Anne Maurer - Sagenhaftes Muldenland
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Aus dem Inhalt:
Es geht die Sage …
Das kann man glauben oder nicht
Geheimnisvolle Muldenlandschaft
Ausgewählte Sagenmotive
Sage oder Fälschung?
Auf der Suche nach vergessenen Sagen
Die Sagensammlung zum Muldentalkreis.
Sagenhaftes Muldenland — читать онлайн ознакомительный отрывок
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Es gibt verschiedene Hinweise zum Aussehen des Nix. Er habe grüne Augen, trage bei Grimma weiße Hosen und bei Wurzen einen roten Mantel. Bei Döben wurde er sogar in Gestalt einer Bäuerin in fränkischer Tracht gesehen. Gelegentlich konnte man vom Ufer aus in den klaren Wellen sein langes grünes Haar wallen sehen.
HUCKAUF
Als Huckauf oder Aufhocker bezeichnet man gestaltenlose Spukgeister, die dem einsamen Wanderer von hinten auf den Rücken springen, ihm »aufhocken«, und immer schwerer auf ihm lasten, bis der Mensch entweder einen bestimmten Ort erreicht hat oder unter der überschweren Last zusammenbricht . 30Dieses Phänomen wurde in weiten Teilen Europas beobachtet. Mediziner sehen die Ursache für die Entstehung dieser Sagengestalt in der psychosomatischen Veranlagung mancher Menschen: Wenn sie in einen akuten Angstzustand geraten, dann werden sie ganz angespannt und verkrampft. Sie haben plötzlich das Gefühl der Schwere oder des Zusammenschnürens auf der Brust (…) bis zum Erstickungsgefühl . Hervorgerufen werden solche Zustände der Brustangst meist durch einen Schrecken (…), irgend ein Geräusch, das plötzlich die Stille der Einsamkeit durchbricht, oder einen flüchtigen optischen Eindruck . 31
Für diesen Zustand schier unerträglicher Beklemmung musste eine Erklärung gefunden werden, und man fand sie in einer Phantasiegestalt, einem dämonischen Wesen, dass den Menschen mit der bösen Absicht aufhockte, sie zu quälen und damit fast umzubringen. Befreien konnte man sich von ihm durch andächtiges Beten, wie es der Falkenhainer Pfarrer Vitus Kellner 1542 getan hat (Der Aufhocker im Kirchhof , S. 54). Das Wesen, das ihm aufhockte, wird nur als mysteriöses es bezeichnet.
Etwa vierhundert Jahre später hat man in dem selben Dorf konkretere Vorstellungen vom Huckauf. In der Sage Von den Kobolden in der Borngasse (S. 56) verwandelt sich der Kobold in den Huckauf, wirft sich den Passanten auf den Rücken und quält sie, bis sie ihre Haustür und damit die vertraute Gemeinschaft erreichen.
MAHR
Die Mahr, auch Mahrle oder Muhr genannt, ist ein nächtlicher Druckgeist meist weiblichen Geschlechts, der sich so lange auf die Brust seines Opfers setzt, bis es schweißgebadet aufwacht und verzweifelt nach Luft schnappt. Auch für diesen Zustand des vermeintlichen Erstickens unter einer schweren Last haben Mediziner eine Erklärung gefunden, die sich auf physische Beschwerden eines Menschen zurückführen lassen. Durch Blockierung der Atemwege, etwa durch das Kopfkissen oder durch Bauchlage des Schläfers, war die Atemluftszufuhr so beeinträchtigt, dass die betroffene Person schließlich nach Luft ringend aufwachte. Unerklärlich erschien dem so gestörten Schläfer sein erschöpfter Zustand. Wie beim Huckauf wurde auch hier eine Phantasiegestalt dafür verantwortlich gemacht. Neben dem Kobold sollten vor allem die Mägde die Fähigkeit haben, sich in eine Mahr zu verwandeln und durch das winzige Schlüsselloch in das Schlafzimmer ihres Herrn zu gelangen (Vom »Muhredrücken« , S. 59).

Die Quellen der Sammlung
Die erste bekannte Sagensammlung aus dem Gebiet entlang der Mulde wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts von einigen Wurzener Bürgern zusammengestellt. Der Überlieferung nach soll sie alle Sagen von Wurzen und den umliegenden Dörfern umfasst haben. Als man aber die aus losen Blättern bestehende Sammlung um 1840 zum Buchbinder brachte, wurde sie durch ein Missverständnis zum großen Leidwesen der Sammler 32vollständig vernichtet.
Glücklicherweise wurden viele andere Sagen aus dem Muldental in Ortschroniken, Heimatblättern, Archiven und in überregionalen Sagensammlungen überliefert. Mithilfe dieser Quellen sowie durch die freundliche Unterstützung von Lokalhistorikern und Mitarbeitern der Heimat-, Schloss- und Stadtmuseen konnten über 200 Sagen aus dem Muldental ausfindig gemacht werden. Entstanden ist so die bislang größte Sagensammlung dieser Region.
