Anne Maurer - Sagenhaftes Muldenland
Здесь есть возможность читать онлайн «Anne Maurer - Sagenhaftes Muldenland» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.
- Название:Sagenhaftes Muldenland
- Автор:
- Жанр:
- Год:неизвестен
- ISBN:нет данных
- Рейтинг книги:5 / 5. Голосов: 1
-
Избранное:Добавить в избранное
- Отзывы:
-
Ваша оценка:
- 100
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
Sagenhaftes Muldenland: краткое содержание, описание и аннотация
Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Sagenhaftes Muldenland»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.
Aus dem Inhalt:
Es geht die Sage …
Das kann man glauben oder nicht
Geheimnisvolle Muldenlandschaft
Ausgewählte Sagenmotive
Sage oder Fälschung?
Auf der Suche nach vergessenen Sagen
Die Sagensammlung zum Muldentalkreis.
Sagenhaftes Muldenland — читать онлайн ознакомительный отрывок
Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Sagenhaftes Muldenland», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.
Интервал:
Закладка:
Und tatsächlich wird Kaiser Napoleon für die Thammenhainer zum müden, gejagten Heerführer, der die Nacht über im Wald ganz in der Nähe des Dorfes verbringt. Viele Sagen ranken sich so um einen historischen Kern und geben Einblick, wie unsere Vorfahren die großen historischen Ereignisse in ihrer kleinen städtischen oder dörflichen Welt erlebten, was sie dabei bewegte, ängstigte und hoffen ließ.
Ausgewählte Sagenmotive
Gespenstische Bären, kopflose Reiter und menschenfressende Drachen, Hexen, Nixen und Nachtgespenster spuken durch die Muldentaler Sagenwelt. Um bei der Vielzahl der Sagengestalten und -handlungen einen Überblick zu behalten, ist es hilfreich, die Sagen in drei Gruppen zu unterteilen:
– Ursprungs- und Erklärungssagen
– Mythische Sagen
– Religiöse Sagen / Göttermythen.
Zu den Ursprungs- und Erklärungssagen zählen alle Sagen, in denen Name, Herkunft und Eigenschaften von Naturerscheinungen, Bauwerken, Pflanzen oder Tieren erklärt werden. In den Mythischen Sagen werden Begegnungen des Menschen mit dem Jenseitigen geschildert. Geister und Dämonen, übernatürliche Tiere und Pflanzen sowie Menschen mit magischen Fähigkeiten kommen darin vor. Religiöse Sagen bzw. Göttermythen sind solche, in denen unglaubliche Wundertaten und göttliche Bestrafungen oder magische vorchristliche Praktiken beschrieben werden. Am Ende dieses Bandes gibt es ein Verzeichnis dieser drei Gruppen, das die gezielte Suche nach bestimmten Sagenmotiven erleichtert (S. 161).
Ab und zu nahmen es die Erzähler nicht so genau mit den Plagegeistern und vertauschten in den Sagen die verschiedenen Sagengestalten. So ist in der Hohburger Sage Der Siebensprung (S. 92) von Kobolden die Rede, etwas weiter wird von Teufelchen, Männlein und einer Geisterschar gesprochen.
Manchmal waren sich die Erzähler auch nicht sicher, welche der zahlreichen Schreckgestalten wohl am unheimlichen Ort ihr Unwesen treibt. Dann gaben sie ihren Zuhörern die Warnung mit auf den Wege: Nehmt euch in Acht, dort ist es nicht geheuer, dort geht es um!

Besonders häufig begegnet man in den muldenländischen Sagen den Kobolden, Weißen Frauen, Wiedergängern, Nix und Nixen, Huckauf und Mahr, weshalb diese Sagengestalten ausführlicher vorgestellt werden sollen.
