László Benedek - Khaled tanzt

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Eine Geschichte, die erzählt werden muss
Khaled ist ein afghanischer Flüchtlingsjunge, der mit Tausenden seiner Landsleute nach Österreich auswandert, in der Hoffnung, eine neue Heimat zu finden. Wegen Kopfschmerzen unklarer Genese wird er von einem pensionierten Psychiater behandelt. Mit viel Geduld gelingt es dem Arzt, die Zunge des verschlossenen Jungen zu lösen, und er erfährt Unglaubliches: Khaled wurde in Afghanistan an einen reichen Kaufmann verkauft, wo er in Mädchenkleidern vor alten Männern tanzen und diesen danach zu Gefallen sein musste. Mit feinem Gespür geht László Benedek tiefgründig der Frage auf den Grund, ob und wie ein Heranwachsender solche Erlebnisse aushalten und in einer neu gewählten Heimat Fuß fassen kann.

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Überrascht zwar, bei der Suche ertappt worden zu sein, vermochte sie ihrer Verzweiflung dennoch nicht Einhalt zu gebieten und stellte die Mutter zur Rede, wollte wissen, wo Heinrichs Briefe geblieben seien.

„Also du warst das!“, stellte Berta wütend fest.

Mutter und Tochter standen sich feindselig gegenüber.

„Die Briefe? Die gehen dich einen feuchten Dreck an!“

Kerstin war sich darüber im Klaren, dass der Mutter nicht mehr zu entlocken sein würde. Also blieb sie mit ihren quälenden Fragen auch weiterhin allein.

Von da an war Berta auf der Hut. Die seltenen Briefe fischte sie aus dem Briefkasten und ließ sie schnell verschwinden. Kerstin befand sich schon mitten im Backfischalter, als die Mutter eines schönen Tages zum Arzt musste, weshalb sie den Briefkasten nicht rechtzeitig inspizieren konnte. In der Tiefe des Briefkastens fand die Tochter einen leicht zerknitterten und an die Mutter adressierten Brief. Als Absender war ein Heinrich Dümmel angegeben. Schreckliches Herzklopfen bemächtigte sich ihrer, während sie das Kuvert sogleich in der Bluse verschwinden ließ. Sie schloss sich in ihrem Zimmer ein und öffnete das Kuvert ohne auch nur den geringsten Anflug eines schlechten Gewissens. Zur größten Überraschung aber gab es darin keine einzige Zeile, sondern lediglich ein gepresstes vierblättriges Kleeblatt.

Sie betrachtete das Kuvert. Als Absender war Hamburg-Altona angegeben sowie eine für sie kaum aussprechbare Straße: Elbchaussee 88. Kerstin war damals fünfzehn Jahre alt. Am liebsten hätte sie sich sogleich in einen Zug nach Hamburg gesetzt. Aber wie in die Tat umsetzen? Sie erinnerte sich daran, dass unlängst ja auch in Deutschland eine Partnergemeinde gegründet worden war, noch dazu ausgerechnet in Hamburg. Ihr kam die Idee, Austauschbesuche mit gleichaltrigen deutschen Gemeindemitgliedern zu initiieren. Binnen weniger Wochen gelang es ihr, zusammen mit zwei Freundinnen eine mehrtägige Reise nach Hamburg zu organisieren, wo sie bei Familien der Partnergemeinde untergebracht werden sollten. Als härteste Nuss erwies sich Berta, die die Tochter auf gar keinen Fall reisen lassen wollte, und schon gar nicht nach Deutschland. Kerstin wandte sich an den Kirchenvorstand um Fürsprache. Schließlich gab die Mutter nach.

Alsbald konnte Kerstin sich mit der zwischen Oslo und Kiel verkehrenden Fähre auf die Reise begeben. Von Kiel aus fuhren die Freundinnen mit dem Zug weiter in Richtung Hamburg. Der Austauschbesuch hielt nichts Besonderes bereit. Kerstin beschäftigte etwas ganz anderes. Als sich die Gastgeberfamilie an einem Nachmittag endlich zu einem Mittagsschlaf zurückzog, nutzte sie die Gelegenheit, sich davonzustehlen. Auf dem Stadtplan hatte sie sich wieder und wieder kundig gemacht, wie sie in die Elbchaussee 88 gelangen könnte.

Schließlich stand sie also vor dem Haus ihrer Sehnsucht, an dem zu lesen stand: „Auguste-Viktoria-Stiftung – Wohn- und Pflegeheim“. An der Rezeption wurde sie nach ihrem Begehr gefragt. „Ich möchte gern“, so Kerstin, „Herrn Heinrich Dümmel besuchen.“ Beim Namen ‚Dümmel‘ überschlug sich ihre Stimme. Die Schwester nickte zustimmend, wollte aber unbedingt wissen, wen sie Herrn Dümmel melden dürfe. Mit dieser Frage hatte Kerstin nicht gerechnet. Doch sie fasste sich schnell und meinte: „Eine gute Bekannte.“

Die Schwester verschwand. Kerstin sah sich um. Das Gebäude mochte auch schon bessere Zeiten erlebt haben. Es wirkte irgendwie noch immer elegant. Hohe Fenster mit schweren Vorhängen zeugten davon. Ansonsten ringsum einfache Tische und Holzstühle mit Rückenlehnen. Im Aufenthaltsraum, der auch als Speisesaal fungierte, saßen alte Menschen. Offensichtlich war sie in ein Altersheim geraten. So etwas hatte sie noch nie zuvor gesehen.

