Stanley Booth - The Rolling Stones

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Am Anfang stand ein Vertrag. Mit ihm räumten die Rolling Stones dem Autor im Oktober 1969 das Recht ein, sie als offizieller Biograf auf ihrer USA-Tournee zu begleiten. So erlebte Stanley Booth hautnah die Faszination mit, wie morbide Themen damals auf die bösen Buben des Rock ausübten. Ihre «Sympathy With The Devil» war mehr als bloß Koketterie, sie nahm schon fast den Charakter eines Teufelspakts an. Stanley Booth begleitete die Stones auf ihrer fünften USA-Tournee, die in Altamont mit Mord und Gewalt im Desaster endete.
Er zeichnet in seinem Buch ein realistisches und kritisch-differenziertes Porträt der Gruppe: Als Spieler, Komödianten und Trunkenbolde tanzen sie einen eigenen Tanz mit dem Teufel, voller Aggressionen, Obszönität und Poesie.

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Für den ernsthaften Schriftsteller, schrieb Flannery O’Connor, sind alle Menschen arme Menschen. Jeder, der lange genug lebt, lernt, was es heißt, arm zu sein, zumindest seelisch. Diese Musik handelt von Erlösung und wie man aus den Zitronen, die das Leben reicht, Limonade macht. „Ich frage mich, wie lange noch, bis ich meine Kleidung wechseln kann“, sang Booker T. Washington White als Gast des Staates Mississippi auf der Parchman-Gefängnisfarm und machte durch das Wunder der Kunst aus seiner unglückseligen Haft wegen Mordes ein Fest. Dieses Erlösungs-Zeug ist mysteriöser Stoff. Im Film „The Benny Goodman Story“ sagt Bennys Mutter, erschrocken über den Aufruhr nach einem Konzert ihres Sprößlings, den unsterblichen Satz: „Ich verstehe diese unpopuläre populäre Musik nicht.“

Da haben wir das Problem mit der Erlösung und der Revolution: Man kann kein Omelett machen, ohne Eier zu zerbrechen. Oder wie William Temple, der verstorbene Erzbischof von Canterbury, anmerkte: „Warum sich irgendein Mensch die Mühe gemacht haben sollte, den Christus des Liberalen Protestantismus zu kreuzigen, ist immer ein Rätsel gewesen.“ So ein netter, vernünftiger Kerl hätte ein großartiger Versicherungsverkäufer sein können. Jesus von Nazareth, der gewöhnliche Bürger, wurde ge­kreuzigt, weil er der herrschenden Klasse eine Scheißangst eingejagt hat. Diesbezüglich – und eigentlich in noch mehrerlei Hinsicht – waren die Sto­nes Christus ziemlich ähnlich. Brian Jones konnte nichts anderes sein, als was er war, ein lebendes (und sterbendes) Opfer. Keith Richards desglei­chen. Mick Jagger hatte die Wahl, und er braucht sein ganzes Leben lang, um sie zu treffen.

Aber was auch immer die Stones, diese rockenden Fossile, jetzt auch sein mögen – waren sie wirklich, wie Keith glaubt, für das Einstürzen von Mauern verantwortlich wie der mythische Josua? Wäre es ohne den steti­gen Vierviertel-Beat zum Fall der Berliner Mauer gekommen, hätte es die Perestroika gegeben? Ich glaube schon, ja. Selbst wenn die Menschen noch immer Foxtrott, Gavotte, Menuett und Walzer tanzen würden. Denn sogar bei Mozart gibt es jede Menge wilder Hemmungslosigkeit, ganz zu schweigen von Beethoven – das genügt, um die Städte in Flammen zu set­zen, Mauern niederzureißen. Musik jeglicher Art – mit Ausnahme von Märschen, Kampfschreien, Hymnen und Trauergesängen – ist ein potenzielles Problem für den Staat, daran besteht kein Zweifel.

Andererseits kann Musik völlig unbedeutend für historische Ereignis­se sein. Aber das politische Faktum bleibt bestehen, dass sich in unserer Zeit eine gewisse apolitische oder suprapolitische Lingua franca etabliert hat, die aus Levi’s, Marlboro, Cadillac, Mercedes, Coke und Koks, Ha­schisch, Heroin, Ecstasy, Löwenbräu, Dom Perignon, Jack Daniel’s, den Rolling Stones, Robert Johnson, Bob Dylan, den Black Crowes, was immer deine Marke ist, besteht. Indem man an all dem teilnimmt, erhält man sich den Glauben daran, dass das gute Leben weitergeht. Der Zusammenbruch des Kommunismus hat das moderne Konsumdenken kampflos als den of­fensichtlichen Sieger zurückgelassen. Das ist nicht unbedingt ein Desaster; Micky Maus ist ein größtenteils recht anständiger Nager, menschlicher als Josef Stalin oder viele amerikanische Präsidenten und sogar als manche deutsche Führer.

