Harald Blomberg - Bewegungen, die heilen

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Dieses Buch stellt 15 einfache, von jedem anwendbare Übungen mit erstaunlichen Wirkungen vor – sie fördern die gesunde Entwicklung und helfen bei Entwicklungsstörungen.
Der Hintergrund: Das kindliche Gehirn braucht Stimulation durch Sinneseindrücke, damit sich die Nervenzellen verzweigen. Besonders wichtig ist die Anregung der Sinne für Gleichgewicht, Berührung und Bewegung. Im Normalfall erhält das Kleinkind diese Stimulation durch Berühren und Wiegen von den Eltern und es führt selbstständig rhythmische Bewegungen aus.
Bei Kindern, denen eine ausreichende Anregung fehlt, wird die Gehirnentwicklung verzögert oder behindert. Koordinationsprobleme, Aufmerksamkeits und Lernstörungen sowie emotionale Unausgeglichenheit sind die Folgen.
Die gute Nachricht: Diese mangelnde Gehirnaktivierung im Säuglings- und Kleinkindalter lässt sich später nachholen. In Anlehnung an die natürlichen rhythmischen Bewegungen bei Kleinkindern entwickelte Dr. Harald Blomberg ein sehr effizientes, grundlegendes Bewegungsprogramm: das «Rhythmic Movement Training» (RMT), das die gesunde kindliche Entwicklung von Anfang an fördert. In späteren Altersstufen hilft es, Fehlentwicklungen zu beheben (etwa das Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom oder Lese-Rechtschreibprobleme).
Dr. Blomberg erklärt in diesem Buch die Hintergründe und Anwendungsgebiete der RMT-Methode. Viele Fallbeispiele sowie 15 detaillierte, bebilderte Übungsanleitungen demonstrieren anschaulich die Anwendung in jedem Alter.
Dieses Buch richtet sich an Eltern, Erzieher, Lehrer, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und speziell an Eltern von Kindern mit Entwicklungsstörungen.

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Bei der Geburt ist das Kleinhirn noch nicht entwickelt; es wächst ab dem sechsten Monat beträchtlich. Die rhythmischen Bewegungen des Babys entwickeln die Nervennetze und Nervenzellen des Kleinhirns und seine Verbindungen zu den Frontallappen. Das ist ein Grund dafür, dass diese rhythmischen Bewegungen so wichtig sind für die Vernetzung des Stirnhirns und für Fähigkeiten wie Aufmerksamkeit und Sprechen.

Warum es Babys schwerfällt, still zu sitzen und aufmerksam zu sein

Die Nervennetze des Gehirns sind, wie erwähnt, noch nicht entwickelt und die verschiedenen Schichten des Gehirns sind noch nicht verbunden; das erklärt, dass Kinder sich nicht wie kleine Erwachsene verhalten. Kinder können ihre Aufmerksamkeit nicht lange aufrechterhalten und sich nicht lange auf eine bestimmte Aufgabe konzentrieren oder ihre Impulse steuern, weil eben die Nervennetze des Neokortex und insbesondere der Frontallappen noch nicht entwickelt sind.

Kinder haben Probleme damit, ihren Aktivitätsgrad zu steuern; normalerweise sind sie im Alter von 10 bis 12 Monaten die meiste Zeit in Bewegung und tun sich schwer damit, still zu sitzen. Eine Aufgabe der Basalganglien ist es, den Aktivitätsgrad zu steuern. Da sie sich noch nicht richtig entwickelt haben und nicht mit den anderen Ebenen des Gehirns vernetzt sind, wirken die meisten normalen Babys in diesem Alter überaktiv.

Dagegen werden Babys, die sich aufgrund eines schwachen Muskeltonus nicht ausreichend bewegen können, eher schwerfällig, hypoaktiv, unaufmerksam und sie entwickeln sich spät.

Ähnlichkeiten zwischen Babys und ADHS-Kindern

Wie aufgezeigt sind Aufmerksamkeitsdefizit-Probleme und Hyperaktivität gemeinsame Merkmale von ganz kleinen Kindern und solchen, die unter ADHS leiden. Bei beiden Gruppen gibt es viele Anzeichen dafür, dass die Basalganglien (noch) nicht richtig arbeiten; dazu gehören Schwierigkeiten, den Aktivitätsgrad zu steuern, sowie Probleme mit primitiven Reflexen und dem Gleichgewicht.

Es ist außerdem bekannt, dass Kinder mit Aufmerksamkeitsstörungen nicht in der Lage sind, einfache Bewegungen rhythmisch und fließend auszuführen, was darauf hinweist, dass die Nervennetze des Kleinhirns sich nicht richtig entwickelt haben. Da das Kleinhirn für die ordnungsgemäße Funktion der Frontallappen von wesentlicher Bedeutung ist, kann dieses Unvermögen ein entscheidender Faktor hinter den Problemen mit Aufmerksamkeit und Impulsivität sein.

Viele Kinder mit ADHS haben einen schwachen Muskeltonus und eine vorn übergebeugte Körperhaltung; das führt zu Flachatmigkeit und ungenügender Aktivierung des Neokortex. Solche Kinder können zwischen Hyperaktivität und Passivität schwanken, wobei die Hyperaktivität eine Möglichkeit darstellt, den Neokortex durch Bewegung zu stimulieren.

