Stanley Booth - The Rolling Stones

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Am Anfang stand ein Vertrag. Mit ihm räumten die Rolling Stones dem Autor im Oktober 1969 das Recht ein, sie als offizieller Biograf auf ihrer USA-Tournee zu begleiten. So erlebte Stanley Booth hautnah die Faszination mit, wie morbide Themen damals auf die bösen Buben des Rock ausübten. Ihre «Sympathy With The Devil» war mehr als bloß Koketterie, sie nahm schon fast den Charakter eines Teufelspakts an. Stanley Booth begleitete die Stones auf ihrer fünften USA-Tournee, die in Altamont mit Mord und Gewalt im Desaster endete.
Er zeichnet in seinem Buch ein realistisches und kritisch-differenziertes Porträt der Gruppe: Als Spieler, Komödianten und Trunkenbolde tanzen sie einen eigenen Tanz mit dem Teufel, voller Aggressionen, Obszönität und Poesie.

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Doch einmal abgesehen vom Ruhm, ihrer Berühmtheit und ihrem ge­genwärtigen Zustand – die Stones haben in ihrer besten Zeit großartige Musik gemacht. Als es den Anschein hatte, dass Musik mehr als Unter­haltung war, standen sie auf der Seite des Volkes und nicht auf der Seite der Autoritäten. Die musikalische Tradition, aus der die Rolling Stones kommen, nimmt Rassismus oder Todesstrafe, die Einstellung eines Fa­brikbesitzers oder Arbeiters ebenso wie Militarismus zwar zur Kenntnis, weigert sich aber, sie als gerecht und richtig zu akzeptieren. Trotz der pa­triotischen Trommelschläge und Hornsignale von Furry Lewis und trotz Woody Guthries Gitarre mit der legendären Aufschrift „Diese Maschine killt Faschisten“. Der Blues versteht und verteidigt manchmal sogar einen Mord – aber niemals staatlich sanktioniertes Meucheln. Diese Tradition ist natürlich ein Zweig des Romantizismus, aber in einer besonders be­eindruckenden Form, mit exaltierter Sprache, dramatischen Situationen, epischen Visionen. „Ich wasch’ mein Gesicht im Golf von Mexiko“, hat Furry gesungen, „erwach’ dann tausend Meilen tiefer.“ Als Allen Ginsberg Furry traf, komponierte und sang er für ihn eine spontane Ode, die mit den Worten begann: „We thank you, o King“. Heutzutage, da die Musik (wieder einmal) nichts als Unterhaltung zu sein scheint, kann man den Stones wirklich keinen Vorwurf machen. Es hätte einer Omnipotenz be­durft, der kein Künstler jemals fähig ist, um von den Fluten der Verände­rungen unbeeinträchtigt zu bleiben. Sie sind auch keineswegs die einzigen Künstler, die zusehen müssen, wie ihre Kunst durch den Erfolg untergra­ben und durch Abnutzungserscheinungen zumindest teilweise ihrer Bedeu­tung beraubt wird. Der in der gesamten Szene festzustellende Verlust von Inhalten lässt auch die Musik der Stones im Regen stehen. Jerry Garcia von den Grateful Dead entwarf Krawatten, die unter anderem auch Präsident Clinton trug. Aretha Franklin, deren Version von Otis Reddings „Respect“ vor sozialer Bedeutung nur so zu strotzen schien, ist zu einem matronenhaften Aushängeschild geworden, und zwar für „den Herzschlag Amerikas – den aktuellen Chevrolet“. Bob Dylan hat den Steuerberatern und Buch­führern der Firma Coopers & Lybrand die Verwendung von „The Times They Are A-Changin‘“ gestattet. Die Zeiten haben sich in der Tat geändert.

Dennoch scheint es bedauerlich, dass es heute junge Leute gibt, Leute unter dreißig, die sich als Fans der Rolling Stones betrachten und die es nach ihrem ganzen äußeren Erscheinungsbild sicher auch sind, die aber keinerlei Vorstellung davon haben, was das in moralischer und histori­scher Hinsicht einmal bedeutet hat. Dafür können sie nichts, denn man kann niemand den Vorwurf daraus machen, er habe die moralische Bot­schaft nicht mitgekriegt, wenn diese Botschaft schon vor langer Zeit ausra­diert wurde. Ein unheilvolles, jedoch nicht linksrevisionistisches Gedan­kenmuster ist nicht nur in Amerika in letzter Zeit klar ersichtlich gewor­den, wo Leute, die zu jung sind, um ihn als den verschwitzten, ratlosen Halunken erlebt zu haben, der er immer gewesen ist, eine Figur wie Ri­chard Nixon für brillant halten – einen Mann, den man bestenfalls als machiavellisch bezeichnen könnte. Diese Leute preisen auch seine romanti­sche Verklärung von China, die nur eine eher scheinbare denn reale Ab­kehr von seiner normalerweise gepflegten, käuflichen Lebensführung dar­stellte – obwohl doch rechtslastige amerikanische Präsidenten in Wirk­lichkeit selten ein Problem damit hatten, Diktatoren anzuerkennen, im Iran, in Taiwan, in Korea, Portugal, Spanien, Vietnam, Nicaragua, auf den Philippinen, in vielen Ländern, weil sie einander so sehr gleichen. Zu­mindest hat Nixon, im Gegensatz zu Mao, gebadet und sich die Zähne ge­putzt.