Es dauerte nicht lange, und die Schwester schob einen im Rollstuhl sitzenden Mann vor die junge Besucherin. Der war wesentlich jünger als die anderen Heiminsassen. Bartstoppeln bedeckten das müde wirkende Gesicht. Kerstin registrierte sofort, dass Herrn Dümmel das rechte Bein fehlte.

„Herr Dümmel“, wandte sich die Schwester an den Rollstuhlfahrer, „hier ist Ihre junge Besucherin.“

Kerstin stand wie angewurzelt da, brachte kein einziges Wort hervor. Sie hatte sich einen stattlichen jungen Mann vorgestellt. Stattdessen sah sie sich einem menschlichen Wrack gegenüber.

Herr Dümmel rülpste genüsslich. Sonderliches Interesse schien die Besucherin bei ihm nicht auszulösen. Dennoch fragte er, was ihm die Ehre verschaffe.

Kerstin nahm all ihren Mut zusammen: „Ich komme aus Brunstad, bin Mitglied der dortigen Christengemeinschaft und statte im Rahmen eines Austauschprogramms meinen Hamburger Brüdern und Schwestern einen Besuch ab.“

Der Name Brunstad ließ Herrn Dümmel aufhorchen: „Tatsächlich? Aus Norwegen? Dem norwegischen Brunstad?“

Kerstin nickte.

„Ich hatte dort eine nette Bekannte, Berta Holberg“, fuhr Herr Dümmel fort. „Vielleicht kennen Sie die Dame sogar? Berta Holberg.“

Kerstin spürte, wie ihr das Blut aus den Adern wich, sodass sie kurz vor einer Ohnmacht stand. Deshalb setzte sie sich schnell hin. „Die kenne ich. Sie ist Mitglied unserer Gemeinde. Sie war es ja gerade, von der ich Ihren Namen habe. Sie meinte, wenn ich in Hamburg sei, könnte ich Sie vielleicht aufsuchen.“

„Na, sowas! Das ist wirklich sehr freundlich!“ Mit diesen Worten lud er das Mädchen in sein karg eingerichtetes Zimmer ein. Außer dem Bett gab es nur noch einen Tisch und einen Schrank sowie einen einsam dastehenden Stuhl. An der Wand hing ein vergilbtes Gemälde. Die Luft war abgestanden. Alkoholgeruch schlug ihr in die Nase.

Herr Dümmel bot der Brunstaderin einen Schluck Wein aus der Flasche an. Kerstin wehrte das Angebot leicht angewidert ab. Ohne viel Aufhebens nahm Herr Dümmel einen kräftigen Schluck aus der Pulle und bat die Besucherin, ihn beim Personal nicht anzuschwärzen: „Die quälen mich mit ihrer unausstehlichen Neugier ohnehin schon zur Genüge. Was ist denn dabei, wenn ich mir hin und wieder einen Schluck genehmige?“

Schließlich nahm Kerstin all ihren Mut zusammen, um Herrn Dümmel auszufragen: „Sie kennen Frau Berta also noch aus Norwegen?“

„Genau! Wissen Sie, mein liebes Mädchen, das waren damals andere Zeiten!“ Bevor er fortfuhr, genehmigte er sich noch einen Schluck. „Sie haben damals vermutlich noch nicht gelebt, als wir den norwegischen Brüdern zu Hilfe geeilt waren.“

„Sie meinen, im Krieg? Wenn ich Sie recht verstehe.“

„Natürlich im Krieg.“ Herr Dümmel verstand nicht, wie man so eine dumme Frage stellen konnte. „In Norwegen waren sehr viele deutsche Soldaten stationiert. So auch ich.“

Das Gespräch stockte. Beide schwiegen. Nun war Kerstin endlich am Ziel ihrer Träume, saß zweifellos ihrem Vater gegenüber. Der Mann war sichtlich bewegt. Die Erinnerung an Norwegen ließ seine Augen feucht werden. Ungezählte Male hatte Kerstin sich vorgestellt, von ihrem Vater in die Arme genommen zu werden. Jetzt aber empfand sie nichts als Mitleid und tiefe Enttäuschung. Um den Gesprächsfaden nicht abreißen zu lassen, ging Kerstin auf seine Verwundung ein.

Der Fremde nickte, reagierte aber nicht gleich auf die neugierige Frage des Mädchens. Dann nur dies: „Kriegsgefangenschaft.“

Bedauernd sah Kerstin ihr Gegenüber an, der plötzlich gesprächig wurde: „Am Tag der Kapitulation wurden wir allesamt verhaftet. Die Offiziere wurden standrechtlich erschossen, während wir Landser auf einem mit Stacheldraht umzäunten Grundstück zusammengepfercht wurden. Einige Tage später transportierte man uns in ein Kriegsgefangenenlager nach Frankreich. Dort gingen wir durch die Hölle. Die Wehrmachtsoldaten hatten alle niedrigen Arbeiten zu verrichten. Wir hatten die Minen von den Schlachtfeldern zu räumen. Sie, mein liebes Mädchen, können sich vielleicht vorstellen, was das für eine Drecksarbeit war! Den Krieg hatten viele meiner Kameraden überlebt. Nun aber wurden sie von Minen zerfetzt. Dort habe ich mein rechtes Bein verloren.“

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