Corey Taylor - Die sieben Todsünden

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Über kaum eine Band wird so kontrovers diskutiert wie über die US-amerikanische Nu-Metal- und Alternative-Metal-Formation Slipknot. Der Name ist Programm: «Slipknot» ist das englische Wort für den Henkersknoten. In der Öffentlichkeit tritt die Band in einheitlichen Overalls auf, nur die gruseligen Gesichtsmasken sind individuell gestaltet. Die insgesamt neun Musiker sind von 0 bis 8 durchnummeriert, nur so sind sie bei ihren spektakulären Bühnenauftritten zu unterscheiden: 2006 gewann Slipknot einen Grammy für die beste Heavy-Metal-Performance. Das martialische Auftreten ist keinesfalls nur Fassade, es spiegelt auch den echten Lebenswandel der Band wider: Corey Taylor, Sänger und Frontmann der Band, trägt die Nummer "8". Er ist gleichzeitig auch Sänger und Gitarrist der Band Stone Sour, die – im Gegensatz zu Slipknot – eher melodischen Hardrock spielt und zuletzt 2010 bei «Rock am Ring» auftrat. Taylor ist berühmt für seine mitunter verstörende Bühnenshow. Er führt ein ausschweifendes Leben mit Alkohol, Medikamenten, Drogen und Sex. Mit wachsender Berühmtheit nahmen diese Exzesse immer weiter zu. In Taylors erstem Buch geht es um die vom Christentum gefürchteten «sieben Todsünden»: Hochmut, Geiz, Wollust, Zorn, Völlerei, Neid und Feigheit. Corey Taylor beschreibt, wie er selbst zu diesen Sünden steht und wie er sie alle begangen hat. Er selbst hält diese Sünden für eine menschliche Schwäche, die jeder einmal durchleben muss. Eine spannende autobiografische Geschichte, die durch das Prisma der sieben Todsünden erzählt wird.

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Doch es gab ein Problem. Ich hatte lange Haare. Nach heutigen Maßstäben klingt das völlig belanglos, aber noch vor 15 Jahren machten die eine große Sache daraus, speziell im Mittleren Westen. Die Haare waren weder gefärbt noch trug ich Dreadlocks oder eine abgefahrene Frisur, ich hatte einfach nur lange Haare. Und was kann daran so schlimm sein? Die Antwort auf die Frage lautete offensichtlich: „Das ist einfach sehr schlimm!“ In den Arbeitsvorschriften dieser Kette stand, dass die Haare eines männlichen Angestellten nicht den Hemdkragen berühren durften. Mir wäre das eigentlich egal gewesen, doch als ich eingestellt wurde, wies mich niemand darauf hin. Nach einigen Monaten kam der Besitzer zur Inspektion, um alles penibel zu kontrollieren. Ohne etwas zu ahnen, stellte ich mich vor. Er blickte mich kurz an, drehte sich zu seinem Assistenten um und meinte: „Der muss sich die Haare schneiden lassen, oder er kann gehen.“ Mein Vorgesetzter versuchte alles, um mich zu verteidigen, aber es war schon zu spät. Die setzten mich verflucht noch mal vor die Tür.

Bist du bereit für den noch beschisseneren Teil?

Am anderen Ende der Stadt, in einer anderen Filiale, arbeitete ein Typ mit wesentlich längeren Haaren – und das schon seit sieben Jahren. Sieben verdammte Jahre! Der Filialleiter verhielt sich so geschickt, ihn immer während der Inspektionen zu verstecken. Ich zog ihn als Argument heran, um meinen Job zu behalten, aber keiner wollte großes Aufsehen erregen und etwas sagen. Ich war gefeuert und er behielt seine Arbeit, bis die ganze Kette pleite machte. Ich bete dafür, dass er mit seinen Haaren nun die Dixie-Klos in Toledo, Ohio putzen muss.

Als es darauf ankam, haben mich die Leute, wie es so üblich ist, verraten und verkauft, um den eigenen Job nicht zu gefährden. Auch der langhaarige Typ hätte etwas sagen können, blieb aber mucksmäuschenstill. Du stellst dir jetzt sicherlich die Frage, warum ich immer noch ein wenig angefressen bin. Um ehrlich zu sein, hatte ich schon gar nicht mehr daran gedacht, bis ich mit diesen Zeilen begann. Scheinbar bin ich noch ärgerlich, und der Grund dafür liegt darin, dass es einfach nicht fair war – und ich hege einen unerschütterlichen Glauben an die Gerechtigkeit! Falls du ein faires Spiel verlierst, packst du das weg, lernst daraus und machst es beim nächsten Mal besser. Aber beschissen und abgezogen zu werden wie ein Freak, während sich die anderen noch ein paar Tage als was Besseres vorkommen, ja, darin liegt die Wurzel meiner andauernden Wut. Wenn ich mir vor Augen führe, was ich in den letzen Jahren erreicht habe, sollte mich das eigentlich nicht mehr jucken. Ja, es war ein zeitlich begrenzter Job und ich lernte eine Menge, indem ich meinen Stolz runterschluckte und akzeptierte, dass es immer noch Menschen gibt, denen Männer mit langen Haaren Unbehagen bereiten. Aber ist das Gerechtigkeit?