Nichtsdestotrotz ist es eine Wahrheit, dass niemand zugleich Nixon – oder eine lange Liste von anderen historischen Arschlöchern – und die Rolling Stones sowie die Tradition, für die sie stehen, schätzen kann. Bill Clinton andererseits steht so offen und ehrlich zur Tradition der Rolling Stones, dass es geradezu ein Wunder ist, dass er gewählt wurde. Die radi­kale religiöse Rechte in den Vereinigten Staaten betet in demselben süßen christlichen Geist für seine Ermordung, in dem sie einmal die Platten der Beatles und der Rolling Stones verdammt und den Flammen der Hölle übergeben hat. Jene fleischfressenden Pflanzen namens Gier, Intoleranz, Paranoia, Selbstverherrlichung – alles Feinde des Heiligen Geistes, der durch die Poeten wie zum Beispiel Rilke und auch die Meister des Blues spricht – sterben niemals, kommen nie außer Mode. Die Phase in den Sixties, als es schien, dass Menschen tatsächlich völlig selbstlos das Beste für so viele Mitmenschen wie möglich wünschen könnten, war nur ein Me­dienspektakel. Der Impuls, der zu Altamont führte, war aufrichtig, aber die feste Absicht, etwas Neues in der Gesellschaft zu kreieren, wurde von unserer Angst vor Gewalttätigkeit überwältigt, so dass wir die Frage, wie man asoziale Aktivitäten im Zaum hält, wie man mit ihnen umgeht, un­beantwortet ließen. Fehlschlag.

Dennoch müssen wir kämpfen. „Wer nicht für mich ist, ist gegen mich“, hat Jesus gesagt. „Die, die gehen, steigen in den gottverdammten Zug“, sagte William Faulkners Boon Hogganbeck. „Die, die nicht gehen, machen den gottverdammten Weg frei.“ Die Mauer ist gefallen. Nelson Mandela ist Präsident von Südafrika. Lech Walesa … Vaclav Havel … Bill Clinton … Wir haben wieder einmal eine Chance, uns selbst zu lieben und einander als Teil derselben Familie zu akzeptieren. Werden wir sie nüt­zen? Ja und nein. Die Kreuzigung geht weiter.

Was auch immer sie heute sind oder in der Zukunft vielleicht sein wer­den – als sie jung waren, haben sich die Rolling Stones oft schon dadurch, wer sie waren, was sie waren, wie sie lebten und woran sie glaubten, in Gefahr begeben. In jenen Jahren begleitete ich sie. Manche Zeitzeugen haben diese Ära überlebt, andere nicht. Dies ist die Geschichte jener Tage, als beide, die Welt und die Stones, noch jünger waren und als die Bedeu­tung der Dinge noch klarer war oder zumindest klarer zu sein schien.

Vor fast einer Ewigkeit.

Brunswick, 1995

STANLEY BOOTH

The Killing Ground

See the way he walks down the street

Watch the way he shuffles his feet

Oh, how he holds his head up high

When he goes walkin’ by

He’s my guy

When he holds my hand I’m so proud

’Cause he’s not just one of the crowd

My baby’s always the one

To try the things they’ve never done

And just because of that they say

He’s a rebel

And he’ll never ever be

Any good

He’s a rebel

’Cause he never does

What he should

Gene Pitney: „He’s a Rebel“

Es ist spät. All die kleinen Schlangen schlafen. Die Welt außerhalb des Autofensters ist schwarz bis auf die staubige, von den Scheinwerfern erhellte, unbefestigte Straße. Weit von der Stadt entfernt, nach den letzten Kreuzungen, wo sie in England die Selbst­mörder mit Holzpfählen durch ihre Herzen begraben haben, sind wir auf der Suche nach einer eigenartigen kalifornischen Hügellandschaft, wo wir IHM begegnen und vielleicht sogar mit ihm in seinen zerfetzten, blutigen Kleidern tanzen könnten: kommt und spielt.

Eine Bahnüberführung öffnete sich vor uns in den freien Himmel; als wir sie hinter uns lassen, stoßen wir auf eine unbeschilderte Straßengabelung. Die Crystals sin­gen „He’s A Rebel.“ Der Fahrer blickt nach links, nach rechts, dann wieder nach links. „Der hat keine Ahnung, wo er hinfährt“, sagt Keith. „Sind Sie sicher, dass das der richtige Weg ist?“ fragt Mick. Ohne zu antworten, biegt der Fahrer nach links ab. Das Radio ist ziemlich laut. „Vielleicht hat er dich nicht gehört.“ Mick schließt die Augen. Natürlich haben wir uns verfahren, aber wir sind von vierzig Stunden ohne Schlaf so müde und mit jedem Moment weniger imstande, zu protestieren oder die Richtung zu ändern, dass wir in dieser schwarzen Cadillac-Limousine einfach weiter in die Unermesslichkeit des Raumes vordringen.

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