ließ Blaumann Mark los, und ehe wir uns versahen, standen wir wieder auf der Straße.
Ungläubig schauten wir uns an.
»Was für eine Aktion, Scheiße aber auch«, sagte ich.
»Das kotzt mich schon lange an. Ich will nicht so enden wie die Spießer da drin, die sich am Wochenende volllaufen lassen und ansonsten funktionieren wie Maschinen«, antwortete Mark.
»Du bist ja fast ein Philosoph«, frotzelte ich.
Er ging nicht darauf ein. »Ich fühle mich, wie soll ich sagen, irgendwie beschmutzt. Ich gehe jetzt nach Hause und nehme eine Dusche.«
»Die Zukunft ist die Heimat der Jugend«, erklärte ich.
»Was redest du da?« »Das ist von Jean-Paul Sartre.«
Mark war schon im Weggehen. »Drauf geschissen, Alter. In diesem Kaff gibt es keine Zukunft. Nicht für mich.«
*
Drei Stunden später saßen Mark und ich im Bus der Linie 5.
Der Vorfall im Eckfritz war vergessen. Und dass Bayern München in der Verlängerung mit 2:1 gewonnen hatte, interessierte uns auch nicht mehr. In uns brannte ein ganz anderes Feuer – Musik war das Einzige, was wirklich zählte. Darin waren Mark und ich uns einig. Die Buslinie 5 sollte uns zu Guru Guru bringen.
Das erste Konzert unseres Lebens.
Ich hatte meine besten Klamotten rausgeholt – dunkelblaue Jeans, weißes T-Shirt, braune Cordjacke. Mit einem Tropfen Patschuli hinterm Ohr fühlte ich mich großartig.
Mark hatte seine braunen, schulterlangen Haare zum Pferdeschwanz gebunden; die verwaschene Flickenjeans, ein helles, kurzärmeliges Hemd, Biker-Boots und der grüne US-Parka machten sein Outfit perfekt.
Guru Guru spielten in der Oberliga der Undergroundszene. Hinten, ihre zweite Scheibe, war vor wenigen Tagen erschienen. Das Cover zeigte einen nackten Hintern, auf den der Bandname gemalt war.
Dass Krauts auch rocken konnten, schien sich in der Welt endlich herumzusprechen. New Musical Express und Melody Maker, die es am Bahnhof und meist nur mit einer Woche Verspätung zu kaufen gab, hatten kürzlich einen mehrere Seiten umfassenden Bericht über Can, Kraftwerk und Amon Düül II gebracht. Alles Bands, die längst zu meinen Favoriten gehörten.
Die englische Musikpresse nannte es das »Krautrock«-Phänomen.
Neben Popol Vuh, Ash Ra Tempel, Tangerine Dream und Embryo gab es noch Xhol Caravan, Missus Beastly und Out of Focus. Junge Musiker, die einen völlig abgefahrenen Sound spielten, irgendwo zwischen Kiff und freier Improvisation, mit einem Schuss Dilettantismus und Naivität. Auch Floh de Cologne, Eulenspygel und Ihre Kinder mochte ich. Ihr Rock mit engagierten deutschen Texten ging unter die Haut. Auf meiner »Ganz okay«-Liste standen noch Nine Days Wonder und Gila. Im Beat-Club hatte ich den Jazzer Wolfgang Dauner mit seiner Band Et Cetera gesehen und für gut befunden. Selbst Volker Kriegels Spectrum-Platte gefiel mir.
Der Bus spuckte uns einen Häuserblock entfernt von dem Ereignis aus. Eine dreißigminütige Fahrt durch graue Vorstadtstraßen, die in der abendlichen Sonne noch trister wirkten.
Wir diskutierten, was wohl das beste Guru-Guru-Stück sei. Von ihrer ersten Scheibe mochte Mark »Stone In«, weil es nach Jimi Hendrix klang.
Ich gab dem »LSD-Marsch« den Vorzug, einem zwölfminütigen Psychedelic-Rockstück, das dich auf Trip schicken konnte.
In der Einfahrt zu einem dunklen Hinterhof brachten wir uns in Stimmung.
»Alter, nur noch ein Zug«, bettelte Mark.
»Vergiss es, da ist nichts mehr drin«, antwortete ich.
