Helmut Sorge - Ich hätte König sein können

Здесь есть возможность читать онлайн «Helmut Sorge - Ich hätte König sein können» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Ich hätte König sein können: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Ich hätte König sein können»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Nach einer königlichen Liaison ist dem Autor dieser Short Stories klar geworden war, dass seine Chance größer war, für die Fremdenlegion aufzumarschieren, als von der Queen nach Windsor Castle gebeten zu werden. Diese Schmach hätte er verkraftet, doch wie Marlene Dietrich mit seinen Orchideen umgegangen sein soll, die in Paris so viel gekostet haben wie ein Kilo Kaviar, das setzt dem Schreiber bis heute zu.
Helmut Sorge berichtet «aus einer anderen Welt». Von einer britischen Porno-Koryphäe, die bei einer Tauchfahrt auf einem Atom-U-Boot von ihrem Bruder, einem anglikanischen Geistlichen, enttarnt wird. Oder von Chester, der Geliebten eines brasilianischen Erben, die dem Schreiber am Strand von Malibu beichtete, wie sie ihren Lover über einer Python bettete, die Kälber verschlucken konnte. Das bestätigt Leidenschaft, die eine arabische Schönheit dem Autor nicht offenbarte – sie kam mit neun Louis-Vuitton-Koffern und blieb nur eine Nacht, überraschte ihren Gastgeber jedoch mit der Nachricht, sie würde allein, mit nur 40.000 Dollar Notgroschen in der Handtasche, mit dem Zug an die Côte sausen, wo der Papa, ein ölumschwappter Scheich vom Golf, mit seiner bescheidenen Jacht auf sie wartete. Eine bunte Welt, indeed, mit der sich der polyglotte Autor herumschlagen musste zwischen Pariser Place Dauphine, toskanischer «Casa colonica» oder weihnachtlichem Gansessen mit den schönsten Frauen der Welt in New Yorks legendärem «Lüchow's», wo sich Heimweh und Schlachtplatte verbrüderten und verschwesterten. Was waren das für Zeiten!
"Ich hätte König sein können" ist ein Potpourri, welches daran erinnert, wie bunt und faszinierend diese Welt war, bevor ein Virus drohte, unseren Planeten zu zersetzen. Bewegendes, Lebensnahes und Kurioses hat Sorge zu Papier gebracht hat, liebenswert, heiter und mit einer Prise Zynismus. Seit 1942 der Hamburger Alster-Canoe-Club in Flammen aufging lebt unser Autor in weißem Tuch, präziser formuliert, seit eine Hebamme bei dem Neugeborenen einen Nabelbruch diagnostizierte. Die gütige Frau wickelte den Winzling in weißen Verbandsstoff aus Wehrmachtsbeständen, und dabei ist er – ein Faible das er mit dem Papst, Hofmannsthal, Rilke und James Joyce teilt – bis heute geblieben: Weiß, die Farbe der Unschuld.

Ich hätte König sein können — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Ich hätte König sein können», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Natürlich, das wusste sie, ein Leben mit drei weiteren Frauen, die sich den Prinzen, legal, teilen können, würde sich in einem Palast abspielen, der über Porsche SUVs verfügte, Maybachs, einige Dutzend restaurierter Oldtimer sowie aus Kentucky importierte Galopper, denen eine Klimaanlage im mahagoni-beschlagenen Stall das Wüstenleben erträglich machte.

Sicher, sie konnte sich ein Leben zu zweit durchaus vorstellen, mit Dienerinnen wie der mir bekannten sinnlichen, lieben Marokkanerin Attika, die auf Knopfdruck morgens um drei vor dem Bett stand, frischen Pfefferminztee servierte und Orangensaft, ohne diese irritierenden Fasern und Kerne. Mit Hummerschwänzen veredelte Omeletts, Zitronenpuffer, Mandel- und Marzipangebäck, unendliche Schokoladenmengen made in Switzerland, vor allem Pralinen. Morgens um fünf. Und Haschisch, welches jugendliche Nachfahren des Monarchen in Dollar-Noten drehten und rauchten. Der mit einer Pumpstation, natürlich unterirdisch montiert, betriebene Wasserfall versprühte Romantik und uniformierte Wachen vertrieben Kamele, die sich dem Wasser näherten.