Ein Teil der Sagen wurde über die Jahrhunderte hinweg mehrfach in verschiedenen Publikationen veröffentlicht. Für das vorliegende Buch ist die jeweils älteste der Sagenfassungen ausgewählt und unverändert in die Sammlung übernommen worden. 33Bei Sagen in lateinischer Sprache wurde eine deutsche Sagenfassung mit abgedruckt. Die sprachlichen Eigenheiten jeder Sage, zum Beispiel ein inzwischen ungebräuchlicher Wortschatz, lassen längst vergangene Zeiten wieder aufleben. Im Frühling haben sich zu Wurtzen / wie man vorgiebt / viel Blut-Zeichen an der Butter / Zugemüse und Brodt ereignet , lesen wir bei Christian Schöttgen und fühlen uns zurückversetzt ins Jahr 1717. Der Großteil der vielgestaltigen Sagen wurde der neuen Rechtschreibung angepasst.
Folgende Quellen wurden für diese Sagensammlung verwendet:
Jahr | Autor | Titel |
1018 | Ditmar (Thietmar) | Chronici Ditmari Episcopi Mersepurgii |
1512 | Hieronymus Emser | Vita Bennonis |
1589 | Petrus Albinus | Meißnische Land und Berg-Chronica |
1689 | David Pfeiffer | Lipsia seu originum Lipsiensium Libri IV |
1694 | Martin Heidenreich | Vita Bennonis |
1698 | Misander | Deliciae Historicae |
1700 | Johann Vulpius | Megalurgia Martisburgica |
1717 | Christian Schöttgen | Historie der Chur-Sächsischen Stiffts-Stadt Wurtzen |
1717 | Christian Gebern | Die unerkannten Wohlthaten Gottes in dem Chur-Fürstenthum Sachsen |
1753 | Johann Kamprad | Leisnigker Chronica |
1837 | Widar Ziehnert | Sachsens Volkssagen |
1874 | Johann G. Th. Gräße | Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen |
1901 | Festschrift zum Heimatfest in Colditz | |
1910–1937 | Ernst Mäschel | Mitteilungen des Wurzener Geschichts- und Altertumvereins |
1926 | Friedrich Sieber | Von Wittenberg bis Leitmeritz |
1926–1935 | Rudolf Irmscher | Aberglauben in Großbothen (Aufsätze in Mitteldeutsche Blätter für Volkskunde) |
1933 | Kirchenvorstand Schönbach | Kirchfarth Schönbach |
1933 | Moritz Willy Stolle | Wurzener Heimat |
1956–1967 | Deutscher Kulturbund (Hg.) / Red. Manfred Müller | Heimatkalender der Kreise Wurzen, Oschatz, Grimma |
1986 | Rat der Gemeinde Hohburg (Hg.) / Red. Manfred Müller | Hohburg |
1991 | Helfried Mengel | Mulden-Spiegel |
1998 | Heinz Martin | Aus der Geschichte unserer Heimat |
1998 | Bildungswerk für Sächs. Wirtschaft | Informationsblätter der Forstverwaltung Colditz |
1998 | Tourismusverband | Sagenhaftes Sächsisches Burgen- und Heideland |
1999 | Manfred Müller | Rundblick-Lesebuch |
2000 | Heimatverein Schönbach | Aus dem Archiv |
2000 | Jutta Barthel | mündlich |
2000 | Ewald Müller | mündlich |
2000 | Schloss Trebsen | mündlich |
Ditmar – Chronici Ditmari Episcopi Mersepurgii
Die älteste Sage der Sammlung stammt aus dem siebenten Buch der »Chronici Ditmari Episcopi Mersepurgii « . Ditmar oder auch Thietmar, der Verfasser dieser Chronik, wurde 975 geboren und erhielt seine Ausbildung an den Klosterschulen Quedlinburg, Bergen und Magdeburg. 1002 wurde er Propst in dem von seinem Großvater gegründeten Kloster Walbeck. 1003 wurde Ditmar zum Priester und schließlich 1009 zum Bischof von Merseburg geweiht. Durch seine Position als Vertrauter des Kaisers hatte er über die Jahre hin ausreichend Einblick in die politischen Aktivitäten gewonnen, um eine Chronik seiner Zeit schreiben zu können. Sein Werk »Chronici Ditmari Episcopi Mersepurgii«, ursprünglich als Geschichte des Bistums Merseburg geplant, wuchs zu einer Chronik des frühen Deutschen Reiches. In acht Büchern beschreibt Ditmar Geschichte und Situation der Herrscherhäuser, geht auf die ottonische Politik ein und widmet sich ausführlich der Frühgeschichte der Westslawen sowie den Besiedlungsaktionen auf wendischem Gebiet zu seiner Zeit. Die Chronik wurde von ihm bis zu seinem Tode im Jahre 1018 geführt.
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