Die Aufmerksamkeitsstörung als verzögerte Gehirnreifung

Wie wir gesehen haben, betrachten die „Experten“ ADHS als genetisch bedingt. Eine alternative Betrachtungsweise wäre, dass die entsprechenden Verhaltensmerkmale Folgen eines verzögerten oder behinderten Gehirnreifungsprozesses sind. Aus irgendeinem Grund wurde das Gehirn des Kindes nicht genügend stimuliert, sodass die Neuronen zu wenig Axone und neue Synapsen bilden konnten. Ein Mangel an Stimulation kann auch die Myelinbildung um die Nervenfasern blockieren. Reicht die Myelinisierung nicht aus, wird die Geschwindigkeit der Weiterleitung von Nervensignalen beeinträchtigt. Zusammen kann dies die Entwicklung der verschiedenen Hirnteile und ihre Vernetzung blockieren und die Gesamtfunktion des Gehirns behindern.

Alles, was die motorische Entwicklung des Kindes blockiert und seine Bewegungen behindert, blockiert auch die Entwicklung des Gehirns. Es gibt viele Umstände, die die motorische Entwicklung eines Kindes beeinträchtigen können: Frühgeburt, Verletzung des Gehirns bei der Geburt, erbliche Faktoren, Impfungen, elektromagnetische Felder und Mikrowellen von Mobiltelefonen, Toxine oder Krankheiten. Solche Faktoren können dazu führen, dass das Kind wichtige Schritte seiner motorischen Entwicklung auslässt und die Entwicklung und Reifung des Gehirns erschwert wird.

Sorgen die Angehörigen oder Bezugspersonen des Kindes nicht für genügend Stimulation, wird es also ohne Anregung des Tast- und des Gleichgewichtssinns sich selbst überlassen oder muss es übermäßig lange in Babystühlen, im Laufstall oder in einer Babyschale fürs Auto sitzen, anstatt seinem Bewegungsdrang auf dem Fußboden nachzugehen, wird die ordnungsgemäße Reifung des Gehirns ebenfalls behindert.

Nachreifung des Gehirns mit rhythmischen Bewegungsübungen

Wie ich gezeigt habe, gibt es zwischen Babys und ADHS-Kindern hinsichtlich des Verhaltens und der mangelnden Gehirnreifung viele Ähnlichkeiten. Daher drängt sich die Frage auf, ob Kindern mit ADHS oder ADS durch Nachahmung der spontanen rhythmischen Bewegungen von Babys geholfen werden kann. Ein solches Bewegungstraining gibt es in Schweden seit mehr als 25 Jahren.

Die rhythmischen Bewegungsübungen wurden (wie bereits berichtet) von Kerstin Linde entwickelt und basieren auf den natürlichen rhythmischen Bewegungen von Babys. Es handelt sich um aktive oder passive rhythmische Ganzkörperbewegungen; sie werden im Liegen, Sitzen oder auf allen Vieren durchgeführt. Passive Bewegungen können durch rhythmisches Drücken von den Füßen gegen den Körper des auf dem Rücken liegenden Kindes oder von den Hüften aus (– das Kind liegt dann in Fötalstellung) zum Kopf hin hervorgerufen werden. Liegt das Kind (oder auch der erwachsene Klient) auf dem Bauch, kann das Gesäß rhythmisch von einer Seite zur anderen hin- und herbewegt werden. In Rückenlage können die Beine aufeinander zu gerollt werden, sodass sich die Großzehen in der Mitte treffen. [Nähere Beschreibungen finden Sie am Ende des Buches, Seite 237 ff.]

Diese Bewegungen kann das Kind (der Klient) auch aktiv durchführen. Auf dem Rücken liegend kann es mit gebeugten Knien rhythmisch drücken oder seine Beine hin- und herrollen, sodass sich die Großzehen in der Mitte treffen. Andere aktive Bewegungen sind etwa Schaukeln auf allen Vieren oder Krabbeln. Um eine Wirkung zu erzielen, sollten die Übungen täglich 10 bis 15 Minuten lang gemacht werden

Ob aktiv oder passiv ausgeführt – diese Bewegungen sind für jedes Kind und jeden Klienten geeignet, wie eingeschränkt sie auch sein mögen. Sie sollten idealerweise ganz exakt gemacht werden. Bei schwerbehinderten Menschen ist das natürlich nicht möglich; in solchen Fällen ist es ein langfristiges Ziel, sie zu einer immer genaueren Durchführung zu befähigen.

Man kann leicht beobachten, dass durch diese Bewegungen mehrere Sinne stark angeregt werden. Die Kopfbewegungen stimulieren den Gleichgewichtssinn. Das rhythmische Drücken entlang der Wirbelsäule, von den Füßen oder vom Gesäß aus, stimuliert die Tiefensensibilität in vielen Gelenken und in den Beckenorganen. Die rhythmischen Bewegungen stimulieren durch die Reibung zwischen der Körperrückseite oder -vorderseite und dem Boden auch die taktilen Rezeptoren der Haut.

Auswirkungen der rhythmischen Bewegungen auf das Verhalten

Die sensorische Stimulation durch die rhythmischen Bewegungen regt auch die Entwicklung der Nervenverknüpfungen in Stammhirn, Kleinhirn, Basalganglien und Neokortex an. Dadurch verbessern sich Aufmerksamkeit und Konzentration, während Hyperaktivität und Impulsivität abnehmen.

Die rhythmischen Bewegungen erhöhen den Muskeltonus der Rückenstrecker und halten den Kopf in aufrechter Position. Körperhaltung, Atmung und Durchhaltevermögen werden besser und der Neokortex wird durch die Stimulation über das Stammhirn erregt, was eben zu der Verbesserung von Aufmerksamkeit und Konzentration führt.

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