KOBOLDE
Der Kobold ist ein im Muldental weitverbreiteter Hausgeist. In Misanders »Historischen Ergötzlichkeiten« aus dem Jahre 1698 wird der Kobold als der Teufel selbst beschrieben, der
in allerley Gestalt sich vermummen kann / wie er pflegt sein Affen-Spiel zu treiben / wenn ihm nehmlich von Gott nicht erlaubet ist / grössern Schaden zuzufügen. Also sind viel unsichere Ort / Zimmer und Gemach / viel Strassen / Berge / Gehöltze / viel Wasser / viel Gerichts-Städten / da Satan zwar wohnet / aber nicht Vergünstigung hat von Gott / daß er den Menschen mehr Leydes thue / als sie aus dem Schlaf zu wecken / sie zu erschrecken / sie zu locken / zu rufen / zu verführen / das Bett zu nehmen / ihnen Schätze zu verheißen / mit Wasser zu besprengen / und was des Dinges mehr / davon ein gantz Buch möchte zusammengetragen werden . 27
Die Kobolde im Muldenland spielen den Menschen böse Streiche und lassen ihre Besitzer nicht in Frieden sterben ( Der Kobold lässt einen Herrn nicht sterben , S. 81). Hier und da helfen sie aber auch auf Bauernhöfen bei der Wirtschaft und hexen das Mittagessen (Ein Watzschwitzer Bauer hat den Kobold , S. 144). Sie sind Künstler der Verwandlung und erscheinen in unterschiedlichsten Gestalten, meist jedoch als unheimliche schwarze Katze, als schwarzer Hund oder schwarze Henne. Sie sind wahre Tunichtgute, die ihre gemeinen Späße mit den Menschen treiben, sie unermesslich reich machen oder in den Ruin treiben können. Rudolf Irmscher gibt eine mögliche Erklärung für die Entstehung der Koboldfigur:
Die Ursache der vielen Koboldgeschichten ist heute [1926] der Neid der lieben Nachbarn. Wer infolge seiner Sparsamkeit und seines Fleißes reich geworden ist, hat eben den Kobold. Man wird doch dem Nachbarn nicht eingestehn, daß er tüchtiger sei als man selber 28
WEISSE FRAUEN
Die Vorstellung von der Weißen Frau geht auf den frühchristlichen Seelenglauben zurück. Danach ist die Weiße Frau ein nach dem Tode wegen eigener oder fremder Schuld zum Umgehen verdammter Geist, eine büßende Seele , 29die meist nachts erscheint. Ihr langes weißes Gewand ist ihr Leichenhemd, in dem sie jede Nacht dem Grabe entsteigt. Die Gestalt der Weißen Frau ist in den Sagen aus dem Gebiet entlang der Mulde sehr vielseitig. Nur in einer Sage wird erzählt, was sich die Frau zu ihren Lebzeiten zu Schulden kommen ließ: sie hatte Selbstmord begangen (Die weiße Frau von Schloss Colditz , S. 47). Eine andere Frau starb kurz nach der Geburt ihres Kindes und kehrte als Weiße Frau immer wieder in ihr Haus zurück, um nach dem Kinde zu sehen (Die weiße Frau vom alten Gutshaus , S. 63). Nicht selten erschienen Weiße Frauen dem nächtlichen Wanderer auf einsamen Wegen, baten überraschte Passanten um ihre Erlösung (Die weiße Frau vom Falkenhainer Friedhof , S. 63), hüteten versteckte Schätze (Die weiße Frau vom Geldberg bei Glasten , S. 68, Der Schatz im Voigtshainer Gutspark , S. 140) oder bewachten einen unterirdischen Gang (Das Mönchskloster zu Schmölen , S. 122). Die Vorstellungen von den Tätigkeiten der Weißen Frauen waren im Volksglauben offensichtlich sehr verschieden. In jedem Fall handelte es sich bei den Erscheinungen aber um verstorbene Frauen, die in ihrem Grab keine Ruhe fanden.
WIEDERGÄNGER
Auch die Wiedergänger sind Tote, die umgehen müssen, weil sie als Mörder, Selbstmörder oder Meineidige zu Lebzeiten Schuld auf sich geladen haben. Sie erscheinen in der Gestalt, in der sie lebten. Die meisten Wiedergänger in den Sagen des Muldenlandes streben nach einer Erlösung, die sie nur mit Hilfe der Lebenden erlangen können. Meist genügt eine einfache Formel, etwa ein besonderer Gruß, um den Wiedergänger von seinen Qualen zu befreien. Ein Gott helf euch oder Helf dir Gott hätte die Schlossfrau von Döben (S. 50) und die Wiedergängerin von Nimbschen (S. 112) erlöst. Eine andere Wiedergängerin, die zu Lebzeiten eine geizige Bäckerstochter war, musste erst all ihren Kuchen verschenken, bevor sie erlöst werden konnte (Die hochmütige Bäckerstochter vom Breiten Berg bei Lüptitz , S. 103).
Der nichtsahnende Mensch erkennt den erlösungsbedürftigen Wiedergänger meist nicht auf den ersten Blick. Er reagiert unwissend und unbedacht, ergreift sogar die Flucht, weshalb sämtliche Erlösungsversuche in den Sagen des Muldentals fehlgeschlagen sind.
NIX UND NIXE
Der Nix, im Muldental auch Nick genannt, ist ein unberechenbarer Wassermann, der die Menschen mit sich in die dunklen Tiefen der Gewässer zieht. Er hält sich vorzugsweise in der Mulde auf. Gelegentlich wurde er auch in Seen und Wasserlöchern gesichtet (Die Nixen bei Nimbschen , S. 112). Offensichtlich versuchten sich unsere Vorfahren mit Hilfe dieser Gestalt zu erklären, wieso immer wieder Menschen ohne ersichtlichen Grund ertranken. In ihrer Vorstellung forderte der Nix sein jährliches Opfer. Es mag tröstlich erscheinen, dass die Männer, die der Wassermann mit sich auf den Grund zog, mit Nixen verheiratet wurden (Der Nix vom Rabenstein , S. 76). Denn der Nix hatte schöne Töchter. Ab und zu durften sie in die Dörfer zum Tanz, man konnte die Nixen am nassen Rocksaum erkennen (Der Tod von Nippern , S. 111, Der Nix an der Wilschmühle , S. 109). In einer Wurzener Sage wird berichtet, dass der Nix für die alljährlichen Hochwasser der Mulde verantwortlich war (Die Sage vom Trauschkenstein , S. 149). Bezahlte man ihm aber eine gewisse Summe, blieben die verheerenden Überschwemmungen aus.
Читать дальшеИнтервал:
Закладка:
Похожие книги на «Sagenhaftes Muldenland»
Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Sagenhaftes Muldenland» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.
Обсуждение, отзывы о книге «Sagenhaftes Muldenland» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.