Uzzis und Kalaschnikows

Die Tochter des Scheichs kannte den Preis für diese unwirkliche, wirkliche Welt made in Saudi-Arabien. Treue Zofen würden sie begleiten, denen wegen des absoluten Vertrauens beim Arbeitsantritt die Pässe entzogen werden. Leibwächter wären an ihrer Seite, bewaffnet mit Uzzis und Kalaschnikows, die von den nationalen Boykottlisten gestrichen wurden, weil die israelischen und russischen Maschinenpistolen sich als treffsicherer erwiesen als die Gewehre der unabhängigen Schweiz und des neutralen Österreich. Im unruhigen Zeitalter des grenzüberschwappenden Terrorismus sicher eine weise Entscheidung.

Bei meinem Dschidda-Besuch mit König Hussein von Jordanien traf ich auf eine Welt aus 1000 und einer Nacht – ein königlicher Palast orientalischer Dimension. Leibwächter, in Weiß gehüllt, waren mit kunstvoll verarbeiteten Säbeln bewaffnet. Aus Marmor geschlagene Brunnen, Kronleuchter, wahrscheinlich aus dem venezianischen Murano importiert. Die Lunchtafel entsprach olympischen Dimensionen – 100 Meter. Hinter jedem Gast, darunter eine Menge Prinzen, stand ein Diener. Die Hoheiten waren selbstgefällig und entrückt. Während die Könige ihre Begrüßungsreden vom Blatt ablasen, dachten die erlesenen, in Weiß gekleideten Gäste womöglich an die anstehende Falkenjagd, an den neuesten Ferrari oder die unnahbare Fatimah, die in London, bei Sotheby’s, dem Auktionshaus, Kunstkurse belegte. Sie tranken aus Kristallgläsern. So wie es der Prophet erwartet: Wasser.

Die Wirklichkeit hinter den Palastmauern sieht zuweilen anders aus – die Prinzen versäumen kein Gebet, fünfmal, ihr Soll. Zu nächtlicher Stunde allerdings füllen sie ihre Kristallgläser mit Champagner und Whisky und morgens jetten sie mit einem schrecklichen Kater gen Mekka.

Bertha T. Thompson ist Wochen vor dem Covid 19- Drama in Rhiad gelandet, der saudischen Hauptstadt, in der auch Donald Trump vor vier Jahren einschwebte, zu seiner ersten Auslandsreise als Staatsoberhaupt der USA. Sie fliegt als Captain für „Federal Express“. Sie kam erstmals aus Shanghai in Saudi Arabien an, mit kostbarer Fracht: Computer. Ground control, die Rollkontrolle, hatte dem Vollfrachter die parking position zugewiesen. Bertha ist eine jener Frauen, die als „tough“ qualifiziert werden können. Ich kann das bestätigen.

In Montmartre hatten wir uns, vorübergehend, eine Wohnung geteilt, eine sexlose WG. In ihrer Freizeit startet Bertha in Oldtimer-Langstreckenrennen im eigenen Mercedes-Benz-Cabriolet. In ihrem Heißluft-Ballon gondelt sie über die Alpen. Männer, die an Berthas Brüsten die verlorene Mami wiederfinden wollen, zumindest dieses wohlige, vertraute Gefühl von Wärme und Geborgenheit, müssen wahrscheinlich nach zwei Stunden Liebestaumel von der Flugzeugführerin die Frage hinnehmen: „War das alles?“

Das baut den Mann auf, keine Frage.

Ein am Place de Fürstenberg etablierter Galerist, der mit der Pilotin Bett und Rennauto teilte, hat mir seine Leidensphase bestätigt, die ein Saudi in anderer Form in Rhiad erlebte. Bertha, US-Bürgerin, wartete im Cockpit ihres Jets auf der ihr vorgeschriebenen Parkposition auf Vertreter des Ramp Services, einen Lademeister und einen für die Betankung zuständigen Agenten. Nach 20 Minuten Wartezeit rollten die Saudis eine Treppe an den Airbus. Der Gentleman, der an die Tür klopfte, trug ein langes, weißes Gewand, geschnitten wie ein deutsches Nachthemd zu Kaisers Zeiten. Offenbar verwirrte ihn das Weib, das sich vor ihm auftürmte, 1,80, uniformiert, offenes, langes Haar.