Gleichzeitig befinden sich anscheinend verschiedene Formen des Fun­damentalismus im Aufschwung. Eine Kombination aus Konservatismus und Fundamentalismus – rechte Kräfte in einer unheiligen, aber selbstge­rechten Allianz – hat, neben anderen Schrecklichkeiten, die große De­pression in den USA vertieft und verlängert. Und diese Kräfte, allesamt scheinheilige Schleimscheißer, sind noch immer und glamouröser denn je mitten unter uns und versuchen wie eh und je, die Bevölkerung mit Nich­tigkeiten abzulenken und über welche Missstände auch immer hinwegzuregieren. Es gab diese Kräfte auch zu jener Zeit, in der dieses Buch han­delt, aber damals hatten die Rolling Stones eine gewisse Macht oder schie­nen sie zumindest zu haben, oder sie schienen wenigstens Teil einer ge­genkulturellen Macht zu sein. Noch dazu schien diese Macht nur prophe­tischer Vorbote einer zukünftigen Flutwelle zu sein. Das war eine Illusion, eine gefährliche Selbsttäuschung. Die Zeit hat uns eines anderen belehrt. Aber wenn die Rolling Stones heute wie so viele Bands, die ihnen nach­geeifert haben, nicht mehr sind als ein Produkt, ein Unterhaltungspaket, dann sind sie tatsächlich trivial und belanglos, außer vielleicht in irgend­einem soziologischen Sinn.

Um, wie Mick sagen würde, brutal ehrlich zu sein: Ich hasse es, die Rolling Stones dieser Tage bei der Arbeit zu sehen. Vielleicht ist hassen nicht das richtige Wort – aber der Vergleich mit der Vergangenheit ist ekelhaft und beschwört Erinnerungen an jenen sprichwörtlichen Indianer her­auf, der gesagt hat: „Vor langer Zeit gut –jetzt ein Haufen Scheiße.“ Jeder für sich genommen sind sie vermutlich nach wie vor wundervoll – zu­mindest Keith Richards und Charlie Watts. Aber die enormen Stadien, in denen die Stones auftreten, der unvermeidlich schwammige Sound, der Leviathan ihrer Bühnenmaschinerie, die leere Präzision, der Mangel an Spontaneität und die Tatsache, dass weder auf noch vor der Bühne getanzt wird – das alles zieht doch mächtig runter. Man gibt am Eingang sein Ticket ab und schon steckt dir jemand ein Flugblatt zu oder ein Antrags­formular für das Zungen-Logo der Rolling Stones, von Visa oder Mastercard. Die Nato sollte mit den Rolling Stones einen Vertrag schließen, die Zunge auf Panzer kleben, auf Flugzeugträger und auf Bomber und da­durch wahnsinnigen Militärausgaben mehr Popularität verschaffen. Da er den letzten Funken von moralischer oder sozialer Bedeutung verloren zu haben scheint, so dass er auf keinen Fall mehr gegenkulturell ist, könnte sich der Rock ’n’ Roll als weit offener Sesam für ein Nirwana von Firmen-Sponsoring herausstellen – Designer-Drinks, Designer-Kleidung, modi­sche Accessoires, Jeans und Waffen werden zum Ruhme Gottes und der Menschheit an Krisenherde verschickt. Sony und Mitsubishi präsentieren im Verbund mit Boeing, Lockheed, Deutsche Grammophon und Disney den neuen Kassenknüller im Entertainment-Bereich – Titel: „Der Zu­sammenbruch der westlichen und östlichen Zivilisation“. Eine Armee von Soldaten, die wie Michael Jackson aussehen, kämpft gegen ein Heer von Prince-Klonen. Beide werden von Madonna-Kopien niedergemacht. Mi­chael verliert Lisa Maria zur Hauptsendezeit an Madonna.

Es ist eine andere Welt. Im November 1994 hat in Atlanta irgendein widerliches Trio, dessen Namen ich bis heute nicht weiß, die Show für die Rolling Stones eröffnet, gefolgt von dem durch und durch mittelmäßigen Bryan Adams. Ein paar Tage später traten in Gainesville die Spin Doctors im Vorprogramm auf. Ich habe nur einen Song der Doctors gesehen, aber das genügte mir. Vor fünfundzwanzig Jahren eröffnete der mittelmäßige Terry Reid die Show, aber nach ihm kamen wenigstens Chuck Berry oder B. B. King oder Ike & Tina Turner. Damals haben die Stones allerdings vor vielleicht fünfzehntausend Leuten gespielt und nicht vor fünfzigtau­send. Die Musik war das Wichtigste, und sie musste nicht mit aufblasba­ren Menagerien, gigantischen Jukebox-Lichtern, feuerspeienden Me­talldrachen, Videoshows und Feuerwerken in Konkurrenz treten. Micks bedauerliche Annahme, er müsse ein ungeheures Spektakel präsentieren, entwickelt sich zum Bumerang, indem er von einem riesigen, über ihm hängenden Gummi-Elvis in den Hintergrund gedrängt wird.

Wenn man die Stones in B. B. Kings Club auf der Beale Street oder ins „Fox Theater“ in Atlanta oder in ein Lokal von der Größe des „Star Clubs“ in Hamburg stellt, dann werden sie immer gut sein, solange sie be­stehen – überall dort, wo sie nicht als Miniaturfiguren auf der Bühne er­scheinen. Keith meinte, wenn die Leute dereinst die enorm großen Ver­anstaltungsorte nicht mehr füllen, dann könnten die Stones wieder in klei­nerem Rahmen spielen. Ich kann es kaum erwarten.

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