Bei meinem Job habe ich mir den Arsch aufgerissen und den Umsatz gesteigert. Ich habe die Kunden höflich und zuvorkommend behandelt. Wäre ich ein ganz normaler Typ gewesen, hätten die mich für eine Beförderung vorgeschlagen. Schon damals hielt ich nicht viel von Kompromissen, und im Großen und Ganzen betrachtet war es wirklich eine triviale Angelegenheit. Aber die langen Haare? Nein, die hätten wirklich keine Rolle spielen dürfen! Ich bin zwei Mal reingelegt worden – ein Mal von dem Besitzer und dann noch von meinen Freunden. Bist du jetzt immer noch erstaunt, warum ich so sauer bin? Man lässt viel zu viele Menschen in seine Nähe, zeigt ihnen seine wirklichen Gefühle und verliert dabei die Kontrolle. Ich habe daraus eine bittere Lektion in Sachen Loyalität und Gerechtigkeit gelernt. Glücklicherweise begegneten mir Menschen in meinem Leben, die mir wieder den Glauben an diese beiden wertvollen Charaktereigenschaften ermöglichten. Aber trotzdem beschleichen mich bei den meisten Leuten so meine Zweifel. Ich vermute, das wird sich nie ändern.

Was ich damit eigentlich sagen will – im Leben wird es oft Momente geben, die dich wahnsinnig machen. Falls dir jemand was anderes erzählt, solltest du ihm oder ihr eine schallende Ohrfeige verpassen, denn es ist eine Lüge. Wie können diese Momente als Sünde bezeichnet werden, wenn sie ganz einfach zum Leben gehören? Der Mensch neigt zum Zorn. Die Scheinheiligen und Religiösen werden das als Beleg der ursprünglichen Sünde deuten; sie werden dir erzählen, dass Gott gnädig sein wird, wenn du ihn um Vergebung bittest. Wollt ihr mich verarschen? Wer seid ihr überhaupt? Ihr nehmt euch heraus von einem „Gott“ zu reden. Wenn es einen „Gott“ gibt, wie könnt ihr euch erdreisten, für ihn zu sprechen? Kennt ihr ihn? Habt ihr ihn getroffen? Hey, ich habe da eine viel leichtere Frage: Seid ihr verfluchte Lügner? Habt ihr euch schon mal Gedanken gemacht, die nicht von Gottes Ouija-Brett, seiner Buchstaben- und Zahlentafel für spiritistische Sitzungen, gefiltert wurde? Hat euch Gott aus dem Himmel eine Textbotschaft gesandt? Vielleicht mit einem Emoticon mit Heiligenschein? Diese schmierigen Scharlatane mit ihren Heilsversprechen sind so viel wert wie ein zerschossenes Glas, kennen aber jeden nur erdenklichen Weg, um den Durst der Einsamen zu löschen, die nur Antworten auf ihre Fragen suchen.

Wir begegnen den dunkelsten Momenten unseres Lebens in den Winkeln und Nischen, die wir vermeiden wollen. Wie Verzweifelte klammern wir uns an ein wackeliges Seil, während wir uns durch Zusammenstöße und Ereignisse hindurchwinden. Doch die Ironie des Schicksals dringt in diese Nischen ein und zieht uns mit. So begegnen wir den dunklen Seiten der anderen, die wiederum unsere negativen Emotionen erleben. Sind wir es, die unser Umfeld beschmutzen, oder ist es unser Umfeld, das uns beschmutzt? Was tauchte zuerst auf – der Zorn und die Zerrissenheit oder das Schicksal?

Von mir aus können wir alle in einem riesigen Sumpf der ungelösten Fragen untergehen. Ich hoffe, aus Stereo wird Mono. Ich hoffe, dass die Welt mit einer fehlenden Leber aufwacht, die zuvor von einer drogensüchtige Nutte kaputt gefixt wurde – das würde ihr nur recht geschehen, mich so anzupissen!

Aber ich habe es kapiert, kann mich in die Schwierigkeiten hineinversetzen. Wir haben alle unsere Probleme. Es gibt immer wieder diese Tage, an denen wir ein Zeug fressen, das nicht besser ist als Hundefutter. Tage, an denen wir das Gefühl haben, dass ein Schild mit der Aufschrift „Bitte hier reinpissen!“ über unserem Mund hängt. Wegen solcher Tage sind wir geneigt, uns gegenseitig böse Blicke zuzuwerfen, fast so, als würden Blitze aus unseren Augen schießen. Die Seelen der Welt schreien voller Qual die gleichen Worte: „Hau ab und verrecke!“

Doch man sollte sich stets daran erinnern, dass auch die anderen in diesem Mist stecken. Wir alle müssen das Gleiche durchmachen und warten darauf, dass der Dampf abgelassen wird. Wenn wir dadurch als Sünder bezeichnet werden, dann hört mir jetzt genau zu. Sucht euch einen Platz aus. Pflanzt euch hin. Rückt ein wenig näher zusammen. Bloß nicht schüchtern sein. Fühlen sich alle gut? Cool. Kapiert es endlich: Wir alle sündigen, weil sie es uns einreden. Und deshalb sollten wir nicht mehr zuhören. Wir schalten einfach einen anderen Sender in unserer lokalen Rundfunkstation ein. Wenn uns die Geistlichen und Gläubigen mit ihrem Schwachsinn in den Ohren liegen, sollten wir mit Taubheit reagieren. Stehe ich mit dieser Ansicht etwa allein da? Ich bin ein zynisches Arschloch. Diese beängstigende Gutenachtgeschichte – auch Bibel genannt – ist in Ordnung, aber nur als ein staubiger Wälzer für eine längst vergessene Zeit. Man darf die Tatsache nicht vergessen, dass vieles aus dem Alten Testament einem Plagiat der Tora, des ersten Teils des Tanach, der hebräischen Bibel, entspricht. Christen verfügen über so wenig Vorstellungskraft, dass sie sich für ihre eigene Religion etwas leihen oder sogar stehlen mussten. Und die denken wirklich, dass ihnen das keiner übel nimmt, was in Selbstbetrug ausartet. Die gläubigen Juden blicken auf die Christen herab, und die Christen auf die Mormonen.

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