»Dir ist klar, Satti, dass ich den totalen Flattermann hab, ich brauch unbedingt den vollen Törn.«
Marks Finger der rechten Hand bildeten einen Kegel, in dessen Spitze der Joint steckte, mit der linken Pranke dichtete er alle Luftlöcher ab, dann setzte er den Mund an den Hohlraum zwischen Daumen und Zeigefinger und saugte mit aller Kraft.
Schwarzer Afghane. Die Mörderdröhnung.
Mein Kopf fühlte sich an wie auf Kissen gebettet, in den Kniekehlen hatten sich Ameisen eingenistet, das Blut in meinen Adern wurde dick und träge.
Marks Augen hatten sich zu Schlitzen verengt.
»Mann, Alter, bin ich stoned«, sagte er.
*
So viele Freaks auf einem Haufen hatte ich noch nie gesehen.
Das Wilhelm-Leuschner-Haus, ein schmuckloser, dreistöckiger Kasten im Fünfziger-Jahre-Nachkriegsstil, gehörte der Gewerkschaft. Ein Typ mit DGB-Sticker am Revers und Brian-Jones-Frisur knöpfte am Eingang jedem von uns einen Fünfer ab. Stempel (eine Faust, die eine Rose hielt) auf die Hand, und drin waren wir. Für den Inhalt meiner Jutetasche, in der sich das Dope befand, interessierte sich niemand. Im Großen Saal, der dem langen Arm der Arbeiterbewegung tagsüber als Versammlungsraum diente, tummelten sich gut fünfhundert Langhaarige.
Was für ein Anblick!
In Grüppchen saßen sie auf dem Boden, einige hatten Batikdecken ausgebreitet. Wer keinen Platz zum Hinhocken gefunden hatte, drückte sich den Rücken an der Wand krumm. Auf der Längsseite zur Straße hin gab es eine Fensterfront. Sie bestand aus dickem, milchigem Glas und war geschlossen, was dazu führte, dass mir die stickige Luft den Schweiß aus den Poren trieb.
Außerdem roch es nach süßem Gras. Halleluja!
Der Grund für Marks Flattermann stand am Büchertisch und schlürfte mit einem Strohhalm eine Cola. Karen war nicht allein. Neben ihr strich Andi seinen Schnurrbart glatt und redete hemmungslos auf sie ein. Bei jedem zweiten Satz klemmte er sich die fettigen Haare hinters Ohr.
Ich konnte den Typen nicht ausstehen und fragte mich erneut, was Karen an ihm fand. Es hieß, Andi besitze einen Steinway, einen gebrauchten zwar, aber immerhin eines der besten Klaviere, die es für Geld zu kaufen gab. Auf dem spielte er Jazz, erzählte man sich. Er war der Einzige, von dem ich wusste, dass er sich in Harmonielehre auskannte. Noten lesen konnte er natürlich auch. Außerdem hatte er immer die aktuellsten Platten.
Seine Belesenheit und Eloquenz kotzten mich an. Zu jedem und allem wusste er stets etwas Superschlaues zu sagen. Für mich war er einfach nur ein intellektueller Angeber.
John Coltrane, der Saxophonist, und Theodor W. Adorno, der Philosoph, hatten es ihm besonders angetan. Obwohl die gar nicht zusammenpassten. Adorno hatte Jazz gehasst.
»Dieser Blödmann ist auch hier«, grummelte Mark.
»Du bist bloß eifersüchtig«, entgegnete ich. »Lass uns mal hallo sagen.«
Karen winkte, sie hatte uns bereits entdeckt. »Hey, Mark, hey, Satti, ich bin vielleicht aufgeregt. Das wird ein tolles Konzert«, sagte sie und lachte. Karen hatte ein besonderes Lachen, leicht und zwitschernd. Man hörte es überall heraus.
Sie stellte sich auf die Zehenspitzen und küsste mich links und rechts auf die Wange. Sie sah umwerfend aus in den selbstgeschneiderten kirschroten Satinhosen mit dem weiten Schlag und der Bluse mit dem Paisley-Muster. Um den Hals hingen ihr drei riesige Perlenketten. Natürlich waren die nicht echt, aber an Karen sahen sie klasse aus. Um die Hüfte hatte sie sich ein Tuch aus schwarzer Seide gebunden. Ihre Füße steckten in chinesischen Stoffslippern. Die mit Henna gefärbten Haare waren sorgfältig hochgesteckt und wurden von einer Lederspange gehalten.
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