„Where is your captain?“, wollte er wissen.

„I am the captain“, antwortete Bertha, der die Verunsicherung des Arabers nicht entgangen war. Ihre Uniformjacke war, züchtig, geschlossen. Ganz sicher. Vielleicht waren ihre marylin-ähnlichen Rundungen zu erahnen, aber das war nicht ihr Problem, allenfalls ein Geschenk der Natur.

„Where is your co-pilot?“, setzte der Saudi nach, wohl auf männlichen Beistand hoffend.

„Gioia!“, rief die Flugzeugführerin in Richtung Cockpit, „Gioia, I need your help“.

Die 33-jährige Co-Pilotin, Römerin, Mutter, ein Kind, trat nun in die Tür, die Bertha und Gioia vom saudiarabischen Territorium trennte. Der Handling Agent schwieg, drehte sich auf seinen Sandalen und eilte die Treppe hinab. 30 Minuten später fuhr ein schwarzer Range Rover vor. Die Fenster waren mit Vorhängen verschlossen. Ein Saudi, schwarzer Anzug, Leinen, passende schwarze Loafer, informierte die aus zwei Frauen bestehende Crew: „In Ihren Uniformen dürfen Sie das Hotel nicht verlassen. Falls Sie das vorhaben, dann nur in traditionellen Kleidern, die bis zu Ihren Knöcheln reichen.“

Der Saudi transportierte die Pilotinnen direkt in die Tiefgarage des Hotels. In einem Lastenaufzug erreichten die Frauen ihre Zimmer. 15. Etage. Königreich Saudi Arabien, zwischen Falken und dem 21. Jahrhundert. Bertha und Gioia bestellten den Roomservice und schalteten ihre Fernseher auf CNN.

Eine Rolls-Royce-Jahresproduktion für Ibtissam

Für eine Frau wie Ibtissam wäre die Monatsproduktion von Rolls Royce für einen Eheinteressenten, einen saudischen Thronfolger beispielsweise, allenfalls die Anzahlung. Ibtissam belohnte sich für ihre sexuelle Askese mit Essen, vor allem Kaviar, Austern und Hummer. Na ja, und mit einigen diamantenbesetzten, goldenen Armbanduhren der von ihr geschätzten Marken Patek Phillip oder Vacheron Constantin. In ihrer unendlichen Phantasie verhielt sich meine arabische Gefährtin gelegentlich so, wie es schwangeren Frauen angedichtet wird, die von ihren Männern als Liebesbeweis Unmögliches fordern, und das vorzugsweise zwischen drei und fünf Uhr morgens: „Ich träume von Lammhirn“, hauchte sie in unserer ersten gemeinsamen Nacht auf getrennten Lagern. Ersatzweise in gewürztem Wasser gekochte Schnecken. Nur, in den Restaurants auf dem Place Dauphine gab’s nach Mitternacht ums Verrecken kein Hirn, und die Schnecken, die auf der Tageskarte angeboten werden, sind in Knoblauchbutter ertränkt. Wir näherten uns zum Lunch folglich erneut einer Alternative zwischen Kaviar und Spaghetti – bis Franz Joseph, der trotz seines kaiserlichen Namens Franzose war, ein banales Steak anbot, na gut, mit Trüffeln. „Ja, ja, das würde mich schon reizen“, sagte sie. „Nur, ich muss halal essen.“ Also Fleisch, das nach vorgegebenen muslimischen Ritualien bearbeitet wird, einschließlich des Schlachtens selbst.

„Halal und Halali, was ist da der Unterschied“, trompetete der offensichtlich korankundige Koch, und garantierte meinem Gast, in seinem Restaurant würde jede Speise nach religiösen Richtlinien angerichtet werden. Für sie sogar mit Blick auf Mekka.

Ibtissam schnitt zwei Bissen vom Steak und hatte plötzlich keine Lust mehr für eine derartig schweißtreibende Tätigkeit. „Darling, schneide mir bitte das Fleisch.“

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Ich hätte König sein können»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Ich hätte König sein können» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Ich hätte König sein können»

Обсуждение, отзывы о книге «Ich hätte König sein können» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x